Brauche mal andere Meinungen: körperliche Distanz
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nido56
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Re: Brauche mal andere Meinungen: körperliche Distanz
Hallo,
wir sind ja eine deutsch-spanische Familie, und ein Teil der spanischen Seite ist SEHR koerperlich. Da wird auch am Piraten rumgedrueckt, geknuddelt, gekuesst und gekitzelt bis zum Gehtnichtmehr. Meine eigene Familie ist dagegen sehr distanziert, obwohl ich komischerweise auch eher koerperlich bin. Ich lasse sie einfach machen. Sie lieben den Piraten alle heiss und innig, und die ganze Knuddelei ist Ausdruck ihrer Zuneigung. Als er noch kleiner, musste ich schon manchmal tief durchatmen, wenn sich die ganze Bande verzueckt auf mein ausnahmsweise mal friedlich schlummerndes Schlechtschlaeferkind gestuerzt und es damit natuerlich aufgeweckt hat, so dass er dann den Rest des Nachmittags schlechte Laune hatte. Aber ich denke mir halt, das ist ja auch seine Familie und Teil seiner Herkunft, und die sollen genauso unbefangen mit ihm umgehen koennen wie ich.
Inzwischen macht er selbst deutlich, wo seine Grenzen liegen (eigentlich konnte er das schon immer ziemlich gut). Er windet sich geschickt aus den Tantenumarmungen oder sagt auch schonmal klar und deutlich "NO!", wenn man ihm zu sehr auf die Nerven geht. Ich denke, solange deutliche Signale des Kindes nicht einfach ignoriert werden, ist es vielleicht gar nicht so schlecht, wenn die Kinder lernen, dass die Menschen ihre Zuneigung unterschiedlich ausdruecken, und dass es an ihnen selbst ist, ihre persoenlichen Grenzen deutlich zu machen.
Viel nerviger finde ich meinen Vater. Der Pirat ist sprachentwicklungsverzoegert, und irgendwie scheint mein Vater zu glauben, dass er daran etwas aendern kann, wenn er ihn alle 2-3 Monate mal ein paar Tage lang sieht. Staendig wird da zusammenhanglos gefragt "Wie macht denn der Hund? Wo ist das gruene Auto? Ist das ein Bagger?" etc. etc. Ich finde es ja OK, wenn man sowas mal ins Spiel einbaut, aber da sitzt der Pirat ganz friedlich und selbstvergessen da und schiebt seine Autos umher und soll ploetzlich aus dem Nichts sagen "wie der Hund macht". Argh! Egal, auch da sage ich nicht viel. Sie tun ihm ja nichts, ich finde es nur nervig.
Im Nachhinein betrachtet, hatten meine Grosseltern damals auch ziemlich sonderbare Vorstellungen. Als Kind hat mich nichts davon gestoert. Ich habe sie heiss und innig geliebt, und sie waren eben so.
wir sind ja eine deutsch-spanische Familie, und ein Teil der spanischen Seite ist SEHR koerperlich. Da wird auch am Piraten rumgedrueckt, geknuddelt, gekuesst und gekitzelt bis zum Gehtnichtmehr. Meine eigene Familie ist dagegen sehr distanziert, obwohl ich komischerweise auch eher koerperlich bin. Ich lasse sie einfach machen. Sie lieben den Piraten alle heiss und innig, und die ganze Knuddelei ist Ausdruck ihrer Zuneigung. Als er noch kleiner, musste ich schon manchmal tief durchatmen, wenn sich die ganze Bande verzueckt auf mein ausnahmsweise mal friedlich schlummerndes Schlechtschlaeferkind gestuerzt und es damit natuerlich aufgeweckt hat, so dass er dann den Rest des Nachmittags schlechte Laune hatte. Aber ich denke mir halt, das ist ja auch seine Familie und Teil seiner Herkunft, und die sollen genauso unbefangen mit ihm umgehen koennen wie ich.
Inzwischen macht er selbst deutlich, wo seine Grenzen liegen (eigentlich konnte er das schon immer ziemlich gut). Er windet sich geschickt aus den Tantenumarmungen oder sagt auch schonmal klar und deutlich "NO!", wenn man ihm zu sehr auf die Nerven geht. Ich denke, solange deutliche Signale des Kindes nicht einfach ignoriert werden, ist es vielleicht gar nicht so schlecht, wenn die Kinder lernen, dass die Menschen ihre Zuneigung unterschiedlich ausdruecken, und dass es an ihnen selbst ist, ihre persoenlichen Grenzen deutlich zu machen.
Viel nerviger finde ich meinen Vater. Der Pirat ist sprachentwicklungsverzoegert, und irgendwie scheint mein Vater zu glauben, dass er daran etwas aendern kann, wenn er ihn alle 2-3 Monate mal ein paar Tage lang sieht. Staendig wird da zusammenhanglos gefragt "Wie macht denn der Hund? Wo ist das gruene Auto? Ist das ein Bagger?" etc. etc. Ich finde es ja OK, wenn man sowas mal ins Spiel einbaut, aber da sitzt der Pirat ganz friedlich und selbstvergessen da und schiebt seine Autos umher und soll ploetzlich aus dem Nichts sagen "wie der Hund macht". Argh! Egal, auch da sage ich nicht viel. Sie tun ihm ja nichts, ich finde es nur nervig.
Im Nachhinein betrachtet, hatten meine Grosseltern damals auch ziemlich sonderbare Vorstellungen. Als Kind hat mich nichts davon gestoert. Ich habe sie heiss und innig geliebt, und sie waren eben so.
nido mit dem Piraten (01/2012)
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nexia
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Brauche mal andere Meinungen: körperliche Distanz
Schwierig das Thema. Es ist sicher wichtig die kindlichen Grenzen zu akzeptieren. Bei do kleinen Kinder ist es aber auch einfach schwer zu unterscheiden eo es um die kindlichen Grenzen geht und wo eher um deine. Die sollten natürlich ebenfalls akzeptiert werden. Allerdings gebe ich einigen recht schau genau hin wo es eher Dein Thema mut Körperlichkeit ist und wo das des Kindes. Drnn möglich ist durchaus dass Dein Baby gänzlich anders ist und das was Du in der Kindheit nicht mochtest hat erstmal nichts mit Deinem Kind zu tun. Weißt Du was ich meine?
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claudia mit großer ju* 06/06 und kleiner fi* 04/08
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Jenny7
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Re: Brauche mal andere Meinungen: körperliche Distanz
Mir ging es anfangs mit meiner Schwiegermutter auch so, warum auch immer, sie ist eine super liebe Person.
Ich bin immer innerlich ganz kribbelig gewesen, wenn sie bei meinem Baby auf Tuchfühlung ging.
Mein Baby habe ich ihr aber auch sehr selten in den Arm gegeben, es sei denn sie hat gefragt, habe mich dann nicht getraut nein zu sagen, schließlich hat sie als Oma auch ein Recht auf ihre Enkelin und andersrum genauso.
Heute ist meine fast drei Jahre alt und kann alleine Stop sagen, wenn sie den Körperkontakt nicht will.
Und bei meinem zweiten Baby bin ich doch ein bißchen entspannter, wenn auch nur ein bißchen;-)
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Ich bin immer innerlich ganz kribbelig gewesen, wenn sie bei meinem Baby auf Tuchfühlung ging.
Mein Baby habe ich ihr aber auch sehr selten in den Arm gegeben, es sei denn sie hat gefragt, habe mich dann nicht getraut nein zu sagen, schließlich hat sie als Oma auch ein Recht auf ihre Enkelin und andersrum genauso.
Heute ist meine fast drei Jahre alt und kann alleine Stop sagen, wenn sie den Körperkontakt nicht will.
Und bei meinem zweiten Baby bin ich doch ein bißchen entspannter, wenn auch nur ein bißchen;-)
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- korny
- gut eingelebt
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Re: Brauche mal andere Meinungen: körperliche Distanz
Ich hatte das gleiche Problem mit meinen ehemaligen Schwiegereltern. Ich habe versucht, auf mein Gefühl zu hören, auch wenn es oft sehr schwer war.
Aber habe ich mir immer wieder gesagt, dass Erwachsene, die sich nicht besonders gut kennen, auch nicht zur Begrüßung im Gesicht rumfummeln mit Händen, die so groß sind wie ihre eigenen Köpfe .....
Aber habe ich mir immer wieder gesagt, dass Erwachsene, die sich nicht besonders gut kennen, auch nicht zur Begrüßung im Gesicht rumfummeln mit Händen, die so groß sind wie ihre eigenen Köpfe .....
stolze Kückenmama seit 11/2011
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Sabi
- ist gern hier dabei
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Re: Brauche mal andere Meinungen: körperliche Distanz
Ich kann sich sehr gut verstehen. Mir geht's mit meiner sm ähnlich. Schön und wichtig ist aber, dass dein Mann mittlerweile auf deiner Seite ist. Das ist hier leider nicht so. Da wird verteidigt wenn die Oma ihre Grenzen nicht sieht, denn "sie meint das ja nicht böse!"
Ob böse oder nicht, ist mir aber egal. Wenn mein Baby bei ihr auf dem Arm weint, muss sie nicht ewig versuchen ihn irgendwie zu beruhigen, sondern könnte von selbst auf die Idee kommen ihn zu Papa oder mir zurückzugeben. Jedesmal endet die Situation so, dass ich meinen Sohn aus der Situation hole.
Das ist nur ein Beispiel. Mittlerweile ist es aber so, dass es ein paar Regeln gibt, die mein Freund und ich zusammen aufgestellt haben. Und wenn seine Mutter wieder mal eine unserer Grenzen überschreitet, klärt mein Freund das. Das gibt mir die Möglichkeit etwas entspannter an diese Besuche heranzugehen.
Vielleicht brauchen Großeltern ach einfach Zeit sich in ihre Rollen einzufinden und zu lernen, dass sie eben GROßeltern und nicht die Eltern sind. (Hier hieß es am Anfang gern "Ja, aber er ist ja UNSER Enkel" Richtig!!!! Enkel, nicht Sohn!!!)
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Ob böse oder nicht, ist mir aber egal. Wenn mein Baby bei ihr auf dem Arm weint, muss sie nicht ewig versuchen ihn irgendwie zu beruhigen, sondern könnte von selbst auf die Idee kommen ihn zu Papa oder mir zurückzugeben. Jedesmal endet die Situation so, dass ich meinen Sohn aus der Situation hole.
Das ist nur ein Beispiel. Mittlerweile ist es aber so, dass es ein paar Regeln gibt, die mein Freund und ich zusammen aufgestellt haben. Und wenn seine Mutter wieder mal eine unserer Grenzen überschreitet, klärt mein Freund das. Das gibt mir die Möglichkeit etwas entspannter an diese Besuche heranzugehen.
Vielleicht brauchen Großeltern ach einfach Zeit sich in ihre Rollen einzufinden und zu lernen, dass sie eben GROßeltern und nicht die Eltern sind. (Hier hieß es am Anfang gern "Ja, aber er ist ja UNSER Enkel" Richtig!!!! Enkel, nicht Sohn!!!)
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Himbeere78
- ist nicht mehr wegzudenken
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- Registriert: 05.12.2010, 15:41
Re: Brauche mal andere Meinungen: körperliche Distanz
Gnom hat geschrieben: Meine eigene Mutter ist wie ein egoistischer Bulldozer, die brettert über Individualdistanzen so ignorant weg, dass ich auch lauter werde.
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Total ot aber sprichst du von meiner Mutter???!!!
Mama mit Sonnenschein 10 & Strahlemann 13
und * 2011, * 2012
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- Missy
- alter SuT-Hase
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- Registriert: 28.06.2013, 15:49
Re: Brauche mal andere Meinungen: körperliche Distanz
Das ist ein wichtiger Aspekt finde ich. Berührungen sind normalerweise ritualisiert, z.B. zur Bgrüßung je nach Vertrauensebene vom Handschlag über die Umarmung bis zum Kuss.korny hat geschrieben:Ich hatte das gleiche Problem mit meinen ehemaligen Schwiegereltern. Ich habe versucht, auf mein Gefühl zu hören, auch wenn es oft sehr schwer war.
Aber habe ich mir immer wieder gesagt, dass Erwachsene, die sich nicht besonders gut kennen, auch nicht zur Begrüßung im Gesicht rumfummeln mit Händen, die so groß sind wie ihre eigenen Köpfe .....
Ich habe ja nichts generell gegen Berührungen, ein sanftes Streicheln des Köpfchens oder des Rückens finde ich ok. Eine respektvolle Berührung eben.
Achtsamkeit ist wohl das richtige Stichwort.
Missy mit dem kleinen Wuselchen (6/13) und *(10/15)
- soda
- Dipl.-SuT
- Beiträge: 5303
- Registriert: 20.12.2013, 19:14
Re: Brauche mal andere Meinungen: körperliche Distanz
Ich könnte die Krise kriegen wenn meine Schwiegermutter da ist oder verlangt dass meine Tochter Zeit mit ihr verbringen soll.
1.) Sie ist grundsätzlich mit Parfüm übergossen, sodass ich beim stillen - was ja im Moment noch sehr oft vorkommt - jedesmal würgen muss weil mein Kind danach riecht!
2.) Wenn sie da ist und ich halte meine Tochter im Arm, steht sie vor mir und sagt Sachen wie "jetzt gib sie mir mal" oder streckt ihre Hände nach dem gerade gestillten und im einschlafen begriffenen Kind aus.
3.) Vom ersten Tag an scheppert sie mit Rasseln und Plastikfolie vor ihrem Gesicht rum. Die aufgerissenen Augen (Entsetzen? Lähmung? ) findet sie super.
4.) Sie hebt die Maus mit maximal ausgestreckten Armen in die Luft und schuckelt sie hin und her oder legt sie auf den Bauch und rollt sie seitlich hin und her. Sie massiert und drückt ständig auf dem Bauch herum "weil das Baby Bauchweh hat".
5.) Sie findet, sie hätte ein Recht, das Kind jedes Mal zu wickeln und jammert rum wenn ich es vor ihrer Ankunft oder nach dem Stillen (wovon sie ausgeschlossen werden muss, sonst würde sie da auch noch auf meiner Schulter hängen und das Kind begrabbeln) schon gemacht habe, denn
6.) Sie findet es toll, wenn das Kind "frei strampelt". Meine Tochter hat sichtbare Angst vor Grenzenlosigkeit. Schlafen ohne Rolle drumherum, große Badewanne (Waschbecken geht!), in die Luft halten führen zu Schreianfällen oder hektischem Gezappel mit Armen und Beinen --> das nennt die Frau dann "frei strampeln" und macht es minutenlang.
7.) Ständig schlägt sie vor, mir das Kind "mal paar Stunden abzunehmen" - ja klaaaar. Wenn ich wieder komme, hat mein Baby vermutlich gerade den Grießbrei fertig, den ihre Kinder mit 8 Wochen schon essen mussten.
8.) Wenn das Baby weint, kommt sie und will es unbedingt haben und beruhigen (was ihr nicht gelingt). Wenn es bei ihr auf dem Arm anfängt zu weinen (und das ist nach kurzer Zeit jedes Mal der Fall, da unsere Tochter abseits des Stillens bzw. Schlafens oft weint, auch bei Mama und Papa) will sie es mir unaufgefordert nicht geben und fängt wieder mit dem Rasseln oder Rumgeschuckel an.
Es fing schon nach der Geburt an. Wir haben alle angerufen, sie hat Festnetztelefon und 2 Handys nicht gehört und so als Allerletzte durch ihren andren Sohn davon erfahren - eine Katastrophe. Wir wollten niemanden am ersten Tag kommen lassen - sie war beleidigt. Wir haben am Tag wo wir heim gefahren sind angerufen, dass wir entlassen werden. SOFORT wollte sie kommen. Habe ich abgelehnt - sie war sauer.
Ich würde sie am liebsten gar nicht mehr sehen. Aber das geht leider nicht. Leider weiß ich auch nicht, wie ich ihr begreiflich machen soll, wie sehr mich das nervt. Also weiche ich aus, lehne "Hilfe" ab, hoffe dass sie nicht fragt ob sie kommen kann etc..
Ich kann dich verstehen!
1.) Sie ist grundsätzlich mit Parfüm übergossen, sodass ich beim stillen - was ja im Moment noch sehr oft vorkommt - jedesmal würgen muss weil mein Kind danach riecht!
2.) Wenn sie da ist und ich halte meine Tochter im Arm, steht sie vor mir und sagt Sachen wie "jetzt gib sie mir mal" oder streckt ihre Hände nach dem gerade gestillten und im einschlafen begriffenen Kind aus.
3.) Vom ersten Tag an scheppert sie mit Rasseln und Plastikfolie vor ihrem Gesicht rum. Die aufgerissenen Augen (Entsetzen? Lähmung? ) findet sie super.
4.) Sie hebt die Maus mit maximal ausgestreckten Armen in die Luft und schuckelt sie hin und her oder legt sie auf den Bauch und rollt sie seitlich hin und her. Sie massiert und drückt ständig auf dem Bauch herum "weil das Baby Bauchweh hat".
5.) Sie findet, sie hätte ein Recht, das Kind jedes Mal zu wickeln und jammert rum wenn ich es vor ihrer Ankunft oder nach dem Stillen (wovon sie ausgeschlossen werden muss, sonst würde sie da auch noch auf meiner Schulter hängen und das Kind begrabbeln) schon gemacht habe, denn
6.) Sie findet es toll, wenn das Kind "frei strampelt". Meine Tochter hat sichtbare Angst vor Grenzenlosigkeit. Schlafen ohne Rolle drumherum, große Badewanne (Waschbecken geht!), in die Luft halten führen zu Schreianfällen oder hektischem Gezappel mit Armen und Beinen --> das nennt die Frau dann "frei strampeln" und macht es minutenlang.
7.) Ständig schlägt sie vor, mir das Kind "mal paar Stunden abzunehmen" - ja klaaaar. Wenn ich wieder komme, hat mein Baby vermutlich gerade den Grießbrei fertig, den ihre Kinder mit 8 Wochen schon essen mussten.
8.) Wenn das Baby weint, kommt sie und will es unbedingt haben und beruhigen (was ihr nicht gelingt). Wenn es bei ihr auf dem Arm anfängt zu weinen (und das ist nach kurzer Zeit jedes Mal der Fall, da unsere Tochter abseits des Stillens bzw. Schlafens oft weint, auch bei Mama und Papa) will sie es mir unaufgefordert nicht geben und fängt wieder mit dem Rasseln oder Rumgeschuckel an.
Es fing schon nach der Geburt an. Wir haben alle angerufen, sie hat Festnetztelefon und 2 Handys nicht gehört und so als Allerletzte durch ihren andren Sohn davon erfahren - eine Katastrophe. Wir wollten niemanden am ersten Tag kommen lassen - sie war beleidigt. Wir haben am Tag wo wir heim gefahren sind angerufen, dass wir entlassen werden. SOFORT wollte sie kommen. Habe ich abgelehnt - sie war sauer.
Ich würde sie am liebsten gar nicht mehr sehen. Aber das geht leider nicht. Leider weiß ich auch nicht, wie ich ihr begreiflich machen soll, wie sehr mich das nervt. Also weiche ich aus, lehne "Hilfe" ab, hoffe dass sie nicht fragt ob sie kommen kann etc..
Ich kann dich verstehen!
mit T (2013) und T (2017)
- danat
- ist nicht mehr wegzudenken
- Beiträge: 1323
- Registriert: 17.05.2011, 13:30
Re: Brauche mal andere Meinungen: körperliche Distanz
Puh! Tina, das klingt sehr heftig. Da helfen wohl nur sehr deutliche Worte und klar gesteckte Grenzen. Deine Tochter scheint das Verhalten ja auch wirklich zu stören und zu ängstigen. Da gäbs bei mir keine Diskussion ehrlich gesagt.
Fällt es dir schwer "Nein" zu sagen und dich durchzusetzen?
Fällt es dir schwer "Nein" zu sagen und dich durchzusetzen?
Liebe Grüße von danat
mit dem großen Frühlingskind (03/2011) und dem kleinen Frühlingskind (04/2014).
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- LaLeMi
- Miss SuTiversum
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Re: Brauche mal andere Meinungen: körperliche Distanz
Das will ich auch mal deutlich hervorheben. Das vermeintliche Lachen und freuen sind dann körperliche Reaktionen, gegen die Mensch, so denn kitzlig, gar nichts machen kann, und dann ggf noch in nichtsprechendem alter -übel !!eve hat geschrieben:Weil ich hier so oft kitzeln gelesen hab, Fred Donaldson, der den Begriff "Ursprüngliches Spiel" geprägt hat, meint, dass kitzeln kein Spiel ist. Der Kitzeln de hat immer die Machtposition und reagiert oftmals zu spät auf die Wünsche des Gekitzelten. Nur mal so
Die Generation 60+ sind ja oft auch die, deren eigene Grenzen nicht oder wenig geachtet wurden, ubd entsprechend übergriffig gehen sie oft auch mit ihrer Umwelt um. Ich möchte Mut machen, da auch auf die eigenen Gefühle zu hören. Klar ist es wichtig, zu sehen, was davon ggf das Eigene ist, aber Du klingst da eigentlich sehr reflektiert; zudem müssen die Kinder diese Erfahrung ja nicht nochmal machen. Wir sind nunmal da auch die Anwälte unserer Kinder.
Ich meine auch, das Entscheidende ist, wie achtsam da jemand ist und inwieweit man darüber reden kann, was für beide Seiten ok ist, wie Giraeffchen vorschlägt. Und da sind die Menschen unterschiedlich und drum auch wohl die unterschiedlichen Reaktionen, die in Threads wie diesem immer wieder kommen. Die eher beschwichtigenden haben vielleicht nicht mit den extrem übergriffigen Exemplaren zu tun ? Ich verteidige da jedenfalls auch beim dritten Kind noch klar die Babygrenzen. Die laufenden sprechenden Kinder können es irgendwann auch sehr gut selbst bzw kommen auch selbst, wenn sie Support brauchen.
Tapatalking


