Vorbereitung aufs Stillen nach Brustverkleinerung

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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-anders-
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Re: Vorbereitung aufs Stillen nach Brustverkleinerung

Beitrag von -anders- »

Ja, ich weiß, der Magen eines Neugeborenen ist gerade mal so groß wie eine Murmel. Und genau das ist eben mein Problem. Diese kleine Menge könnte ja eigentlich innerhalb einer kurzen Zeit gefüllt sein.

Bei der Großen konnte ich (später) daran erkennen, dass die Milch lief, dass sie große Schlucke machte. Aber diese großen Schlucke dürften in den ersten Lebenstagen ja recht wenig ausfallen. Und mit der Magenfüllung wäre dann ja auch die Mahlzeit beendet. Klar ist vermutlich auch am Anfang noch nicht so viel Milch in der Brust, dass es vielleicht länger dauert den Minimagen zu füllen. Nun ja, vermutlich mache ich mir einfach zu viele Gedanken.

Ich bereite mich vor, Stillprotokollformulare sind ausgedruckt, die Fütterbecher werde ich morgen in der Apotheke bestellen und ein paar Portionspackungen PRE kaufen gehen. Wenn irgendwelche Fragen oder Probleme auftauchen melde ich mich sofort hier und habe dank der Stillprotokolle direkt Daten an der Hand. Alles wird gut und selbst wenn es nicht so läuft habe ich wenigstens alles versucht und hab es dank der Protokolle schwarz auf weiß und brauche mich nicht aufgrund meiner getäuschten Erinnerung selbst zu grämen...

Danke auf jeden Fall für Deine Hilfe...
LG Anders

Dramaqueen 03/2010 und Milchknilch 01/2014
jusl
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Re: Vorbereitung aufs Stillen nach Brustverkleinerung

Beitrag von jusl »

Bin neugierig: Wie sieht denn so ein Stillprotokollformular aus? (Selbst für die schwersten Gedeihstörungen und Stillprobleme, an die ich mich in meiner Beratungstätigkeit erinnere, reichte es aus, einfach zu notieren, wie oft man gestillt hat.)

LG
Julia
-anders-
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Re: Vorbereitung aufs Stillen nach Brustverkleinerung

Beitrag von -anders- »

*Grins* letztendlich macht man dabei nichts anderes, außer dass man noch die Zeitachse mit berücksichtigt. Dazu eine Strichliste für Pipi und Stuhlwindeln. Und dann noch täglich das Gewicht notieren. Dann sollte man alles beieinander haben.

Dieses fand ich ganz OK: http://www.hebammenverband.de/index.php ... 252458acdb (hoffe ich darf hier verlinken)

Das schöne an dieser Form ist, dass man dann auch irgendwann mal einen Rythmus erkennen kann. Es würde vermutlich ein normaler Zettel auch tun, aber ich bin eher der Formulartyp ;-) Vielleicht liegt es auch darin, dass wir bei Kind 1 einen ähnlichen Zettel aus der Schreiambulanz hatten und den fand ich extrem hilfreich für mich...
LG Anders

Dramaqueen 03/2010 und Milchknilch 01/2014
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Katha
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Re: Vorbereitung aufs Stillen nach Brustverkleinerung

Beitrag von Katha »

-anders- hat geschrieben: Das schöne an dieser Form ist, dass man dann auch irgendwann mal einen Rythmus erkennen kann. Es würde vermutlich ein normaler Zettel auch tun, aber ich bin eher der Formulartyp ;-) Vielleicht liegt es auch darin, dass wir bei Kind 1 einen ähnlichen Zettel aus der Schreiambulanz hatten und den fand ich extrem hilfreich für mich...
Diese Erzählungen von einem Rhythmus haben mich zu Anfang unserer Stillzeit immer mächtig gestresst.
Kl. Hase hatte NIE einen richtigen Rhythmus. Selbst jetzt weint er manchmal 11 Uhr plötzlich vor Hunger (Beikost) und manchmal will er 14 Uhr noch nichts.
Nicht, dass Du einen Rhythmus suchst, den es nicht gibt ;)
(Kurz, unterwegs)
Katha mit dem Hasen *01/2012
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]

Viel vom iPhone, Buchstabendreher, Tippfehler... inkl. [/size]
-anders-
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Re: Vorbereitung aufs Stillen nach Brustverkleinerung

Beitrag von -anders- »

Wenn es keinen Rythmus gibt, dann gibt es halt keinen, aber auch das kann man dann erkennen. Und ganz klar, eine Minineugeborenes hat meistens auch noch keinen wirklichen Rythmus.

Meine Nr. 1 hatte und hat immernoch einen derartig zementierten Rythmus, aus dem man jetzt (mit knapp 4) so langsam erst einmal anfangen kann ab und an mal auszubrechen. Aber wirklich einen Gefallen tun wir damit niemandem. Jedes Kind ist anders, lassen wir uns einfach überraschen ;-)
LG Anders

Dramaqueen 03/2010 und Milchknilch 01/2014
-anders-
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Re: Vorbereitung aufs Stillen nach Brustverkleinerung

Beitrag von -anders- »

So hier bin ich wieder. Sohn wurde gestern morgen um 3.42 mit 3870gr bei 53cm geboren. Gestern verlief harmonisch, er war noch recht satt vom Fruchtwasser und hat 4x gestillt.

Ab Mitternacht war er dann nicht mehr zu beruhigen und ich habe 4h dauergestillt. Habe allerdings eher den Eindruck er nuckelt in erster Linie nur rum statt tatsächlich zu trinken. Heute Morgen ging es dann ab 8.00 wieder so weiter. Hebamme hat das Zungenbändchen kontrolliert, alles OK. Nur habe ich häufig das Gefühl, dass er die Zunge nicht richtig über die Kauleiste legt, bzw diese immer mal wieder abrutscht.

Ich weiß nicht so genau wie ich mich verhalten soll, ob ich ihn wirklich immer so lange saugen lassen soll, meine BW sind schon leicht wund. Die Hebamme empfiehlt winzige Mengen Wasser mit dem löffel zu geben um eine Dehydration zu vermeiden. Viel milch ist halt noch nicht da.
LG Anders

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Yashira
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Re: Vorbereitung aufs Stillen nach Brustverkleinerung

Beitrag von Yashira »

Ich möchte dir nur zum
Sohn gratulieren und alles Gute wünschen :-) schöne Kennenlernzeit euch. (())


Unterwegs mit einem Apfelgerät
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jusl
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Re: Vorbereitung aufs Stillen nach Brustverkleinerung

Beitrag von jusl »

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt Deines Babys! :D
Ich weiß nicht so genau wie ich mich verhalten soll, ob ich ihn wirklich immer so lange saugen lassen soll, meine BW sind schon leicht wund.
Vom Dauerstillen im Sinne von 4 Stunden am Stück rate ich Dir ab. Genauso vom Zufüttern von Wasser - Dein Baby hat ein Recht auf "bessere" Behandlung als lediglich darauf, nicht zu dehydrieren!.. Entweder Dein Baby wird vom Stillen satt - dann ist es gut, und er braucht auch kein Wasser - oder Dein Baby wird leider nicht vom Stillen satt (unbedingt tägliche Gewichtskontrollen!), dann braucht Dein Baby zusätzliche NAHRUNG und ebenfalls kein Wasser.

Mein Vorschlag für die nächsten 2-4 Tage: Täglich 8-12 mal stillen, für ca 20-40 Minuten, zwischendrin mindestens ein Seitenwechsel. Dbaei auf kräftiges Saugen und gute Anlegetechnik achten. Das reicht von der Zeit her auf jeden Fall, wenn milchmengentechnisch bei Dir grundsätzlich alles OK ist. Die Gewichtskurve sollte nach Tag 4 auch wieder nach oben gehen. Wie waren die Gewichtsdaten denn bislang?

Ansonsten mag ich einfach noch mal auf meine Antwort auf Seite 1 verweisen:
jusl hat geschrieben:Gute Bedingungen sind durch folgende Faktoren gekennzeichnet:
* angenehme, angstfreie Atmosphäre
* Ruhe (kein störender eigener oder fremder Besuch)
* geschützte Privat- und Intimsphäre (keine unnötig häufigen Untersuchugen)
* ununterbrochener Hautkontakt bis mindestens zum ersten Stillen (nach Kaiserschnitt so früh wie möglich)
* U1 erst NACH dem ersten Stillen
* keine Verwendung künstlicher Sauger, evtl. notwendiges Zufüttern passiert stillfreundlich
* alles was einem persönlich noch wichtig ist.

Ganz normal probieren heißt:
* von Anfang an häufig stillen (spätestens ab Tag 2 sollte mind. 8-12 mal in 24 Stunden gestillt werden)
* von Anfang an beide Seiten anbieten, um eine gleiche Stimulierung zu ermöglichen. Wenn ein Brust dann mehr produziert als die andere, ist das gar nicht schlimm (ist bei ganz vielen Frauen so!..).

Wegen der OP-Vorgeschichte ist erhöhte Wachsamkeit sinnvoll. In den ersten Lebenswochen sollte daher täglich dokumentiert werden, wie oft das Baby getrunken hat, wieviel es ausscheidet (Anzahl Pipiwindeln, Anzahl Stuhlwindeln), und sein Gewicht. Auf diese Weise lässt sich im Falle des Falles schnellstmöglich ein Zufütterbedarf erkennen, ohne unnötigen Stress oder Angst. Auf der anderen Seite kann durch diese engmaschige Doku auch belegt werden, dass Dein Baby vollgestillt gut gedeiht - sollten nämlich ANDERE Schwierigkeiten auftauchen, vermehrtes Schreien zum Beispiel, hast Du so die Sicherheit, dass es NICHT an Hunger bzw. zu wenig Milch liegt.
Also: eine engmaschige Doku kann Dir da ganz viel Stress ersparen
Rückfragen jederzeit gerne und ein erholsames Wochenbett,
LG
Julia
-anders-
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Re: Vorbereitung aufs Stillen nach Brustverkleinerung

Beitrag von -anders- »

Danke Julia für Deine klaren Worte, das hat mich dann erst einmal wieder geerdet. Da wir GSD ambulant entbunden haben sind wir wieder zu Hause und hier kann ich mich entsprechend zurück ziehen und bedienen lassen. Nach meinem Posting hatte ich mich bereits von mir aus direkt ins Bett zurück gezogen und habe den Kleinen in relativ kurzen Abständen (1,5-2h) sofort bei den ersten Anzeichen angelegt. Viel Pipi hat er heute noch nicht gemacht (1 feuchte Windel) aber ich denke am 2. Tag und noch vor dem Milcheinschuss ist das noch relativ normal. Zumindest hat das die Hebamme nicht beunruhigt. Heute Abend sind die Abstände etwas kürzer geworden aber jetzt beim letzten Stillen hat er selbständig abgedockt und ist eingeschlafen. Ebenso beruhigt es mich ein wenig, dass er auch heute noch ab und an mal einen kleinen Spucker macht, weil nur wo was reingeht kann überhaupt auch wieder etwas raus kommen.

Eine Waage hatte ich dummerweise vergessen zu besorgen *schaem* und heute hat die Hebamme nicht gewogen. Aber morgen früh werde ich meinen Mann sofort in die Apotheke schicken. Dann werde ich die Daten hier posten.
LG Anders

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jusl
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Re: Vorbereitung aufs Stillen nach Brustverkleinerung

Beitrag von jusl »

Da wir GSD ambulant entbunden haben sind wir wieder zu Hause und hier kann ich mich entsprechend zurück ziehen und bedienen lassen. Nach meinem Posting hatte ich mich bereits von mir aus direkt ins Bett zurück gezogen und habe den Kleinen in relativ kurzen Abständen (1,5-2h) sofort bei den ersten Anzeichen angelegt. Viel Pipi hat er heute noch nicht gemacht (1 feuchte Windel) aber ich denke am 2. Tag und noch vor dem Milcheinschuss ist das noch relativ normal. Zumindest hat das die Hebamme nicht beunruhigt. Heute Abend sind die Abstände etwas kürzer geworden aber jetzt beim letzten Stillen hat er selbständig abgedockt und ist eingeschlafen. Ebenso beruhigt es mich ein wenig, dass er auch heute noch ab und an mal einen kleinen Spucker macht, weil nur wo was reingeht kann überhaupt auch wieder etwas raus kommen.
Prima. :D Erhol Dich weiter gut und lass es Dir gut gehen!
heute hat die Hebamme nicht gewogen
Das kommentiere ich mal nicht... :runzel
Aber morgen früh werde ich meinen Mann sofort in die Apotheke schicken. Dann werde ich die Daten hier posten.
In Ordnung, bis morgen. Und bitte poste dann alle Werte, auch die, die nach der Geburt gemessen wurden.

LG
Julia
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