Abstillen wg. Verdacht auf Milcheiweißallergie

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Stellamax
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Abstillen wg. Verdacht auf Milcheiweißallergie

Beitrag von Stellamax »

Hallo und guten Morgen.

Bin ganz neu hier und stelle mich kurz vor. Bin 38 und habe am 20.12.2013 mein erstes Kind bekommen.
Während der kompletten Schwangerschaft, hatte ich immer wieder Probleme mit meiner Gesundheit. Starke Magenschmerzen (nehme seit Jahren Säureblocker), unerträgliche Gelenkschmerzen, juckende Ausschläge am Hände und Füße, Tinnitus, Schambeinlockerung...... Eigentlich könnte die Liste noch weitergehen, aber ich will euch nicht langweilen.
Mein Sohn David Noel kam leider durch Kaiserschnitt auf die Welt.
Davor haben wir es 28 Stunden lang probiert. Es gab viele gute Stunden, es gab aber auch wirklich sehr anstrengende und schmerzhafte Stunden. Zum Schluss hin wurde das ganze so unerträglich (Schmerzen und Herztöne vom Kind vielen ständig ab), dass mein Mann und ich einen Kaiserschnitt forderten. Die Ärzte hätten noch weitere 2 Stunden probiert.
Im Nachhinein kam raus, dass die Nabelschnur zweimal um den Hals gewickelt und das Fruchtwasser schon ganz grün war.
Außerdem hing das Kind mit dem Kopf im Becken fest.

Selbstverständlich haben wir gleich nach der Geburt das Kind angelegt. Milcheinschuss kam irgendwie in der zweiten oder dritten Nacht. Im Krankenhaus selber gab es wie erwartet unterschiedliche Anweisungen von unterschiedlichen Krankenschwestern. Glücklicherweise war auch eine super Krankenschwester dabei, die sich mit Stillen bestens auskannte.
Bereits im Krankenhaus sagte man uns, dass bei Stillkinder Durchfall normal sei. Da war der Durchfall allerdings noch Senf gelb. Zu Hause angekommen, war ich auch wieder bei Sinnen und konnte mich besser um das Kind kümmern. Mir fiel beim Wickeln auf, dass David bei offener Windel immer noch einen Pressdrang hatte.
Dabei kam meistens noch klare Flüssigkeit hinterher gespritzt.
David hat sich zum Oft und Kurztrinker entwickelt. Im Laufe der ersten Wochen kam bei jedem Windelwechseln immer diese klare Flüssigkeit raus und der Stuhl wurde immer grüner und spinatiger!
Genau eine Woche nach Klinikentlassung kam bei seinem "Stuhl-Abgang" nicht nur klare Flüssigkeit raus sondern auch Blut.
Seit dem 5. Januar ist nun fast täglich Blut im Stuhl - aber nie in der Windel!!!
Immer nur wenn ich ihm die Beinchen hochhebe und er beim Putzen noch mal den Drang verspürt zu pressen.
Das Blut ist hell und es sind auch kleine Fetzen drin. Sieht manchmal so aus, als ob man vorher Paprika gegessen hat und sich dann die Paprikahaut aufgelöst hat.
Mein Mann hat sofort in der Klinik angerufen (er arbeitet). Der zuständige Kinderarzt hat am Telefon folgendes gesagt: "Vermutlich liegt eine Milcheiweißallergie vor. Hierzu muss Ihre Frau für mindestens 4-6 Wochen auf Ersatzmilch zurückgreifen.
Entweder sie pumpt zur Überbrückung ab oder stillt ganz ab. Bluttests sind nicht aussagekräftig, ebenso andere Untersuchungen. Hier hilft nur eine komplette Umstellung."
Selbstverständlich habe ich das nicht gemacht. Stattdessen habe ich mich von dem Tag an für circa zehn Tage milchfrei ernährt. Natürlich wurde das mit dem Blut nicht besser. Doch das konnte man auch darauf zurückführen, dass milchfrei nicht gleich milchfrei ist.
Nachdem wir uns ausführlich informiert haben wurde uns klar, dass die milchfreie Diät nochmal um einiges gesteigert werden musste.
Seit neun Tagen ernähre ich mich jetzt tatsächlich komplett milcheiweißfrei.
Es gibt nur noch Reis und Kartoffeln, Gemüse und Obst, Fisch und Fleisch.
Es gibt nichts mehr Verpacktes und das Brot backe ich auch selber.
In der Mitte dieser 9 Tage hatten wir das Gefühl, es würde besser werden.
Es war nie ganz weg aber auch nicht mehr ganz so stark. Gestern hatte er aber zweimal beim Windeln wechseln wieder vermehrt Blut im Abgang.
Eine volle Windel haben wir locker alle 2 Stunden und immer mit grünem Spinat Durchfall.
Nur vereinzelt hat er mal senfgelben Durchfall.
Bei ihm kommt der Stuhl auch nie normal raus. Immer mit großem Tamtam und Riesenlärm.
Er spritzt und schießt und macht Riesengeräusche wie ein Bauarbeiter!

Nun endlich zu meiner alles entscheidenden Frage:
Kennt von euch jemand dieses Phänomen, dass nicht in der Windel Blut vorzufinden ist sondern nur im Abgang?
Ist das normal, dass der Stuhl immer als Durchfall und mit diesem Druck rauskommt?
Wenn ich nichts davorhalte, schießt er über 1 m weit.
Kann man über vier oder sechs Wochen abpumpen ohne dass man dabei mich verliert?
Ich will nur das Beste für mein Kind. Und solange ich keine Beweise habe, empfinde ich meine Muttermilch als das Beste.

Bei dem Gedanken abstillen zu müssen, kommen mir einfach nur die Tränen.
Beim Verlassen der Praxis hat uns der Arzt noch hinterher gesagt: "Ach, probieren Sie auf keinen Fall diese Ersatzmilch (zum Beispiel Neocate). Die schmeckt widerlich. Aber ihr Kind wird was trinken, denn irgendwann mal bekommt der ja Hunger."
Ich habe in der Praxis so geweint und habe erst 24 Stunden später damit aufgehört.

Ich hoffe sehr, dass eventuell jemand von euch die gleiche Erfahrung gemacht hat und mir hierzu ein paar Informationen oder Tipps hat.

Liebe Grüße
Stellamax
David Noel - 20.12.13 - 6:30 Uhr - 51 cm - 3.830 Gramm
Novalia
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Re: Abstillen wg. Verdacht auf Milcheiweißallergie

Beitrag von Novalia »

Leider kann ich dir fachlich nicht weiterhelfen, aber die Mods melden sich bestimmt bald!

Hier bist du in besten Händen. Wenn du magst und Zeit hast, such mal über die Forensuche nach deinen Themen, da gab es schon einige Threads zu. Und auch die Linksammlung Stillwissen, die oben festgepinnt ist, könnte dir ein bischen weiterhelfen.

Wie sind denn die Gewichtsdaten deines Babys? Kannst du die noch mit Datum angeben?

Ich drück dich und schick dir eine Portion Gelassenheit :)
So ein neuer Erdenbürger bring die Welt ganz schön durcheinander, nicht? Aber du kümmerst dich und bist jetzt zum Glück hier gelandet.

Alles Gute!
mit großem Knups an der Hand 07|12, kleinem Knups auf dem Rücken 02|15 und meinen Sternchen Luca *13.01.17 und *03|14 für immer im Herzen

Weder Bilder, noch Klänge, noch Wort´
könnten beschreiben, was an jenem Ort
mit mir geschehn, als ich dich gesehn
in jener Nacht den Schein hast entfacht.

Schandmaul
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vandeblies
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Re: Abstillen wg. Verdacht auf Milcheiweißallergie

Beitrag von vandeblies »

Ich bin auch kein Experte, wollte dich aber auch nicht enfach wegklicken.
Dein Arzt scheint auch ein ganz besonders einfühlsame zu sein *ironie off*.

Gelassenheit klingt gut. Zuversicht wünsch ich dir auch und eine Portion Kraft schick ich auch noch mit.
Liebe Grüße, Steffi mit Frechkeks (06/11) und Quietschemaus (07/13)

ClauWi - Trageberaterin (AK 03/2014)
Stellamax
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Re: Abstillen wg. Verdacht auf Milcheiweißallergie

Beitrag von Stellamax »

Stellamax hat geschrieben:Hallo und guten Morgen.

Bin ganz neu hier und stelle mich kurz vor. Bin 38 und habe am 20.12.2013 mein erstes Kind bekommen.
Während der kompletten Schwangerschaft, hatte ich immer wieder Probleme mit meiner Gesundheit. Starke Magenschmerzen (nehme seit Jahren Säureblocker), unerträgliche Gelenkschmerzen, juckende Ausschläge am Hände und Füße, Tinnitus, Schambeinlockerung...... Eigentlich könnte die Liste noch weitergehen, aber ich will euch nicht langweilen.
Mein Sohn David Noel kam leider durch Kaiserschnitt auf die Welt.
Davor haben wir es 28 Stunden lang probiert. Es gab viele gute Stunden, es gab aber auch wirklich sehr anstrengende und schmerzhafte Stunden. Zum Schluss hin wurde das ganze so unerträglich (Schmerzen und Herztöne vom Kind vielen ständig ab), dass mein Mann und ich einen Kaiserschnitt forderten. Die Ärzte hätten noch weitere 2 Stunden probiert.
Im Nachhinein kam raus, dass die Nabelschnur zweimal um den Hals gewickelt und das Fruchtwasser schon ganz grün war.
Außerdem hing das Kind mit dem Kopf im Becken fest.

Selbstverständlich haben wir gleich nach der Geburt das Kind angelegt. Milcheinschuss kam irgendwie in der zweiten oder dritten Nacht. Im Krankenhaus selber gab es wie erwartet unterschiedliche Anweisungen von unterschiedlichen Krankenschwestern. Glücklicherweise war auch eine super Krankenschwester dabei, die sich mit Stillen bestens auskannte.
Bereits im Krankenhaus sagte man uns, dass bei Stillkinder Durchfall normal sei. Da war der Durchfall allerdings noch Senf gelb. Zu Hause angekommen, war ich auch wieder bei Sinnen und konnte mich besser um das Kind kümmern. Mir fiel beim Wickeln auf, dass David bei offener Windel immer noch einen Pressdrang hatte.
Dabei kam meistens noch klare Flüssigkeit hinterher gespritzt.
David hat sich zum Oft und Kurztrinker entwickelt. Im Laufe der ersten Wochen kam bei jedem Windelwechseln immer diese klare Flüssigkeit raus und der Stuhl wurde immer grüner und spinatiger!
Genau eine Woche nach Klinikentlassung kam bei seinem "Stuhl-Abgang" nicht nur klare Flüssigkeit raus sondern auch Blut.
Seit dem 5. Januar ist nun fast täglich Blut im Stuhl - aber nie in der Windel!!!
Immer nur wenn ich ihm die Beinchen hochhebe und er beim Putzen noch mal den Drang verspürt zu pressen.
Das Blut ist hell und es sind auch kleine Fetzen drin. Sieht manchmal so aus, als ob man vorher Paprika gegessen hat und sich dann die Paprikahaut aufgelöst hat.
Mein Mann hat sofort in der Klinik angerufen (er arbeitet). Der zuständige Kinderarzt hat am Telefon folgendes gesagt: "Vermutlich liegt eine Milcheiweißallergie vor. Hierzu muss Ihre Frau für mindestens 4-6 Wochen auf Ersatzmilch zurückgreifen.
Entweder sie pumpt zur Überbrückung ab oder stillt ganz ab. Bluttests sind nicht aussagekräftig, ebenso andere Untersuchungen. Hier hilft nur eine komplette Umstellung."
Selbstverständlich habe ich das nicht gemacht. Stattdessen habe ich mich von dem Tag an für circa zehn Tage milchfrei ernährt. Natürlich wurde das mit dem Blut nicht besser. Doch das konnte man auch darauf zurückführen, dass milchfrei nicht gleich milchfrei ist.
Nachdem wir uns ausführlich informiert haben wurde uns klar, dass die milchfreie Diät nochmal um einiges gesteigert werden musste.
Seit neun Tagen ernähre ich mich jetzt tatsächlich komplett milcheiweißfrei.
Es gibt nur noch Reis und Kartoffeln, Gemüse und Obst, Fisch und Fleisch.
Es gibt nichts mehr Verpacktes und das Brot backe ich auch selber.
In der Mitte dieser 9 Tage hatten wir das Gefühl, es würde besser werden.
Es war nie ganz weg aber auch nicht mehr ganz so stark. Gestern hatte er aber zweimal beim Windeln wechseln wieder vermehrt Blut im Abgang.
Eine volle Windel haben wir locker alle 2 Stunden und immer mit grünem Spinat Durchfall.
Nur vereinzelt hat er mal senfgelben Durchfall.
Bei ihm kommt der Stuhl auch nie normal raus. Immer mit großem Tamtam und Riesenlärm.
Er spritzt und schießt und macht Riesengeräusche wie ein Bauarbeiter!

Nun endlich zu meiner alles entscheidenden Frage:
Kennt von euch jemand dieses Phänomen, dass nicht in der Windel Blut vorzufinden ist sondern nur im Abgang?
Ist das normal, dass der Stuhl immer als Durchfall und mit diesem Druck rauskommt?
Wenn ich nichts davorhalte, schießt er über 1 m weit.
Kann man über vier oder sechs Wochen abpumpen ohne dass man dabei mich verliert?
Ich will nur das Beste für mein Kind. Und solange ich keine Beweise habe, empfinde ich meine Muttermilch als das Beste.

Bei dem Gedanken abstillen zu müssen, kommen mir einfach nur die Tränen.
Beim Verlassen der Praxis hat uns der Arzt noch hinterher gesagt: "Ach, probieren Sie auf keinen Fall diese Ersatzmilch (zum Beispiel Neocate). Die schmeckt widerlich. Aber ihr Kind wird was trinken, denn irgendwann mal bekommt der ja Hunger."
Ich habe in der Praxis so geweint und habe erst 24 Stunden später damit aufgehört.

Ich hoffe sehr, dass eventuell jemand von euch die gleiche Erfahrung gemacht hat und mir hierzu ein paar Informationen oder Tipps hat.

Liebe Grüße
Stellamax
20.12.13 / Geburtsgewicht: 3.830
25.12.13 / Entlassungstag: 3.740
07.01.14: 4.320
10.01.14: 4.530
17.01.14: 4.800
21.01.14: 5.200
David Noel - 20.12.13 - 6:30 Uhr - 51 cm - 3.830 Gramm
baum
alter SuT-Hase
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Registriert: 02.05.2010, 19:40

Re: Abstillen wg. Verdacht auf Milcheiweißallergie

Beitrag von baum »

oje das hört sich nicht gut an-drück dich und ich denke hier wird sich noch ein Experte melden!
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Dickkopf-Mama
Miss SuTiversum
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Wohnort: Niedersachsen

Re: Abstillen wg. Verdacht auf Milcheiweißallergie

Beitrag von Dickkopf-Mama »

Auch hier noch keine Fachfrau, aber auch Babies (aktuell das dritte) die mit einer wahnsinns Geräuschkulisse und enormen Druck die Windel füllen. der Große hat im Alter von 4 Wochen im Krankenhaus mal die Schwester "abgeschossen" da habe ich am nächsten Tag in 1,5m Entfernung noch was an der Wand gefunden und auch vor dem Wickeltisch zuhause waren wir froh Korkparkett und keinen Teppich zu haben.
Ich drück euch die Daumen, dass ihr bald ne vernünftige hoffentlich harmlose Erklärung für das Blut im Stuhlgang findet!
Liebe Grüße von Meike mit drei Dickköpfen ( * 2007),( * 2010) und (*2013)
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emm
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Re: Abstillen wg. Verdacht auf Milcheiweißallergie

Beitrag von emm »

Hi,

Erstens möchte ich Dir zur Geburt gratulieren (:

Und dann nur daran erinnern, dass fast 90% der Muttermilch Flüssigkeit sind. Wo kaum Feststoffe reingehen, können auch kaum welche rauskommen. Will sagen: dass Muttermilchstuhl sehr flüssig ist, ist ganz normal. Durchfall im Sinne eines Krankheitssymptoms ist es erst, wenn es wirklich widerlichst stinkt.
Wir hatten und haben übrigens auch immer kleine Babys mit definitiv ausgewachsenen Pupsen ("die rülpst und furzt wie ein Brauereikutscher", meinte ein Freund von uns...) und entsprechend, ähm, schwungvoller Verdauung. (;

Ich hoffe, ihr findet bald einen ganz harmlosen Grund für die Beschwerden eures Kindes und könnt dann sorgenfrei Baby genießen. Alles Liebe!

...tap-a-talking on my tablet...
das emm mit Löwenkind (08/2012), Fräulein Igel (09/2013) und kleinem Geheimniskrämer (11/2017)
Regenbogen82
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Re: Abstillen wg. Verdacht auf Milcheiweißallergie

Beitrag von Regenbogen82 »

Das Kind ist bisher körperlich nicht untersucht worden, z.B. auf kleine Risse am Anus o.ä.?
Es ist bisher kein Blut abgenommen worden z.B. zur Abklärung der Gerinnung oder eben wegen des Allergieverdachts, sondern es hat Euch bisher nur jemand telefonisch beraten, der das Kind noch nie gesehen hat?
Ich würde jetzt erstmal einen Termin beim kinderarzt ausmachen, wenn der Stuhl auffällig aussieht, eine volle Windel mitbringen, ihm Eure Sorgen vortragen, das Kind untersuchen lassen und dann in Ruhe abwarten, was Euch an weiteren Untersuchungen etc. vorgeschlagen wird.

Alles Liebe für Euch!
Brüderchen (09/11) und Schwesterchen (04/13) und kleines Schwesterchen (08/16)
nido56
Dipl.-SuT
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Registriert: 07.02.2013, 15:11

Re: Abstillen wg. Verdacht auf Milcheiweißallergie

Beitrag von nido56 »

Hallo,
die Tochter einer Freundin hat eine inzwischen nachgewiesene Milcheiweissallergie, neben vielen anderen Allergien. Sie ist jetzt 2 und stillt noch immer natuerlich nicht ausschlieslich. die Mutter isst absolut milcheiweissfrei. Das klappt gut.

Wenn Du streng keine Milchprodukte zu Dir nimmst, dann weisd ich nicht, was die Ersatznahrung da noch bringen soll. das würde ich nicht tun. Allerdings würde ich mir bei dauerhaft Blut im Stuhl wohl eine Zweitmeinung einholen. Zu sagen, stillen sie erstmal ab und dann sehen wir weiter, würde mich nicht überzeugen.

Alles Gute!
nido mit dem Piraten (01/2012)
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Nautilus
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Beiträge: 1021
Registriert: 10.08.2012, 19:30

Re: AW: Abstillen wg. Verdacht auf Milcheiweißallergie

Beitrag von Nautilus »

Willkommen hier, Du wirst hier sehr kompetente Hilfe finden und einiges, was Dich sorgt hört sich völlig normal an.
Da fällt mir als erstes der "Durchfall" auf: senfgelb, flüssig, hoher Druck- das ist kein Durchfall i.S. von nicht ausreichend lang im Darm verbliebener Stuhl, sondern der völlig normale typische Stillstuhl. Auch hin und wieder spinatig ist normal, dauerhafter grüner Stuhl kann auf ein Stillproblem hindeuten und sollte abgeklärt werden- sicherlich aber nicht telefonisch eine Milcheiweissallergie diagnostiziert werden :shock: . Hierzu kann Dir hier sicherlich geholfen werden!
Was das Blut angeht, könnte es sich moglicherweise um sog. Ziegelmehl handeln?
Es tut mir sehr leid, zu hören, dass Dich die behandelnden Ärzte so unsensibel behandelt und verunsichert haben :cry:. Ich denke mittlerweile, v. allem Männer können mangels vergleichbarer Hormonlage nicht wirklich erfassen, was vielen Frauen die Stillbeziehung bedeutet. Hier findest Du dieses Verständnis, es ist toll, dass Du Dich nicht hast zum abstillen bzw handeln gegen dein Gefühl hast drängen lassen. Abstillen/nicht stillen für einige Wochen wg Allergie - das gibt es nur in ganz seltenen Ausnahmefällen und ist ganz bestimmt bei euch nicht nötig, da hätte Dein Kind sicher noch ganz andere Symptome.
Ich würde entspannt abwarten, was die Moderatorinnen Dir raten, alles Gute!

LG Nautilus mit Astronäutchen (7/12)
Liebe Grüße, Nautilus mit Sommersohn (7/12) Frühlingstochter :smilie_und_kind: :slürp* (3/17) und den zwei Herbststernen (09/11+ 11/15)
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