Und sie sagt auch, dass ja die aktuell erwachsene Generation dann bindungsmäßig total gesund sein müsste, weil ja schreien lassen damals eher verpönt war - was aber meiner Meinung gar nicht stimmt, weil die 80 er schon eher für schreien-lassen waren - aber die derzeitige Generation ist ja zu einem großen Teil bindungsgestört. (Hö... Hallo Frau kast-Zahn)
HILFE - Kast-Zahn spricht in Eltern
Moderator: Giraeffchen
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Re: HILFE - Kast-Zahn spricht in Eltern
Sie sagt auf den Einwand, dass es bei den Kindern zu neurologischen Sachen - bin Grad nicht ganz bei mir - kommen kann, dass das ja dann ganz schlimm für die Eltern von schreibabys sein müsste.
ist es das nicht!?
Und sie sagt auch, dass ja die aktuell erwachsene Generation dann bindungsmäßig total gesund sein müsste, weil ja schreien lassen damals eher verpönt war - was aber meiner Meinung gar nicht stimmt, weil die 80 er schon eher für schreien-lassen waren - aber die derzeitige Generation ist ja zu einem großen Teil bindungsgestört. (Hö... Hallo Frau kast-Zahn)
Und sie sagt auch, dass ja die aktuell erwachsene Generation dann bindungsmäßig total gesund sein müsste, weil ja schreien lassen damals eher verpönt war - was aber meiner Meinung gar nicht stimmt, weil die 80 er schon eher für schreien-lassen waren - aber die derzeitige Generation ist ja zu einem großen Teil bindungsgestört. (Hö... Hallo Frau kast-Zahn)
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Re: HILFE - Kast-Zahn spricht in Eltern
huhu, miffi, gibt es da auch eine Quelle mit dem verbesserten Interaktionsverhalten?
Ich hab da die ganzen BindungsforscherInnen im Kopf, die würden das doch im Hinblick auf Feinfühligkeit ablehnen? Wie spannend...
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Re: HILFE - Kast-Zahn spricht in Eltern
Dass Nora offensichtlich ein sehr gutes Interview gelungen ist, sieht man daran, dass die eine Seite ihr schreibt 'Die arme Frau Kast - Zahn wird nicht fair von Ihnen behandelt. Sie stellen das ja ganz falsch dar! Und sie stellen so gemeine Fragen!' und die andere Seite eben 'Puh, hoffentlich war das jetzt noch nicht zuviel Raum und Bühne für das Ferbern.'
Offensichtlich hat Nora die Gratwanderung also gut hingekriegt. Ich habe den Artikel vorhin gelesen und finde es toll, dass ganz klar rüber kommt, wie die ELTERN und auch Nora das Thema sieht.
Und Kast - Zahn ist auch so wunderbar unlogisch : Fordert ständig Studien und Beweise an und bringt dann als einen 'Beweis' für Ihre Sache an, dass es den ganzen Erwachsenen, die in den 50er Jahren schreien gelassen wurden, doch jetzt auch gut ginge. Na, wenn das keine astreine Beweisführung ist, weiß ich auch nicht...
Offensichtlich hat Nora die Gratwanderung also gut hingekriegt. Ich habe den Artikel vorhin gelesen und finde es toll, dass ganz klar rüber kommt, wie die ELTERN und auch Nora das Thema sieht.
Und Kast - Zahn ist auch so wunderbar unlogisch : Fordert ständig Studien und Beweise an und bringt dann als einen 'Beweis' für Ihre Sache an, dass es den ganzen Erwachsenen, die in den 50er Jahren schreien gelassen wurden, doch jetzt auch gut ginge. Na, wenn das keine astreine Beweisführung ist, weiß ich auch nicht...
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Re: HILFE - Kast-Zahn spricht in Eltern
Miffi, ich unterschreibe mal faul bei dir.
Und Tutti, das habe ich gedacht, super Beweisführung....
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Liebe Grüße aus den Norden von
S. mit Sommerbub (08.12) und Herbstmädchen (11.15)
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Rettet die Geburtshilfe!
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Re: HILFE - Kast-Zahn spricht in Eltern
Interessante Logik, wirklich! Ob das auch für Schläge gilt? War doch auch ziemlich üblich in dieser Generation...Tutti hat geschrieben:Und Kast - Zahn ist auch so wunderbar unlogisch : Fordert ständig Studien und Beweise an und bringt dann als einen 'Beweis' für Ihre Sache an, dass es den ganzen Erwachsenen, die in den 50er Jahren schreien gelassen wurden, doch jetzt auch gut ginge. Na, wenn das keine astreine Beweisführung ist, weiß ich auch nicht...
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Re: HILFE - Kast-Zahn spricht in Eltern
mich würde die Quelle auch total interessieren.. ich hab gestern Abend mal gesucht und nix gefunden... so rein aus Neugierde les ich dazu gern was mir in die Finger kommtMiffi hat geschrieben:. Tatsächlich habe ich neulich eine gelesen, in der hat sich das Interaktionsverhalten zwischen Kindern und Müttern nach dem ferbern sogar verbessert...
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dunkelblaublog
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Re: HILFE - Kast-Zahn spricht in Eltern
Hier ist die Studie, die ich meinte: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7982862
Und dann gibt es hier noch einen Review zu Schlafprogrammen, den ich auch ganz interessant finde: Mindell et al.(2006). Behavioral Treatment of Bedtime Problems and Night Wakings in Infants and Young Children. Sleep, 10, S. 1263-1276
Dort gibt es auch einen Abschnitt zu den Auswirkungen von Schlafprogrammen (neben der Effektivität für das Schlafverhalten): "A total of 13 studies selected for this review reported results pertaining to child daytime functioning such as crying, irritability, detachment, self esteem, or emotional wellbeing. Five studies based their conclusions solely on subjective retrospective parental report, whereas studies collected formal data such as standardized rating scales or observations of parent-child interactions. Adverse secondary effects as the result of participating in behaviorally based sleep programs were not identified in any of the studies. On the contrary, infants who participated in sleep interventions were found to be more secure, predictable, less irritable, and to cry and fuss less following treatment. Mothers indicated that behaviorally-based sleep interventions had no effect on maintaining the practice of breast feeding or on infant’s total daily fluid intake.In a number of studies, parents of older children reported improvements in their children’s daytime behavior after participation. For example, Seymour reported that 73% of parents reported positive changes in their child’s daytime behavior. There are several potential mechanisms to account for these findings, but a likely factor is the increased total sleep time and improved sleep quality that children and their
parents experience following effective treatment."
Mit anderen Worten: leider hat Frau Kast-Zahn empirische Belege für ihre These und leider gibt es eben umgekehrt wirklich keine Befunde, die zeigen, dass Schlafprogramme negative Effekte haben. (Wobei man mal gucken müsste, ob hier nur kurzzeitige Effekte angeguckt werden - wie die langfristige Entwicklung aussieht ist ja nochmal eine andere Frage...) Auf der Ebene wird man ihre Argumente also nicht entkräften können - für mich ist das auch eher eine ethisch-moralische Frage.
Und dann gibt es hier noch einen Review zu Schlafprogrammen, den ich auch ganz interessant finde: Mindell et al.(2006). Behavioral Treatment of Bedtime Problems and Night Wakings in Infants and Young Children. Sleep, 10, S. 1263-1276
Dort gibt es auch einen Abschnitt zu den Auswirkungen von Schlafprogrammen (neben der Effektivität für das Schlafverhalten): "A total of 13 studies selected for this review reported results pertaining to child daytime functioning such as crying, irritability, detachment, self esteem, or emotional wellbeing. Five studies based their conclusions solely on subjective retrospective parental report, whereas studies collected formal data such as standardized rating scales or observations of parent-child interactions. Adverse secondary effects as the result of participating in behaviorally based sleep programs were not identified in any of the studies. On the contrary, infants who participated in sleep interventions were found to be more secure, predictable, less irritable, and to cry and fuss less following treatment. Mothers indicated that behaviorally-based sleep interventions had no effect on maintaining the practice of breast feeding or on infant’s total daily fluid intake.In a number of studies, parents of older children reported improvements in their children’s daytime behavior after participation. For example, Seymour reported that 73% of parents reported positive changes in their child’s daytime behavior. There are several potential mechanisms to account for these findings, but a likely factor is the increased total sleep time and improved sleep quality that children and their
parents experience following effective treatment."
Mit anderen Worten: leider hat Frau Kast-Zahn empirische Belege für ihre These und leider gibt es eben umgekehrt wirklich keine Befunde, die zeigen, dass Schlafprogramme negative Effekte haben. (Wobei man mal gucken müsste, ob hier nur kurzzeitige Effekte angeguckt werden - wie die langfristige Entwicklung aussieht ist ja nochmal eine andere Frage...) Auf der Ebene wird man ihre Argumente also nicht entkräften können - für mich ist das auch eher eine ethisch-moralische Frage.
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Maia
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Re: HILFE - Kast-Zahn spricht in Eltern
Das würde mich auch interessieren.(ka) hat geschrieben:mich würde die Quelle auch total interessieren.. ich hab gestern Abend mal gesucht und nix gefunden... so rein aus Neugierde les ich dazu gern was mir in die Finger kommtMiffi hat geschrieben:. Tatsächlich habe ich neulich eine gelesen, in der hat sich das Interaktionsverhalten zwischen Kindern und Müttern nach dem ferbern sogar verbessert...
In der Krabbelgruppe meines zweiten Sohns war eine Mutter, die auch einen eher schwierigen Umgang mit mit ihrem Kind hatte. Sie hat irgendwann ein Schlafprogramm gemacht, was ich ganz furchtbar fand (die Kursleiterin übrigens auch, und auch einige andere Mütter), aber wir haben alle sehr zurückhaltend reagiert.
Meine Beobachtung war auch, dass sie danach mit ihrem Kind besser umgehen konnte.
Mich hat das zum Überdenken meiner kompletten Ablehnung von Schlafprogrammen gebracht. Mittlerweile glaube ich, dass es je nach Kind, je nach Mutter, je nach Gesamtsituation auch eine Lösung sein KANN. Andere Lösungen fände ich persönlich immer besser, aber die Welt ist leider nicht ideal.
Umso mehr würde mich eine fundierte Untermauerung meiner persönlichen Beobachtung interessieren.
*edit* du warst schneller, Miffi, danke für den Abschnitt, den ich direkt lese.
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(ka)
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Re: HILFE - Kast-Zahn spricht in Eltern
Du meinst das Argument das es in den meisten Fällen nicht die Eltern-Kind-Interaktion verschlechtert?
Ich finde trotzdem das man nicht klar sagen kann das man dieses Argument nicht entkräften kann. Gut, vielleicht nicht in einem kurzen Interview. In einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung könnte man das insgesamt schon denke ich. Denn, wie du schon sagst, sind die ethisch-moralischen Faktoren in der Gesamtbetrachtung dieser Methode nicht von der Hand zu weisen. Auch wissenschaftlich nicht, denn in der Gehirnforschung gibt es Belege dafür wie wichtig Getröstet-werden (Aktivierung des Vagusnerv im Gehirnstamm) ist für die Regulierung von Verdauungssystem, Herzfrequenz, Atmung und die Funktion des Immunsystems (im jeweiligen Moment) sowie natürlich langfristig gesehen für die Ausreifung des Gleichgewichts des autonomen Nervensystems (und der Übung darin, dass sich dieses irgendwann von selbst wieder ins Gleichgewicht bringen kann durch "Selbst-Tröstung" sozusagen)... Die Stressempfindlichkeit eines Gehirns bildet sich eben durch Erfahrungen individuell aus. Und ich als Eltern hab es in der Hand wie diese Erfahrungen in den meisten Fällen aussehen in den ersten Lebensjahren meines Kindes.
Es gibt ja durchaus auch "andere Misshandlungen" (meine persönliche Meinung) die Eltern ihren Kindern zufügen, die ebenfalls nicht zu einer von Aussen messbaren Verschlechterung der Eltern-Kind-Interaktion führen, da den Kindern durch ihr "biologisches Programm" (kann man das so nennen?) vorgegeben ist, so gut wie möglich mit den Eltern zu kooperieren, um von ihnen beschützt zu werden (ergo zu überleben)...
Wie du schon zitiert hast: es gibt eben Dinge, die tut man nicht. Genau wie es mittlerweile im Gesetz verankert ist, das man seine Kinder nicht schlagen darf als Eltern. Auf dieses Ende kann man in der wissenschaftlichen Beweisführung durchaus kommen und da wird dann auch Frau Kast-Zahn nur Worthülsen und Meinungen gegen-setzen können. Aber gut, die reichen natürlich vielen Menschen dann auch aus.
Ich finde trotzdem das man nicht klar sagen kann das man dieses Argument nicht entkräften kann. Gut, vielleicht nicht in einem kurzen Interview. In einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung könnte man das insgesamt schon denke ich. Denn, wie du schon sagst, sind die ethisch-moralischen Faktoren in der Gesamtbetrachtung dieser Methode nicht von der Hand zu weisen. Auch wissenschaftlich nicht, denn in der Gehirnforschung gibt es Belege dafür wie wichtig Getröstet-werden (Aktivierung des Vagusnerv im Gehirnstamm) ist für die Regulierung von Verdauungssystem, Herzfrequenz, Atmung und die Funktion des Immunsystems (im jeweiligen Moment) sowie natürlich langfristig gesehen für die Ausreifung des Gleichgewichts des autonomen Nervensystems (und der Übung darin, dass sich dieses irgendwann von selbst wieder ins Gleichgewicht bringen kann durch "Selbst-Tröstung" sozusagen)... Die Stressempfindlichkeit eines Gehirns bildet sich eben durch Erfahrungen individuell aus. Und ich als Eltern hab es in der Hand wie diese Erfahrungen in den meisten Fällen aussehen in den ersten Lebensjahren meines Kindes.
Es gibt ja durchaus auch "andere Misshandlungen" (meine persönliche Meinung) die Eltern ihren Kindern zufügen, die ebenfalls nicht zu einer von Aussen messbaren Verschlechterung der Eltern-Kind-Interaktion führen, da den Kindern durch ihr "biologisches Programm" (kann man das so nennen?) vorgegeben ist, so gut wie möglich mit den Eltern zu kooperieren, um von ihnen beschützt zu werden (ergo zu überleben)...
Wie du schon zitiert hast: es gibt eben Dinge, die tut man nicht. Genau wie es mittlerweile im Gesetz verankert ist, das man seine Kinder nicht schlagen darf als Eltern. Auf dieses Ende kann man in der wissenschaftlichen Beweisführung durchaus kommen und da wird dann auch Frau Kast-Zahn nur Worthülsen und Meinungen gegen-setzen können. Aber gut, die reichen natürlich vielen Menschen dann auch aus.
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Re: HILFE - Kast-Zahn spricht in Eltern
Achso wie unhöflich: Danke!! Für den Link und die zitierte Studie (die zitierte von 2006 hab ich sogar schonmal irgendwo in der Hand gehabt das kommt mir bekannt vor. das andere les ich heut Abend mal in ruhe... die Arbeit ruft)
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