Stillschreien und Hilflosigkeit...

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Banane
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Stillschreien und Hilflosigkeit...

Beitrag von Banane »

Hallo ihr Lieben,

ich lese schon länger hier und hab schon so viel gelernt trotzdem komm ich nicht weiter mit unserem stillproblem.... trotzdem

der Rabauke ist inzwischen schon 5 Monate alt und von anfang an ein gut gedeihendes baby
im moment ist er ca 68cm groß und wiegt irgendwas um die 8,5 kg. Unsere Ärztin sagt das ist zu schwer ich soll weniger stillen, kommt für mich aber nicht in die tüte ich stille nach Bedarf so gut es geht, er möchte ca. alle 2 stunden trinken manchmal mehr manchmal wenigere, auch nachts er trinkt höchstens 8 minuten. Fläschchen kennt er nicht.

Ich beschreibe nun mal unser problem...

ich lege Rabauke an tagsüber in der wiegeposition alle anderen funktionieren nicht, nachts im liegen klappt zum glück gut, tagsüber manchmal meistens aber nicht. Er trinkt erstmal gut, so ca. 2-5 minuten ich spüre auch den MSR, da trinkt und schluckt er auch allerfleißigst. Dann fängt er an zu schreien wie am Spieß und sein bäuchlein gluggert doll, oft schluckt er auch luft, aufstoßen lassen bringt aber nichts er schreit und schreit und schreit lässt sich nur durch rumlaufen beruhigen... erneutes anlegen wird mit überstrecken und erneutem schreien belohnt deshalb mach ichs meist schon garnicht mehr.... es gibt phasen da ist es besser und er hört auf zu trinken und fängt an zu quatschen! (zauberschön aber leider nicht so oft) es gibt phasen da ist es ganz extrem so wie jetzt da passiert und das sogar nachts (sehr anstrengend) bisher wurde er immer einschlafgestillt, klappt im moment leider auch nicht mehr (sehr schade ich habs sehr genoßen) er schläft dabei nicht ein fängt an immer wieder an-und ab zu docken bis er irgendwann sauer wird dabei und anfängt sich zu beschweren....

unser Stillstart war leider auch nicht ganz problemfrei. Direkt nach der Geburt (die zwar sehr lange war und stressig aber am ende normal entbunden und alles gesund) wurde er im Kreißsaal angelegt im liegen er hat glaube ich auch ein paar minuten getrunken und ist zufrieden eingeschlafen. die nächsten drei tage im krankenhaus waren wegen überfüllung der station und unfreundlichem personal leider unschön und keiner hat mir das stillen richtig gezeigt... wir hatten dann probleme an der linken brust, rechts hat er gut getrunken, habs mit stillhüttchen versucht wollt er nicht, zuhause hat mir dann meine nachsorgeheeinebamme den C-Griff gezeigt damit gingen dann beide seiten ganz gut er hat viel und lange gestillt ohne schreien dieses problem ist erst nach ca. 3 wochen aufgetreten. Meine Hebamme wollte das ich ein Stillprotokoll führe, es hat mich fast wahnsinnig gemacht ... sie wollte auch das ich einen 2 stunden abstand einhalte ich habs versucht es war furchtbar.... Das Stillprotokoll hat dann ergeben das mein kind ein starkes saugbedürfnis hat und einen schnuller braucht den derkleine rabauke auch dankend angenommen hat... so sind wir also beim schnuller gelandet am 5. tag...

ab ca. dem 7 tag habe ich beschloßen das einen abstand einhalten quatsch ist und hab angefangen nach Bedarf zu stillen. Hat besser geklappt und für mich weniger stress 2 wochen war alles schön. Dan fing das Stillschreien an.... ich hab viel gelesen ... über starken MSR (hab bergaufstillen, ausstreichen, ablaufenlassen... versucht selbes ergebniss -> Stillschreien) über Saugverwirrung (also wurde der Schnuller weggelassen obwohl es uns schwer viel zum Glück hat tragen auch immer gut beruhigt aber auch nach 7 sehr angstrengend Tagen hat es sich nicht gebessert, bis dahin war ich völlig runter mit den Nerven hab meistens mitgeweint beim Stillen und der Rabaukenpapa konnt es kaum noch mit anschauen also hat er irgendwann den Schnuller wieder eingeführt, inzwischen fast nur noch zum Schlafen und Autofahren wir versuchen zu dosieren) Gewicht des Rabauken war immer klasse bzw. zu viel. Ich hab verschiedene Positionen und Settings ausprobiert (ruhiges dunkles Zimmer, liegen, stehen, sitzen, baby auf mir, neben mir unter mir, führt alles zum gleichen ergebniss) nachdem alles nichts gebracht hat, hab ich versucht zu akzeptieren. Der Rabaukenpapa war inzwischen für abstillen weil er uns beide nicht mehr leiden sehen wollte, obwohl er ebenfalls sehr überzeugt ist von stillen mit allen vorteilen, aber mein Leidensdruck war sehr hoch, ich wollte wollte wollte aber stillen und hab gesagt ich mach weiter und versuch mich zu entpsannen... klappt zeitweise und zeitwese wurde das stillschreien auch besser/weniger nicht mehr jedesmal und nachts meistens nicht....hab dann angenommen das klein Rabauke mir sagt er ist satt wenn er schreit da er ja auch immer gut zunimmt und eben nach 2. min. mit kräftig saugen genug hat... entspannt ist er aber trotzdem eher selten .....
noch war
seit 5 wochen ca. ist es aber wieder sehr extrem und meine nerven liegen erneut blank... auch die nächte sind viel schwieriger geworden.... vor 5 wochen noch war alles ok er hatte eine erste schlafphase von 5-6 stunden (traumhaft) und kam dann ca alle 2-3 stunden. aber jetzt pustekuchen - spätestens nach 90 minuten wird er wach - sehr unzufrieden drückt rum und pupst viel (abhalten führt zu schreikrampf, wir sind teilzeitabhalter und nutzen sonst www wir halten einfach bei jedem wickeln ab und vorallem morgens, klappt ganz gut macnhmal garnicht achja während dem stillen hat abhalten gefühlt manchmal was gebracht aber auch nicht zuverlässig) seit ein paar tagen hilft auch stillen nicht mehr zum einschlafen nur noch schnuller und kuscheln mit hin und her wippen .... tagsüber ist der tagschlaf allgemein eher schwierig aber meistens schläft er 3 mal 45 minuten er kommt mir aber eigentlich immer müde vor oder vielleicht auch hungrig, will dann aber oft nicht trinken heißt geht garnicht an die brust oder Stillschreien wie oben beschrieben.... solangsam bin ich sehr verzweifelt und hilflos... ich liebe meinen Rabauken und ich will alles für ihn tun aber solangsam bin ich einfach nur noch hilflos... er ist so schwierig grade ... schreit so viel .... ist nur mit tragen zu beruhigen (lieber auf dem arm, tuch findet er zur zeit auch nicht so spannend) könnt ihr mir helfen? kann ich noch irgendwas tun?


viel Grüße und Danke fürs lesen
alles Banane




sorry für den langen text und die vielen fehler bin etwas in eile, Rabauke wacht bestimmt gleich auf
und groß und kleinschreibung sind bei uns ausgezogen!
mit Apfeljunge 7/13 & Birnenbaby 9/16
Lollipop
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Re: Stillschreien und Hilflosigkeit...

Beitrag von Lollipop »

Ich hab leider keinen Rat wollte dir aber einen Drücker da lassen. ((((()))))
Wahnsinn wie lange du das schon aushältst.
Lollipop mit der Zaubermaus 06/13 und der kleinen Zaubermausnichte 02/14 und Babymaus 10/16

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Banane
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Re: Stillschreien und Hilflosigkeit...

Beitrag von Banane »

ok nun habe ich festgestellt das im laufen stillen etwas länger funktioniert und er danach auch wirklich etwas zufriedener ist ...

nach einem langen Gespräch mit dem RabaukenPapa werden wir nun vermutlich abstillen da ich es nicht mehr aushalte... auch wenn es mich unendlich traurig macht... eigentlich wollte ich lange stillen bis der kleine nicht mehr will... aber mit so einer stressig stillbeziehung und diesen stress 10 mal am tag (oder mehr) ... ich glaube das geht nicht... dann ist es mir doch irgendwie wichtiger das der kleine Rabauke fröhlich mit gefülltem bauch ist und eine entspannte mama hat... ich schreibe dies mit tränen aber ich weiß nicht mehr weiter und es ist auch nicht leichtfertig wirklich....

Danke Lollipop für deine Anteilnahme
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feuerdrache
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Re: Stillschreien und Hilflosigkeit...

Beitrag von feuerdrache »

Hallo

aber, was ist wenn Du abstillst und nichts bessert sich? Fläschchen sind gewöhnlich nicht so gut verträglich wie Muttermilch. Und dann darfst Du in der Nacht aufstehen und alle 2 Stunden Fläschchen machen.... Und dann vielleicht noch das Schreien dazu.

Was mir auffällt:
Wurde eine KISS Problematik ausgeschlossen? So eine Behandlung bringt für viele hier im Forum eine echte Erleichterung.
Hat sich eine echte Stillberaterin (keine Hebamme) mal die Saugtechnik Deines Babys angesehen?

Also- mein Vorschlag bis sich die Profis bei Dir melden: ruhig bleiben, Frust rauslassen. Abstillen musst Du nicht, es wird sich sicher ein Weg finden lassen der Dir die Situation erleichtert.

Alles Gute
Lacrima
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Re: Stillschreien und Hilflosigkeit...

Beitrag von Lacrima »

Ich kann Dir leider auch nicht weiterhelfen. Kann nur sagen, dass ich Pünktchen immer kurz bevor er zu schreien beginnt schon von der Brust nehme. Hatten ein ähnliches Problem und ich musste mich von der Sorge befreien, dass er nicht genügend bekommt, wenn er nur so kurz trinkt.
Meinst Du, das könnte bei deinem Rabauke auch ein Weg sein?

Ich fühle auf jeden Fall mit Dir und hatte beim Lesen deiner traurigen und verzweifelten Worte Tränen in den Augen.
Ich wünsche Dir sehr, dass ihr noch eine Lösung findet!
Liebe Grüße von Lina mit ihrem Pünktchen (07/13)
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MaareMum
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Re: AW: Stillschreien und Hilflosigkeit...

Beitrag von MaareMum »

feuerdrache hat geschrieben:Hallo

aber, was ist wenn Du abstillst und nichts bessert sich? Fläschchen sind gewöhnlich nicht so gut verträglich wie Muttermilch. Und dann darfst Du in der Nacht aufstehen und alle 2 Stunden Fläschchen machen.... Und dann vielleicht noch das Schreien dazu.

Was mir auffällt:


Also- mein Vorschlag bis sich die Profis bei Dir melden: ruhig bleiben, Frust rauslassen. Abstillen musst Du nicht, es wird sich sicher ein Weg finden lassen der Dir die Situation erleichtert.

Alles Gute
Genau das wollte ich auch schreiben.
Und bezüglich dem "zu dick". Ich kenne es eigentlich so, dass ein reines Stillkind "nie" zu dick ist (jetzt mal abgesehen von Krankheiten), denn es holt sich ja immer genau das, was es braucht. Sowohl deine Hebamme als auch deine Kinderärztin klingen jetzt nicht gerade, als ob sie viel Ahnung hätten.
Und an der Milchmenge und Hunger scheint das Schreien ja nicht zu liegen, wenn er so super zunimmt.

Bis sich die Profis melden: hast du schon mal hüpfen auf einem Pezziball probiert? Das beruhigt sehr viele Kinder und ist deutlich bequemer als auf dem Arm tragen.

________________
vom Handy aus
Gruß, MaareMum
mit dem Großkind (2011) an der Hand und dem Kleinkind (2014) im Tuch
SusanneG
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Re: Stillschreien und Hilflosigkeit...

Beitrag von SusanneG »

Deine Zeilen haben mich sehr berührt! Man liest heraus, wie gern du einfach "nur stillen" würdest!
Könntest du dir vorstellen mit dem Entschluss abzustillen noch zu warten bis sich eine von den Stillmods meldet?
Wie Feuerdrache schon schrieb könnte es ja auch nach dem Abstillen nicht besser werden.....

Ich hätte bei deinen Zeilen jetzt an einen zu starken Milchspendereflex gedacht. Babys nuckeln ja einfach auch mal gerne und wenn das dein Schatz nicht kann, weil immer Milch kommt, ist er vielleicht deswegen frustriert und wehrt sich dann gegen die Brust!?!

Nur mal so am Rande: ich finds toll, dass du dich von der Aussage deiner Ärztin, dass dein Spatz zu schwer ist und du weniger stillen sollst nicht hast beeinflussen lassen!
Vollgestillte Kinder können nicht zu schwer sein :)

LG Susanne
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annasushi
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Re: Stillschreien und Hilflosigkeit...

Beitrag von annasushi »

Hallo Banane,

das klingt wirklich sehr anstrengend! Zu eurem Problem kann ich leider nichts hilfreiches sagen, aber es meldet sich bestimmt bald eine der Expertinnen.

Nur eine Erfahrung von mir möchte ich dir erzählen: Dein Baby ist ja schon bald im Beikostalter, vielleicht entspannt dich die Aussicht ein wenig, dass bald das Stillen nicht mehr die einzige Nahrungsquelle ist? Ich war als mein Kind die sechs Monate voll hatte wieder halbtags arbeiten und Papa hat derweil aufgepasst, und recht schnell sind die zwei dann auch gar nicht mehr zum Stillen vorbeigekommen, weil der Kleine die paar Stunden mit Wasser und Melone/Banane/etc. überbrückt hat. Vielleicht magst du noch ein bisschen durchhalten mit der Hoffnung, dass sich das Stillen dann auch bei euch entspannt?

Alles Gute!
Viele Grüße, Anna
mit dem Großen (10/2012), dem Kleinen (02/2015) und dem ganz Kleinen (02/2019)
EhULao

Re: AW: Stillschreien und Hilflosigkeit...

Beitrag von EhULao »

Nur kurz, da mein Zwerg mault: Hast du schon mal pucken versucht zum Stillen? Ich weiß, ist eher was für jüngere Babys...aber meiner ist gerade auch in so einer Phase, wo er anfängt, am Stillende herum zu hampeln und zu schreien...wenn ich ihn (nicht mal fest) in ein Tuch wickele und dann einen Tuchzipfel über seine Augen lege, dann beruhigt er sich und schläft auch oft ein... Irgendwie scheint ihn das, mit dem bedecken Kopf zu beruhigen. Und manchmal kann ich gerade nur im Liegen stillen, auch tagsüber...neue Phase seit 2 Wochen :? Na ja, so komm ich viel zum Smartphonetippen :mrgreen:
Ich wünsche euch alles Gute, hört sich so anstrengend an! Ihr, müsst natürlich so entscheiden, wie es für euch am besten ist, aber das Abstillen wird ja unumkehrbar sein...und wenn es mit der Flasche genau so ist mit dem Schreien? Denn euer Baby ist so gut ernährt...ich kann mir fast nicht vorstellen, dass das Schreien am Hunger liegt. Oder hat er in, letzter Zeit nicht mehr zugenommen?

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Carraluma
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Re: Stillschreien und Hilflosigkeit...

Beitrag von Carraluma »

könnte es sein, dass der Kleine nur Nuckeln will, es an der Brust aber (noch) nicht schafft, dass nichts kommt und ihn die Milch stört?

Warum glaubst du, dass er schreit?
Für mich hört es sich nicht so an als würde er wegen Hunger schreien, dafür nimmt er doch eher gut zu, oder?. Deshalb glaube ich nicht, dass sich eure Situation verbessern würde durchs Abstillen.

In dem Alter ist es glaub ich mit allgemeiner Unruhe und dem Schlafen oft recht schwierig, wenn man im Schlafforum mitliest. Bei uns hat etwa von 4-6 Monaten das Einschlafen ganz schwierig geklappt. Einschlafstillen hat in dieser Zeit kaum funktioniert und es gab viel Geschrei. Einschlaftragen und oft sogar Hüpfen auf dem Gymball waren die Alternative. Da ich das aber ziemlich anstrengend fand, haben wir uns eine Federwiege zugelegt, die uns oft gut half. Aber diese Phase ging vorbei und seitdem funktioniert bei passender Müdigkeit Einschlafstillen wieder gut.

Du wirst bestimmt etwas finden, um eure Situation zu verbessern und die Zeit spielt auch auf eurer Seite! Nicht verzweifeln!
Carraluma mit der großen Tanzmaus (*2012), dem Fußballer (*2016) und der kleinen Tanzmaus (*2019)
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