Papa und Stillbaby unterwegs
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Mugi0303
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Re: Papa und Stillbaby unterwegs
Echt? Das hätte ich nicht gedacht. Ich selbst habe mir bereits 2x wegen Unterkühlung der Brust einen Milchstau zugezogen (schlafen bei offenem Fenster und entblößter Brust). Und meine Hebamme, die wirklich sehr gut ist (allerdings ohne Zusatzausbildung Stillberatung) meinte das, sie selbst hatte auch schon wegen Unterkühlung nen Milchstau.
Das wäre ja beruhigend für mich, dass ich dann im FRühjahr auch mal draußen stillen könnte (obwohl ich das eh lieber vermeide).
Das wäre ja beruhigend für mich, dass ich dann im FRühjahr auch mal draußen stillen könnte (obwohl ich das eh lieber vermeide).
Liebe Grüße
Mugi
mit den 3 Rackern (03/06, 03/08 und 09/13)
Mugi
mit den 3 Rackern (03/06, 03/08 und 09/13)
- Crystal
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Re: Papa und Stillbaby unterwegs
Sooo erstmal gaaanz lieben Dank vorallem an Blueberry. Du hast mir Antworten gegeben, die mich nachdenken lassen aber die auch in eine Richtung zeigen, die zu bewerkstelligen ist. Mit Pulvermilch musste ich mich nicht schlau machen, habe jedoch jmd. im Rückbildungkurs, die alles schon vorbereitet in den Kühlschrannk stellt und bei Bedarf aufwärmt. Aber der Hintergrund der Person ist auch recht fragwürdig
Danke für den Link, den nehme ich mir zur Brust
*drückdich*
Wie bereits erwähnt, war mein Mann die ersten beiden Monate zu Hause. Er ist in dem Sinne die 2. Mutti geworden, die nur nicht stillen kann. Alles andere macht er auch (waschen, anziehen, trösten,...). Somit ist die Kleine bei uns beiden nicht wählerisch, wer grad was mit ihr erledigt. Und das ist Gold wert
Also, es sind keine Tagestouren, sondern mal 3-4 Stunden. Die Idee mit dem Becher finde ich sehr gut. Gibt es denn welche, bei denen die Milch auch temperiert bleibt? Mir fallen da spontan die schwarzen Kaffeebecher mit Deckel ein. Ich liebäugle mit einem Becher, der so langgezogen schräg zu einer Seite hinläuft aber den gibts nur ohne Deckel. Könnt Ihr mir sonst einen empfehlen? Oder ist der allg. überhaupt sinnvoll?
Stillen unterwegs klappt bei uns super. Ich stille sie meist noch mal im Auto und im Tragetuch ist sie dann meist so zufrieden und schläft auch ihre 3-4 Stunden mal durch. Ansonsten löse einfach den Knoten vom Tuch, sie rutscht runter und den Rest fummel ich mir zurecht. Wir nutzen hier selten den Kinderwagen, ohne sind wir freier in der Bewegung. Papa saugt auch mit dem Baby vor dem Bauch, wenn ich einkaufen bin. Das ist hier alles problemlos
Generall entfernen wir uns momentan nie sooo weit voneinander, falls das Baby Hunger hat. Wenn dann stille ich, bis sie "abfällt" und dann fahr ich los. Die Kleine ist auch geduldig und begnügt sich die kurze Zeit mit Papa bis ich wieder da bin. Also wirklich Hunger scheint sie hier nicht zu haben, sondern eher den Wunsch zu kuscheln. Bei Hunger gibts hier nämlich kein pardon von der Kleinen
Zu der Frage mit der Sicherheit (Papa stürzt etc...). Das kann mir auch passieren, wenn ich mir ihr spazieren gehe. Ich bin auch jeden Tag draußen, außer Papa möchte eine Runde allein mit ihr drehen. Wir bleiben schon im groben Umkreis (große Touren machen wir gemeinsam, also wenn wir dann mit dem Auto irgendwo hinfahren) aber wenn ich zu Fuß eine Stunde von zu Hause fern bin, kann ich eben auch fallen und es dauert ein Weilchen, bis jemand da ist. Ebenso gehts hier bei (fast) jedem Wetter raus. Kälte und Schnee sind da kein Grund im Haus zu hocken. Über Kleidung kann man viel machen
Aber wie gesagt, wir tragen auch meistens und sie hat hier zusätzlich unsere Körperwärme.
OK ich seh schon, hier kommen wirklich viele Gedanken zusammen, die mir sehr helfen. Die Bechergeschichte ist eine super Idee, darauf bin ich nicht gekommen. Und ich mache mich mal schlau, was das Abpumpen angeht.
Wie bereits erwähnt, war mein Mann die ersten beiden Monate zu Hause. Er ist in dem Sinne die 2. Mutti geworden, die nur nicht stillen kann. Alles andere macht er auch (waschen, anziehen, trösten,...). Somit ist die Kleine bei uns beiden nicht wählerisch, wer grad was mit ihr erledigt. Und das ist Gold wert
Also, es sind keine Tagestouren, sondern mal 3-4 Stunden. Die Idee mit dem Becher finde ich sehr gut. Gibt es denn welche, bei denen die Milch auch temperiert bleibt? Mir fallen da spontan die schwarzen Kaffeebecher mit Deckel ein. Ich liebäugle mit einem Becher, der so langgezogen schräg zu einer Seite hinläuft aber den gibts nur ohne Deckel. Könnt Ihr mir sonst einen empfehlen? Oder ist der allg. überhaupt sinnvoll?
Stillen unterwegs klappt bei uns super. Ich stille sie meist noch mal im Auto und im Tragetuch ist sie dann meist so zufrieden und schläft auch ihre 3-4 Stunden mal durch. Ansonsten löse einfach den Knoten vom Tuch, sie rutscht runter und den Rest fummel ich mir zurecht. Wir nutzen hier selten den Kinderwagen, ohne sind wir freier in der Bewegung. Papa saugt auch mit dem Baby vor dem Bauch, wenn ich einkaufen bin. Das ist hier alles problemlos
Generall entfernen wir uns momentan nie sooo weit voneinander, falls das Baby Hunger hat. Wenn dann stille ich, bis sie "abfällt" und dann fahr ich los. Die Kleine ist auch geduldig und begnügt sich die kurze Zeit mit Papa bis ich wieder da bin. Also wirklich Hunger scheint sie hier nicht zu haben, sondern eher den Wunsch zu kuscheln. Bei Hunger gibts hier nämlich kein pardon von der Kleinen
Zu der Frage mit der Sicherheit (Papa stürzt etc...). Das kann mir auch passieren, wenn ich mir ihr spazieren gehe. Ich bin auch jeden Tag draußen, außer Papa möchte eine Runde allein mit ihr drehen. Wir bleiben schon im groben Umkreis (große Touren machen wir gemeinsam, also wenn wir dann mit dem Auto irgendwo hinfahren) aber wenn ich zu Fuß eine Stunde von zu Hause fern bin, kann ich eben auch fallen und es dauert ein Weilchen, bis jemand da ist. Ebenso gehts hier bei (fast) jedem Wetter raus. Kälte und Schnee sind da kein Grund im Haus zu hocken. Über Kleidung kann man viel machen
OK ich seh schon, hier kommen wirklich viele Gedanken zusammen, die mir sehr helfen. Die Bechergeschichte ist eine super Idee, darauf bin ich nicht gekommen. Und ich mache mich mal schlau, was das Abpumpen angeht.
LG Crystal mit Kind '13
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Grünfrosch
- ist mit Leidenschaft dabei
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- Registriert: 23.09.2013, 13:36
Re: Papa und Stillbaby unterwegs
Meinst du den doidy cup? Wir hatten ihn und fanden ihn super, auch Freunde von uns kamen mit dem Becher sehr gut klar. Das einzige, was sonst noch gut ging, waren Schnapsgläser. Die sind schön klein, passend für einen Babymund. Ein normaler Kaffeebecher ist viel zu groß.Ich liebäugle mit einem Becher, der so langgezogen schräg zu einer Seite hinläuft aber den gibts nur ohne Deckel.
Große Maus 08/10 und kleine Maus 08/13
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Elena
- Miss SuTiversum
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- Registriert: 05.08.2009, 17:08
Re: Papa und Stillbaby unterwegs
Ich finde es auf jeden Fall gut, dass ihr euch nicht zuhause einschließt mit Baby, sondern macht, was euch Spaß macht! Gerade am Anfang tolerieren die Kleinen solche Touren ja meist prima. Ein paar Wochen später wirds dann schon schwieriger, finde ich, weil sie öfter mal rauswollen und irgendwann dann krabbeln... stundenlang tragen und das Kind schläft dabei geht dann (leider) nicht mehr. So wars jedenfalls bei uns. Aber dann kann man die Touren ja abwandeln.
Hier gehts zu meinen Bewertungen:
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- blueberry
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Re: Papa und Stillbaby unterwegs
Hallo Crystal,
.
Das Wärmen würde ich Papas Körper überlassen: wärmer als "körperwarm" bekommt Dein Baby seine Milch sonst ja auch nicht
. Also wie man den Wasservorrat beim Zelten im Winter mit in den Schlafsack nimmt: ab unter Papas Jacke. Evtl. wären dafür Einweg-Muttermilchbeutel mit Ziploc-Verschluss geeigneter. Dann müsste in ein Becherchen abgefüllt werden.
Zu den Bechern: mach mal ne Websuche nach "Muttermilchbecher" und nach "Fütterbecher Muttermilch". Ein Fütterbecher oder Eierbecher ist in einer Tragehilfe sicherlich besser zu handhaben als Doidycup und Co.
Womit wir beim nächsten Punkt wären: ich würde den Papa nicht losschicken, bevor er nicht im Garten (oder am Dorfeingangsschild
) einige Male erfolgreich probegefüttert hat, ohne das Baby in Milch zu baden. (Stichwort "Grobmotoriker"
).
Und klar sollte auch sein: jede nur gelegentlich verwendete Füttermethode ist (selbst wenn es gut klappt) eben einzig und allein das: eine Möglichkeit, Nahrung zu verabreichen. Zum Beruhigen muss dann ein anderer Stillersatz her - draußen bietet sich da für den Papa allein wohl nur Tragen an. (Zur Sicherheit des Babys bitte bei ausgedehnten Wintertouren immer nur UNTER der Jacke, klar). Und: Auch das geduldigste Tragebaby möchte manchmal raus und sich strecken - der Papa sollte also auch mal vorzeitig den Heimweg antreten können (oder woanders im Warmen Station machen können), bevor das Baby nur noch weint...
Soviel zum rein Praktischen.
LG, blueberry
Freut mich, wenn es Dir weiterhilft. Viel Erfolg beim Pumpen-/Ausstreichenlernen - ich könnte mir vorstellen, dass das mit etwas Übung bei Dir gut klapptCrystal hat geschrieben:Sooo erstmal gaaanz lieben Dank vorallem an Blueberry. Du hast mir Antworten gegeben, die mich nachdenken lassen aber die auch in eine Richtung zeigen, die zu bewerkstelligen ist. Mit Pulvermilch musste ich mich nicht schlau machen, habe jedoch jmd. im Rückbildungkurs, die alles schon vorbereitet in den Kühlschrannk stellt und bei Bedarf aufwärmt. Aber der Hintergrund der Person ist auch recht fragwürdigDanke für den Link, den nehme ich mir zur Brust
*drückdich*
Zum temperiert bleiben: typische Isolierbecher für Kaffee sind für Deine Zwecke deutlich zu groß (und der Becher sollte zudem gut zu waschen und sterilisierbar sein...). Es hat sich bewährt, Betreuungspersonen kleine Milchportionen (20-40ml) zum einzeln nacheinander anbrechen nach Bedarf zu überlassen. So wird möglichst wenig verschwendet.Crystal hat geschrieben:Die Idee mit dem Becher finde ich sehr gut. Gibt es denn welche, bei denen die Milch auch temperiert bleibt? Mir fallen da spontan die schwarzen Kaffeebecher mit Deckel ein. Ich liebäugle mit einem Becher, der so langgezogen schräg zu einer Seite hinläuft aber den gibts nur ohne Deckel. Könnt Ihr mir sonst einen empfehlen? Oder ist der allg. überhaupt sinnvoll?
Das Wärmen würde ich Papas Körper überlassen: wärmer als "körperwarm" bekommt Dein Baby seine Milch sonst ja auch nicht
Zu den Bechern: mach mal ne Websuche nach "Muttermilchbecher" und nach "Fütterbecher Muttermilch". Ein Fütterbecher oder Eierbecher ist in einer Tragehilfe sicherlich besser zu handhaben als Doidycup und Co.
Womit wir beim nächsten Punkt wären: ich würde den Papa nicht losschicken, bevor er nicht im Garten (oder am Dorfeingangsschild
Und klar sollte auch sein: jede nur gelegentlich verwendete Füttermethode ist (selbst wenn es gut klappt) eben einzig und allein das: eine Möglichkeit, Nahrung zu verabreichen. Zum Beruhigen muss dann ein anderer Stillersatz her - draußen bietet sich da für den Papa allein wohl nur Tragen an. (Zur Sicherheit des Babys bitte bei ausgedehnten Wintertouren immer nur UNTER der Jacke, klar). Und: Auch das geduldigste Tragebaby möchte manchmal raus und sich strecken - der Papa sollte also auch mal vorzeitig den Heimweg antreten können (oder woanders im Warmen Station machen können), bevor das Baby nur noch weint...
Soviel zum rein Praktischen.
LG, blueberry
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
- blueberry
- Mod a.D.
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Re: Papa und Stillbaby unterwegs
Liebe Crystal,
da mir Dein Anliegen irgendwie nachgeht, schreib ich die Gedanken, die mir dazu seit gestern kamen, doch noch auf. Keine Sorge, ich kann schnell tippen
:
[quote="Crystal"]Wie bereits erwähnt, war mein Mann die ersten beiden Monate zu Hause. Er ist in dem Sinne die 2. Mutti geworden, die nur nicht stillen kann. Alles andere macht er auch (waschen, anziehen, trösten,...). Somit ist die Kleine bei uns beiden nicht wählerisch, wer grad was mit ihr erledigt. Und das ist Gold wert
[/quote]
Das kenne ich von unserem Großen - da war der Papa mit mir gemeinsam das komplette erste Jahr zuhause und wir haben uns alles bis auf das Stillen geteilt. Das macht einen als Mutter angenehm unabhängig und entspannt für die Intervalle zwischen zwei Stillmahlzeiten
. Kinderwagen hatten wir keinen, so dass der Papa auch oft rasenmähte, bügelte etc. mit Baby in der Tragehilfe.
Milch hat der Große damals aber vom Papa trotzdem keine angenommen. Das kommt durchaus vor und schmälert in keinster Weise die Vaterqualitäten und lag auch NICHT daran, dass ich das dem Papa (oder er sich selbst) nicht zugetraut hätte
Ich kam und komme aber mit allem, was ich so im Leben ohne Baby vorhabe (Arzttermine, Chorauftritte, ...) auch recht gut "in Bereitschaft" mit Handy auf Vibrationsalarm zurecht, ohne dass das erste Jahr mit Baby deshalb zur Qual geworden wäre
.
[quote="Crystal"]Stillen unterwegs klappt bei uns super. Ich stille sie meist noch mal im Auto und im Tragetuch ist sie dann meist so zufrieden und schläft auch ihre 3-4 Stunden mal durch. Ansonsten löse einfach den Knoten vom Tuch, sie rutscht runter und den Rest fummel ich mir zurecht. Wir nutzen hier selten den Kinderwagen, ohne sind wir freier in der Bewegung. Papa saugt auch mit dem Baby vor dem Bauch, wenn ich einkaufen bin. Das ist hier alles problemlos
Generall entfernen wir uns momentan nie sooo weit voneinander, falls das Baby Hunger hat. Wenn dann stille ich, bis sie "abfällt" und dann fahr ich los. Die Kleine ist auch geduldig und begnügt sich die kurze Zeit mit Papa bis ich wieder da bin. Also wirklich Hunger scheint sie hier nicht zu haben, sondern eher den Wunsch zu kuscheln. Bei Hunger gibts hier nämlich kein pardon von der Kleinen
[...] Ich bin auch jeden Tag draußen, außer Papa möchte eine Runde allein mit ihr drehen. Wir bleiben schon im groben Umkreis (große Touren machen wir gemeinsam, also wenn wir dann mit dem Auto irgendwo hinfahren) aber wenn ich zu Fuß eine Stunde von zu Hause fern bin, kann ich eben auch fallen und es dauert ein Weilchen, bis jemand da ist. Ebenso gehts hier bei (fast) jedem Wetter raus. Kälte und Schnee sind da kein Grund im Haus zu hocken. Über Kleidung kann man viel machen
Aber wie gesagt, wir tragen auch meistens und sie hat hier zusätzlich unsere Körperwärme.
[/quote]
Ich finde, das klingt alles wirklich richtig prima!
Deshalb verstehe ich auch ehrlich gesagt nicht so recht, warum am momentan problemlos bestehenden Aktionsradius Deinerseits bzw. des Papas überhaupt irgendetwas geändert werden muss. Wessen Bedürfnis wonach lässt sich denn so, wie Ihr das bisher handhabt NICHT befriedigen?
Versteh mich nicht falsch: wir haben hier schon vielen Müttern geholfen, unumgängliche Abwesenheiten (sei es, weil Mutter eine OP hat, sei es, weil berufliche Notwendigkeiten schon zeitig längere Trennungen von Mutter und Kind nötig machten) auch bei jungem Stillbaby so zu überbrücken, dass die Stillbeziehung dadurch möglichst wenig beeinträchtigt und gefährdet wird.
Meist schaut man, dass das Baby so oft wie möglich in Mamas Pausen zum Stillen vorbeigebracht werden kann (und Konzerte, Kurse, Meetings, ... - fast alles hat Pausen, die sich zum Stillen eignen oder ist per se nicht soooo lang am Stück). Damit Trennungsintervalle so kurz wie möglich sind, dürfen heute Stillbabys eben mit der Mutter ins Krankenhaus aufgenommen werden und darum gibt es gesetzliche Stillpausen für werktätige Mütter usw.
Wenn Du also z.B. eine selbständige Skilehrerin oder Hundeschlittenteam-Trainerin wärest, die drei Monate nach der Geburt unbedingt wieder in den Beruf einsteigen muss, um ihren Kundenstamm nicht zu verlieren, würden wir das bestimmt hinbekommen: Du würdest Stillen, so oft es geht und in den z.B. zweistündigen Intervallen dazwischen dreht der Papa in Deiner Nähe Runden mit Tragebaby durch den Winterwald mit einer Portion "Backup-Milch" in der Hemd-Tasche. Das Bechern würde er zuvor gut üben und wenn ihr ein "ich nehme Milch aber nur aus der Brust"-Baby habt, müsstet ihr halt schauen, wie der zwischen Bauwagen und Skipiste pendelnde Papa das Baby derweil ablenkt und auch mal ne halbe Stunde das weinende Kind tröstet - oder er Dich notfalls doch mal aus dem Kurs ruft und Du am Pistenrand stillst, weil an einem Tag mal gar nichts aus Papas Trickkiste half.
Wenn es nicht anders geht, dann ist das eben so und man nimmt den Eingriff in die Stillbeziehung (den Abpumpen und "anderweitig füttern" für ein sonst nach Bedarf gestilltes Vollstillbaby immer bedeutet) in Kauf und betreibt Risikominimierung, indem man z.B. stillfreundlich füttert (sofern das Baby das akzeptiert).
Wenn aber keine Notwendigkeit längerer Trennung besteht... ?
----------------------
Darum beschäftigt mich hier die Frage: welches Bedürfnis genau lässt sich nur mit dem Erlebnis "Papa ist mit Stillbaby allein vier Stunden im Harz unterwegs" befriedigen -
und nicht genauso gut mit zwei, drei, vier kleineren Touren von je 1-2 Stunden, bei denen der Papa Dir das Baby kurz ins Haus reicht zum Stillen, derweil er im Garten wartet und dann wieder weiterstapft (zumal das auch die denkbaren "worst case scenarios" deutlich milder ausfallen lassen würde)?
Oder indem Ihr einfach gemeinsam zu dritt geht?
Oder indem der Papa mit Baby vier Stunden allein zuhause ist (mit allen Möglichkeiten wie wickeln, nackt Kuscheln, Musik hören, baden... die das beinhaltet), während DU - notfalls heimrufbar - allein was draußen (oder auch im Nebenraum
) unternimmst?
Und: duldet dieses Bedürfnis wirklich keinen Aufschub von einigen Monaten?
----------------------------------
Bevor Du also recherchierst und pumpen übst und verschiedene Becherchen kaufst und der Papa zuhause, im Garten und auf kurzen Touren bechern übt, um dann irgendwann seine große "Stillbaby-und-Papa-4-Stunden-allein-unterwegs-Tour" zu machen: vielleicht lohnt es sich, da einfach nochmal in Ruhe die Gedanken und Bedürfnisse jedes einzelnen von Euch beiden Eltern und die des Babys anzuschauen, zu sortieren und abzuwägen.
Es hört sich eigentlich so an, als seid Ihr jetzt schon eine wunderbar unternehmungslustige Familie mit einer Mama mit vielen Freiräumen, einem zufriedenen und flexiblen kleinen Stillbaby und einem starken, liebevollen Papa voller Vertrauen in seine Vaterfähigkeiten. Es lohnt sich, den status quo zu genießen, wenn er gut ist
.
Noch mehr Unabhängigkeit und Freiräume und "Vater-Kind-allein-Aktivitäten" werden ganz von selbst (und schneller als man anfangs denkt) kommen. Ganz sicher
.
LG, blueberry
da mir Dein Anliegen irgendwie nachgeht, schreib ich die Gedanken, die mir dazu seit gestern kamen, doch noch auf. Keine Sorge, ich kann schnell tippen
[quote="Crystal"]Wie bereits erwähnt, war mein Mann die ersten beiden Monate zu Hause. Er ist in dem Sinne die 2. Mutti geworden, die nur nicht stillen kann. Alles andere macht er auch (waschen, anziehen, trösten,...). Somit ist die Kleine bei uns beiden nicht wählerisch, wer grad was mit ihr erledigt. Und das ist Gold wert
Das kenne ich von unserem Großen - da war der Papa mit mir gemeinsam das komplette erste Jahr zuhause und wir haben uns alles bis auf das Stillen geteilt. Das macht einen als Mutter angenehm unabhängig und entspannt für die Intervalle zwischen zwei Stillmahlzeiten
Milch hat der Große damals aber vom Papa trotzdem keine angenommen. Das kommt durchaus vor und schmälert in keinster Weise die Vaterqualitäten und lag auch NICHT daran, dass ich das dem Papa (oder er sich selbst) nicht zugetraut hätte
[quote="Crystal"]Stillen unterwegs klappt bei uns super. Ich stille sie meist noch mal im Auto und im Tragetuch ist sie dann meist so zufrieden und schläft auch ihre 3-4 Stunden mal durch. Ansonsten löse einfach den Knoten vom Tuch, sie rutscht runter und den Rest fummel ich mir zurecht. Wir nutzen hier selten den Kinderwagen, ohne sind wir freier in der Bewegung. Papa saugt auch mit dem Baby vor dem Bauch, wenn ich einkaufen bin. Das ist hier alles problemlos
Generall entfernen wir uns momentan nie sooo weit voneinander, falls das Baby Hunger hat. Wenn dann stille ich, bis sie "abfällt" und dann fahr ich los. Die Kleine ist auch geduldig und begnügt sich die kurze Zeit mit Papa bis ich wieder da bin. Also wirklich Hunger scheint sie hier nicht zu haben, sondern eher den Wunsch zu kuscheln. Bei Hunger gibts hier nämlich kein pardon von der Kleinen
[...] Ich bin auch jeden Tag draußen, außer Papa möchte eine Runde allein mit ihr drehen. Wir bleiben schon im groben Umkreis (große Touren machen wir gemeinsam, also wenn wir dann mit dem Auto irgendwo hinfahren) aber wenn ich zu Fuß eine Stunde von zu Hause fern bin, kann ich eben auch fallen und es dauert ein Weilchen, bis jemand da ist. Ebenso gehts hier bei (fast) jedem Wetter raus. Kälte und Schnee sind da kein Grund im Haus zu hocken. Über Kleidung kann man viel machen
[/quote]
Ich finde, das klingt alles wirklich richtig prima!
Deshalb verstehe ich auch ehrlich gesagt nicht so recht, warum am momentan problemlos bestehenden Aktionsradius Deinerseits bzw. des Papas überhaupt irgendetwas geändert werden muss. Wessen Bedürfnis wonach lässt sich denn so, wie Ihr das bisher handhabt NICHT befriedigen?
Versteh mich nicht falsch: wir haben hier schon vielen Müttern geholfen, unumgängliche Abwesenheiten (sei es, weil Mutter eine OP hat, sei es, weil berufliche Notwendigkeiten schon zeitig längere Trennungen von Mutter und Kind nötig machten) auch bei jungem Stillbaby so zu überbrücken, dass die Stillbeziehung dadurch möglichst wenig beeinträchtigt und gefährdet wird.
Meist schaut man, dass das Baby so oft wie möglich in Mamas Pausen zum Stillen vorbeigebracht werden kann (und Konzerte, Kurse, Meetings, ... - fast alles hat Pausen, die sich zum Stillen eignen oder ist per se nicht soooo lang am Stück). Damit Trennungsintervalle so kurz wie möglich sind, dürfen heute Stillbabys eben mit der Mutter ins Krankenhaus aufgenommen werden und darum gibt es gesetzliche Stillpausen für werktätige Mütter usw.
Wenn Du also z.B. eine selbständige Skilehrerin oder Hundeschlittenteam-Trainerin wärest, die drei Monate nach der Geburt unbedingt wieder in den Beruf einsteigen muss, um ihren Kundenstamm nicht zu verlieren, würden wir das bestimmt hinbekommen: Du würdest Stillen, so oft es geht und in den z.B. zweistündigen Intervallen dazwischen dreht der Papa in Deiner Nähe Runden mit Tragebaby durch den Winterwald mit einer Portion "Backup-Milch" in der Hemd-Tasche. Das Bechern würde er zuvor gut üben und wenn ihr ein "ich nehme Milch aber nur aus der Brust"-Baby habt, müsstet ihr halt schauen, wie der zwischen Bauwagen und Skipiste pendelnde Papa das Baby derweil ablenkt und auch mal ne halbe Stunde das weinende Kind tröstet - oder er Dich notfalls doch mal aus dem Kurs ruft und Du am Pistenrand stillst, weil an einem Tag mal gar nichts aus Papas Trickkiste half.
Wenn es nicht anders geht, dann ist das eben so und man nimmt den Eingriff in die Stillbeziehung (den Abpumpen und "anderweitig füttern" für ein sonst nach Bedarf gestilltes Vollstillbaby immer bedeutet) in Kauf und betreibt Risikominimierung, indem man z.B. stillfreundlich füttert (sofern das Baby das akzeptiert).
Wenn aber keine Notwendigkeit längerer Trennung besteht... ?
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Darum beschäftigt mich hier die Frage: welches Bedürfnis genau lässt sich nur mit dem Erlebnis "Papa ist mit Stillbaby allein vier Stunden im Harz unterwegs" befriedigen -
und nicht genauso gut mit zwei, drei, vier kleineren Touren von je 1-2 Stunden, bei denen der Papa Dir das Baby kurz ins Haus reicht zum Stillen, derweil er im Garten wartet und dann wieder weiterstapft (zumal das auch die denkbaren "worst case scenarios" deutlich milder ausfallen lassen würde)?
Oder indem Ihr einfach gemeinsam zu dritt geht?
Oder indem der Papa mit Baby vier Stunden allein zuhause ist (mit allen Möglichkeiten wie wickeln, nackt Kuscheln, Musik hören, baden... die das beinhaltet), während DU - notfalls heimrufbar - allein was draußen (oder auch im Nebenraum
Und: duldet dieses Bedürfnis wirklich keinen Aufschub von einigen Monaten?
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Bevor Du also recherchierst und pumpen übst und verschiedene Becherchen kaufst und der Papa zuhause, im Garten und auf kurzen Touren bechern übt, um dann irgendwann seine große "Stillbaby-und-Papa-4-Stunden-allein-unterwegs-Tour" zu machen: vielleicht lohnt es sich, da einfach nochmal in Ruhe die Gedanken und Bedürfnisse jedes einzelnen von Euch beiden Eltern und die des Babys anzuschauen, zu sortieren und abzuwägen.
Es hört sich eigentlich so an, als seid Ihr jetzt schon eine wunderbar unternehmungslustige Familie mit einer Mama mit vielen Freiräumen, einem zufriedenen und flexiblen kleinen Stillbaby und einem starken, liebevollen Papa voller Vertrauen in seine Vaterfähigkeiten. Es lohnt sich, den status quo zu genießen, wenn er gut ist
Noch mehr Unabhängigkeit und Freiräume und "Vater-Kind-allein-Aktivitäten" werden ganz von selbst (und schneller als man anfangs denkt) kommen. Ganz sicher
LG, blueberry
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
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Novalia
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Re: Papa und Stillbaby unterwegs
Wow, Blueberry. GENAU sowas ist mir seit gestern auch de ganze Zeit durch den Kopf. Ich konnte es nur nicht in so schöne Worte fassen 
Crystal, ich find es total cool, dass dein Mann trägt (meiner macht das auch und es gibt den beiden sososo viel)
Aber im Frühjahr nimmt er eine Banane und eine Flasche Wasser mit und ihr habt tonnenweise Stress gespart. Ich hab nicht geglaubt, wie schnell Leo „selbstständig” wird und bin froh drum, in die erst intensive Stillzeit nicht eingegriffen zu haben.
Vielleicht seh ich das grade auch extremer, hier ist momentan nur Papa angesagt. Wickeln, tragen, Essen pusten, alles soll der Papa machen. Wenigstens darf ich abends einschlafstillen
Crystal, ich find es total cool, dass dein Mann trägt (meiner macht das auch und es gibt den beiden sososo viel)
Aber im Frühjahr nimmt er eine Banane und eine Flasche Wasser mit und ihr habt tonnenweise Stress gespart. Ich hab nicht geglaubt, wie schnell Leo „selbstständig” wird und bin froh drum, in die erst intensive Stillzeit nicht eingegriffen zu haben.
Vielleicht seh ich das grade auch extremer, hier ist momentan nur Papa angesagt. Wickeln, tragen, Essen pusten, alles soll der Papa machen. Wenigstens darf ich abends einschlafstillen
mit großem Knups an der Hand 07|12, kleinem Knups auf dem Rücken 02|15 und meinen Sternchen Luca *13.01.17 und *03|14 für immer im Herzen
Weder Bilder, noch Klänge, noch Wort´
könnten beschreiben, was an jenem Ort
mit mir geschehn, als ich dich gesehn
in jener Nacht den Schein hast entfacht.
Schandmaul
Weder Bilder, noch Klänge, noch Wort´
könnten beschreiben, was an jenem Ort
mit mir geschehn, als ich dich gesehn
in jener Nacht den Schein hast entfacht.
Schandmaul
- blueberry
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Re: Papa und Stillbaby unterwegs
@ Novalia: Danke
@ Crystal: Wie ist denn Eure Planung zwischenzeitlich gediehen?
LG, blueberry
@ Crystal: Wie ist denn Eure Planung zwischenzeitlich gediehen?
LG, blueberry
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