Stillschwäche oder zu wenig Milch ???

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Flügelchen
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Stillschwäche oder zu wenig Milch ???

Beitrag von Flügelchen »

Hallo,

ich bin neu hier und hoffe auf eine baldige Antwort zu meiner Frage. Es ist sooo schwer, ein (wahrscheinlich) nach Milch weinendes Kind zu erleben...ich fühle mich so verantwortlich dafür. :(

Inzwischen ist meine Tochter genau 2 Wochen alt. Meine "große" Tochter, inzwischen 3, habe ich nur 10 Tage gestillt, da es so aussah, als hätte ich zu wenig Milch. Maria war ein Schreibaby und hat immer geschrien. Auch an der Brust. Ich habe viel probiert (Brusternährungsset, Abpumpen), aber irgendwann entkräftet aufgegeben....das Schreien blieb. :-(

Nun ist es etwas anders gelagert. Die Kleine saugt nur 1-2 Minuten kräftig mit Schluckgeräuschen an der Brust, danach nuckelt sie nur noch. Wenn ich sie dann abnehme, weint sie und sucht wieder sehr stark. Anfangs dachte ich, es sei einfach das Saugbedürfnis, doch da sie auch wenig ausscheidet und (zu) wenig zugenommen hat, mache ich mir nun doch Sorgen. Denn es ist einfach ein furchtbares Gefühl, sein Kind hungern zu sehen (hören!). Es gibt Tage, da wirkt sie satt und zufrieden, doch in der Regel, und erst Recht bei Wachstumsschüben, ist sie unruhig, schläft wenig und weint viel.

Ich lege sie dann zum Teil alle 1,5 - 2 h (max 3 h) an. Etwa 20 Min pro Seite. Dafür, dass wir insgesamt fast eine Stunde beschäftigt sind, ist das auch eine hohe Frequenz finde ich. Bzw. ich komme mir vor wie eine Milchkuh.

Wenn ich ausstreiche, spritzt die Milch manchmal noch raus, obwohl sie nur noch nuckelt.

Ich habe inzwischen wegen des Gewichts geraten bekommen, zuzufüttern und Gott sei Dank scheint sie es (noch) nicht zu verwirren. Ich füttere pro Tag etwa 90 ml Pre auf etwa 2-3 Mahlzeiten (nach dem Stillen)verteilt zu. Dann ist sie auch schläfrig und zufrieden. Nur: wird dadurch natürlich die Milchbildung nicht angeregt.

Ich weiß nun nicht, ob ich zu wenig Milch habe oder ob meine Kleine evtl eine Saugschwäche hat.

Ihr Geburtsgewicht lag bei 3280g bei einer Länge von 49 cm. Inzwischen wiegt sie 3200 g. Sie hat zuletzt innerhalb 3 Tagen nur 60 g zugenommen.

Die Flasche saugt sie natürlich gut, ist ja auch viel leichter.

Ich lege sie mindestens acht Mal am Tag an. Aufgrund der Dauer wie gesagt fast den ganzen Tag. Da bleibt natürlich nicht viel Zeit für anderes, so dass ich mit Kleinekind natürlich schon ganz schön im Stress bin (Milchkiller, ich weiß).

Ach ja, wir hatten zuletzt nur so 3 nasse Windeln am Tag und zwei Tage keinen Stuhlgang. Das änderte sich aber sofort mit dem Zufüttern...

Pumpen habe ich noch nicht versucht, auch weil ich befürchte, dass mich das noch mehr stresst. :? Aber wenn es DIE Lösung für uns ist und ich damit die Milchmenge steigern kann, würde ich es probieren.
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Katha
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Re: Stillschwäche oder zu wenig Milch ???

Beitrag von Katha »

Hallo und Willkommen hier im Forum,
Damit die Beraterinnen Euch beraten können, brauchen sie noch einige Infos, besonders alle Gewichtsdaten m. Klardatum und welche Waage, also zB
18.3.2007 4.500 g (Kreissaal)
Gibt es bei Dir medizinische Besonderheiten (zB Schilddrüse)?
Mehr findet sich hier in Wie funktioniert Stillberatung im SuT unter http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 2&t=125451
In der Linksammlung Stillwissen findet sich der Link zum stillfreundlichem Zufüttern.
So kannst Du zB statt Fläschchen mit Becher zuzufüttern.
Aber die Stillberaterinnen werden auch gucken, ob Zufüttern nötig ist ;)
Du bist hier in den Besten Händen :)
Lies Dir vielleicht auch die Grundinfos zum Gedeihen durch - Man kann die Gewichtszunahme nicht von einem zum anderen Tag "messen". Mehr findest Du dort. Zu müde zum erklären
Liebe Grüße
Katha mit dem Hasen *01/2012
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]

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Flügelchen
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Re: Stillschwäche oder zu wenig Milch ???

Beitrag von Flügelchen »

Heute Abend kommt die Hebamme, da werde ich mir mal ihre Wiegedaten genau notieren und hier wiedergeben (weiß nur noch das, was ich schon schrieb).

Den Rest habe ich mal aus dem von Katha angegebenen Thread (Danke!) kopiert und möchte es schonmal beantworten:
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde. Sie hat im Krankenhaus am 3. Tag zwei Mal 30 ml per Flasche bekommen. Danach habe ich voll gestillt. Nun bekommt sie seit 3 Tagen (heute ist der 15. Lebenstag) 90 ml über mehrere Mahlzeiten verteilt mit der Flasche zugefüttert.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen? Sie schläft nachts nach dem Einschlafstillen (manchmal eine Stunde, fast nur Nuckelei oder heftiges Ziehen an der Brustwarze, aber kaum Schlucken) erstaunlich gut. Dies machen wir meist so gegen 23 Uhr, oft meldet sie sich dann 5 oder 6 Stunden nicht. Wenn sie nachts trinkt, trinkt sie gut und scheint zufrieden, schläft gut wieder ein. Tags kommt sie alle 2 h, oft auch schneller wieder. Gegen Nachmittag/ Abend oft stündlich, so dass ich gerade mal eine halbe Stunde Pause habe. Gestern Abend schrie sie so viel, dass ich sie fast den ganzen Abend an der Brust hatte. Ich habe dann aber nicht den Eindruck, dass sie trinkt. Ich stille etwa 20 Minuten pro Seite, manchmal sogar länger. Während sie vormittags noch an der Brust einschläft und ich sie dann hinlegen kann, ist sie gegen Nachmittag/Abend nach dem Stillen noch absolut unzufrieden. Leider hatten wir heute Morgen schon das Gleiche: gestillt und trotzdem geschrien. Nun ist sie eben erst im Auto eingeschlafen, und ich habe sie im MaxiCosi gelassen, um etwas Ruhe zu haben. Die Schlafpausen liegen bei 30 Minuten bis 2 h (im Kinderwagen/Tragetuch).
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang? In den Tagen des Vollstillens hatte sie 3 nasse Windeln am Tag und Null Stuhlgang. Sobald sie die Flasche bekam, kam auch der Stuhl wieder und die Windeln sind auch nasser.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme? Da unsere erste Tochter sehr anstrengend beim Stillen war (heftiges Schreien, Überstrecken, Beißen in die Brustwarzen) empfand ich die Kleine als sehr geduldig. Wir haben viel und geduldig das Anlegen zusammen geübt. Im Kreissaal nach etwa 2 h das erste Mal. Danach tags etwa alle 3 h, nachts nach Bedarf. Doch schon in der Klinik hatte ich genau den Eindruck wie jetzt: nach dem Abnehmen noch wilde Saugerei und Suchen. Sie wirkte oft hungrig. Als ich eines Abends 3 Stunden quasi dauergestillt habe, habe ich dann von der Schwester, da völlig geschlaucht, eine 30 ml Flasche bekommen, damit ich mal schlafen konnte. Leider hatte ich großes Pech mit dem Zimmer: da unser Alltag zu Hause schon recht anstrengend ist mit einem Kind in der Trotzphase, habe ich mir ein Einzelzimmer gewünscht. Es war aber alles überfüllt und so bekam ich das Gegenteil: eine Zimmernachbarin mit 5-6 Mal Besuch am Tag mit mindestens 3-4 Leuten inkl Kleinkindern und auch nachts war an Schlaf kaum zu denken. Ich kam auf 3-4 h Schlaf pro 24 Stunden und war demenstprechend gestresst. Ein Stillzimmer gab es zwar, aber das wurde zur Hälfte des Tages als Fotosalon für die Neugeborenenfotos benutzt! :shock:
Die ersten 2 Tage klappte es mit dem Stillen super, aber dann wurde es wie beschrieben.
Milcheinschuß war am 3. Tag mäßig spürbar. Ich laufe teilweise auch aus. Aber: ich hatte auch schon einen Milchstau mit übelst Schüttelfrost und Fieber (AUA).

* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller? Trotz des scheinbar sehr ausgeprägten Saugbedürfnisses habe ich es bis jetzt ohne Schnuller ausgehalten! Es wäre zwar für den Moment eine große Hilfe, aber ich möchte es mr ja nicht mit dem Stillen verderben und auch möchte ich nicht die nächsten 3 Jahre diese Abhängigkeit! Aber...es ist schon schwer, zu widerstehen, wenn die Maus ständig sucht und saugt. Vor allem abends, wenn meine Brust der Schnuller ist und ich sie quasi nie ablegen kann.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...? Ich spiele bereits mit dem Gedanken, zum Osteopathen zu gehen. Die Geburt war sehr schnell (2 h). Ansonsten nur das Übliche: Hebamme und Termin im Januar zur U3 beim KiA.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Nein, nichts außer die schnelle Geburt. Sie war bei der Entlassung noch etwas gelb (Billirubin 12,5), aber inzwischen ist sie von der Hautfarbe her ganz normal. Ich hatte von Anfang an den Eindruck, dass sie den Mund nicht gaaanz weit öffnen kann und meine linke Brustwarze schmerzt beim Anlegen immer noch (die erste Minute, dann geht es besser). Die rechte dagegen nicht. :?
Ich hoffe, das hilft ein wenig.
Die Gewichtsdaten reiche ich dann so bald wie möglich nach.

Heute Morgen nach der ersten Mahlzeit hatte ich schon den Eindruck, dass es nicht reicht.....es ist ein Teufelskreislauf: Man stresst sich dann deswegen schon und parallel muss noch die erste in den Kindergarten, während im Auto die Kleine brüllt... :cry:
Flügelchen
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Re: Stillschwäche oder zu wenig Milch ???

Beitrag von Flügelchen »

Ich hatte mich übrigens im Eingangsbeitrag vertan: sie hatte nicht 60 ml innerhalb von 3 Tagen zugenommen sondern 30 ml. :cry:
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Katha
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Re: Stillschwäche oder zu wenig Milch ???

Beitrag von Katha »

Wie geht es Euch?
Hast Du die Daten von Deiner Hebame bekommen? Ein Teil steht ja sicher auch im U-Heft
Die Beraterinnen brauchen die :)
Und nochmal: Von einem zum anderen Wiegen kann man die Zunahme nicht bestimmen, weil Magen- und Darminhalt schon locker 100 g Differenz ausmachen können (so kann dann die Waage sogar weniger anzeigen, obwohl faktisch zugenommen wurde). Dazu kommen Messungenauigkeiten. Mit welcher Waage wiegt die Hebamme?
Liebe Grüße
Katha mit dem Hasen *01/2012
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Flügelchen
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Re: Stillschwäche oder zu wenig Milch ???

Beitrag von Flügelchen »

So, hier kommen nun meine Wiegedaten:

Geburt, 26.11.2013: 3280 g
U2 28.11.2013: 3020 g
Entlassgewicht am 29.11.2013: 3020 g

Hebamme (andere Waage) am 30.11.: 3080 g
Hebamme am 02.12.: 3120 g
Hebamme am 04.12.: 3120 g
Hebamme am 06.12.: 3180 g (ab hier pro Tag etwa 30 - 90 ml PRE zugefüttert)
Hebamme am 09.12.: 3200 g
Hebamme am 11.12.: 3280 g

Die Waage im Krankenhaus war eine zum Drauflegen und die Anzeige sprang durch ihre Bewegungen immer hin und her.
Die Hebamme hat eine zum "dran hängen".

Nasse Windeln hat sie OHNE Zufüttern nur 3 am Tag. MIT zufüttern etwa 5.
Stuhlgang war beim Stillen zwischenzeitlich flüssig-schleimig, knallgrün, mit Körnern.
Dann blieb er vor dem 6.12. zwei Tage GANZ aus. Mit dem Zufüttern haben wir nun senfgelben Stuhl, nach wie vor flüssig-schleimig mit Körnern.




So, und nun mal Ausheulen:
Heute war eine Katastrophe. Hätte ich nun nicht gerade eben 60 ml mit der Flasche gegeben, wären wir wohl immer noch von Geschrei umgeben. Die arme Maus hat Hunger. Ich habe bis jetzt bereits 10 Mal angelegt, wobei man das zT echt nicht Stillen nennen kann, weil sie nur nuckelt und inzwischen dabei auch richtig die Brustwarze zu sich zieht - AUTSCH! Das Anlegen ist inzwischen auch nicht mehr so geduldig, sie wirkt fast wütend und hat ständig ihre Hände im Weg, kneift in die Brust, überstreckt sich...als würde sie die Brust nicht mehr wollen. Nach wie vor habe ich den Eindruck, dass der Mund nicht so richtig weit geöffnet wird...meine Brustwarzen tun auch weh (bei der Frequenz aber wohl auch kein Wunder).
Sie war ab 14 Uhr nur noch unzufrieden und hat fast ständig geweint/geschrien. Manchmal weiß ich aber immer noch nicht, ob sie "nur "saugen" möchte? Ich bin auf jeden Fall DER Schnullerersatz...während ich esse, mit der großen spiele...meine Brust ist in ihrem Mund, ansonsten versteht man sein eigenes Wort nicht mehr. Wenn ich sie mal ablege, um zur Toilette zu gehen oder weil ich die große noch wickeln muss (die Arme kommt gerade total zu kurz :-( ) : Geschrei.
Das alles erinnert mich so an die anstrengende Zeit mit der Großen (Schreibaby!). Das schaffe ich nicht nochmal. Nicht mit Kleinkind parallel. Hat sie sich JETZT schon so ans rumtragen gewöhnt? Oder braucht sie diese extreme Nähe WEIL sie Hunger hat?
Bin gerade total verzweifelt und war kurz vorm Aufgeben heute ("Flasche her, fertig"). Nur wenn ich dann wieder erlebe, wie ätzend das ist, wenn die Milch (habe heute mit Bescher zugefüttert) inzwischen zu kalt geworden ist und sie würgen muss oder man nicht die richtige Menge dabei hat unterwegs oder die Spuckerei losgeht....neee!

Ob das Brusternährungsset wohl was für mich wäre? Ich habe es bei meiner ersten Tochter ein paar Tage benutzt, sogar nachts hatte ich es umhängen aber die schrie da auch nur meine Brust an und ich hatte einfach keine Nerven mehr. Aber wenn ich damals gewusst hätte, was mit der Flasche auf uns zukommt... (Schreien blieb. Dafür kam dann noch Spuckerei und Durchfälle).

All das hat mich scheinbar geprägt, denn ich spüre meine Angst, dass auch meine zweite Tochter so unruhig bleiben könnte. :roll: :(
Flügelchen
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Re: Stillschwäche oder zu wenig Milch ???

Beitrag von Flügelchen »

Katha hat geschrieben:Wie geht es Euch?
Danke Dir.
Ich bin fix und fertig.
Ist wohl auch ne Typfrage, ich glaube andere sind ruhiger in solchen Situationen. Für mich ist das ganz schwer annehmbar, ich fühle mich so unfrei, so gebunden, aber auch so verantwortlich. Ich KANN sie nicht schreien lassen, obwohl ich mir gesagt habe, beim nächsten würde ich nicht so viel rumtragen etc. Das nächste müsste auch mal ohne meinen Arm einschlafen...Pustekuchen. Natürlich geht das nicht!
Tragetuch habe ich übrigens...aber auch das wollte ich eigentlich nicht. Ich wollte so gerne ein Baby, das auch mal einfach daliegt und die Decke anschaut. Ich weiß, das klingt fies und egoistisch, aber wer ein Schreibaby hat(te), wird es verstehen. :(


Jetzt, nach den 60 ml von eben, liegt sie friedlich da und schläft... :|
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Katha
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Re: Stillschwäche oder zu wenig Milch ???

Beitrag von Katha »

Nur kurz, gerade wenig Zeit, aber weil es da oft zu Missverständnissen kommt:
was meinst Du mit den 3 nassen Windeln ohne Zufüttern?
Waren die dann richtig voll?

Zum BES. FALLS Du es brauchen solltest, es hat hier vielen bei einer erfüllten Stillbeziehung geholfen

Lass Dir nen Drücker da
Katha mit dem Hasen *01/2012
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Re: Stillschwäche oder zu wenig Milch ???

Beitrag von Flügelchen »

Danke Dir.

Nein, so richtig schwer waren die nie. Manchmal musste ich sie im Vergleich zur trockenen in den Händen halten, um zu erfühlen, ob sie schwerer war, weil kaum was drin war.
Auch das ist nun erst mit dem (recht wenigen) Zufüttern anders.

Meine Hebamme meinte heute, es wäre ok, wenn ich nun pro Mahlzeit 60 ml zufüttere. Das ganze dann 2 (max. 3) Mal Richtung Abend.
Vormittags versuche ich so durchzustehen, das klappt relativ gut. Nachts (ab 23 Uhr) trinkt sie nur ein Mal, das dann richtig gut (schluckt viel und ist anschließend sofort schläfrig - da kann ich sie dann in das Beistellbettchen legen und sie schläft weiter). Ich wechsle auch die Stillpositionen, nachts stillen wir im Liegen.

Zum BES: wie geht man da genau vor? Bei JEDER Mahlzeit? Erst zum Ende der Mahlzeit, wenn sie nuckelt? Auch nachts? Und: wie kann man damit die Milchmenge erhöhen, wenn doch zugefüttert wird und das Kind vermutlich dann die Frequenzen verringert? Denn momentan lege ich ja wie ein Weltmeister an, sodass sich dadurch ja die Menge erhöhen müsste...(wenn sie nicht nur nuckeln würd, das bringt vermutlich gar nichts).
Wortgewitter
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Re: Stillschwäche oder zu wenig Milch ???

Beitrag von Wortgewitter »

Zu der Stillsache werden sich noch die Beraterinnen melden und die können euch da sicher helfen.

Mir fiel in Deinem Text auch auf, dass Du anscheinend insgesamt mit der Situation nicht zufrieden bist und das große, natürliche Nähebedürfnis Deines Säuglings nicht gut aushalten kannst.
Die KANN (das ist eine Laienmeinung!) zum Unwohlbefinden Deines Babys beitragen - Deines überträgt sich schlicht. Wenn Du magst und ich das überhaupt richtig verstanden habe, könnte Dir die Emotionelle Erste Hilfe eine erste Anlaufstelle sein: http://emotionelle-erste-hilfe.org/

Hier kannst Du völlig ohne Druck unter Anleitung mit dem Kind 'arbeiten' und lernen, Deine Gefühle gegenüber dem Kind anzunehmen und damit umzugehen.
Ich habe davon schon sehr viel sehr Gutes gehört und wollte es Dir ans Herz legen, einfach, weil ich herauslese, dass es bei Dir vielleicht um mehr als das Stillen geht.

Alles Liebe!
Wortgewitter mit Groß (5/09) und Klein (11/11) und Winzigklein (8/15)
und zwei **

ClauWi Trageberaterin (GK 5/2012, MK 6/2013)

Ich möchte jemanden einsingen,
bei jemandem sitzen und sein.
Ich möchte Dich wiegen und kleinsingen,
und Dich begleiten, schlafaus und schlafein...
R.M. Rilke
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