ich weiß nicht, ob ich einen eigenen Beitrag hätte eröffnen müssen, da ich ein ähnliches Problem habe, wie in einem aktuellen Thread habe ("Unruhiges Trinkverhalten"), aber irgendwie auch anders...
Lege einfach mal los: mein Sohn kam bei ET+9 nach Einleitung mit vaginaler Geburt auf die Welt. Unsere Stillgeschichte hatte schon so einige Höhen und Tiefen. Versuche mich kurz zu fassen. Der Stillstart im KKH war eine reine Katastrophe, da trotz "stillfreundlichem KKH" ein Mindestabstand empfohlen wurde und alle Schwestern unterschiedliche Meinungen zum Thema hatten. Zumindest hatte ich am Entlassungstag noch immer keinen Milcheinschuss, sodass ich zu Hause alle zwei stunden angelegt, abgepumpt und zugefüttert habe (mein Schatz hatte die berüchtigten 10% an Gewicht verloren). Als dann endlich die Milch da war, hatten wir eine wunderbare Stillbeziehung, der Kleine hat super zugenommen. Ich habe auf meinen Instinkt gehört und nach Bedarf gestillt. Er durfte so oft und so lange er wollte an die Brust, auch nur zum Nuckeln.
Dann bekam er Bauchweh, Blähungen und spuckte sehr viel. Hebamme, KIA und Kinderkrankenschwester gaben mir die Schuld, weil ich so oft und lange stillte. Mindestabstand müsse eingehalten werden, damit der Babymagen auch mal zur Ruhe käme. Tee sollte er bekommen gegen das Bauchweh und Schnuller, damit er sein Saugbedürfnis nicht mehr an der Brust stillte. Ich habe aufgrund meines schlechten Gewissens die "Ratschläge" befolgt. Mit dem Ergebnis, dass mein Sohn stark saugverwirrt wurde, er immer schlechter zunahm und wir beim Zufüttern gelandet sind. Ich war kurz vorm Aufgeben, weil meine Hebamme sagte, meine Milch reiche nicht und mein Sohn sei frustriert, da er an meiner Brust wie an einem leeren Strohhalm saugen würde. Auf die Saugverwirrung kam sie nicht.
Nachdem wir 4 Wochen zugefüttert haben bin ich u.a. auf dieses Forum gestoßen und habe mir viele Tipps angelesen. Mit viel Geduld und einigen Stilltagen sind wir seit ca. einem Monat zum Glück wieder vom Zufüttern weg. Aber wir brauchen nach wie vor den Schnuller. Zum Einschlafen will mein Sohn partout nicht an die Brust.
An und für sich wäre das für mich kein Problem, aber ich frage mich, ob er deswegen noch immer saugverwirrt ist? Er trinkt nämlich seit dem Zufüttern sehr schnell, maximal 2 Minuten an einer Seite. Er schluckt dabei sehr viel Luft, ich höre es ständig in seinem Bäuchlein rumoren. Dann windet er sich, dockt ab, überstreckt sich. Und ich muss ihm die zweite Seite geben, da er an der ersten nicht weiter trinken will. Hier auch - nach 2 Minuten fertig, mit viel Luft im Bauch
Ich lasse ihn oft aufstoßen, halte ihn nach dem Stillen aufrecht. Nachts trinkt er ruhig und kommt ganz ohne Bäuerchen aus. Das stellt mich vor ein Rätsel...
Was mir jetzt Sorgen macht ist, ob er evtl. bei diesem schnellen Trinken nicht oder nicht genügend der dicken Milch bekommt? Heute war auch mehrmals grünen, schleimigen Stuhl in der Windel, wobei dies auch durchaus vom Zahnen kommen könnte...
Ich bin echt froh, dass wir wieder vollstillen, aber ich würde mir wünschen, dass es für ihn entspannter wäre. Habe schon versucht, während der Mahlzeit seinen Bauch zu massieren, hat sich aber nichts geändert. Außerdem habe ich bereits vor dem Stillen ausgestrichen (starker MSR) und bergaufgestillt (zumindest versucht).
Wir waren schon beim Ostheopaten, keine Blockaden vorhanden.
Heute ist mein Sohn 4 Monate alt und wiegt 6,4 kg bei 63 cm. Befindet sich also im "Mittelfeld".
So, ist ganz schön lang geworden, aber vielleicht habt ihr ja Tipps, wie wir wieder eine entspannte Stillbeziehung aufbauen können.
Ich habe das Einschlafstillen nämlich selbst sehr genossen, da kam man so schön zur Ruhe und konnte die letzten Momente vorm Schlafen zu zweit ausklingen lassen...
LG