Wann Abstillen vor Geschisterkindgeburt?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Schnabelchen
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Wann Abstillen vor Geschisterkindgeburt?

Beitrag von Schnabelchen »

Hallo,
ich bin neu hier.
Vorab zu mir: Ich bin 37 Jahre alt und habe eine bezaubernde 1 Jahr und 8 Monate alte Tochter.
Die Maus wurde 6 Monate voll gestillt, danach haben wir nach und nach auf Beikost umgestellt, bis sie nur noch zum (Wieder-) Einschlafen gestillt wurde. Wir hatten von Anfang an tags wie nachts kurze Stillabstände von 2 Stunden. Mit der Folge, dass aufgrund des nächtlichen Stillens mein Zyklus nicht wieder einsetzte, was mich erst gestört hat, als unser Zweitkinderwunsch akut wurde.
Über die etwas modifizierte Gordon Methode haben wir die Stillabstände in der Nacht vergrößert, inzwischen stille ich die Maus noch abends, wenn wir ins Bett gehen, wobei sie nicht mehr an der Brust einschlafen soll (was dann leider dazu führt, dass sie nach dem Stillen nochmal komplett aufdreht und oft 1 h zum Einschlafen braucht), bzw. am WE auch mittags vor dem Einschlafen (unter der Woche schläft sie in der KiTa). Wenn sie nachts aufwacht, kommt sie zu mir in den Arm, kuschelt sich an die Brust, streichelt sie, weiß aber, dass sie nicht trinken darf.

Jetzt meine Frage:
Ich bin inzwischen in der 12. SSW. Sollte alles gut gehen, wird das Zwerglein im Mai auf die Welt kommen.
Bislang fehlt mir noch der Anstoss, das Stillen vor dem Einschlafen ganz abzuschaffen. Ich bin so müde und mir ist so schlecht, dass ich gerade nicht die Kraft für das zu erwartende Theater habe und meine Tochter hängt sehr daran. Jetzt frage ich mich allerdings, welchen Zeitpunkt ich mir als Limit setzen muss, also bis wann sie völlig abgestillt sein sollte ( Tandemstillen möchte ich für uns nicht). Meine Tochter ist ohnehin sehr eifersüchtig und mamasüchtig und ich habe Angst, dass, wenn ich sie zu spät Abstille, sie das mit dem Baby in Verbindung bringen wird und das dann eine mögliche Eifersucht begünstigt.

Hat hierzu jemand Erfahrungen und Ideen?

Und vielleicht auch Tipps, wie ich den letzten Schritt möglichst sanft schaffe?

Liebe Grüße
das Schnabelchen
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Kathymami
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Re: Wann Abstillen vor Geschisterkindgeburt?

Beitrag von Kathymami »

nur weil ein Geschwisterchen kommt musst du nciht abstillen :wink:
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Lunali
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Re: Wann Abstillen vor Geschisterkindgeburt?

Beitrag von Lunali »

Muss sie nicht, aber ich lese es so, dass sie möchte ;)

Ich selbst wollte eigentlich tandemstillen (Abstand 18 Monate), hab dann aber mit knapp 16 Monaten abgestillt, weil ich ziemlich krank war, zig Infekte, Ab, Kind hat dauernd einen Pilz bekommen wg. DF, dann noch vorzeitige Wehen. War eine recht spontane Entscheidung und hat erstaunlich einfach geklappt. Wir haben da allerdings auch schon fast nur noch trockengestillt.


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Re: Wann Abstillen vor Geschisterkindgeburt?

Beitrag von fanta »

Mein Sohn hat sich in meiner Schwangerschaft ganz allein abgestillt. Ich dachte zuerst, es sei ein Ammenmärchen, dass die Milch weniger oder anders wird. Mittlerweile hab ich hier im Forum gelesen, dass das tatsächlich stimmt. (Ich weiß aber nicht mehr wo.)
Abends hat er dann allerdings ein Milchfläschchen verlangt (und auch bekommen). Nuckeln und Milch wollte bzw brauchte er also noch. Nur nicht bei mir :?
Gib Deiner Tochter doch noch etwas Zeit. Vielleicht ergibt es sich ja ganz von allein!
Alles Gute für die Schwangerschaft!
LG fanta
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Re: Wann Abstillen vor Geschisterkindgeburt?

Beitrag von lupa »

Wenn das Einschlafstillen für Dich noch Entlastung bringt, würde ich noch dabei bleiben. Bei mir hat es irgendwann so weh getan, dass ich es von mir aus nicht mehr wollte und das hat dann auch gut geklappt. Mach Dir also keine Sorgen, ich denke, sobald Deine Grenze erreicht ist, wird es auch gut gehen. Ich glaube nur, dass egal wann Du sie abstillst, sie wird sich vermutlich noch erinnern, wenn das zweite da ist. Ich würde dann entscheiden, wie ich damit umgehe, wenn sie wieder stillen will. Vielleicht fühlt es sich für Dich dann auch richtig an, wenn nicht, werdet ihr einen Weg finden, mit ihrer Traurigkeit/Eifersucht umzugehen.
Aber ich kann Dich verstehen, wollte auch nicht tandemstillen und hoffe, dass der Große es auch akzeptiert, wenn das Baby da ist...Alles Gute für Euch!
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Pepe13
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Re: Wann Abstillen vor Geschisterkindgeburt?

Beitrag von Pepe13 »

Ich hab mir auch zunächst viele Gedanken gemacht, ob und wann ich meinen Sohn abstillen soll, oder ob doch Tandemstillen in Frage kommt. Da ich keine Antwort auf die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt gefunden habe, habe ich entschieden mir alle Möglichkeiten offen zu halten und erstmal wie gehabt weiter zu machen. Mein Sohn hat also morgens noch "genuckelt" bis sechs Wochen vor Geburt des Babysohns. Gegen Ende der Schwangerschaft war mir das Stillen zunehmend unangenehm und tat teils auch weh. Ich hab dann langsam die Trinkdauer immer weiter eingeschränkt, bis er der Brust zum Schluss einen Kuss geben durfte! Ausserdem habe ich ihm erklärt, dass das Baby die Brust bald braucht. Der Zeitpunkt hat für uns beide gepasst und es gibt jetzt mit Stillbaby keinen Brustneid. Mein Sohn ist schon fast vier Jahre alt gewesen und konnte daher natürlich Erklärungen besser erfassen, als dein Kind mit knapp zwei. Vielleicht findest du trotzdem eine ähnliche Lösung, die für euch passt. An deiner Stelle würde ich bei Unsicherheit einfach erstmal laufen lassen. Wenn du dir sicher bist, dass du abstillen willst, dann würde ich es klar durchziehen, damit das Kind weiß, woran es ist.
viele Grüsse von Pepe mit

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Re: Wann Abstillen vor Geschisterkindgeburt?

Beitrag von Schnabelchen »

Danke für Eure Antworten.
Ich weiß, dass ich weiterstillen KÖNNTE, aber ich möchte wirklich nicht Tandemstillen.

Dass meine Kleine sich selbst abstillt, ist natürlich meine Idealvorstellung. Nachdem wir es so stark reduziert haben (was sehr schwer war, weil sie sehr sehr sehr am Stillen hängt und ohnehin große Probleme hat, sich zu entspannen und runter zu kommen und für sie das an die Brust Kuscheln und Nuckeln eben eben Mittel der ersten Wahl ist), finde ich es irgendwie gemein, ihr auch das letzte bißchen, was sie noch hat zu nehmen.
Ich glaube nicht, dass es ihr noch so arg um die Milch an sich geht, ich glaube auch nicht, dass überhaupt noch viel kommt. Ihr geht es um das Kuscheln und zugleich Nuckeln- wobei sie Kuscheln ja auch so darf. Nachts kuschelt sie sich inzwischen an mich, streichelt meine Brust, kuschelt sich da rein, küsst mich zwischen die Brüste...
Wenn die abends nicht mehr weitertrinken darf, will sie immer noch ein bißchen Wasser aus dem Fläschchen trinken, Milch aus der Flasche trinkt sie aber nicht und Milch so auch nur ab und zu.
Pepe, Deine Lösung wäre gerade die, die ich mich scheuen würde zu gehen. Ich möchte ihr eben nicht sagen, dass das Baby die Brust braucht, weil ich genau dann eben erwarten würde, dass sie auf das Baby wütend wird. Ich habe da eh schon Sorgen, weil sie ganz extrem eifersüchtig ist, wenn mein Mann oder ich uns mit einem anderen Kind beschäftigen oder gar auf den Arm nehmen...

Alles Liebe Schnabelchen
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Re: Wann Abstillen vor Geschisterkindgeburt?

Beitrag von Tigerlein »

Mein Großer war auch immer eifersüchtig auf andere Kinder. Auf den Bruder dann aber gar nicht mehr. Der Große hat sich 8 Wochen vor der Geburt einfach abgestillt, der Mittlere 6 Monate vorher. Ich denke, dass die Chancen gut stehen, dass sich bis zur Geburt alles von selbst regelt. Beim Mittleren hab ich ein kleines bisschen das Abstillen unterstützt. Wenn es mir unangenehm war, habe ich das gesagt, dann hat er normalerweise auch aufgehört. Auch habe ich meistens erstmal kuscheln statt Stillen angeboten. Das hat er mit der Zeit immer öfter angenommen. Wenn ihm das Stillen wirklich wichtig war, durfte er natürlich. Irgendwann hat er nur noch aus Gewohnheit gefragt und wollte sich versichern dass er könnte wenn er wollte. Auch das wurde immer weniger bis er gar nicht mehr gefragt hat. Dieser ganze Prozess hat zwar Wochen gedauert, aber ich hatte es nicht eilig. Wäre er noch nicht so weit gewesen, hätte ich auch noch weiter gestillt.

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Re: Wann Abstillen vor Geschisterkindgeburt?

Beitrag von Elena »

Meine erste und meine zweite Tochter haben sich beide selbst abgestillt gegen Ende der nächsten Schwangerschaft. Im zweiten Schwangerschaftsdrittel wurde die Milch weniger bzw. versiegte irgendwann ganz, und die Mädels fingen an durchzuschlafen. Da habe ich dann nur noch zum Einschlafen gestillt. Meine Große hat mit 22 Monaten, 3 Monate vor der Ankunft ihrer Schwester, das letzte Mal gestillt. Dann habe ich sie 2, 3 Abende mit einer spannenden Geschichte abgelenkt, als sie stillen wollte, und dann hat sie nicht mehr nachgefragt. Die Mittlere hat sich mit etwa 26 Monaten abgestillt, etwa einen Monat, bevor die Kleinste kam. Sie hatte da aber schon einige Zeit nicht mehr wirklich genuckelt, sondern die Brust nur kurz gepackt, sich weggedreht und gelacht.

Nach der Ankunft der Geschwisterchen wollten beide nochmal halb im Scherz probieren, konnten aber gar nicht mehr saugen. Für die Mittlere pumpe ich aber fast jeden Morgen noch ein bisschen Milch ab, das findet sie toll (Baby ist jetzt 4 Monate alt). Eifersucht gab es hier gar nicht.

Beide Kinder sind aber vorher schon in der Krippe und die Große mal beim Papa so eingeschlafen. Ich denke, ihr habt noch viel Zeit. In dem Alter sind die Kinder oft von einem Tag auf den anderes reif für solche Veränderungen, ist mein Eindruck. Vielleicht erledigt sich das in den nächste Wochen von selbst, weil die Milch weggeht oder nicht mehr schmeckt. Und wenn nicht, hast du immer noch Zeit, dir eine Strategie fürs Abstillen zurechtzulegen.
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Pepe13
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Re: Wann Abstillen vor Geschisterkindgeburt?

Beitrag von Pepe13 »

Ich hab auch überlegt, ob die Erklärung " Baby braucht die Brust" okay ist, oder ob es Eifersucht/Wut aufs Baby provoziert. Spätestens wenn das Baby dann aber da ist, merkt das ältere Kind ja ohnehin, dass das Baby die Brust und ganz viel Mama braucht. Mir war wichtig, das mein Sohn gedanklich vorbereitet ist. Auch wenn man Tandem stillt setzt man ja Prioritäten, da das Baby auf Muttermilch zum überleben angewiesen ist.
Mein Mittlerer musste sich dann natürlich in die neue Rolle, nicht mehr der Kleine zu sein einfinden, und muss es immer noch. Er ist nicht eifersüchtig in dem Sinne, dass er Wut auf seinen Bruder hat, aber besonders in der ersten Zeit war ihm beinahe jedes Mittel recht, um meine Aufmerksamkeit zu bekommen.
Ich glaube, es ist wichtig, dass du als Mama klar bist. Egal welche Möglichkeit für euch die passende ist, wenn du Sicherheit ausstrahlst, wird das ältere Kind es leichter haben, sich neu zu orientieren.
viele Grüsse von Pepe mit

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