Wir haben gar kein Auto und sämtliche Großeltern wohnen mehrere 100km entfernt. Wir fahren kommen also immer mit dem Zug zu Besuch.
Meine Eltern haben bisher nur unsere Kinder als Enkel und wohnen auf dem Land - da ist ein Verzicht auf Auto also wirklich utopisch. Sie haben sich aber in Absprache mit mir ordentliche (wenn auch preislich eher günstige) Sitze in Gr. 1 und Gr. 2-3 angeschaft. Babyschale hatte ich immer im Zug mitgenommen. Das ist im Prinzip so okay für mich - gibt aber fast jedesmal am Bahnhof Stress mit der richtigen Einstellung der Gurte

Klar, die Kinder wachsen und weder der Opa noch ich haben allzu viel Erfahrung mit Kindersitzen.
Die Schwiegereltern haben einen Billigsitz in Gr. 0-1 und zwei Sitzerhöhungen - die waren für die älteren Cousinen schon angeschafft. Sie wohnen aber am Stadtrand, so dass man da auch mit Straßenbahn und Bus hinkommt. Hm - eigentlich verstehe ich mich gut mit meinen Schwiegis, aber die Frage der Kindersicherheit im Auto war da immer ein Knackpunkt, bei dem wir regelmäßig aneinander geraten sind. Naja, zu sechst (2 Kinder+Eltern+Großeltern) passen wir ohnehin in kein Auto - also hat sich die Frage nicht allzu oft gestellt. Naja, mit dem Tod meiner Schwiegermutter im August (

abgesehen von der Autofrage war sie eine tolle Frau, die uns viel geholfen hat) hat sich die Frage eigentlich erledigt, denn der Opa hat keine Führerschein. Allerdings sind wir bei der Planung des Begräbnisses fast noch einmal wirklich mit dem Opa aneinandergeraten: Alle angespannt, traurig und dann verkündet der Opa, dass meine Schwägerin uns am Tag vor dem Begräbnis abholen und mit dem Auto der Oma zum Hotel fahren würde (Begräbnis am Wohnort meiner Schwägerin, ca. 200km entfernt von den Schwiegis). Auf meine Frage, wie wir das mit den Sitzen machen, kam dann tatsächlich, ich solle mich nicht so anstellen, die Kinder würden schon sicher sein

. Okay, so richtig wohl war mir nicht. Meine Schwägerin kam aber extra Sonntagmorgen mit der Bahn, um uns zu holen und hat noch einen 2er Sitz für den Großen mitgebracht. Der Kleine musste dann tatsächlich in den Billigsitz - ich hab' halt geschaut, dass er ordentlich angeschnallt ist und auf der Beifahrerseite sitzt. In dem Fall war uns dann doch die Möglichkeit am Begräbnis teilzunehmen wichtiger, als das nicht übermäßig hohe Unfallrisiko.
Naja, Gott sei Dank ist wirklich nichts passiert. Nächstes Jahr zieht der Opa dann auch dort hin (zu Schwägerin und Oma-Grab) und dann fahren wir bei Besuchen entweder gleich öffentlich oder mit den 'guten' Kindersitzen, die meine Schwägerin für die eigenen Kinder ja vorrätig hat.
Nina mit A. (11/2008), J. (03/2011), Minimaus (28/01/15), Babyzwerg (15/02/2019) und Weihnachtsengel im Herzen (Januar 2018, 10. Woche)