Vitamin D Supplementierung?

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Alexandra
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Re: Vitamin D Supplimentierung?

Beitrag von Alexandra »

Super, ihr helft mir hier sehr weiter :)

Ich denke, dass mein HA das problemlos verschreiben wird, er kennt mich schon lange und weiß, wenn ich etwas möchte (oder auch nicht), dann habe ich mich gründlich informiert.

Aber nochmals ganz explizit die Frage: gehe ich richtig in der Annahme, dass das Vitamin D als fettlösliches Vitamin in die Muttermilch übergeht? Und ist mein Baby dann ausreichend versorgt, wenn ich das Vigantolöl nehme in der hier empfohlenen Dosierung von 5 Tropfen/Tag? Das wäre mir nämlich die liebste Variante, da ich bei zwei von drei Kindern heftigst mit Bauchweh zu tun hatte - nur der eine, der ausschließlich Muttermilch bekam in den ersten Wochen/Monaten, bei dem hielt es sich halbwegs in Grenzen.

Ich selber bin ein sehr heller Hauttyp und gehe deswegen im Sommer mittags wenig raus, und wenn, dann kann ich selbst mit Sonnenmilch nur ganz kurz, weil ich darunter sofort rot werde. Besser ist es, seit ich mineralische Creme nehme, aber die hat einen echt hohen LSF. Ich kann mir daher schon gut vorstellen, dass mir Vitamin D gut tun würde.

Dass Tageslicht durch die Fensterscheiben nicht ausreicht, habe ich auch gehört. Es würde mir aber in unserem Haus auch nicht viel bringen, hier scheint nur morgens oder abends die Sonne rein - wenn überhaupt, das Haus ist eher dunkel (Altbau) und kalt, selbst mit Heizung sicherlich nicht so warm, dass ich mein Baby da nackig hinlegen würde.

Da wir einen Hund haben, werde ich sicherlich mindestens zwei Mal pro Tag mit der Kleinen im Tuch rausgehen, auch im Winter, aber da ist dann Tragetuch + Mütze + Tragejacke drüber, also wenn da mal bissle Sonne an die Nasenspitze kommt, dann isses viel :wink: Und das, wo sie Anfang November geboren wird, der Winter also gerade erst beginnt. Nee keine Frage, irgendwie will ich Vitamin D in sie hinein bekommen - wie gesagt, bevorzugt über den Weg der Muttermilch. Aber wenn das nicht ausreicht, dann gebe ich ihr auch den Tropfen Öl auf die BW.

Dazu hätte ich noch die Frage: ab wann muss ich beginnen damit? Hat sie ein kleines Depot, oder müsste ich ganz zeitnah (in den ersten Tagen) schon beginnen damit?

Fluor noch zusätzlich zu geben, das möchte ich nicht. Ich nehme es in der Zahnpasta zu mir, gelegentlich putze ich mal mit E*mex Gelee, das reicht aus, meiner Meinung nach.

Liebe Grüße Alex
Liebe Grüße von Alex mit dem ganz Großen 05/00, dem Großen 06/04, dem ziemlich Großen 01/08, der Pferdenärrin 11/13 an der Hand und Mondmädchen Luna Nicole (*+ 9/11) für immer im Herzen


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EinfachIch
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Re: Vitamin D Supplimentierung?

Beitrag von EinfachIch »

Nee, des ist verschreibungspflichtig. Aber mit Hinweis auf die Verdauungsbeschwerden mit den Tabletten gabs das Öl ohne Probleme beim kia. Und ohne jetzt eine grundsatzdiskussion starten zu wollen - meine beste freundin ist Zahnärztin und in ihrem Berufsfeld ist die Lehrmeinung, dass Flour als Tablette beim zahnlosen Säugling außer dem Potential für Bauchweh nix bringt. Wir lassens deswegen komplett sein.
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Giraeffchen
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Re: Vitamin D Supplimentierung?

Beitrag von Giraeffchen »

Alexandra hat geschrieben: Dazu hätte ich noch die Frage: ab wann muss ich beginnen damit?

Bei uns im KH sagen sie ab dem 10. Lebenstag.

Wir haben auch Öl, hatten wir beim Großen schon, problemlos.

Wegen der Tabletten: Da gibt es wohl Trägerstoffe wie Soja und Erdnuss, die Probleme verursachen können.
Liebe Grüße, GiraeffchenBild mit dem großen Knopf und dem Herbstwichtel


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Alexandra
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Re: Vitamin D Supplimentierung?

Beitrag von Alexandra »

Wenn eine stillende Mutter täglich 100 µg = 4000 IE Vitamin D einnimmt (wenn sie keinem UV-B-Licht ausgesetzt ist), erscheint in ihrer Muttermilch genug Vitamin-D-Aktivität, dass der Säugling vor einem Vitamin-D-Mangel ohne weitere Zufuhr sicher geschützt ist. Bei 50 µg = 2000 IE ist dies noch nicht sicher der Fall (die Anzahl der untersuchten Frauen war aber gering).[62]
Vitamin D in Muttermilch

Der Muttermilchgehalt an Vitamin-D-wirksamen Komponenten ist bemerkenswert knapp. Er ist sehr von dem Vitamin-D-Status der Mutter abhängig. Bereits hydroxyliertes 25(OH)Vitamin D3 macht den größten Anteil der antirachitischen Aktivität der Muttermilch aus. Der Vitamin-D-Gehalt in der fetthaltigeren Hintermilch (die der Säugling zuletzt trinkt) ist größer als in der Vordermilch. Wenn die in höheren Breiten lebenden Mütter 50 µg (2000 IE) Vitamin D3 täglich im Winter einnehmen, erreicht ihre Muttermilch die antirachitische Aktivität unsupplementierter Mütter im Sommer, die Antwort ist jedoch individuell sehr unterschiedlich.[1]

Haben Mütter einen für sie subklinischen Vitamin-D-Mangel (wie die meisten Frauen in zivilisierten Gesellschaften fernab des Äquators im Winter und vor allem auch in islamischen Gesellschaften), so haben die Säuglinge ein wesentlich höheres Risiko, rasch einen relevanten Vitamin-D-Mangel zu entwickeln. So wird in einer kürzlich vom „National Institute of Child Health and Human Development“ in den USA durchgeführten und im „The Archives of Pediatrics & Adolescent Medicine“ im Juni 2008 erschienenen Studie behauptet, dass in den USA im Winter bis zu 78 % von mit Muttermilch gestillten Babys im Winter an Vitamin-D-Mangel leiden könnten. Insgesamt scheint aber auch für den Säugling die Bildung des Vitamin D3 in der Haut den natürlichen Hauptrachitisschutz darzustellen. Nach einigen Studien ist nicht nur ein Vitamin-D-Mangel gefährlich für Babys, zu viel Vitamin D wird mit einem erhöhten Auftreten von Schizophrenie in Verbindung gebracht.[63]

Möglicherweise geht das aktuell im Blut der Mutter vorhandene Vitamin D3 wesentlich besser in die Muttermilch über (30–80 %) als das bereits hydroxylierte 25(OH)Vitamin D3 (0,5 %); ob dies so stimmt, wird noch erforscht.
Quelle: Wikipedia
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netteanne
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Re: Vitamin D Supplimentierung?

Beitrag von netteanne »

bei den tropfen steht ab der 2. woche
Viele Grüße von netteanne
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jusl
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Re: Vitamin D Supplimentierung?

Beitrag von jusl »

Huhu Alex,

nur ganz schnell:
Aber nochmals ganz explizit die Frage: gehe ich richtig in der Annahme, dass das Vitamin D als fettlösliches Vitamin in die Muttermilch übergeht
Ja. Dauerhafte mütterliche Supplementierung erhöht den Gehalt in der Muttermilch, allerdings dauert das. Kurzfristige Effekte sind durch Supplementierung nicht zu erreichen.
Und ist mein Baby dann ausreichend versorgt, wenn ich das Vigantolöl nehme in der hier empfohlenen Dosierung von 5 Tropfen/Tag?
Das kann pauschal NICHT bestätigt werden. Es ist möglich, dass Dein Baby auf diese Weise einen VitaminD-Mangel entwickelt, wenn lediglich Du bei Dir selbst supplementierst.
Dazu hätte ich noch die Frage: ab wann muss ich beginnen damit? Hat sie ein kleines Depot, oder müsste ich ganz zeitnah (in den ersten Tagen) schon beginnen damit?
Auch das kann pauschal nicht beantwortet werden. Allerdings ergibt Eile nach der Geburt wohl eher keinen Sinn - manche Babys bleiben ja auch einfach 2 Wochen länger im Bauch, definitiv ohne Sonneneinstrahlung. ;-) Ich persönlich würde ganz normal nach den ersten Tagen "Ankommenszeit" damit starten, sozusagen mit dem Milcheinschuss (allerdings kann ich für dieses Vorgehen keine klinische Begründung liefern. Auf ein paar Tage jedenfalls kommt's mit Sicherheit nicht an.).
Fluor noch zusätzlich zu geben, das möchte ich nicht. Ich nehme es in der Zahnpasta zu mir, gelegentlich putze ich mal mit E*mex Gelee, das reicht aus, meiner Meinung nach.
Die Supplementierung von Fluorid wird LOKAL am ZÄHNCHEN empfohlen; das hat also noch ein paar Monate Zeit. ;-)

Sorry für die Knappheit, Rückfragen immer gerne.

LG
Julia
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Re: AW: Vitamin D Supplimentierung?

Beitrag von MaareMum »

jusl hat geschrieben:Allerdings ergibt Eile nach der Geburt wohl eher keinen Sinn - manche Babys bleiben ja auch einfach 2 Wochen länger im Bauch, definitiv ohne Sonneneinstrahlung. ;-)
:grin: Süß!!! :grin:


***kurz und knapp vom Handy***
Gruß, MaareMum
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Jamelek
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Re: Vitamin D Supplimentierung?

Beitrag von Jamelek »

Ich bin gerade etwas verwirrt.
Als mein Jüngster im März (tiefster Winter) zur Welt kam wollte ich auch das Öl geben und in der Apotheke wurde mir gesagt, dass es das nicht mehr gäbe. Nur deshalb bin ich auf die Tabletten (die ohne Flour) umgestiegen.
Im Sommer habe ich keine gegeben, aber jetzt wieder angefangen. Da werd ich morgen wohl mal in der Apotheke auf der Matte stehen oder habt ihr irgendwelche anderen Bezugsquellen für das Öl? Ist ein Umstieg jetzt noch sinnvoll?

Schade, auf die Idee ihm dass über die Muttermilch durch mich zu geben, bin ich überhaupt nicht drauf gekommen. Jetztt wird er zwar noch fast vollgestillt, aber würde wohl nicht mehr lohnen. Bis mein Speicher aufgefüllt wäre, isst er bestimmt schon vielmehr am Tisch mit.

Alles Gute für dein Winterbaby!
Jamelek
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MaareMum
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Re: AW: Vitamin D Supplimentierung?

Beitrag von MaareMum »

Du kannst deinen eigenen Speicher innerhalb von (je nach Spiegel) um die 2 Wochen auffüllen, wenn du jeden Tag 20.000 IE nimmst. Dafür gibt es Rechnungen.
Sowas aber bitte nicht im Alleingang sondern unter ärztlicher Anleitung und mit Spiegel-Bestimmung!!!

***kurz und knapp vom Handy***
Gruß, MaareMum
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Re: Vitamin D Supplimentierung?

Beitrag von klimaforscherin »

Zur Fluorprophylaxe schau mal hier: http://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/pati ... ierung.pdf
Grüße
klimaforscherin
mit Wetterfrosch 2010 und Schwälbchen 2012

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