ich bin froh, das Forum hier gefunden zu haben und dass ich auch gerade etwas Zeit finde, mein Anliegen zu posten. Ist ja nicht so einfach, in den Stillpausen etwas Zeit locker zu machen, das kennt sicherlich jeder..
Leider bin ich keine erfahrene Mutter und hoffe, dass ihr vielleicht eure Einschätzung zu meiner Frage geben und mir helfen könnt. Zur Zeit bin ich sehr unglücklich und meine Gedanken kreisen den ganzen Tag nur um das Thema Stillen und ob ich was falsch mache.
Ich bedanke mich schonmal ganz lieb im Voraus
Ich habe zuerst mal eure Stichpunkte aufgegriffen und beim Schreiben ist mir vieles auch nochmal durch den Kopf gegangen. Führe ja seit ich zuhause bin ein Stillprotokoll.
Bisher keine Zufütterung.Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Es hat sich zwischen 8-11 Mahlzeiten eingependelt (also eher 10-11, es kommen 2x pro Woche auch Tage mit 8 Mahlzeiten vor). Dabei hat sie längere Pausen bis 17 Uhr aber nicht länger als 3 Stunden, danach ist meistens Clusterfeeding, v.a. nach 19 Uhr. Abstände sind dann bestenfalls 2 Stunden, meistens eher 1.5 oder 1 Stunde.Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Trinkzeiten kann man etwa so beschreiben: 3-4 Uhr, 7-8 Uhr, 11 Uhr, 13-14 Uhr, 16-17 Uhr, 19 Uhr, danach unregelmäßig bis 23 Uhr, manchmal nochmal 1 Uhr wenn sie gar nicht ruhiger wird.
Trinkdauer (beim Wechselstillen) ist ca 15+15 Minuten, manchmal auch 20+25 Minuten, wenn die Pause 3 Std oder länger war. Beim Clusterfeeding trinkt sie eher nur einseitig und dann 10-15 Minuten.
Schlafpausen nachts: von 1 -7 Uhr, wenn man sie nicht weckt. Das hatten wir probiert über das letzte Wochenende, da schläft sie aber zu lang und meine Brust ist schmerzhaft am Morgen. Ich bevorzuge es aber, sie 3-4 Uhr zu Stillen und dann morgens wieder. Tagsüber ist es unterschiedlich. Heute ist sie zB schon den ganzen Vormittag wach, sonst schläft sie relativ viel. Abends ist ihre Lieblingszeit, weshalb sie "kleine Nachteule" von mir genannt wird. Sie ist hellwach zwischen 20 und 24 Uhr.
Zur Zeit ist der Stuhlgang seltener, aber die Windel ist immer nass. Bedeutet, etwa 5-6 Pipiwindeln, 1-2 Stuhlgangwindeln. Bis Samstag dem 12.10. gab es immer Stuhlgangwindeln, schön durchsetzt mit "Krümeln" und gelb. Seit Samstag ist der eher grünlich geworden, aber nicht schlimm. Ich versuche, vor jedem Stillen zu wickeln (alle 3 Std.), es sei denn, sie will bereits nach einer Stunde wieder oder nach paar Minuten angelegt werden. Es ist immer etwas drin.Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Im KH war ich sehr gestresst. Sie war immer nur am Schlafen und ich musste mich anstrengen, sie zum Trinken wachzuhalten. Sie ist ein ruhiges Kind an sich.Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Von Anfang an wollte sie ungern rechts andocken, weil die BW dort eher nach innen geht. Das hat sich aber gegeben.
Ein unschönes Erlebnis hatte ich bei der Stillprobe am letzten Tag, als die Schwester mir wie eine Wahnsinnige auf der prallen Milcheinschuss-Brust links herumdrückte - ich bin immer noch so wütend darüber, weil es so weh tat.
Erst als ich zuhause war, konnte ich sowas wie einen Rhythmus einstellen und es klappte einigermaßen. Nur die Zunahme lies trotzdem zu wünschen übrig, so dass ich dann ab Mitte 2. Woche auf 3 Std. Rhythmus umstellte und gut damit zurecht kam. Sie nahm ja dann auch zu. Von selbst wollte sie am Anfang eher alle 4 Std. trinken.
Ein weiteres Problem bestand darin, dass ich rechts extreme Ansaugschmerzen hatte ab Ende 2. Woche, so dass ich diese Seite mied. Wahrscheinlich ein Spasmus und der asymmetrische Kiefer meines Kindes führten dazu. Durch ein homöopathisches Mittel, Einsatz eines Hütchens, Multimam-Kompressen, der Osteopathie und Geduld hat es sich gegeben, so dass ich wieder gerne beide Seiten nehme.
Am letzten Wochenende gab es die Situation, dass Samstag Abend meine Milch alle gewesen zu sein scheint oder sie nicht satt wurde. Ich habe sie über 1 Stunde gestillt, nach der Clusterfeedingperiode wohlgemerkt, und sie wurde nicht satt. Es kam aber nichts mehr, meine Brüste waren leicht und superweich, sie schluckte nicht mehr und dann mussten wir sie weinen lassen, bis wieder was da war. Am Sonntag ging es wieder.
So bis gestern hatte es sich also gut eingegroovt, bis ich das mit dem Zufüttern aufgrund geringes Gewicht hörte und nun bin ich wieder sehr unglücklich.
Ja, Schnuller nimmt sie (Kirschform) und Hütchen kennt sie auch, da ich rechts starke Ansaugschmerzen hatte. Hatte 4-5 Tage nur mit Hütchen rechts gestillt, später brauchte ich das Hütchen nur zum Ansaugen, jetzt gar nicht mehr. Sie hatte kein Problem mit dem Hütchen.Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Meine Tochter lag seit 34+5 im tiefen Becken, linke Hand an der Wange. Dadurch hat sie laut Hebamme eine leichte Gesichtsasymmetrie, weshalb der Kiefer auch nicht symmetrisch ist. Kinderärztin bestätigte es. Hatte dabei so Stillprobleme auf der rechten Seite mit Schmerzen etc. Deshalb war ich am 10.10. bei einer Osteopathin, die mir eine kleine "Kieferverrück"übung zeigte, die ich tgl. für paar Minuten mit ihr machen soll. Ich habe seitdem keine Schmerzen mehr beim Stillen rechts!Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Ich musste bis 34+0 ASS100 zur Blutverdünnung nehmen und nun im Wochenbett Clexane spritzen. Ursache ist eine genetische Prothrombophilie bei mir. Die Geburt verlief aber spontan und ohne großen Blutverlust.Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Sie hat leider ihr Geburtsgewicht noch nicht zurück, ist aber gewachsen. Sie wächst aus ihren Sachen raus (Ärmellänge, Stramplerlänge - Body passt noch in der 50/56), ist rosig, glänzende Augen, pralle Fingerchen und Füße, Speckifalten dazubekommen. Sie war schon als Fetus sehr zart mit schmalem Bauchumfang und wurde stets unter 3 kg geschätzt im US (ich wurde engmaschiger kontrolliert). Daher wunderten mich die 3300 g zur Geburt sehr!- Gebt uns genaue Daten!
19.9. 3300 g KH Geburtsgewicht, 51 cm und KU 35 cm
20.9. 3150 g KH U1
21.9. 3050 g KH
22.9. 2950 g KH U2 --> danach Stillgewicht gemacht, Zunahme 12 g nach 10 min trinken, durften entlassen werden
23.9. 2900 g Hebamme
24.9. 2950 g Hebamme
25.9. 2950 g Hebamme
27.9. 2950 g Hebamme
30.9. 3000 g Hebamme
3.10. 3050 g Hebamme
7.10. 3150 g Hebamme
9.10. 3225 g Kinderarzt
10.10. 3250 g Hebamme
14.10. 3250 g Hebamme
Nun war gestern aufgrund des stagnierenden Gewichts die Anweisung der Hebamme, ein Fläschchen nach dem Stillen abends zuzufüttern. Mir war das irgendwie klar, dass es so kommt. Und grundsätzlich habe ich kein Problem damit und wollte es auch geben. Fühlte mich sicher damit.
Nur liest man überall, dass es der Anfang vom Abstillen sei. Mein Mann war auch der selben Meinung und brachte mich davon ab. Ein weiteres Problem ist meine innere Haltung gegenüber Flaschen...bin selbst ein Flaschenkind und mir geht's prima. Meine Mutter allerdings hält gar nichts vom Stillen und rät dauernd "gib ihr doch mal eine Flasche, wenn sie so schlecht zunimmt". Ich will nicht, dass sie Recht behält, irgendwie. Stillen funktioniert an sich ja schon bei mir und ich habe meinen Geist auch schon überwunden (also ich finde Stillen erfordert richtig viel Disziplin und ist definitiv kein Selbstläufer). Würde gern bis etwa Ende des Jahres vollstillen, wenn es geht.
So verlief der Tag gestern also:
- mind. 3 Std getragen
- ab 20 Uhr immer wieder gestillt, waren dann bis 23 Uhr bei 5 Mahlzeiten zu je etwa 15 Minuten
- Fläschchen stand bereit, habe ich aber nicht gegeben, da sie nicht mehr geweint hat und sie satt zu sein schien, und ich noch Milch hatte
- Abendritual wie immer (Stillen, Wickeln, Schlafanzug an, Stillen, Schuckeln, ins Bett gehen gegen 23 Uhr --> normalerweise ist hier dann 2 Stunden Tanz bis sie schläft, mit nochmaligem Stillen im Liegen)
- sie schlief dieses Mal sofort ohne zu Weinen, das war das erste Mal!!
- Wecken 3 Uhr zur Nachtmahlzeit, nächste Mahlzeit war 7 Uhr
Meine Fragen sind:
- Kann ich etwas anders machen, damit sie zunimmt?
- Wie kann ich stillfreundlich zufüttern, damit es nicht "das Ende" ist?
- Wie kann ich mich selbst entspannen? Ich fühle mich so unverantwortlich und unfähig meiner Tochter gegenüber
- Kann es sein, dass ich aufgrund Vegetarismus zu wenig nahrhafte Milch habe? Milchbildungskugeln, Malzkaffee, Karamalz, Stilltee...alles schon in Anwendung.
- Kann es generell sein, dass meine Milch wenig nahrhaft ist? (bin schlank aber nicht zu dünn, mein eigener Fettstoffwechsel ist nicht so optimal. Wir sind beide schlank)
Ich bin jetzt versucht, ihr doch heut Abend eine Flasche anzubieten (Aptamil Pre). Soll ich oder soll ich nicht?
Liebe Grüße
Mozartkugel
