Fütterung nach Operation bei herzrankem Baby

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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alequito
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Re: Fütterung nach Operation bei herzrankem Baby

Beitrag von alequito »

huhu ich hatte auch ein (schwer) herzkrankes kind,
auch mit offenem brustkorb

bei uns waren die ärzte sehr darauf aus, dass die mamas abpumen und die kinder die milch bekommen,weil eben das beste und mama kann in dem fall auch was tun für´s kind.

dein kind wird in narkose bleiben so lange es einen offenen torax hat und da wird dann sondiert.
(wahlweise mit spenderinnenmilch, wenn du nicht pumps oder noch nicht gepumpt hast)
und sie werden mit kleinen mengen anfangen, denke ich zum aufbau.
herzkinder sind ja immer unter beobachtung, ob sie einlagern oder nicht. und da die op ein eingriff ist, wird es ganz genau kontrolliert und auch entwässert und sie beginnen da mit 5 ml oder so. ja nach dem ob sie dann katecholamine hat ( da stimmt was mit der fettverdauung nicht, da bei op etwas verletzt wurde) bekommt sie spezialnahrung
aber geh mal nicht davon aus.
wir hatten eine riesige op und keine katecholamine.
das wird sich dann zeigen
mein kind kam als frühchen und wurde erst 6 wochen gepäppelt, in der zeit haben wir stillversuche gemacht ( bis max 10 ml hat sie geschafft)
auch mit flasche kam das personal ( die haben irgendwie nochmal ganz andere superweiche sauger....) aber das hat gar nicht geklappt

allerdings fehlte auch meine einstellung dazu.
ich wußte vom ersten tag an, dass wir stillen werden, das war eines meiner ziele, auch wenn die ärzte meinten, mit dem herzfehler würde sie es nicht können.

nach 2,5 monaten , als sie wach war und ich das ok hatte ( ich hatte den cmv virus, welcher wohl recht üblich ist, aber eben bei immungeschwächten kindern nicht gut)
haben wir begonnen zu stillen und was soll ich sagen
die natur hat es super eingerichtet, mein kind wußte nach so langer zeit genau , was es tun muss, selbst als sie eben auch mit der flasche in kontakt kam.

also nur mut,
pump ab, rezept bekommst dann von deinem hausarzt für die pumpe ggf hat die klinik auch eine da....

und alles gute allen hier anwesenden für bevorstehende op´s
alequito mit
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J.M. 3/11 mit wiedergeburt am 10.5.11, Flieg kleiner Falke! 13.8.2011

„… Du kannst nämlich nicht verloren gehen.
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Und Energie kann nicht verloren gehen.
Das weiß sogar die Wissenschaft…“


Wenn wir einfach schon ganz früh erfahren dürfen, dass wir sind, und dass wir, weil wir sind, gut sind, ich glaube, das kann eine Gesellschaft wirklich grundlegend verändern. Alexandra 2011

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alequito
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Re: Fütterung nach Operation bei herzrankem Baby

Beitrag von alequito »

maximaltrinkmenge sicher bezogenauf das einlagern, ja sie gehen da sehr nach zahlen.
später war die maximaltrinkmeneg aber bei uns nicht mit dem nur verbunden, sondern viel mehr als sie selber geschafft hätte

ich glaube nach op wird da sicher drauf geachtet, dann soll sie mit sicherheit, wenn es gt aussieht sie also nicht einlagert frei sein.
bei herzkindern ist man doch immer froh, wenn sie gut trinken und damit energielieferanten zu sich nehmen, weil sie immer etwas mehr energie verbrauchen

ggf habt ihr sogar ne stillberaterin dann dort, war bei uns der fall, glücklicherweise fühlte ich mich durch sie damals gut unterstützt und ich hatte einen rettungsanker, wenn es mit dem eigenen wissen doch mal wankte,und unsicherheiten auftauchten, war ja als mutter da
alequito mit
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Soleia
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Re: Fütterung nach Operation bei herzrankem Baby

Beitrag von Soleia »

@alequito
Danke für deinen Bericht!
Es ist ja bei uns leider nicht die erste Op, beim ersten Mal war es so ähnlich wie du berichtest, einfach im Schnelldurchgang, da der Schnitt hinten gemacht wurde. Pumpe habe ich eh schon zu Hause. Ich möchte dieses Mal eben eine Saugverwirrung durch Flasche vorbeugen, daher habe ich hier nach Alternativen gefragt. Ich warte nun mal das Gespräch mit dem Chirurgen ab.

Jetzt sehe ich deinen 2. Beitrag: bei uns gabs drum ne Mindest- und ne Maximalmenge beim ersten Mal. Mich störte einfach der 3 bzw 4h Rhythmus, denn wenn die Kleine schon vorher Durst hatte, bekam sie nichts, maximal ne halbe Stunde früher... Stillberaterin gibts in der Klinik nicht...
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alequito
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Re: Fütterung nach Operation bei herzrankem Baby

Beitrag von alequito »

vielleicht kannst du auf eine kürzer zeitspanne pledieren? 3-4 stunden sind ja ncith unbedingt ntürlich, sag ich mal, also eher alte schule und kinder haben eben immer etwas eher durst und hunger.
bei uns hatten sie mit 8 mahltzeiten begonnen, wenn es nciht sogar kinder gab mit 10, dafür dann eben mit reduzierterer menge, wenn die menge denn festgelegt wird.
mein kind hat ja nie aus der flasche getrunken und wenn versuche gemacht wurden, dann hat sie sich nur verschluckt.
sie wurde also bis zum anlegen komplett sodiert.

leg doch auch große aufmerksamkeit darauf, welche zeichen dein kind gibt, die zeigen nämlich, wann sie soweit sind. beginnen an der sonde zu ziehen und so, meine hat dann an einem vormittag / morgen 100 ml getrunken, wo die ärzte meinten da gehen sie mit, die sonde kann raus ( sie hat die menge dann nie wieder geschafft)

auch eine andere mutter, die stillen wollte hat dann irgendwann drauf bestanden, dass die sonde raus gemacht wird. und es hat geklappt.

leider haben die ärzte sehr viel angst ( verständlich sicher auch, denn die kommt ja woher)

zwischen all den apparaten und der intensivsten medizin und allem was heute geht ist doch das vertrauen ins kind und die mutter und die ntur verlorengegeangen oder weit hinten angestellt.

bei uns meinten sie auch immer die kinder müssen saugen ( damit sie es nciht verlernen), aber bei uns hat es eben geklappt ohne saugen, selten mal schnuller, zum beruhigen beim legen neuer zugänge ...

ob es nun besser ist zu sagen kind wird bis zur möglichkeit des stillens sondiert und in den zeiten, wo du nicht da bist eben auch, kann cih dir nicht sagen, ich selber würde es wohl wieder so handhaben.


in gesprächen mit dem schwesternpersonal habe ich auch mitbekommen, dass die ganz anders denken als die ärzte, aber eben aufgegeben haben irgendwas zu sagen.

irgendwann war mir auch klar, weshalb kinder zur zweiten op immer noch ne sonde haben
und irgendwann keie milch mehr trinken.

von ärztlicher seite aus hieß es die kinder seien zu schwach und können das nicht, von der anderen seite sind diese kinder eben immer vollgepumpt worden, über den eigenen bedarf hinaus ( so wie es bei uns ja auch war)
erst spucken sie -
dann resignieren sie.
und deshalb tranken sie nicht

das waren so nächtliche gespräche mit schwestern, die dann doch auch mehr raus rückten

ich sehe das so weit über bedarf vollpumpen als äußerst kritisch
zum wohle des kindes, aber anders herum gesehen ist es was ganz anderes für mcih.

kann wieder mal stolz sein, dass wir das doch gut hinbekommen hatten.

ihr schafft das auch.

eine saugverwirrung kann ja auch in einem älteren alter entstehen,
aber nun ist sie ja eben auch etwas älter und hat im saugen auch erfahrung,
da bekommt sie den bogen dann sicher auch gut hin
vetrau euch
alequito mit
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Soleia
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Re: Fütterung nach Operation bei herzrankem Baby

Beitrag von Soleia »

Hallo ihr Lieben

Nächste Woche soll, wenn nichts anderes dazwischen kommt, die Op stattfinden. Das Gespräch mit dem Chirurgen wurde leider kurzfristig abgesagt wegen eines Notfalls, es wird nun erst 2 Tage vor Op nachgeholt.

Wir hatten aber eine kleine Führung in der Herzchenstation und ich konnte der Pflegeberaterin einige Fragen stellen. So wie es aussieht, wird nach der Op erst sondiert werden und dann möglichst bald geschaut, ob die Kleine wieder trinken mag, allerdings wird das mit Flasche gemacht. Und wenn ich stillen möchte, wird vor und nach dem stillen gewogen, da sie die ersten paar Tage nach der Narkose eine Maximalmenge hat, die sie trinken darf/muss. Blöd ist auch, dass ich dafür kämpfen muss, bei der Kleinen im Zimmer schlafen zu dürfen. Werde es erst am Eintrittstag erfahren, ob es geht.

Frage an dich Jusl: ist es nicht vielleicht dich besser, dass sie solange die Maximaltrinkmenge gilt, die Flasche bekommt? Weil vor und nach dem stillen wägen finde ich nicht toll für die Kleine. Oder hast du eine andere Idee?

Danke!

LG, Soleia
Soleia mit Tochter 12/05, Sohn 05/11, Tochter 05/13, Sohn 09/17 und *12/15
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alequito
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Re: Fütterung nach Operation bei herzrankem Baby

Beitrag von alequito »

wenn sie eine maximaltrinkmenge hat, so wird es , aus meiner erfahrung so sein, dass sie wohl erstmal eh nachsondiert wird. sprich, dass sie es nach dem eingriff noch nciht schafft alles zu trinken. hängt natürlich auch von der größe de eingriffes ab. ich würde schon stillen sobald möglich. das wiegen vor und nachher ist vor allem für dich stressig :?
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Re: Fütterung nach Operation bei herzrankem Baby

Beitrag von Soleia »

@alequito
Ja, die erste Zeit wird sowieso sondiert. Danach geschaut, was sie trinken mag. Nein, ist eben nicht nur für mich stressig, sondern auch für die Kleine, sie schläft ja oft während bzw nach dem stillen ein und danach wägen weckt sie natürlich wieder
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Re: Fütterung nach Operation bei herzrankem Baby

Beitrag von emm »

Hm, wenn es nur fuer einen begrenzten Zeitraum ist, waere pumpen und bechern eine Alternative? Oder habt ihr das schon ausgeschlossen und ich hab's nur ueberlesen?

...tap-a-talking...
das emm mit Löwenkind (08/2012), Fräulein Igel (09/2013) und kleinem Geheimniskrämer (11/2017)
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Re: Fütterung nach Operation bei herzrankem Baby

Beitrag von Soleia »

@emm
Danke für deine Gedanken dazu, weiss eben nicht wie es mit bechern aussieht. Pumpen werde ich auf alle Fälle, möchte nicht dass sie Pre bekommt.

@Julia
Was meinst du? Bin zur Zeit etwas durch den Wind und kann nicht klar denken... Was wäre das beste deiner Meinung nach?

LG, Soleia
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Re: Fütterung nach Operation bei herzrankem Baby

Beitrag von jusl »

Hallo Soleia,

auf Deine Frage kann ich Dir keine allgemeingültige Antwort geben. Du musst ausprobieren, ob Dein Baby WIRKLICH Stress hat beim Wiegen, oder ob es bei Euch eine harmlose Angelegenheit von 5 Sekunden ist, und gut ist's (z.B.: Baby zum Stillen auf ein großes dünnes Tuch legen und dann IM TUCH wiegen - dabei wacht es möglicherweise gar nicht auf).

Ich persönlich würde auch so bald wie möglich stillen, einfach weil ich davon überzeugt bin, dass Stillen angenehmer und energiesparender fürs Kind ist und handfeste Vorteile hat, z.B. in Hinblick auf Aspirationsrisiken usw.
Aber es ist möglich, dass Du für Dich zu einem anderen Schluss kommst, und das ist auch OK.

Alles Gute!
LG
Julia
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