mehr Stillen, weniger Pre

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Emma196
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Re: mehr Stillen, weniger Pre

Beitrag von Emma196 »

Ja das hilft schon mal, danke für die schnelle Antwort!
Also es wurde im KH immer mal wieder nachgefüttert, da ich mit den OP-Folgen noch zu kämpfen hatte und nicht die ganze Zeit bei den beiden sein konnte, kann ich aber nicht genau sagen wie oft am Tag zugefüttert werden musste. Ich weiß dass die beiden ganz am Anfang mit 8x am Tag 30 ml angefangen haben. Das hat sich dann immer so gesteigert. Ich habe immer fleißig Tag und Nacht alle drei Stunden abgepumpt und ich glaube außer am Anfang (vor dem Milcheinschuss) hat das immer einigermaßen gereicht. Ca. zwei Wochen vor der Entlassung hat es angefangen, dass es meiner Meinung nach nicht mehr hundertprozent gereicht hat. Ich konnte alle drei Stunden immer so ungefähr 100 ml aus beiden Brüsten abpumpen, mal mehr mal weniger. Leider hab ich nicht immer konkrete Aussagen von den Schwestern bekommen. Immer wenn ich gefragt habe ob meine Milch reicht hieß es 'Ja doch eigentlich schon', hatte aber zwischendurch mitbekommen, dass mal nachgefüttert werden musste. Aber wie gesagt, das war alles so undurchlässig, dass ich das nicht sagen kann. Tut mir Leid. Hätte ich gewusst, dass es jetzt so ein Problem ist hätte ich mehr nachgefragt, ich dachte das würde sich von alleine regeln...
also die Menge die sie jetzt trinken, also so ca. 100-120 ml pro Mahlzeit ist seit Anfang meiner obigen Aufzeichnungen. Als die beiden nach hause kamen, waren wir bei Paulo bei um die 150 ml PRE bei einem Gewicht von 2340 g und bei Carlos auch um die 150 ml bei 2550 g. Soll ich dir vielleicht doch noch die Daten vom 22.7. bis zum 17.8. aufschreiben? Vielleicht hat man dann einen besseren Überblick, wie sich die PRE Nahrung gesteigert hat.
Ich sehe hier auf meinen Zetteln auf jeden Fall, dass sich die PRE Zufütterung seit dem sie Zuhause sind stetig gesteigert hat.
Kann ich mit den Infos ein wenig weiterhelfen?
jusl
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Re: mehr Stillen, weniger Pre

Beitrag von jusl »

Aber wie gesagt, das war alles so undurchlässig, dass ich das nicht sagen kann. Tut mir Leid. Hätte ich gewusst, dass es jetzt so ein Problem ist hätte ich mehr nachgefragt, ich dachte das würde sich von alleine regeln...
Ist nicht schlimm. Diese Daten wären hilfreich gewesen, aber notwendig sind sie nicht.
Soll ich dir vielleicht doch noch die Daten vom 22.7. bis zum 17.8. aufschreiben? Vielleicht hat man dann einen besseren Überblick, wie sich die PRE Nahrung gesteigert hat.
Nein, diesen ganzen Zeitraum noch mal aufzuschreiben, ist nicht nötig, danke.
Wichtiger wäre v.a. gewesen, wie es bei Euch in den ersten Lebenswochen ausgehen hat; der Hintergrund ist folgender:

Normalerweise lässt sich die Milchproduktion relativ beliebig steigern (dabei ist es praktisch egal, wie lang die Stillzeit schon dauert, also wie alt das Kind ist). Das gilt allerdings nur (jedenfalls meistens), wenn die Milchproduktion IM WOCHENBETT richtig angelaufen ist, also die Mutter schnell auf Vollstillniveau war und auch eine ganze Weile blieb.
Oder anders herum: Die Chancen auf eine spätere Steigerung der Milchmenge sind gering, wenn die Milchmenge "von Anfang an" schon nicht auf Vollstillniveau war und auch nie dahin kam.
Genau das versuche ich gerade herauszukriegen. ;-)

Du schriebst:
Ich weiß dass die beiden ganz am Anfang mit 8x am Tag 30 ml angefangen haben. Das hat sich dann immer so gesteigert. Ich habe immer fleißig Tag und Nacht alle drei Stunden abgepumpt und ich glaube außer am Anfang (vor dem Milcheinschuss) hat das immer einigermaßen gereicht.
Das heißt, Du hast in den ersten Lebenstagen ungefähr 2x "8x 30ml pro Tag" abgepumpt, also ca 500 ml für beide, habe ich das richtig verstanden?
Und diese Menge steigerte sich, bis ungefähr Anfang Juli als die beiden 3 Wochen alt waren, ab da wurde dann nennenswert PRE zugefüttert, ist das richtig?
Hier wäre ich noch mal für Bestätigung bzw. Korrektur dankbar.

Wenn Du noch Mitte/Ende Juli, einige Tage hast, von denen Du weißt, wie viel PRE die Beiden da zugefüttert bekommen haben, dann wäre dassuper.
Aber wenn nicht, wie gesagt, ist es auch nicht schlimm.

LG
Julia
Emma196
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Re: mehr Stillen, weniger Pre

Beitrag von Emma196 »

Also die erste Woche war die Milchmenge noch nicht genug, weil ich da pro abpumpen nur so 10 ml Vormilch hatte, ab dem 4. 5. Tag hatte ich dann wirklich genug Milch durch den Milcheinschuss, also die 500 ml. Ja ich würde ab der 3. Woche wurde ungefähr richtig zugefüttert, da hatte ich ein wenig mehr Milch als ich brauchte um einen von beiden komplett satt zu bekommen. Die Milchproduktion ist an dem Punkt also irgendwie stehen geblieben.
23.7. P 155 ml PRE // C 120ml PRE
25.7. P 150 ml PRE// C 50 ml PRE
26.7. P 5 ml PRE // C 105 ml PRE
27.7. P 95 ml PRE // C 150 ml PRE
29.7. P 205 ml PRE // C 275 ml PRE
2.8. P 245 ml PRE // C 270 ml PRE
8.8. P 365 ml PRE// C 450 ml PRE

brauchst du noch mehr Tage?
Lg
jusl
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Re: mehr Stillen, weniger Pre

Beitrag von jusl »

Nein, perfekt, hab vielen Dank für Deine Mühe.

Ich melde mich im Kürze wieder.

LG
Julia
jusl
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Re: mehr Stillen, weniger Pre

Beitrag von jusl »

19.06. Paulo 1685 g und Carlos 1810 g Geburt KH
24.06. ab hier ca 500 ml Mumi, voll pumpgestillt
10.07. ab hier PRE zugefüttert
20.07. P 2300 g / C 2440 g Entlassung KH
24.07. P 2510 g, ? x gestillt, 150 ml PRE // C 2790 g, ? x gestillt, 100 ml PRE / Hebamme
29.07. P ........................205 ml PRE // C ........................275 ml PRE
03.08. P 2900 g, ? x gestillt, 245 ml PRE // C 3220 g, ? x gestillt, 270 ml PRE / Hebamme
08.08. P ........................365 ml PRE // C ........................450 ml PRE
16.08. P 3330 g ..............................// C 3700 g ............................../Hebamme
17.08. P ......... 3x gestillt, 410 ml PRE // C ......... 3x gestillt, 645 ml PRE
18.08. P ......... 4x gestillt, 530 ml PRE // C .......... 2x gestillt, 680 ml PRE // Blutige BW, sehr schmerzhaftes andocken, lässt nach
19.08. P ......... 3x gestillt, 370 ml PRE // C .......... 2x gestillt, 490 ml PRE
20.08. P 3500 g, 2x gestillt, 405 ml PRE // C 4000 g, 2x gestillt, 360 ml PRE
21.08. P 3570 g, 3x gestillt, 385 ml PRE / / C 4010 g, 2x gestillt, 600 ml PRE
22.08. KH Aufenthalt beider, in der Zeit wurden sie gar nicht gestillt
23.08. ...
24.08. P.......... 1x gestillt, 0 ml PRE // C ........... 1x gestillt, 0 ml PRE // beide haben abgepumpte MuMI bekommen
25.08. P.......... 3x gestillt, 505 ml PRE // C ......... 1x gestillt, 690 PRE // wunde BW und starke Schmerzen fangen wieder an
26.08. P.......... 2x gestillt, 510 ml PRE // C.......... 2x gestillt ,660 ml PRE
27.08. P ......... 3x gestillt, 465 ml PRE // C .........2x gestillt, 645 ml PRE
28.08. P 3830 g, 2x gestillt, 590 ml PRE // C 4390 g, 2x gestillt, 615 ml PRE
[/quote]

Hab's eingepflegt.

Also, jetzt kann ich was Fundiertes sagen:

Deine Babys trinken zusammen derzeit schätzungsweise ganz grob etwa 1,5 liter Milch pro Tag (genau weiß man's nicht, es können auch 300 ml mehr oder weniger sein, denn die normale Spannbreite ist da ziemlich groß). In den letzten Tagen hast Du ungefähr 1,1 bis 1,2 liter zugefüttert. Das bedeutet, dass Deine Milchproduktion momentan ungefähr im Bereich 20-30% des Gesamttagesbedarf liegt.

Babys trinken normalerweise 8-12 mal in 24 Stunden. 20maliges Stillen in 24 Stunden ist also für Zwillingsmütter normal. (Wenn die Babys oft gleichzeitig gestillt werden, was grundsätzlich günstig ist, sind's natürlich weniger "Still-Sitzungen"). Die Milchproduktion hängt bekanntlich von der Nachfrage ab - je öfter man stillt, desto mehr Milch wird gebildet. Du stillst derzeit etwa 4 mal in 24 Stunden; das passt sehr genau zu den 20%, die wir über den Tagesbedarf abgeschätzt haben. Damit ist der derzeitige Stand der Milchproduktion also recht sicher bekannt.

Wenn Du Deine Milchmenge steigern möchtest, dann ist es unbedingt notwendig, häufiger zu stillen (oder zu pumpen, wenn das Stillen (noch) nicht klappt). Das bisher erreichte Maximum Deiner Milchproduktion ist aus den Daten nicht mehr ganz klar zu rekonstruieren, die 500 ml sind ja recht sicher, möglicherweise war es auch noch ein bisschen mehr. Das entspricht etwa 60-80% des Tagesbedarfs EINES Babys. Möglicherweise reicht das aus, dass Brustgewebeausbildung und Hormonlage eine deutliche Milchmengensteigerung erlauben.
Muss man ausprobieren. ;-)

Die nächste Baustelle sind die Hütchen. Hütchenverwendung ist manchmal hilfreich, allerdings hat sie Risiken und Nebenwirkungen. Die klassischen Nebenwirkungen sind: Verringerte Milchproduktion (wegen der verringerten Reizleitung) und wunde Brustwarzen/Schmerzen beim Stillen (weil die BW in den Hütchen reiben). Da Du von beidem betroffen bist, wäre die Abgewöhnung der Hütchen also ganz sicher sinnvoll.

Während Deiner Bemühungen, die Hütchen abzugewöhnen und die Milchproduktion zu steigern, müssen Deine Babys weiterhin zugefüttert werden. Künstliche Sauger wie Hütchen, Flaschensauger und Schnuller beeinträchtigen häufig die Fähigkeit eines Babys, korrekt an der Brust zu saugen. Der Fachbegriff dazu ist Saugverwirrung. Wenn Deine Babys derzeit nur MIT Hütchen trinken können aber nicht ohne, dann haben sie momentan sozusagen die schwerste Form von Saugverwirrung, denn OHNE ist Stillen dann ja zur Zeit (noch) nicht möglich.
Saugverwirrung ist behandelbar. Wir können gemeinsam überlegen, welcher Behandlungsweg für Euch DREI da passen könnte, denn dies ist bereits mit EINEM Baby sehr anstrengend.

A und O jeder Rückgewöhnung an die Brust ist die Wahl einer stillfreundlichen Zufüttermethode, so lange Zufüttern nötig ist. Auf Flaschenfütterung solllte möglichst vollständig verzichtet werden, denn für ein Baby ist es viel schwieriger, endlich korrektes Saugen an der Brust zu lernen, wenn es doch wieder und wieder ständig künstliche Sauger bekommt und wieder mit der "falschen" Technik trinken muss.
Absolut fest steht, dass Du mit Zwillingen SEHR VIEL UNTERSTÜZUNG aus Deinem Umfeld benötigen wirst, wenn Du die Rückgewöhnung angehen willst. Haushalt und co MUSS jemand anders KOMPLETT übernehmen. Und voraussichtlich wirst Du ZUSÄTZLICH dazu auch noch Hilfe bei der Versorgung Deiner Babys benötigen, nämlich wenn Du gerade mit Baby 1 übst, muss sich jemand in der Zeit um Baby 2 kümmern.

Ein ganz anderer Ansatz wäre: Du ernährst Deine Babys weiterhin per Flasche, aber erhöhst übers Abpumpen den Anteil an Muttermilch an ihrer Gesamternährung. Dann fiele die Behandlung der Saugverwirrung weg, aber Stillen wäre nicht möglich, zumindest nicht ohne Hütchen.
Hier sind ganz klar Deine Wünsche ausschlaggebend! Wenn es Dir um das STILLEN Deiner Babys geht, dann sehe ich persönlich nur dann eine Chance auf wesentliche Verbesserungen, wenn Ihr die Hütchen abgewöhnt und stillfreundlich zufüttert. Wenn es Dir vorrangig um MUTTERMILCHERNÄHRUNG geht, dann wäre Abpumpen und Füttern per Flasche der einfachere Weg. Andere Varianten halte ich mit Zwillis nicht für realistisch.

Also, überleg Dir in Ruhe, auch gemeinsam mit Deinem Partner, was Euch da wichtig ist. Falls Ihr Euch dafür entscheidet, die beiden Mäuse wirklich AN DIE BRUST zu bekommen, dann wären die nächsten Schritte, die wir hier gemeinsam gehen würden:
* eine geeignete Zufüttermethode finden und
* Hütchen abgewöhnen.

Kannst Du mit diesen ersten Hinweisen zum möglichen Vorgehen etwas anfangen?
Rückfragen immer gerne und
LG
Julia
Emma196
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Re: mehr Stillen, weniger Pre

Beitrag von Emma196 »

Hallo Julia,
Wow danke für deine kompetente und ausführliche Antwort. Wir haben uns jetzt Gedanken darüber gemacht wie es weiter gehen soll. Vollstillen werde ich unter den Umständen die du beschrieben hast leider nicht können. Dafür haben wir einfach viel zu wenig Unterstützung, Großeltern nicht hier, neu zugezogen und finanziell nicht so gestellt, dass man jmd. Engagieren könnte, für den Haushalt zum Beispiel.
Mit abpumpen bin ich durch... Das hat mich dermaßen gestresst und unglücklich gemacht dass ich mir das nicht nochmal vorstellen könnte.
Jetzt melden sich die kleinen ;) ich schreibe später nochmal ausführlicher, ich habe noch einige Frage, dazu wie es weiter gehen könnte.
Vielen lieben dank schon mal!
Lg
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Katha
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Re: mehr Stillen, weniger Pre

Beitrag von Katha »

Kann Dir Dein FA evtl. ein Rezept für eine Haushaltshilfe schreiben?
Dann wäre der Haushalt abgedeckt....
Katha mit dem Hasen *01/2012
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]

Viel vom iPhone, Buchstabendreher, Tippfehler... inkl. [/size]
Emma196
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Re: mehr Stillen, weniger Pre

Beitrag von Emma196 »

Also ich habe schon mit meiner Krankenkasse darüber geredet und mir wurde gesagt es wird nur eine Haushaltshilfe bezahlt, wenn ich gesundheitlich nicht in der Lage bin mich selber zu kümmern, mir wurde ganz klar gesagt, dass Zwillinge kein Grund sind. Das größere Problem seh ich allerdings darin, dass mein Partner berufstätig ist (er hat schon einen Monat Elternzeit hinter sich, der zweite kommt im Februar) und wir neu hergezogen sind und die Großeltern sehr weit weg wohnen. Also mit Hilfe aus unserem privaten Umfeld sieht es mau aus.

@Julia mir geht es vor allem um die Muttermilch. Klar will ich die Erfahrung voll zu stillen und die Nähe durch das Stillen erleben, aber mir geht es hauptsächlich darum, dass die beiden das beste bekommen, nämlich MuMi. Ich denke halt hauptsache sie haben am Anfang MuMi bekommen und jetzt wenigstens ein bisschen. So wie du es geschildert hast und so wie meine Situation ist glaube ich nicht, dass ich dazu kommen werde beide voll zu stillen.
Wie sieht es denn mit der Zwiemilchernährung allgemein aus? Das ist doch das was ich zur Zeit mache oder? Wäre das nicht auch für die nächste Zeit eine Lösung für mich, also auch längerfristig?
Zum Thema Stillhütchen: Es war von Anfang an so, dass Carlos der viel stärkere Sauger war, sowohl an der Flasche als auch an der Brust. Ich weiß nicht ob es die 'Stärke' ist oder die Technik, aber wenn Paulo an der Brust ist tut es viel viel weniger weh. Meine Brustwarzen sind leider so klein, dass beide sie nicht bekommen. Wir probieren es immer mal wieder. Von daher denke ich dass ich nie von den Hütchen loskomme. Aber lange halte ich das mit den Schmerzen so nicht mehr durch. Vielleicht sollte ich erstmal nur Paulo stillen?
Ach ich weiß nicht was ich machen sollte...
jusl
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Re: mehr Stillen, weniger Pre

Beitrag von jusl »

Also ich habe schon mit meiner Krankenkasse darüber geredet und mir wurde gesagt es wird nur eine Haushaltshilfe bezahlt, wenn ich gesundheitlich nicht in der Lage bin mich selber zu kümmern, mir wurde ganz klar gesagt, dass Zwillinge kein Grund sind.
Ja, das ist schon klar - deshalb schrieb Katha ja, dass Dir Dein Gyn eine Haushaltshilfe verschreiben soll. Auf Rezept gibt's ja eh nur was, wenn gesundheitliche Probleme vorliegen, aber Ärzte haben ja nun Spielraum... Da musst Du also vorsprechen, erklären dass Du den Haushalt alleine aus gesundheitlichen Gründen nicht packst usw, und dann geht das normalerweise.
@Julia mir geht es vor allem um die Muttermilch. Klar will ich die Erfahrung voll zu stillen und die Nähe durch das Stillen erleben, aber mir geht es hauptsächlich darum, dass die beiden das beste bekommen, nämlich MuMi. Ich denke halt hauptsache sie haben am Anfang MuMi bekommen und jetzt wenigstens ein bisschen. So wie du es geschildert hast und so wie meine Situation ist glaube ich nicht, dass ich dazu kommen werde beide voll zu stillen.
Das wirst Du nicht herausfinden, wenn Du es nicht ausprobierst. ;-)
Wie sieht es denn mit der Zwiemilchernährung allgemein aus? Das ist doch das was ich zur Zeit mache oder? Wäre das nicht auch für die nächste Zeit eine Lösung für mich, also auch längerfristig?
Selbstverständlich ist auch das ein möglicher Weg. Deine Babys bekommen weiterhin Muttermilch und PRE. Ich bin allerdings nicht sicher, ob das dauerhaft INCL STILLEN hinhaut - Du schriebst ja:
Mit abpumpen bin ich durch... Das hat mich dermaßen gestresst und unglücklich gemacht dass ich mir das nicht nochmal vorstellen könnte.
- also abpumpen ist keine Option. D.h. eine Milchmengensteigerung übers Abpumpen zu erreichen, scheidet als Option aus, OK. Das STILLEN an sich ist ja aber auch problematisch momentan: geringe Milchbildung, Wunden und Schmerzen. Das ist als Dauerzustand nicht leicht zu ertragen... MEIN Ansatz wäre immer, zu versuchen das zu ändern. Dahingehend, dass das Stillen gut klappt, angenehm ist und Freude macht - GANZ EGAL, ob und wieviel an PRE zugefüttert werden muss.
Der Grund für die geringe Milchbildung, Wunden und Schmerzen liegt mit Sicherheit an der Trinktechnik der beiden (Flaschentechnik nämlich) und an der Verwendung der Hütchen. Ich fürchte, diese Problemfelder werden sich nicht beseitigen lassen können, wenn Du weiterhin mit Hütchen stillst und Flasche gibst.
Ob das Stillen, so wie es momentan ist, für Dich akzeptabel ist oder nicht, kannst nur Du allein entscheiden. Wesentliche Verbesserungsmöglichkeiten sehe ich leider nicht, wenn Deine Babys weiterhin mit Hütchen und Sauger ihre "künstliche Sauger-Technik" festigen anstatt eine gute Stilltechnik zu lernen.
Meine Brustwarzen sind leider so klein, dass beide sie nicht bekommen. Wir probieren es immer mal wieder. Von daher denke ich dass ich nie von den Hütchen loskomme.
Das ist ein Trugschluss, wie zahlreiche Beispiele hier im Forum zeigen. Die Brustwarzengröße ist fürs Stillen ganz egal - auch Frauen mit Flachwarzen (= gar keine BW sozusagen) können stillen. Auch wenn Du riesige BW hättest, hätten Deine Babys momentan dasselbe Problem: Der Unterschied liegt im veränderten Gefühl im Mund. Ein Hütchen fühlt sich ganz anders an im Mund. Wenn die Babys den Mund aufmachen, stößt das harte Hütchen an die Saugreflexzone (etwa Übergang von hartem zu weichem Gaumen), so dass ein Saugreflex ausgelöst wird. Die weiche BW hingegen (egal wie groß) tut dies nicht - sie muss erst eingesaugt(!) und per Vakuum hinten im Rachen gehalten werden. Das ist eine Technik, die Flasche-und-Hütchen gewohnte Kinder oft nicht beherrschen. DAHER rühren Eure Stillprobleme, nicht von der BW-Größe.
Es war von Anfang an so, dass Carlos der viel stärkere Sauger war, sowohl an der Flasche als auch an der Brust. Ich weiß nicht ob es die 'Stärke' ist oder die Technik, aber wenn Paulo an der Brust ist tut es viel viel weniger weh.
Das scheint mir ein guter Ansatzpunkt zu sein: Paulo könntest Du also zur Not weiter mit Hütchen stillen, weil es nicht schmerzhaft ist?
Das ist doch super, dann müsstest Du ja nur noch Carlos umgewöhnen (es ist in der Tat die TECHNIK, ganz sicher nicht die STÄRKE).
Könntest Du Dir das vorstellen?
Dann könnten wir gemeinsam schauen, wie Carlos zügig vom Hütchen entwöhnt werden kann (sinnvoll wäre da auf jeden Fall, eine stillfreundliche Zufüttermethode anstatt die Flasche zu wählen. Das erhöht die Chancen beträchlich, dass er möglichst schnell an der Brust (ohne Hütchen!) trinken kann). Hierin läge auf jeden Fall auch eine nennenswerte Chance auf eine Steigerung der Milchproduktion - davon würde ja auch Paulo profitieren. Und wenn Carlos nach erfolgreicher Umgewöhnung problemlos an der Brust stillt, könntest Du immernoch überlegen, ob Du Paulo nicht auch noch umgewöhnen möchtest.
Nacheinander sozusagen.

Falls Du hierzu ausführlichere Info wünschst, also wie solche Umgewöhnungen üblicherweise ablaufen, lass es mich wissen. ;-)

LG
Julia
Emma196
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Re: mehr Stillen, weniger Pre

Beitrag von Emma196 »

Hallo Julia,
Das mit den BW wurde mir im KH gesagt, dort habe ich auch die Stillhütchen bekommen, aber ist ja total gut, dass es daran nicht liegen kann.
Ich habe carlos vorhin nach dem stillen auf meine nackte Brust gelegt zum kuscheln und zum Bäuerchen machen, und siehe er fing nochmal an die Brust zu suchen und hat sie ohne Stillhütchen Kriegen können! Hab ihn dann nochmal eine viertel Stunde ohne Hütchen gestillt :) heißt das er hat den Dreh jetzt raus? An die andere Brust wollte er nicht mehr, denke aber das lag daran, dass er satt war. Ich werde das mal beim nächsten stillen nochmal ausprobieren. Paulo wollte eben leider gar nicht ohne, aber bei ist es ja auch nicht so schmerzhaft. Außerdem hat carlos dieses mal nichts nachgetrunken mit der Flasche und wollte erst wieder fünf Stunden später was (dann haben wir 150 ml PRE gegeben). Heißt das, dass die Milch eigentlich für eine Mahlzeit reichen würde? Eigentlich hatten beide sich recht schnell danach wieder gemeldet, allerdings habe ich auch das Gefühl, dass beide immer trinken würden, solange sie nicht total abgefüllt sind.
Ich würde gerne beide mehr anlegen, damit die Milchmenge gesteigert wird aber sie schlafen zwischen den Mahlzeiten komplett durch und ich will sie ungern aufwecken, oder soll ich das machen?
Gerne würde ich noch zusätzliche Infos zu möglichen Zufütterungsmethoden hören :)
Lg
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