Zufütterung ab sofort für 5-Tage-alten Abnehmer empfohlen?

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Weltenbummlerin
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Zufütterung ab sofort für 5-Tage-alten Abnehmer empfohlen?

Beitrag von Weltenbummlerin »

Schon länger bin ich hier angemeldet und habe viel gelesen. Vielen Dank, dass es dieses Forum gibt. Eigentlich hatte ich gehofft, nie posten zu müssen. Aber jetzt ist hier quasi Land unter. Ich versuche mal die nötigen Infos geordnet zu posten:

1. Die Geschichte aus meiner Sicht
Mein Sohn kam am 24.8. um 5.43 Uhr in einer rasanten Hausgeburt (1,5 Stunden Eröffnungs- und Übergangsphase, 2 Stunden Pressen) zur Welt. Er wog 3440 Gramm bei 51 cm und hat sich starke Hämatome am Kopf zugezogen. Nach der Geburt war er aber sofort fit und hat lautstark erzählt. Ich habe ihn auch sofort an die Brust bekommen. Leider hatte ich selbst aber wohl schon stärkere Kreislaufprobleme und wusste trotz der ganzen Infos vor der Geburt nicht, was ich mit ihm tun sollte. Ich dachte, er robbt jetzt schon hin zur Brust und wird trinken. Das hat er aber nicht. Irgendwann (nach 10-20 Minuten?) hat die Hebamme mir dann den C-Griff gezeigt und geholfen ihn anzulegen. Er hat dann getrunken (oder nur genuckelt?). Danach mussten die Hebamme und ich erstmal 6 Stunden gegen die Verlegung ins Krankenhaus kämpfen und er war bei seinem Papa. Ich weiß nicht mehr, ob ich ihn zwischendurch gestillt habe.

Leider bekamen wir aufgrund der weiten Entfernung vom Geburtshaus (wo wir eigentlich gebären wollten) ab dem Nachmittag eine andere Nachsorgehebamme. Die kam auch täglich bis zum 26.8. kurz vorbei. Allerdings war sie nach 10 Minuten wieder weg. Sie wog ihn und stelle fest, dass er abnahm, teilte uns aber nie genau mit, wieviel er wog und drohte mit der Zufütterung, fragte nach meinem Milcheinschuss und schimpfte über die nicht vorhandenen Stuhlgang unseres Sohnes. Ich habe also nie eine Anleitung zum Stillen bekommen in den ersten 3 Tagen und habe hier gelesen und eben ständig versucht, ihn anzulegen. Er schien auch zu trinken, aber vermutlich nuckelte er meistens nur. Ich konnte den Unterschied nicht spüren.
Die Gewichtswerte der ersten Nachsorge-Hebamme waren ungefähr
(nach 3440 Gramm (24.8. - Hebamme 1)
3350 Gramm ? (25.8. - Hebamme 2)
3220 Gramm ? (26.8. - Hebamme 2)
Die Werte sind aber rein aus meiner Erinnerung, was ich gesehen habe.. ich war nach der schweren Nachgeburtsphase nicht ganz präsent.

Am 27.8. morgens kam zum Glück die ursprüngliche Geburtshaus-Hebamme (die bei der Geburt im Urlaub gewesen war) zum Neugeborenen-Screening und um das Baby kennenzulernen und erklärte uns, wie Nachsorge wirklich funktioniert. Sie zeigte mir auch, wie ich sowohl im Liegen als auch im Sitzen stillen konnte und erklärte mir den Unterschied zwischen Schnullern und Saugen.
Außerdem rief die ursprüngliche Nachsorge-Hebamme an und sagte, sie wisse nicht, wann und ob sie nochmal wieder kommen könne und wir müssten uns evtl. jemand anderen suchen. Seit dem haben wir nie wieder etwas von ihr gehört, auch nicht auf Nachfrage.

Gestern und heute ist dann wiederum eine andere dritte Kollegin aus dem Geburtshaus spontan eingesprungen und hat sich gaaaanz viel Zeit für uns genommen trotz der langen Anfahrt. Da er mittlerweile 8-10 Windeln in 24 Stunden vollgekackt hatte (und auch reichlich), die Gelbsucht zurückgegangen ist, der Milcheinschuss noch am 27.8. abends kam und man deutlich hören kann, dass er saugt, hat sie gestern aufs Wiegen verzichtet.. auch weil ich vollkommen verunsichert war und mich pausenlos unter Druck gesetzt habe. Heute wog sie ihn aber wieder und er wiegt nur noch:
3030 Gramm (29.8.) - Hebamme 3

In der Nacht zuvor hatte er eigentlich mehrfach super getrunken nach meinem Empfinden. Jetzt beim Besuch der Hebamme war er aber kaum wach zu bekommen. Wir haben dann nach dem Wiegen beschlossen, erstmal abzupumpen und das zu versuchen zuzufüttern. Leider kamen nur 15 Milliliter zusammen aus beiden Brüsten. Er hatte zuvor aus einer getrunken. Wie viel weiß aber keiner. Für mich brach damit eine Welt zusammen. Die Hebamme hat diese 15 ml Muttermilch dann mit viel Kampf noch zugefüttert, die Flasche mit abgekochtem Wasser aufgefüllt und nochmals 15 ml Wasser zugefüttert bis gar nichts mehr ging.

Die Anweisungen für uns sind jetzt:
Jeweils nach 4 Stunden (die zum ersten Mal um 17 Uhr ablaufen):
1. an die Brust anlegen, falls gar nichts mehr geht und sofort abdocken und neu andocken, wenn er nur noch schnullert.
2. wenn nichts mehr weiter geht, weil er die Brust anbrüllt und mehrfaches andocken nicht hilft: Milch abpumpen und zufüttert per Flasche.
3. wenn die Milch weiterhin zu wenig bleibt beim abpumpen noch Pre-Nahrung zufüttern per Flasche jedes Mal.

Wir fragen uns nun, ob das wirklich der beste Plan ist? Diese Hebamme ist spitze und unsere Rettung. Aber sie ist keine Stillberaterin. Um das ganze zu optimieren dachten wir z.B. an ein Brusternährungsset. (Der Papa kauft gerade eines - hoffentlich!)
Außerdem werde ich sofort auf Stilltee umsteigen (musste bisher Rückbildungstee trinken).
Malzbier und Bionade sind schon vorhanden und ich versuche eisern 2-3 Liter zu trinken und ordentlich zu essen.


Leider ist unsere Situation auch so nicht wirklich toll: Hebamme 3 ist ab heute Abend im wohl verdienten freien Wochenende. Hebamme 0 (eigentliche Geburtshaus-Hebamme) kommt morgen nochmal, ab Samstag haben wir vom Hebammen-Netzwerk Hebamme 5 vermittelt bekommen, von der wir aber nichts wissen, außer, dass sie eben auch eine Krankenhaus-Hebamme ist, die die Nachsorge zum Zuverdienst macht, wie Hebamme 1. Ich habe solche, solche Angst.
Eine LLL-Stillberaterin gibt es im Nachbardorf. Die wollte ich mal anrufen. Ansonsten ist die Stillambulanz in Bensberg zwar 50 Kilometer weit weg und wir müssten mit dem ÖPNV hin, aber nächste Woche könnte das schon klappen. Diese Woche schaffen wir das beide noch nicht.

Was kann ich noch tun? Und soll ich das BES jetzt nutzen? Er hat ja wirklich schon deutlich mehr als die 10% abgenommen. Er ist aber sonst relativ lebendig, macht keinen apathischen Eindruck.

Ich schicke das jetzt erstmal ab und poste dann die Fragen aus dem Info-Thread hinter her. Ich hoffe, das ist okay so. Aber wir haben nur noch maximal 1,5 Stunden Zeit und ich hoffe so sehr, dass uns hier jemand helfen kann.

Vielen vielen vielen Dank!
Weltenbummlerin mit dem Wirbelwind (gestillt und getragen seit 8/13) und dem Sternengeschwisterchen (5/16)
Captainsparrow

Re: Zufütterung ab sofort für 5-Tage-alten Abnehmer empfohle

Beitrag von Captainsparrow »

Ruf um GOTTES WILLEN SOFORT die Stillberaterin an. Hier wird sich ja bestimmt noch eine melden, aber das klingt abenteuerlich , vor Allem mit der Pumperei un den 4-stunden-Abständen.
Weltenbummlerin
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Re: Zufütterung ab sofort für 5-Tage-alten Abnehmer empfohle

Beitrag von Weltenbummlerin »

* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.

Es soll ab 17 Uhr zugefüttert werden, sowohl abgepumpte als auch Pre-Milch. Insgesamt soll er ca. 40-50 ml pro Mahlzeit trinken, mindestens alle 4 Stunden.
Bisher: 1x Zufütterung von abgepumpten Muttermilch (15 ml) und Wasser (15 ml) aus Avent-Flasche mit einem 1er-Sauger, der zufällig der Milchpumpe beilag, die ich zufällig schon habe, weil ich in 2 Monaten wieder arbeiten gehen muss.
Geplant: BES benutzen.

* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?

Stillalltag noch sehr unregelmäßig: wir stillen nach Bedarf, manchmal nach einer Stunde, manchmal nach 4 Stunden. Manchmal 15 Minuten und nur eine Brust. Manchmal 1,5 Stunden und beide Brüste. Ich glaube aber seit heute nicht mehr, dass er dann wirklich durchsaugt. Ich tue mich schwer, das zu spüren.
Das Baby schreit die Brust sehr oft an.
Schlafpausen zwischen 1 Stunde und 5 Stunden, nach 4 Stunden wird jetzt aber geweckt.

* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Die ersten 4 Tage gar nicht, seit dem ca. 10x Stuhlgang pro 24 Stunden, grün-gelblich, flüssig.
Laut Angaben der Hebamme zu wenig Urin, aber eben auch jede der 10 Windeln voll, immer mit Ziegelmehl.

* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Andockprobleme haben wir: Er ist sehr hektisch. Nicht immer, aber oft, bewegt er anstatt anzudocken den Kopf hin und her (schüttelt ihn quasi) und fängt dann an die Brustwarze anzuschreien. Ihm die Brust per C-Griff anzubieten macht das ganze in der Regel nicht besser. Meist hilft nur, wenn eine zweite Person (der Papa oder die Hebamme) ihn hochnimmt, beruhigt und er dann nochmal angedockt wird. Oft dauert es, bis er sich dann anlegt und dann schnullert er leider wohl oft auch nur.

* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Er hat die Flasche gerade kennengelernt, mochte sie aber nicht besonders.
Außerdem saugt er (auf Anraten der Hebammen) oft am Finger. Er bekam darüber auch Wasser in Kleinstmengen zugefüttert (seit 27.8.)

* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Bisher nur bei den Hebammen. U2 ist erst am 2.9. beim Kinderarzt vorgesehen.

* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Er hat im Moment Gelbsucht, die aber gut zurückgeht.
Die Mama hat im Moment keine Probleme, aber eine ganze Geschichte an Hormonproblemen:
2003-2004: Nebennieren-Insuffizienz (ausgeheilt)
2009-2010: Schilddrüsen-Unterfunktion (TSH ist aber auch super gewesen bei der letzten Kontrolle in der Schwangerschaft)
seit 2003: Testosteron-Überproduktion ungeklärten Ursprungs, keine Zysten, PCOS wurde diagnostiziert, aber wir sind spontan schwanger geworden.
Außerdem hat die Mama obwohl sie Veganerin und Ausdauer-Sport treibt seit der Cortison-Sustitution in den Jahren 2003-2004 einen BMI von 31, also Adipositas. In der Schwangerschaft habe ich aber nur 7 kg zugenommen, die 5 Tage nach der Geburt schon wieder weg sind.
Meine Mutter wiederum konnte mich nicht stillen wegen zu wenig Milch. Ich habe auch keine Pre-Nahrung vertragen, gar keine. Deshalb habe ich auch große Angst um mein Baby, obwohl die Hebamme sagte, es gibt nun mal tatsächlich auch Frauen, die nicht genug Milch haben und das wäre oft genetisch bedingt. Ich war aber auch ein Frühchen, mein Sohn ist bei 38+3 auf die Welt gekommen, allerdings nach einer Liegeschwangerschaft aufgrund von Zervixinsuffizienz ab 28+0. Das sollte aber auf das Stillen keinen Einfluss haben, oder?

Sorry, dass es so viel geworden ist, aber ich hoffe, dass ihr mir so helfen könnt!

Vielen vielen Dank nochmals!
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Regenbogen82
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Re: Zufütterung ab sofort für 5-Tage-alten Abnehmer empfohle

Beitrag von Regenbogen82 »

Herzlichen Glùckwunsch zur Geburt Deines Sohnes!

Eine Stillberaterin wird sich bestimmt melden. Da so viele verschiedene Hebammen und Waagen bisher im Spiel sind und das Gewicht ja gerade in dem Bereich verlässlich bestimmt werden sollte, wäre es bestimmt von Vorteil, wenn Dein Mann zusätzlich zum BES noch eine Leihwaage aus der Apotheke mitbringt, damit die Gewichte vergleichbar sind.

Und bitte füttere kein Wasser zu!

Alles Gute für Euch!
Brüderchen (09/11) und Schwesterchen (04/13) und kleines Schwesterchen (08/16)
Weltenbummlerin
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Re: Zufütterung ab sofort für 5-Tage-alten Abnehmer empfohle

Beitrag von Weltenbummlerin »

Die Stillberaterin habe ich angerufen, aber natürlich geht keiner dran. Es ist ja auch mitten am Tag und außerdem Urlaubszeit. Das ist ja das große Problem hier mit der Betreuung :(.

Die 4 Stunden verstehen sich ausdrücklich als Maximalabstand. Natürlich dürfte ich ihn früher anlegen. Aber wenn er nach 4 Stunden nicht wach wird bzw. sich nicht meldet, muss ich ihn wecken. Das war wohl auch einer meiner größten Fehler, dass ich ihn am 2. Lebenstag nicht geweckt habe über 6 Stunden oder so. Aber die Geburt war eben so anstrengend und ich habe das selbst nicht umrissen, wie groß dieser Fehler wirklich ist. Es hat mir ja auch keiner gesagt gehabt, ich hatte das nur in den Stillbüchern gelesen :(.
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Wortgewitter
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Re: Zufütterung ab sofort für 5-Tage-alten Abnehmer empfohle

Beitrag von Wortgewitter »

Uaaaaah, was für ne doofe Betreuung, das ärgert mich gerade richtig für Dich/euch... :?

Sorry - erstmal herzlichen Glückwunsch Dir!

Ich glaube, es muss erst festgestellt werden, ob es eine wirklich Zufütterindikation gibt, indem Du ihn regelmäßig (!) auf der gleichen, geeichten Waage (!!) wiegst. Aber das werden die Beraterinnen hier sicher gleich mit Dir erörtern.
Bisher spricht alles, aus meiner laienhaften Sicht, für einen Messfehler. Milch ist da, Baby ist gesund und nicht gelb und trinkt gut. Es ist mir unbegreiflich, wie man da zum zufüttern raten kann, ohne dass die Gewichtsdaten abgesichert sind?!

Aber gut, dass Du hier bist, hier wird Dir bestimmt geholfen
Wortgewitter mit Groß (5/09) und Klein (11/11) und Winzigklein (8/15)
und zwei **

ClauWi Trageberaterin (GK 5/2012, MK 6/2013)

Ich möchte jemanden einsingen,
bei jemandem sitzen und sein.
Ich möchte Dich wiegen und kleinsingen,
und Dich begleiten, schlafaus und schlafein...
R.M. Rilke
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Re: Zufütterung ab sofort für 5-Tage-alten Abnehmer empfohle

Beitrag von KimSab »

Hi,

ich bin zwar keine Stillberaterin. Aber meine tochter hatte in zwei Tagen nach der geburt fast 10% ihres Gewichtes verloren, weil die Milch noch nicht eingeschossen war. Und so haben wir das gemacht. Ich sollte sie allerspätestens nach 4 Stunden stillen, also wecken, falls sie schläft. Ansonsten nach Bedarf stillen. Und nach dem stillen, sollte ich Premilch zufüttern. Aber wir haben nicht die Flasche gegeben sondern per Spritze, damit es keine Saugverwirrung gibt. Meine hat an der rechten Brust auch immer geschrien und gemeckert, sowie du es erzählst.
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AnnaKatharina
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Re: Zufütterung ab sofort für 5-Tage-alten Abnehmer empfohle

Beitrag von AnnaKatharina »

Hallo Weltenbummlerin,

das klingt ja alles sehr chaotisch mit deinen Hebammen. Ich kann gut verstehen, dass du dir Sorgen machst!
Trotzdem: Nicht vergessen, dein kleines Baby zu geniessen.
Und ganz herzlichen Glückwunsch zur Geburt!!!

Bei den Stillberaterinnen hier im Forum bist du wirklich in ALLERBESTEN Händen, und es wird sich bestimmt ganz bald eine hier im Thread melden.

Falls du Zeit findest, lies dir doch mal hier
http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 2&t=124858
alles zum Thema Saugverwirrung und stillfreundliches Zufüttern durch.
Die von den Hebammen empfohlene Pre-Flasche nach dem Stillen ist nämich eine denkbar ungünstige Art, deinem Kind zusätzliche Milch zukommen zu lassen.

Grüße,
Anna-Katharina
Mit K1 (2010) und K2 (2015)
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Re: Zufütterung ab sofort für 5-Tage-alten Abnehmer empfohle

Beitrag von Kinsale »

Ich bin ebenfalls keine Stillberaterin, nur Stillmama.

Wenn Dein Baby so viel abgenommen hat, würde ich die Maximalabstände tagsüber auf alle 2, nachts auf alle 3h verringern. 4 Stunden finde ich für ein Baby mit Gelbsucht und hohem Gewichtsverlust viel zu lange! Jedes Anlegen bringt ein paar Tropfen Milch ins Kind und regt die Milchbildung viel besser an, als 100l Malzbier oder was Du sonst so trinkst.
(Letzteres ist übrigens nicht nötig, außer Du bist zufällig Malzbierfan :wink: ) Genug (nicht irre Mengen!) trinken ist schon wichtig, Wasser tut es aber auch.

Zum Wiegen haben die anderen ja schon geschrieben, da würde ich mich auf 4 Waagen von 4 Hebammen nicht verlassen. Aber trotzdem unbedingt (!) ein Auge auf die Flüssigkeitsversorgung achten. Sobald eine Hautfalte wenn man sie zusammenzieht "stehen bleibt" oder die Fontanelle eingefallen wirkt ab zum Arzt!
Von den 25ml abgepumpter Milch würde ich mich mal nicht verunsichern lassen, viele Frauen stillen voll und können garnichts abpumpen. Das muss nichts heißen.

Ich drücke Euch die Daumen dass ihr nach diesem von offensichtlich schlechter Beratung geprägten Start noch eine schöne Stillbeziehung haben werdet!! Mach Dir keine Vorwürfe, ihr wart nicht gut beraten. Aber Du hast ja schon den wichtigen Schritt getan, dir Hilfe zu holen- die Beraterinnen hier sind so toll!!
Alles Gute!
Weltenbummlerin
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Re: Zufütterung ab sofort für 5-Tage-alten Abnehmer empfohle

Beitrag von Weltenbummlerin »

Hebamme 3 hat gerade nochmal angerufen nach einem Telefonat mit Hebamme 0: wir sollen doch lieber alle 2 Stunden wecken und füttern und auch sofort mit Pre nach dem Muttermilch-Versuch.

Wenn er bis morgen nicht zunimmt, müssen wir ins Krankenhaus.

Die Artikel zur Saugverwirrung habe ich schon gelesen... BES kommt allerdings auch erst um 18 Uhr in die Apotheke und es scheint ja mal wieder jede Stunde zu zählen.. Waage können wir dann auch erst um 18 Uhr abholen. Aber die Frage ist, ob das überhaupt noch was bringt, weil wir morgen dann spätestens um 14 Uhr schon eine Gewichtszunahme brauchen. Und er ist heute tatsächlich zwar nicht apathisch, aber recht ruhig und schläfrig seit den Morgenstunden.

Vielen Dank für die Antworten schon mal! Ich hoffe, dass sich bald jemand von den Stillberatern meldet.
Weltenbummlerin mit dem Wirbelwind (gestillt und getragen seit 8/13) und dem Sternengeschwisterchen (5/16)
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