Stillorte in Whg.und Dauernuckeln

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Novalia
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Re: Stillorte in Whg.und Dauernuckeln

Beitrag von Novalia »

Leo macht auch ein Stillzeichen, das ich ihm gezeigt habe. Als er sechs Monate war, hab ich angefangen und es klappte etwa zwei Monate später :)
Ich hab dann immer gefragt „möchtest du Milch?” und das Zeichen gemacht. Irgendwann hat er angefangen während dem Stillen das Zeichen zu machen und ich hab dann immer bestätigt „genau, deine Milch” und wieder ein bischen später hat er es gemacht, wenn ich ihn gefragt habe. Irgendwann kam er dann von selber :)

wenn er heute am Shirt zieht, nehm ich die Hand sanft weg, frage ob er Milch möchte (mit zeichen) und sage, dass ich das selber mache und zieh das shirt hoch.

Für uns klappt das so echt gut. Ich wünsch dir starke Nerven und dass du einen Weg für euch findest :)

((()))
mit großem Knups an der Hand 07|12, kleinem Knups auf dem Rücken 02|15 und meinen Sternchen Luca *13.01.17 und *03|14 für immer im Herzen

Weder Bilder, noch Klänge, noch Wort´
könnten beschreiben, was an jenem Ort
mit mir geschehn, als ich dich gesehn
in jener Nacht den Schein hast entfacht.

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August
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Re: Stillorte in Whg.und Dauernuckeln

Beitrag von August »

Oh ja...Nerven...schickt mir Nerven!! ;-)
Ich probier das jetzt auch mal mit dem Zeichen und verbalisiere dazu-hoffe es hilft!

Ich sag ihr schon immer das ich das nicht möchte-aber es fruchtet nicht-und endet im fürchterlichen "sie lässt mich verhungern" Geschrei!
Sie wühlt sich komplett durch klamottenschichten oder Bettdecke um an die Quelle zu kommen :shock:
Ich frage mich ob ich irgendwas gemacht habe um das zu forcieren??

Heute Nacht kam sie fast halbstündlich :? Dachte und hoffte diese Phase überstanden zu haben-tja,falsch gedacht...
Umso länger sie dauert umso schwieriger und katastrophaler wird es...so ohne nervengeflecht :oops:
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August
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Re: Stillorte in Whg.und Dauernuckeln

Beitrag von August »

Aber...um das nich schnell hinten dran zu schieben....
Ich bin ganz arg froh und stolz dass Mausemaus so klar,bewusst und zielstrebig ihren Willen äußern kann und wir sie verstehen !!
Das zeigt sie ja in allen Bereichen...nur das ist wohl mit verschiedenen "Kämpfen" verbunden :roll:
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Heidisdottir
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Re: Stillorte in Whg.und Dauernuckeln

Beitrag von Heidisdottir »

August hat geschrieben:Aber...um das nich schnell hinten dran zu schieben....
Ich bin ganz arg froh und stolz dass Mausemaus so klar,bewusst und zielstrebig ihren Willen äußern kann und wir sie verstehen !!
Das zeigt sie ja in allen Bereichen...nur das ist wohl mit verschiedenen "Kämpfen" verbunden :roll:
Ja, genau. Es ist aber schön, wenn du das so positiv formulierst und tatsächlich nicht mit "Bockphase" abtust. Häufig werden die Willensäußerungen der Kleinen ja nur genervt und augenrollend betrachtet und es bilden sich erste "Zicken" und "Böcke". Dabei ist es doch auch ein ganz großer Schritt in der Entwicklung unserer Kleinen.

Von mir gibts auch noch ein paar Nerven obendrauf. (Vielleicht willst du es ja auch mit der berühmten Nervennahrung versuchen?)

Grüße,
Heidisdottir
Heidisdottir mit Kronprinz Janasson (05/12)
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August
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Re: Stillorte in Whg.und Dauernuckeln

Beitrag von August »

...ich versuche es zumindest :wink:
Und sage es mir wie ein mantra immer wieder aufs neue vor...stündlich ;-)
Ach,es ist aber auch zum Haare raufen...

Ja,die liebe Nervennahrung :-) manchmal muss das schon mal sein...
Ist aber für mein weight watchers nicht gerade zuträglich (aber manchmal sündige ich-mit Genuss :-) )
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Monstera
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Re: Stillorte in Whg.und Dauernuckeln

Beitrag von Monstera »

August hat geschrieben:Hallo,

Ich hab auch gerade das Gefühl das sie ständig nuckeln will...kein Hunger,kein Durst,einfach nuckeln...weil es ihr gerade einfällt ;-) und es doch so schön ist (leider auch wieder nachts)
Stillt ihr dann immer,oder setzt ihr irgendwann Grenzen?

So,ganz schön durcheinander... :o
Nachts ist es hier auch ganz schlimm.
Erst trinkt er, recht gut. Dann dreht er sich in sein Bett und keine 2 minuten später brüllt er wie am Spieß.
Ich hab ihn dann mal angedockt- aber da nuckelt er dann nur noch an mir rum. Der Nuckel wird seitdem total verweigert.

Wenn ich ihn nuckeln lass ist die nacht zwar ruhiger- aber ich kann nicht wirklich schlafen- zu unbequem......
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Monstera
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Re: Stillorte in Whg.und Dauernuckeln

Beitrag von Monstera »

August hat geschrieben:Oh ja...Nerven...schickt mir Nerven!! ;-)
Ich probier das jetzt auch mal mit dem Zeichen und verbalisiere dazu-hoffe es hilft!

Ich sag ihr schon immer das ich das nicht möchte-aber es fruchtet nicht-und endet im fürchterlichen "sie lässt mich verhungern" Geschrei!
Sie wühlt sich komplett durch klamottenschichten oder Bettdecke um an die Quelle zu kommen :shock:
Ich frage mich ob ich irgendwas gemacht habe um das zu forcieren??

Heute Nacht kam sie fast halbstündlich :? Dachte und hoffte diese Phase überstanden zu haben-tja,falsch gedacht...
Umso länger sie dauert umso schwieriger und katastrophaler wird es...so ohne nervengeflecht :oops:
unsere Kinder sind ja fast gleich alt.
nerven wünsch ich mir auch ein paar. vor allem eben nachts.
Das Verhungern Geschrei haben wir hier auch grad ganz massiv.
Bei uns fing das "forcieren" an (zumindest glaube ich das) als die oberen Schneidezähne einschossen.
Da hab ich es auf den Schmerz geschoben. und nun haben wir das theater :wink:
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nido56
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Re: Stillorte in Whg.und Dauernuckeln

Beitrag von nido56 »

Hallo,

bei uns wurde es in dem Alter auch ziemlich anstrengend. Ich glaube, das lag groesstenteils daran, dass der kleine Pirat auf einmal verstanden hatte, wo die gute Milch herkam und dass er selbst etwas dafuer tun konnte, an sie ranzukommen. Das war natuerlich DIE Entdeckung, und er wurde dann auch ziemlich fordernd. Wie bereits geschrieben, ist es natuerlich toll, wenn die Kinder entdecken, wie sie ihre Umwelt direkt beeinflussen und ihre Beduerfnisse auch selbst erfuellen koennen, andererseits wollte ich auch nicht 24/7 als Selbstbedienungsladen zur Verfuegung stehen. Bei uns funktioniert (auch heute noch) ablenken mit etwas Interessantem. Wenn ich entspannt auf dem Sofa rumsitze und er nichts besonderes zu tun hat, dann faellt ihm sofort die Brust ein. Also zwinge ich mich dann, aktiv zu werden, zu spielen, spazierenzugehen, im Haushalt zu werkeln (mit seiner "Hilfe"). Stillzeichen ist eine gute Idee. Wuerde ich beim naechsten Kind wahrscheinlich auch machen. So hat der Pirat seine eigenen Zeichen entwickelt. Entweder er schaut mich an und macht den Mund ganz weit und rund auf, wie er es eben beim Andocken an der Brust macht, und nickt dazu, oder er nimmt mich an die Hand und fuehrt mich ins Schlafzimmer (weil wir zum Einschlafen ja auch immer stillen).

Fuer die Dauernuckelnaechte habe ich leider kein Rezept. Der Pirat ist immer ein schlechter Schlaefer gewesen und die Nachte anstrengend bis mies. Bei Daueruckeln konnte ich nur richtig schlafen, als er noch ganz klein war. Seit er groesser und beweglicher ist, wuehlt er ziemlich rum, da geht das nicht mehr. Ich habe Verschiedenes ausprobiert, je nachdem, wie muede und genervt ich gerade war. Manchmal hat Stillen im Sitzen geholfen. Da dockt er eher schonmal freiwillig ab, wenn er einschlaeft. Manchmal auch ein Spaziergang durch die Wohnung und anschliessend ablegen. Manchmal habe ich mich auch einfach in mein Schicksal ergeben, weil ich es immernoch besser fand, halb schlafend im Bett zu liegen, als aufzustehen und irgendwie aktiv zu werden.

Leider muss ich berichten, dass die Naechte erst so mit ca. 15 Monaten insgesamt deutlich besser geworden sind. Jetzt ist er 19 Monate alt und wir stillen gerade nachts ab, weil ich demnaechst oefter beruflich nachts nicht da sein werde und auch gerne die Sicherheit im Hinterkopf haben moechte, dass ich mich, wenn ich allzu uebermuedet bin, auch mal eine Nacht ins Gaestezimmer zurueckziehen und dem Papa das Feld ueberlassen kann. Das klappt super, und die letzten Tage hat er deutlich besser und ruhiger geschlafen als sonst. Jetzt frage ich mich natuerlich, ob ich mir nicht manchen Stress haette ersparen koennen, waere ich das Projekt frueher angegangen, aber eigentlich glaube ich das nicht. Bisher war er einfach noch nicht so weit.

Ich denke, wichtig ist, dass man einen Kompromiss findet, mit dem alle leben koennen. Die Kleinen sind in dem Alter ja keine Minibabys mehr, bei denen wirklich jedes Beduerfnis elementar ist und so schnell wie moeglich erfuellt werden sollte. Sie wissen ja nicht von Natur aus, dass Mama auch Beduerfnisse und persoenliche Grenzen hat. Das muessen sie lernen, und ich finde, es ist besser, sie lernen es von Anfang an in kleinen Schritten, als ploetzlich mit einem Schlag, weil Mama nach Jahren der Selbstaufgabe auf einmal nicht mehr kann.
nido mit dem Piraten (01/2012)
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August
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Re: Stillorte in Whg.und Dauernuckeln

Beitrag von August »

Ja...das mit den Grenzen :( das finde ich gerade unglaublich schwierig...wann,wie,wo....wo fange ich an,wann fange ich an...beim stillen?ist das nicht ein Bedürfnisse und keine “Berechnung“?
Soll ich sie jedes mal an die Brust lassen wenn sie das einfordert?mein mutterherz sagt JA...Aber werde ich dann jemals nachts schlafen??hört dieses wahnsinnige nuckelbedürfniss wieder von alleine auf oder gewöhne ich sie jetzt daran das sie die Brust immer bekommt wann sie das möchte....
Ist sie nicht noch zu klein um zu verstehen-jetzt bekomm ich die Brust,nachher aber nicht....und dann erst wieder später.
Sie weiss doch nicht das es jetzt zu früh ist und kennt das Wort später nicht :?
Aber ja....meine Grenzen...Klar...wo fange ich an,wo höre ich auf.
Ich möchte meine Bedürfnisse noch gerne etwas hinten an stellen....sie ist doch noch so klein...
Packe ich sie zu sehr in watte??
Ich weiss grad echt nicht wie ich ihr stillen managen soll :cry:
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nido56
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Re: Stillorte in Whg.und Dauernuckeln

Beitrag von nido56 »

August hat geschrieben: Aber ja....meine Grenzen...Klar...wo fange ich an,wo höre ich auf.
Ich möchte meine Bedürfnisse noch gerne etwas hinten an stellen....sie ist doch noch so klein...
Packe ich sie zu sehr in watte??
Da ich ja gerade mitten im Prozess des naechtlichen Abstillens stecke, denke ich ueber all diese Fragen auch mal wieder nach. Fuer mich (und nur fuer mich, nicht allgemeingueltig) kann ich das im Moment so beantworten, dass, solange ich noch ein richtig schlechtes Gefuehl hatte bei dem Gedanken, die Wuensche/Beduerfnisse mienes Sohnes nicht zu erfuellen, solange waren wir beide noch nicht bereit dazu. Irgendwann war es dann einfach so weit, dass ich ihm z.B. entschlossen und mit voller Ueberzeugung in der U-Bahn erklaeren konnte, dass wir jetzt nicht sofort stillen, sondern erst, wenn wir im Park angekommen sind, wo wir uns gemuetlich auf die Wiese setzen koennen. Und jetzt hat es sich einfach richtig angefuehlt, nachts eine stillfreie Zeit fuer mich einzufordern. Das hat immer gut funktioniert. Ich weiss nicht, ob der Kleine die Veraenderungen so gut angenommen hat, weil ich mir meiner Sache so sicher war oder ob andersrum ich so ein sicheres Gefuehl hatte, weil ich instiktiv gemerkt habe, dass er jetzt soweit ist.

Bei uns hat sich eigentlich herauskristallisiert, dass Stilleinschraenkungen funktionieren, seit er gut versteht, was ich ihm erklaere. Das ist so etwa seit er 15 Monate alt ist der Fall. Vorher haetten WIR das nicht hingekriegt. Ich denke aber, dass das in anderen Familien ganz anders laufen kann. Eine Freundin von mir ist alleinerziehend und hat ein deutlich ruhigeres, gelasseneres Kind hat als wir. Da waren die Beduerfnisse der Mama und die Bereitschaft des Kindes, darauf einzugehen, ganz anders. Viele Umstellungen haben bei den beiden schon recht frueh ganz schmerzlos geklappt.
nido mit dem Piraten (01/2012)
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