Mein kleines Frühchen ist jetzt 3 Monate alt.
Wir hatten eine schwere Stillzeit und auch heute meldet sie immernoch keinen Hunger (ich kann also nicht nach Bedarf stillen bzw füttern,
weil sie keinen Bedarf meldet. Im Gegenteil: sie trinkt meist nicht gern. Sie bekommt ca 9 bis 10 Mahlzeiten am Tag, trinkt zwischen 30 und 50ml, selten mehr).
In den vergangenen 3 Monaten gab es ausschliesslich Muttermilch:
-stillen brachte leider keine Gewichtszunahme (auch mit Sonde als Hilfsmittel, eben weil sie den Mund nicht aufmachen und andocken wollte.)
-pumpstillen bzw pumpfüttern brachte eine Gewichtszunahme (momentan 100g die Woche).
Ich hab wirklich alles mir mögliche getan, um voll zu stillen. Ich hab einfach keine Kraft mehr, es nochmal zu probieren. Die Kleine nimmt so schon sehr wenig zu und das belastet mich extrem. Trotzdem bin ich unendlich traurig. Unser Einschlafstillen will ich so lange wie möglich erhalten.
Da ich nicht mehr für jede Mahlzeit neu abpumpe, lagere ich die Milch im Kühlschrank. Zwar nimmt die Kleine auch Kühlschranktemperatur, aber mein Mann findet das brutal und meine Hebamme meinte ebenfalls, dass das nicht gut sei. Also erwärmen wir die Milch leicht.
Ich wollte eigentlich weiter pumpfüttern. Und dann bin ich über folgendes gestolpert:
jusl hat geschrieben:Das weitere Erhitzen ist allerdings nicht umproblematisch, weil dadurch Nährstoffe zerstört werden. Wenn man sich strikt an die Zubereitungsvorschriften von künstlicher Säuglingsmilch hält, ist hinterher sozusagen "garantiert" (sollte es zumindest), dass im Endprodukt diejenigen Nährstoffe drin sind, die draufstehen. Die Nährstoffe aus der Muttermilch sind selbstverständlich genau passend fürs Kind usw., aber strenggenommen nur dann, wenn die Milch direkt von der Brust ins Kind kommt. Erhitzen der Milch verringert den Nährstoffgehalt, das kann bei Dauerernährung ein Problem darstellen. Möglicherweise hängt das sogar direkt damit zusammen, dass Dein Kind noch Pre dazu verlangt.Nährstofftechnisch ist es beim Abpumpen am günstigsten, wenn die Milch DIREKT ohne weitere Behandlung (Kälte oder Wärme) dem Baby gefüttert wird. Hygienisch gewonnene Muttermilch kann problemlos einige Stunden bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden. Muttermilch kann bedenkenlos zimmerwarm oder auch kühlschrankkalt gefüttert werden (vorausgesetzt natürlich, dass das Baby sie nimmt).Mein Ansatz wäre also, Dein Baby an kühlere Milch zu gewöhnen, sowohl bei Muttermilch als auch bei Pre(!). (Die Pre könntest Du z.B. mit 30 ml weniger heißem Wasser anrühren und mit enstprechend 30 ml mehr kaltem Wasser auffüllen.)Was meinst Du dazu?LGJulia
Ist wiedererwärmte MuMi denn nun schlechter als Pre? Es wäre ja unsinnig,
wenn ich dann Mumi gebe, obwohl Pre mehr Nährstoffe enthält.
Ich bin mittlerweile schon soweit, dass ich sage, ich schleiche das Abpumpen langsam aus und wechsle auf Pre, v.a wenn das besser ist. Die Kleine hat immerhin 3 volle Monate Mumi erhalten.
Ich freue mich über Antworten!