kind im messie-haushalt
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Re: kind im messie-haushalt
Was meinst du mit "abrufbare Hilfe"? Dass vor Ort jemand bereit ist, zuzupacken und beim Entrümpeln zu helfen? Dass du schonmal schaust wo es Container gibt und evtl Selbsthilfegruppen? Das kannst du sicher tun... Aber vorher aufräumen würde nichts bringen. Ich denke, der Weckruf muss deutlich sein. Du kannst, wenn dir das möglich ist, anbieten, deine Schwester bei dir aufzunehmen. Oder du kannst nach betreuten Wohnprojekten schauen in der Nähe der Schwester. Aber alles andere würde ich lassen. Am besten nicht zu viel einmischen. Früher oder später wäre es sowieso so gekommen - und je früher das Baby aus der Müllhalde raus kommt, desto besser.
Lg aus Finnland von Pupu mit Wildgurke
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Re: kind im messie-haushalt
Ich versteh es so, dass Du Hilfe organisieren willst, damit sie die Chance haben, diese 3 Tage dann zu nutzen und es schaffen, in dieser Frist aufzuräumen, richtig?
Mh ja, ich verstehe den Hintergedanken, aber kannst Du das organisieren, ohne dass es im Vorfeld zu ihnen durchdringt?
Und würde sie das annehmen, wenn Du ja eh die 'Böse' in ihren Augen bist, die das JA informiert hat? Werden sie das überhaupt erfahren?
Puh, schwierige Situation!
*Fehler macht das Apfeltelefon*
Mh ja, ich verstehe den Hintergedanken, aber kannst Du das organisieren, ohne dass es im Vorfeld zu ihnen durchdringt?
Und würde sie das annehmen, wenn Du ja eh die 'Böse' in ihren Augen bist, die das JA informiert hat? Werden sie das überhaupt erfahren?
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JosMama
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Re: AW: kind im messie-haushalt
Zu erst, ich finde es super und ziehe den Hut vor deiner Courage,da kann sich mancher ne dicke Scheibe von abschneiden!!!
Meine Gedanken noch kurz dazu;
Ich weiß jetzt nicht, ob ich völlig falsch liege, dann bitte einfach ignorieren, aber meiner Meinung nach ist Messie-sein eine Krankheit, die professionelle psychologische Hilfe bedarf. Natürlich ist es möglich, das du das aufräumen im Vorfeld organisierst etc, aber deine Mutter und Schwester brauchen Hilfe, mit der sie das alleine schaffen, jemand muss mit ihnen die Bereitschaft entwickeln, sich ändern zu wollen. Es liegt ja nicht daran, dass sie nicht aufräumen wollen, sondern es einfach nicht können-sich von Dingen trennen, etwas abgeben. Ich glaube, wenn man jetzt anfängt, ihnen das aufräumen quasi aufzwingt,bzw ihnen abnimmt, sieht es nach kurzer Zeit wieder genauso aus. Dass das Kind in Obhut kommt, ist bestimmt der richtige Weg, aber auch deine Familie braucht (psychologische) Hilfe, denn auch mit einer (kurzfristig) sauberen Wohnung hört das Messie-tum nicht auf...
Wie gesagt, wenn ich jetzt völlig daneben liege, einfach ignorieren...
Ich wünsche dir und deiner Familie ganz viel Kraft für den kommenden Weg!
Gesendet von meinem GT-I9100 mit Tapatalk 2
Meine Gedanken noch kurz dazu;
Ich weiß jetzt nicht, ob ich völlig falsch liege, dann bitte einfach ignorieren, aber meiner Meinung nach ist Messie-sein eine Krankheit, die professionelle psychologische Hilfe bedarf. Natürlich ist es möglich, das du das aufräumen im Vorfeld organisierst etc, aber deine Mutter und Schwester brauchen Hilfe, mit der sie das alleine schaffen, jemand muss mit ihnen die Bereitschaft entwickeln, sich ändern zu wollen. Es liegt ja nicht daran, dass sie nicht aufräumen wollen, sondern es einfach nicht können-sich von Dingen trennen, etwas abgeben. Ich glaube, wenn man jetzt anfängt, ihnen das aufräumen quasi aufzwingt,bzw ihnen abnimmt, sieht es nach kurzer Zeit wieder genauso aus. Dass das Kind in Obhut kommt, ist bestimmt der richtige Weg, aber auch deine Familie braucht (psychologische) Hilfe, denn auch mit einer (kurzfristig) sauberen Wohnung hört das Messie-tum nicht auf...
Wie gesagt, wenn ich jetzt völlig daneben liege, einfach ignorieren...
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Liebe Grüße von mir mit Träumer 01/12 , Lady 10/13 , Chill-Kröte 02/16 und Erdbär 06/18
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Lösche Benutzer 14500
Re: kind im messie-haushalt
Ich unterschreibe bei JosMama.
Es ist ja nicht, dass deine Mutter und Schwester nicht aufräumen WOLLEN - sie KÖNNEN vermutlich nicht. Mittlerweile vermutlich auch, weil es schlicht zu viel ist. Aber ganz ursächlich vermutlich, weil sie sich nicht trennen können von den Dingen. Insofern wäre ich nicht nur skeptisch, dass nach einer Aufräumaktion ganz schnell wieder Chaos herrschen würde, sondern ich könnte mir vorstellen, dass auch die Aufräumaktion selber gar nicht durchführbar wäre. So, wie es klingt brauchen deine Mutter und Schwester wirklich psychologische Unterstützung. Wer sammelt denn genau? Hortet deine Mutter Dinge und deine Schwester hält das nur aus? Dann könnte ich mir vorstellen, dass ihr Kind recht bald wieder zu ihr könnte, in einer neuen Wohnung. Oder sammeln beide? Dann wird es vermutlich ein längerer Prozess - aber es ist absolut wichtig, dass deine Nichte/dein Neffe geschützt wird. Ich finde es sehr mutig und wirklich großartig von dir, dass du dich so für ihn/sie einsetzt - und letzlich damit auch für deine Mutter und Schwester.
Es ist ja nicht, dass deine Mutter und Schwester nicht aufräumen WOLLEN - sie KÖNNEN vermutlich nicht. Mittlerweile vermutlich auch, weil es schlicht zu viel ist. Aber ganz ursächlich vermutlich, weil sie sich nicht trennen können von den Dingen. Insofern wäre ich nicht nur skeptisch, dass nach einer Aufräumaktion ganz schnell wieder Chaos herrschen würde, sondern ich könnte mir vorstellen, dass auch die Aufräumaktion selber gar nicht durchführbar wäre. So, wie es klingt brauchen deine Mutter und Schwester wirklich psychologische Unterstützung. Wer sammelt denn genau? Hortet deine Mutter Dinge und deine Schwester hält das nur aus? Dann könnte ich mir vorstellen, dass ihr Kind recht bald wieder zu ihr könnte, in einer neuen Wohnung. Oder sammeln beide? Dann wird es vermutlich ein längerer Prozess - aber es ist absolut wichtig, dass deine Nichte/dein Neffe geschützt wird. Ich finde es sehr mutig und wirklich großartig von dir, dass du dich so für ihn/sie einsetzt - und letzlich damit auch für deine Mutter und Schwester.
- beccarei
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Re: kind im messie-haushalt
Ich habe heute viel an Dich gedacht und bewundete immer noch Deinen Mut. Das Durchzuziehen war ein großer und richtiger Schritt.
Den Rest haben Miffi und JosMama gut auf den Punkt gebracht.
Ihr schafft das zusammen! ((()))
Den Rest haben Miffi und JosMama gut auf den Punkt gebracht.
Ihr schafft das zusammen! ((()))
Liebe Grüße,
Becca
(Mit der Bari-Sax-Spielerin (2012), dem Posaunisten (2015) und dem Kämpfer im Herzen (2015)
Becca
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angaj
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Re: kind im messie-haushalt
Ich habe Deinen Thread gerade erst gelesen und möchte Dir einen ganz festen Drücker da lassen! Hut ab!!! Du hast durch und durch richtig und verantwortungsvoll gehandelt!
Und ich hoffe sehr, dass das Eingreifen des JA zur positiven Schocktherapie wird - auch wenn ich mir relativ sicher bin, dass der schwierige Weg, auf dem es vielleicht besser wird, gerade erst beginnt. (Ich habe zwar keine Erfahrung mit Messie-Syndrom, aber dafür mit einer anderen psychischen selbstzerstörerischen Erkrankung im engsten Familienumfeld). Für alles, was jetzt auf Dich zukommt wünsche ich Dir Alles Liebe und allen Segen. Und bitte lass keine Selbstvorwürfe aufkommen: nicht Du hast Deine Schwester und Deine Mutter in diese Situation gebracht, das waren sie selber. Du hast ihnen nur einen Spiegel vorgehalten, der so deutlich ist, dass sie sehen müssen - mehr nicht. Du handelst verantwortungsvoll und umsichtig. Es geht Dir um das Kind. Da ist falsche Rücksichtnahme unangemessen.
Und ich hoffe sehr, dass das Eingreifen des JA zur positiven Schocktherapie wird - auch wenn ich mir relativ sicher bin, dass der schwierige Weg, auf dem es vielleicht besser wird, gerade erst beginnt. (Ich habe zwar keine Erfahrung mit Messie-Syndrom, aber dafür mit einer anderen psychischen selbstzerstörerischen Erkrankung im engsten Familienumfeld). Für alles, was jetzt auf Dich zukommt wünsche ich Dir Alles Liebe und allen Segen. Und bitte lass keine Selbstvorwürfe aufkommen: nicht Du hast Deine Schwester und Deine Mutter in diese Situation gebracht, das waren sie selber. Du hast ihnen nur einen Spiegel vorgehalten, der so deutlich ist, dass sie sehen müssen - mehr nicht. Du handelst verantwortungsvoll und umsichtig. Es geht Dir um das Kind. Da ist falsche Rücksichtnahme unangemessen.
angaj mit ihren zwei Mädels: Quatschmadam (geb. 01/11) und fixe Madam (geb. 11/12) - geliebt - gestillt - getragen - geimpft und im Familienbett
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Sussa
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Re: kind im messie-haushalt
Auch ich finde es toll, dass du dich getraut hast.
Wenn du konkrete Hilfe anbieten möchtest, kannst du dem Jugendamtsmenschen sagen, dass du Schwester und Baby aufnehmen würdest. Die wollen immer das mildeste Mittel nutzen um ein Kind zu schützen. Raus aus dem Müll, klar. Aber wenn möglich mit der Mama. Entscheiden muss dann natürlich deine Schwester.
Das Amt kann eine Sozialpädagogische Familienhilfe organisieren. Die würde der Schwester helfen, ihr Leben mit Kind geregelt zu bekommen. Entrümpelung oder Umzug in eine eigene Wohnung z.b.
Ich wünsche euch so sehr, dass es einen guten Weg geht.
Wenn du konkrete Hilfe anbieten möchtest, kannst du dem Jugendamtsmenschen sagen, dass du Schwester und Baby aufnehmen würdest. Die wollen immer das mildeste Mittel nutzen um ein Kind zu schützen. Raus aus dem Müll, klar. Aber wenn möglich mit der Mama. Entscheiden muss dann natürlich deine Schwester.
Das Amt kann eine Sozialpädagogische Familienhilfe organisieren. Die würde der Schwester helfen, ihr Leben mit Kind geregelt zu bekommen. Entrümpelung oder Umzug in eine eigene Wohnung z.b.
Ich wünsche euch so sehr, dass es einen guten Weg geht.
Sussa mit Sussalinchen (10/2012)
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hannimimi
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Re: kind im messie-haushalt
SchneFiMa hat geschrieben:Ist sicher schwer für dich, das jetzt so zu entscheiden. Kannst du das Kind nicht zu dir nehmen, wenn es das JA aus dem Haus holen sollte?
An deiner Stelle würde ich nicht aufräumen, ich denke, da müssen Mama und Schwester allein drauf kommen und sei es nun eben durch das Herausnehmen des Kindes!
Sei gedrückt und auch ich finde es stark, dass du diesen Weg gehst, für das Kind!
danke
ich will nicht aufräumen
nur schaun, ob ich nicht ein paar leute finde, die mit anpacken würden, wenn meine schwester wirklich den willen zum aufräumen zeigt. weil zu zweit schaffen sie die Wohnung unmöglich binnen drei tage...
Meine zwei Engel
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hannimimi
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Re: kind im messie-haushalt
ja genau - so wars gedachtPupu hat geschrieben:Was meinst du mit "abrufbare Hilfe"? Dass vor Ort jemand bereit ist, zuzupacken und beim Entrümpeln zu helfen? Dass du schonmal schaust wo es Container gibt und evtl Selbsthilfegruppen? Das kannst du sicher tun... Aber vorher aufräumen würde nichts bringen. Ich denke, der Weckruf muss deutlich sein. Du kannst, wenn dir das möglich ist, anbieten, deine Schwester bei dir aufzunehmen. Oder du kannst nach betreuten Wohnprojekten schauen in der Nähe der Schwester. Aber alles andere würde ich lassen. Am besten nicht zu viel einmischen. Früher oder später wäre es sowieso so gekommen - und je früher das Baby aus der Müllhalde raus kommt, desto besser.
vorher aufräumen würde ich so oder so nicht
und ich werde beim ausräumen eh nicht dabei sein weil mein Baby schon wieder krank ist und ich es auf gar keinen fall dort rein lassen werde!
vom Jugendamt her hieß es, das kleine würde dann in die Obhut des jugendamtes genommen, denn sonst könnte sie ihr Baby ja bei mir besuchen und der "schuss" ging nach hinten los.
Meine zwei Engel
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hannimimi
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Re: kind im messie-haushalt
[quote="Hoppetosse"]Ich versteh es so, dass Du Hilfe organisieren willst, damit sie die Chance haben, diese 3 Tage dann zu nutzen und es schaffen, in dieser Frist aufzuräumen, richtig?
Mh ja, ich verstehe den Hintergedanken, aber kannst Du das organisieren, ohne dass es im Vorfeld zu ihnen durchdringt?
Und würde sie das annehmen, wenn Du ja eh die 'Böse' in ihren Augen bist, die das JA informiert hat? Werden sie das überhaupt erfahren?
Puh, schwierige Situation!quote]
ja, du verstehst das richtig!
also das organisieren wäre kein Problem für mich. kenne ja genug leute hier
nun, meine schwester sicher, denn eigentlich liebt sie ihr Baby abgöttisch! mir leuchtet nur nicht ein, warum sie grad bei der wohnsituation solche Scheuklappen trägt
meine Familie weiß, dass ich mit dem Gedanken spiele, zum Jugendamt zu gehen. ich hatte gehofft, dass alleine das schon etwas bewirken könnte. schnauf
Mh ja, ich verstehe den Hintergedanken, aber kannst Du das organisieren, ohne dass es im Vorfeld zu ihnen durchdringt?
Und würde sie das annehmen, wenn Du ja eh die 'Böse' in ihren Augen bist, die das JA informiert hat? Werden sie das überhaupt erfahren?
Puh, schwierige Situation!quote]
ja, du verstehst das richtig!
also das organisieren wäre kein Problem für mich. kenne ja genug leute hier
nun, meine schwester sicher, denn eigentlich liebt sie ihr Baby abgöttisch! mir leuchtet nur nicht ein, warum sie grad bei der wohnsituation solche Scheuklappen trägt
meine Familie weiß, dass ich mit dem Gedanken spiele, zum Jugendamt zu gehen. ich hatte gehofft, dass alleine das schon etwas bewirken könnte. schnauf
Meine zwei Engel