Meine Stillentscheidung

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Rumpelmama
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Re: Meine Stillentscheidung

Beitrag von Rumpelmama »

Noch'n Tipp:

Arbeite dich doch mal durch die LINKSAMMLUNG STILLWISSEN (festgepinnter Thread hier im Stillforum). Dann weißt du schon (fast) alles und bist auch sensibilisiert hinsichtlich der Qualität der Stillberaterinnen im KKH.

Das A und O ist dann aber noch das richtige Anlegen, das kann man halt nicht theoretisch lernen...

Viel Erfolg jedenfalls!

Mein Kind trinkt nur noch zum Ein- und Weiterschlafen bzw. Munterkuscheln morgens. Ich kann mir grad nicht vorstellen, das jetzt abzuschaffen.
Rumpelmama mit Schmusekater (3/2012), mit TH getragen bis 5/2015, "Brust genuckelt" bis 11/2015, immer noch im Familienbett
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datlinchen
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Re: Meine Stillentscheidung

Beitrag von datlinchen »

Donnerkind hat geschrieben:
datlinchen hat geschrieben:Wenn es mein erstes wäre, wäre die Vorstellung für mich auch nicht so schrecklich den ganzen Tag auf der Couch liegen zu müssen :D da ich aber noch zwei habe eine davon sehr sehr Mama bezogen und die große geht in die Schule und hat halt auch Hobbys ist die Vorstellung an sich ebenfalls noch absolut fantastisch, lässt sich aber leider nicht umsetzen, das ist es ja ;)


Ich habe jetzt so ziemlich Hebamme in meiner Gegend abgeklappert um mir diesbezüglich eine Ansprechpartnerin zu sichern allerdings bin ich in der fast 27 Woche schon recht spät dran :( bisher hatte ich keinen Erfolg habe aber dies auf der Seite der Klinik entdeckt in der ich entbinde:

Stillambulanz

Während Ihres Aufenthaltes auf der Wochenstation erhalten Sie umfassende Beratung und aktive Unterstützung rund um das Stillen durch unsere Krankenschwestern und Laktationsberaterinnen. Aber auch nach Ihrer Entlassung sind wir für Sie da. Bei Stillschwierigkeiten bieten Ihnen die ausgebildeten Still- und Laktationsberaterinnen der Stillambulanz fachliche Hilfestellung, Beratung und Betreuung an - auch wenn Sie nicht in unserem Haus entbunden haben.


Hört sich für mich als Anfängerin gut an und hoffe das sie diesbezüglich auch halten was sie dort schreiben
Dieses Den-halben-Tag-auf-der-Couch-Verbringen kenne ich von meinen drei Stillkindern überhaupt nicht. Bei jedem Kind hat eine Stillmahlzeit von Anfang an max. 10 min gedauert. Das gibt's also auch.
Wofür hattest Du denn jetzt nach einer Hebamme Ausschau gehalten? Für's Wochenbett oder explizit für's Stillen? Bei letzterem wird Dir eine Stillberaterin wahrscheinlich besser helfen können. Meine Hebammen bei allen Kindern waren immer sehr nett, aber was das Stillen anging, nicht wirklich kompetent. Bei dem Kleinen jetzt hatte ich in den ersten Wochen das eine oder andere Problem und hab einfach eine Stillberaterin angemailt und sehr schnell Antwort erhalten. Gefunden hatte ich sie über die HP der AFS.
Ich habe speziell nach Hebammen gesucht die auch Stillberaterinen sind die Auswahl ist natürlich sehr gering, habe halt gedacht das es so fürmiche infacher wäre als wenn ich bei evtl Fragen bzw Problemen dann mal eben mit dem Bus durch die halbe Stadt fahren muss gerade am Anfang. Aber das scheint ja nicht zu klappen
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datlinchen
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Re: Meine Stillentscheidung

Beitrag von datlinchen »

Rumpelmama hat geschrieben:Noch'n Tipp:

Arbeite dich doch mal durch die LINKSAMMLUNG STILLWISSEN (festgepinnter Thread hier im Stillforum). Dann weißt du schon (fast) alles und bist auch sensibilisiert hinsichtlich der Qualität der Stillberaterinnen im KKH.

Das A und O ist dann aber noch das richtige Anlegen, das kann man halt nicht theoretisch lernen...

Viel Erfolg jedenfalls!

Mein Kind trinkt nur noch zum Ein- und Weiterschlafen bzw. Munterkuscheln morgens. Ich kann mir grad nicht vorstellen, das jetzt abzuschaffen.
Danke, ja da habe ich schon mal flüchtig durchgesehen und werde mir das alles mal in Ruhe durchlesen. Danach hab ich bestimmt noch die ein oder andere Frage :)
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Wurzelkind
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Re: Meine Stillentscheidung

Beitrag von Wurzelkind »

Möchte auch nochmal kurz etwas zum Thema "dicke Stillbabys" schreiben, da ich in einem anderen Thread hier erwähnt hatte, dass das Stillkind meiner Freundin so dick war und ich somit vielleicht zu diesem Denken beigtragen habe...

Das Baby meiner Freundin war damals wirklich extrem dick, aber heute ist sie 3 und ein ganz normales, schlankes Kind! Ansonsten kann ich sagen, dass meine gestillten Nichten wesentlich schlanker sind als meine Flaschennichten zu Babyzeiten. Mein gestillter Neffe war zwischenzeitlich sogar eher zu leicht.

Zwei meiner Freundinnen stillen und auch diese Babys sind schlank. Meine Tochter auch - ich kann sie mit fast 9 Monaten noch ohne Rückenprobleme vorne tragen (obwohl ich zu Rückenproblemen neige...).

Das meine ich jetzt nicht als Vorwurf gegen dich, aber grundsätzlich finde ich es erschreckend, dass inzwischen schon bei Babys darauf geachtet wird, ob sie schlank oder dick sind. Als meine Tochter wg Fieber sehr viel erbrochen hat, war ich heilfroh über jedes Gramm Fett und richtig geschockt wie schnell sie abgenommen hat und mir richtig dünn vorkam :shock: Ich persönlich glaube, dass ein gesund ernährtes Baby gute Fettreserven braucht. Und wenn ein Baby besonders viel davon hat, glaube ich, dass dies nicht ohne Grund so ist, sondern dieses Baby dann z.B. ein besonders aktiver Krabbler wird oder so. Das ist aber wie gesagt kein Angriff gegen dich, sondern nur meine Meinung zur grundsätzlichen Entwicklung unserer Gesellschaft.

Soweit ich weiß, schützt Stillen vor Übergewicht. Auch vor Übergewicht im Jugend- oder Erwachsenenalter. Zudem lernt ein Baby beim Stillen ja auch auf sein Sättigungsgefühl zu hören. Irgendwo habe ich gelesen, dass die Milch aus der Flasche so leicht "zu kriegen" ist, dass ein Baby dann eher mal zu viel "reinlaufen" lässt.

Und ich glaube hier im Forum eindeutig mehr "Hilfe, mein Kind nimmt nicht genug zu" Threads als "Mein Stillbaby ist zu dick" Threads gesehen zu haben...

Jetzt hab ich voll den Moralapostelbeitrag verfasst :( Das soll gar nicht belehrend rüberkommen! Stillen ist so eine tolle Sache und - um hier wenigstens mit was Positivem abzuschließen - es ist ein wundervolles Gefühl das eigene Kind wachsen zu sehen mit dem Gedanken "Und das hat wirklich mein Körper ernährt" :shock: :) Da war ich manchmal richtig stolz drauf und habe dadurch auch ein positiveres Selbstbild bekommen.
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Das worauf es im Leben am meisten ankommt, können wir nicht voraussehen. Die schönste Freude erlebt man immer da, wo man sie am wenigsten erwartet hat.
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Re: Meine Stillentscheidung

Beitrag von schatzperle »

Wenn Du magst, kann ich Dir ein paar Namen + Adressen zum Thema Stillen und MG geben.
Wir sind mit Stillberaterinnen tatsächlich nicht so gut bestückt :-(
Als ich damals geduckt hab, musste ich bis Tönisvorst (!) fahren...

Aber wenn Du dich vorher so mit dem Thema beschäftigst und gut Bescheid weißt, ist es vielleicht gar nicht notwendig eine Stillberaterin zu haben. Eine erfahrene Hebamme würde dann reichen. Und eventuell eine Freundin, die sich auskennt?! Die man bei Unsicherheit einfach mal löchern kann :-)

Und es gibt in MG auch einen Stilltreff, das war mir eine sehr gute Anlaufstelle.
Wenn Du magst kann ich also gern (per PN) ein paar mehr Infos zusammenstellen.



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Liebe Grüße
Maren

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datlinchen
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Re: Meine Stillentscheidung

Beitrag von datlinchen »

Wurzelkind hat geschrieben:Das meine ich jetzt nicht als Vorwurf gegen dich, aber grundsätzlich finde ich es erschreckend, dass inzwischen schon bei Babys darauf geachtet wird, ob sie schlank oder dick sind. Als meine Tochter wg Fieber sehr viel erbrochen hat, war ich heilfroh über jedes Gramm Fett und richtig geschockt wie schnell sie abgenommen hat und mir richtig dünn vorkam :shock: Ich persönlich glaube, dass ein gesund ernährtes Baby gute Fettreserven braucht. Und wenn ein Baby besonders viel davon hat, glaube ich, dass dies nicht ohne Grund so ist, sondern dieses Baby dann z.B. ein besonders aktiver Krabbler wird oder so. Das ist aber wie gesagt kein Angriff gegen dich, sondern nur meine Meinung zur grundsätzlichen Entwicklung unserer Gesellschaft.
Ich sehe das gar nicht als Vorwurf, absolut nicht. Meine Frage dazu war auch gar nicht aus Sorge gestellt sondern aus reinem Interesse weil es so ein blödes "Argument" meiner Mutter war. Es gibt bei Säuglingen aber auch dick und dick. Der Sohn meiner Cousine, Stillkind, war sehr proper aber jetzt mit 8 10 Monaten krabbelnd und auch teilweise laufend sieht man davon nichts mehr. Dafür haben wir ein Mädchen im Bekanntenkreis die mit 8 Monaten ihre 13 kg hat und die selbe Kleidergröße trägt wie meine 2 1/2 Jährige und das nicht weil sie so groß ist sondern weil sie es in der breite braucht. Dieses Mädchen tut mir einfach nur leid. Sie kann nicht alleine sitzen, krabbeln oder ähnliches und das nicht weil sie es nicht will oder sogar versucht sondern sie schafft es körperlich einfach nicht. Sie bekommt beim Essen kaum den Mund auf weil die Wangen so dick sind. Also ist dick für mich noch lange nicht dick :)


Schatzperle: Ich habe jetzt auf der LLL Seite eine Ausbilderin in Viersen und eine Beraterin aus MG gefunden allerdings kann man sie irgendwie nicht wirklich kontaktieren oder aber mein Email Programm streikt, weiß ich noch nicht genau. Das mit der Hebamme habe ich mir auch gedacht aber wie gesagt ich bin doch schon spät ran und habe von den 10 die ich bisher angeschrieben habe nur Absagen bekommen. Ich habe so niemanden direkt im Umfeld der gestillt hat, außer meine Cousine und die halte ich außen vor da sie eben frühzeitig abstillen wollte weiol sie nicht mehr wollte. Denke das eine neutrale Hilfestellung da evtl schwierig wird. Aber ich würde mich freuen wenn du mir deine Adressen mitteilst
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schatzperle
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Re: Meine Stillentscheidung

Beitrag von schatzperle »

Ich schreib Dir später mal in Ruhe die PN!


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Re: Meine Stillentscheidung

Beitrag von Novalia »

So, ich mag auch noch dazusenfen ;)

Wir stillen jetzt ein Jahr und vier Tage. Meine Brüste sind in dee Schwangerschaft von 75B auf etwa 85D gewachsen. Heute kann ich beide Größen nicht mehr tragen, bin jetzt etwa bei 80C.
Den Milcheinschuß hab ich gemerkt, aber nicht besonders schmerzhaft, obwohl die Brüste dann ein paar Tage echt riesig waren. Ich hatte da vom Drogeriemarkt günstige StillBHs in 85D gekauft, das war ok.

Zu Beginn hat mir das Stillen, vor allem das Ansaugen sehr weh getan. Im KH hatte ich meist Tränen in den Augen und musste in ein Kissen beißen oder auf meinen Oberschenkel schlagen, um es auszuhalten. Leider hat mir dort aber niemand im (still- und babyfreundlichen) KH geholfen. Hier also eine deutliche Stimme für den Vorabkontakt zu einer guten Stillberaterin. Ohne meinen Dickkopf würd ich heute wahrscheinlich nicht mehr stillen - ich wollte es so sehr.

Nach einiger Zeit geht der Ansaugschmerz aber weg und heute (mit meinem SUT-Wissen) denke ich, dass Leos Technik einfach nicht so gut ist. Ich wusste „damals” aber auch nicht, worauf ich achten muss und die Hebi war da keine große Hilft, die hat nach ein paar Tagen einen Schnuller vorgeschlagen...

Auf jeden Fall war es bei uns so, dass sich nach etwa drei, vier Wochen alles eingespielt hatte. Ich konnte (und kann) mein Kind leicht beruhigen, hab seitdem keinerlei Schmerzen mehr und muss nicht mit Fläschchen und Zubehör hantieren (kenn mich da auch überhaupt nicht aus). Sind wir unterwegs, ist es egal wie lange wir bleiben, Leo ist immer versorgt.
Seit geraumer Zeit ist er auch gerne länger bei Papa, isst und trinkt bei ihm und freut sich, wenn ich wiederkomme :) Zu Anfang wäre das undenkbar gewesen, aber dank einem Zahnarztmarathon als Leo 6Monate war, klappt das super.

Geclustert hat Leo abends die ersten drei Monate und dann immer zwei, drei Tage im Wachstumsschub. Aber ich hab mir dann immer gesagt, er hätte auch ein Schreibaby sein können, das rumgetragen werden muss. Ohne Clusterphase hab ich hier einen Schnelltrinker, der in höchstes 10 Minuten satt ist und lieber wieder die Welt entdecken möchte.

So viel zu uns, ich wünsch dir alles Gute :)
Probier das Stillen doch einfach aus, abstillen kannst du jederzeit. Wobei man sich schon klar machen muss, dass es zu Anfang am „schlimmsten” ist. Ich hab jetzt schon öfter von anderen Mamas gehört, wieso ich mir das immer noch „antue” und dann kam raus, dass sie nach ein, zwei Monaten abgestillt haben. Die wirklichen Vorteile was Bequemlichkeit, Unabhängigkeit und Kosten :oops: angeht, kommen erst mit der Zeit.

Und wenn ich sehe, was manche alles mitschleppen müssen. Ich pack schon immer ne Windel und Feuchtrücher in die Handtasche und fertig. Früher war da noch ne Mullwindel und Stilleinlagen dabei, aber das brauch ich heute nicht mehr extra ;)
Und du hast mit drei Kindern bestimmt jede Menge zu schleppen, oder?

Ich wünsch dir, dass du eine gute Entscheidung finden kannst, die zu dir und deiner Familie passt :)
mit großem Knups an der Hand 07|12, kleinem Knups auf dem Rücken 02|15 und meinen Sternchen Luca *13.01.17 und *03|14 für immer im Herzen

Weder Bilder, noch Klänge, noch Wort´
könnten beschreiben, was an jenem Ort
mit mir geschehn, als ich dich gesehn
in jener Nacht den Schein hast entfacht.

Schandmaul
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vato
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Re: Meine Stillentscheidung

Beitrag von vato »

Hallo Datlinchen,
ich kann mich allen die Dir schon geantwortet haben anschliessen. Ich finde es vor allem toll, dass du Dich so informierst. r
Um Deine letzte Frage zu beantworten: kauf Dir am besten einen Microfase Bh ohne Bügel in der Grösse die Du hast evtl einen cup grösser, er sollte nicht zu fest sitzen und dehnbar sein. ich hatte einen von H&M der quasi beim Milcheinschuss mitgewachsen ist, von Anita die ganz einfachen Still.BH´s aus Microfaser sind auch gut. Jetzt trag ich ihn nicht mehr, weil er einfach nicht ausreichend gut stutzt, aber für die ersten Tage war er toll. Meine Brüste waren jetzt beim 2. Mal viel grösser als beim 1. Mal. ich ärgere mich immernoch, dass ich davon kein Foto gemacht habe*lol*
Das hätte ich vorher nicht gedacht...
Lg aus dem Ruhrpott, vato mit
Aurelia (10/09) und Elias (05/13)
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