Verweigern eine Brust
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Pam
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Verweigern eine Brust
Ich habe letzte Woche per Kaiserschnitt bei 35+6 meinen Sohn bekommen. Die Schwangerschaft war eine Risikoschwangerschaft auf Grund einer Plazenta Praevia totalis!
Er wog bei Geburt 2505 g und war eigentlich sehr fit!
Es fand noch im OP das Bonding statt, aber auch später im Kreissaal hatte er kein Interesse an der Brust! Erst am Abend ( Kaiserschnitt fand morgens um 8:00 Uhr statt) dockte er zum ersten Mal an!
Er war /ist sehr schwach und schläft viel. Dementsprechend hat er viel abgenommen und wog bei Entlassung nur noch 2225 g.
Jetzt zum eigentlichen Problem:
Er trinkt, wenn er dann mal wach ist an der linken Brust ohne Probleme, jedoch verweigert er die Linke komplett!
Diese Pumpe ich ab und wir feedern tagsüber alle zwei Stunden, nur in der Nacht aber wir eine 6stündige Schlafphase!
Inzwischen, also heute eine Woche nach ET wiegt er 2300g. Gestern meinte meine Hebamme, dass ich nicht so lange feedern könne und wenn er nicht in einer Woche sein Geburtsgewicht hat, ich wohl die Milch aus der rechten Brust per Flasche füttern muss!
Meine Frage wäre, wie lange kann ich ohne Probleme weiter feedern? Gibt es auch noch eine andere Möglichkeit? Milch habe ich genug und Pumpe ohne Probleme 80-100ml ab.
Ach ja, als Grund für die Verweigerung vermutet meine Hebamme, dass die Brustwarze etwas größer ist als die ander, die er sich schon zurecht gesäugt hat!
Zudem kämpfen wir noch mit der neugeborengelbsucht, was mich auch unter Druck setzt, da ich so ungerne wieder ins KH möchte, er aber dadurch so schläfrig ist. er hat nur zwei wirkliche Wachphasen am Tag (morgens und abends)!
Er wog bei Geburt 2505 g und war eigentlich sehr fit!
Es fand noch im OP das Bonding statt, aber auch später im Kreissaal hatte er kein Interesse an der Brust! Erst am Abend ( Kaiserschnitt fand morgens um 8:00 Uhr statt) dockte er zum ersten Mal an!
Er war /ist sehr schwach und schläft viel. Dementsprechend hat er viel abgenommen und wog bei Entlassung nur noch 2225 g.
Jetzt zum eigentlichen Problem:
Er trinkt, wenn er dann mal wach ist an der linken Brust ohne Probleme, jedoch verweigert er die Linke komplett!
Diese Pumpe ich ab und wir feedern tagsüber alle zwei Stunden, nur in der Nacht aber wir eine 6stündige Schlafphase!
Inzwischen, also heute eine Woche nach ET wiegt er 2300g. Gestern meinte meine Hebamme, dass ich nicht so lange feedern könne und wenn er nicht in einer Woche sein Geburtsgewicht hat, ich wohl die Milch aus der rechten Brust per Flasche füttern muss!
Meine Frage wäre, wie lange kann ich ohne Probleme weiter feedern? Gibt es auch noch eine andere Möglichkeit? Milch habe ich genug und Pumpe ohne Probleme 80-100ml ab.
Ach ja, als Grund für die Verweigerung vermutet meine Hebamme, dass die Brustwarze etwas größer ist als die ander, die er sich schon zurecht gesäugt hat!
Zudem kämpfen wir noch mit der neugeborengelbsucht, was mich auch unter Druck setzt, da ich so ungerne wieder ins KH möchte, er aber dadurch so schläfrig ist. er hat nur zwei wirkliche Wachphasen am Tag (morgens und abends)!
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Kleene31
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Re: Verweigern eine Brust
Hm, aus Physiosicht würde ich evtl an eine Blockade in der Wirbelsäule denken?
Ich weiss, ich bin keine Stillexpertin, aber hat dein Baby eine Lieblingsseite? Schaut es nur in eine Richtung?
Unser Sohn hat nach dem ks eine blockade in der hws. Diese wird osteopathisch behandelt und nun turne ich noch nach vojta mit ihm...
Ich weiss, ich bin keine Stillexpertin, aber hat dein Baby eine Lieblingsseite? Schaut es nur in eine Richtung?
Unser Sohn hat nach dem ks eine blockade in der hws. Diese wird osteopathisch behandelt und nun turne ich noch nach vojta mit ihm...
Liebe Grüsse
Julia mit Zaubermaus (05/11) an der Hand und Hase (04/13) im Arm
Julia mit Zaubermaus (05/11) an der Hand und Hase (04/13) im Arm
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Pam
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Re: Verweigern eine Brust
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es ein Blockierung ist, weil er dann ja in der Football Haltung sich an dieser Brust stillen würde!
Aber danke für den Denkanstoß ich werde es auf jeden Fall im Hinterkopf behalten!
Aber danke für den Denkanstoß ich werde es auf jeden Fall im Hinterkopf behalten!
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jusl
- Jusl Almighty
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Re: Verweigern eine Brust
Hallo Pam,
erstmal herzlichen Glückwunsch zum Baby!
Es ist möglich, dass es an der BW-Form liegt und sich Dein Baby schon an die andere Seite gewöhnt hat sozusagen. Finger-Feeding trägt da möglicherweise auch zum Problem bei (man kann monatelang finger-feeden, das ist nicht der Punkt, aber möglicherweise trägt Finger-Feeding zur Verweigerung der rechten Seite bei).
Außerdem wären Auffälligkeiten im Milchfluss als Ursache denkbar. Wie war denn die Stillzeit mit Deinem älteren Kind? Irgendwelche Besonderheiten mit der rechten Seite?
Vielleicht kannst Du das Problem noch mal genauer beschreiben, mit Hilfe folgender Fragen:
* Gelingt das Stillen an der linken Seite in ALLEN Stillpositionen (Wiege, Football, liegend) gleich gut? Andocken und dranbleiben unproblematisch?
* Wie genau läuft der Andockversuch an der rechten Seite ab? Mund auf, suchen, rein,... und dann?
* Wann genau fingen die Probleme an? Waren sie von Anfang NUR auf die rechte Seite beschränkt?
Und von der Einseitigkeit abgesehen: Seid Ihr hinsichtlich des Gedeihens /Schläfrigkeit in guter stillberaterischer Begleitung?
LG
Julia
erstmal herzlichen Glückwunsch zum Baby!
Es ist möglich, dass es an der BW-Form liegt und sich Dein Baby schon an die andere Seite gewöhnt hat sozusagen. Finger-Feeding trägt da möglicherweise auch zum Problem bei (man kann monatelang finger-feeden, das ist nicht der Punkt, aber möglicherweise trägt Finger-Feeding zur Verweigerung der rechten Seite bei).
Außerdem wären Auffälligkeiten im Milchfluss als Ursache denkbar. Wie war denn die Stillzeit mit Deinem älteren Kind? Irgendwelche Besonderheiten mit der rechten Seite?
Vielleicht kannst Du das Problem noch mal genauer beschreiben, mit Hilfe folgender Fragen:
* Gelingt das Stillen an der linken Seite in ALLEN Stillpositionen (Wiege, Football, liegend) gleich gut? Andocken und dranbleiben unproblematisch?
* Wie genau läuft der Andockversuch an der rechten Seite ab? Mund auf, suchen, rein,... und dann?
* Wann genau fingen die Probleme an? Waren sie von Anfang NUR auf die rechte Seite beschränkt?
Und von der Einseitigkeit abgesehen: Seid Ihr hinsichtlich des Gedeihens /Schläfrigkeit in guter stillberaterischer Begleitung?
LG
Julia
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Pam
- möchten wir nicht mehr missen
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- Registriert: 28.03.2007, 09:33
Re: Verweigern eine Brust
Ich versuche mal alles zu beantworten!jusl hat geschrieben: Außerdem wären Auffälligkeiten im Milchfluss als Ursache denkbar. Wie war denn die Stillzeit mit Deinem älteren Kind? Irgendwelche Besonderheiten mit der rechten Seite?
Vielleicht kannst Du das Problem noch mal genauer beschreiben, mit Hilfe folgender Fragen:
* Gelingt das Stillen an der linken Seite in ALLEN Stillpositionen (Wiege, Football, liegend) gleich gut? Andocken und dranbleiben unproblematisch?
* Wie genau läuft der Andockversuch an der rechten Seite ab? Mund auf, suchen, rein,... und dann?
* Wann genau fingen die Probleme an? Waren sie von Anfang NUR auf die rechte Seite beschränkt?
Und von der Einseitigkeit abgesehen: Seid Ihr hinsichtlich des Gedeihens /Schläfrigkeit in guter stillberaterischer Begleitung?
LG
Julia
Die Stillzeit von meinem Großen war völlig unproblematisch, wir konnten von Anfang an bedarfsgerecht stillen und Taten das fast 9 Monate voll und insgesamt gute zwei Jahre! Das einzige was war, dass ich eher mit zu viel Milch zu kämpfen hatte, als zu wenig und dadurch auch dem einen oder anderen Milchstau hatte.
Außerdem war die Milch zwischen den Schwangerschaften nie ganz weg!
An der linken Seite funktioniert dass Stillen außer im Liegen - habe ich noch nicht ausprobiert, da die Kaiserschnittnarbe dabei wehtut - in den genannten Positionen gut! Er dockt ohne Probleme an und bleibt auch so ca. 10 min. Dabei!
An der rechten Seite macht er das Mündchen auf nimmt die Warze kurz in den Mund und befördert sie mit der Zumge wieder raus! Nur wenn er auf meinem Schoß liegt und ich ihm die Warze von oben in den Mund Drücke und ein wenig das Köpfchen gegenhalte dann saugt er ein wenig daran, er scheint auch Milch raus zu bekommen, aber das muss ich dann ziemlich oft wiederholen und glücklich bin ich da nicht, wenn ich ihm das so ins "Gesicht massieren muss" . Wenn er die Brustwarze aus dem Mund befördert hat dann sucht er sie wieder neu macht aber sofort einen Spitzen Mund, wenn er sie gefunden hat!
Das Problem hatten wir von Anfang an! Die ersten 12 Stunden wollte er die Brust gar nicht und hat nur geschlafen, erst mit Hilfe d Stillberaterin aus dem Krankenhaus hat er links angedockt aber rechts nicht! Erst hieß es wir sollen abwarten und haben 24 Stunden zeit! Solle ihn auf meinem nackten Oberkörper legen und er würde die Brust dann suche. - Tat e aber nicht wirklich!
Was die Schläfrigkeit angeht hat es sich in den letzten beiden Tagen schon sehr gebessert, er hat jetzt öfter mal kurze Wache Phasen, die längste Abend so ca. 1 - 1,5 Stunden. Er meldet sich jetzt auch mit ziemlicher Regelmäßigkeit alle 2- 3 Stunden. Ich biete ihm dann zuerst die rechte Brust an, manchmal geht's etwas, manchmal hält nicht! Die Linke Brust trinkt er dann 10 Minuten und anschließen feedern ich ihn noch, da gehen aber nicht mehr als max 15 ml rein! Dann ist er so fertig, dass er erstmal schläft. Nasse Windeln hat er ausreichend! Er wiegt heute Tag 8 nach ET 2360g!
Ich fühle mich durch meine Hebamme sehr gut betreut! Sie nimmt sich viel Zeit und zversucht mit mir auch andere Anlegepositionen, doch leider bis jetzt ohne Erfolg!
Wir haben uns jetzt so geeinigt, dass wir bis Montag es weiter mit Stillen und feedern probieren! Außerdem hat sie uns geraten eine Waage zu besorgen damit wir Stillproben machen können! Finde die Idee nicht schlecht, da ich inzwischen total das Vertrauen in mich verloren habe und keinerlei Gefühl habe was er trinkt! Immerhin sollte er ja bis Donnerstag sein Geburtsgewicht wieder haben!
Gibt es außer das feedern noch eine andere Möglichkeit, außer Magensonde, um der kleinen Zuckerschnute Muttermilch zukommen zu lassen!
Ach ja, ich Pumpe nach jedem stillen beide Brüste jeweils 5 Minuten und bekomme da teilweise bis zu 80 ml zusammen!
So, das ist jetzt doch ganz schön viel und ich hoffe, dass ich alle Fragen beantworten habe! Im Voraus schon mal vielen Dank für die Hilfe
-
jusl
- Jusl Almighty
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Re: Verweigern eine Brust
Danke für Deine ausführliche Antwort, jetzt verstehe ich Eure Situation besser.
Also zunächst: schön, dass er inzwischen schon munterer ist, das ist gut.
Schaust Du noch mal auf die Daten, ob diese so stimmen? Hast Du noch mehr Daten? Falls ja, bitte angeben.
04.07. (?) 2505 g Geburt
07.07. (?) 2225 g Entlassung
11.07. 2300 g
12.07. 2360 g
Wenn diese Daten so stimmen, dann muss ich von der Durchführung von Stillproben DEUTLICH ABRATEN. Zusammen mit der guten Gewichtszunahme und den reichlichen Ausscheidungen, mit seinen völlig normalen Stillabständen und Deiner super etablierten Milchbildung gibt es ÜBERHAUPT KEINEN Grund anzunehmen, dass mit der Portionsgröße bei Euch irgendetwas nicht stimmt.
Das Gegenteil ist der Fall: Ihr habt momentan noch Stillprobleme und seid noch aufs Zufüttern angewiesen, Dein Baby war sehr schläfrig und ist frühgeboren. Und TROTZDEM hat er in den letzten 5 Tagen ca 130 g zugenommen. Damit STEHT FEST, dass auf jeden Fall an genug Milch pro Mahlzeit herankommt.
Die Durchführung von Stillproben hat dementsprechend KEINERLEI NUTZEN für Dich, denn alles, was man durch Stillproben herausfinden könnte, wissen wir bereits. Allerdings haben Stillprobene Risiken und Nebenwirkungen: Sie sind ein Stressfaktor fürs Baby (vorher und nachher wiegen findet kein Baby lustig) und für Dich (welche Wirkung werden die Zahlen auf Dich haben?..), und können damit zum eigentlichen Stillproblem BEITRAGEN. Diesen Risiken und Nebenwirkungen währt Ihr ausgesetzt, und das ohne jeden Nutzen - kein guter Deal.
Wichtig ist lediglich, dass die Ernährung zufriedenstellend klappt, er gut ausscheidet und gesund ist.
Falls Du das Gefühl hast, dass ihn "Milchfluss von Anfang an" an der "unbeliebten" BW dazu animieren könnte, länger dran zu bleiben, dann kannst Du erwägen, vorübergehend an dieser Seite WÄHREND des Stillens an der Brust zuzufüttern. Das geht auch mit dem Finger-Feeding-Aufsatz (den Ihr ja wahrscheinlich nutzt, richtig?).
Helfen Dir diese Hinweise erstmal weiter?
Mein Vorschlag wäre bis Sonntag Abend:
* dem Gewicht keinerlei Beachtung schenken, keine Stillproben machen.
* Weiter nach Bedarf stillen und die rechte Seite gelegentlich abpumpen.
* Dranbleiben und immer wieder rechts anbieten (ruhig auch als ERSTE Seite, z.B. wenn er gerade wach wird). Nicht zu schnell aufgeben.
Was hältst Du von diesem Vorgehen?
Und wenn bis Sonntag Abend gar keine Verbesserungen festzustellen sind, dann überlegen wir weiter, welche Möglichkeiten noch ausprobiert werden könnten?
LG
Julia
Also zunächst: schön, dass er inzwischen schon munterer ist, das ist gut.
Schaust Du noch mal auf die Daten, ob diese so stimmen? Hast Du noch mehr Daten? Falls ja, bitte angeben.
04.07. (?) 2505 g Geburt
07.07. (?) 2225 g Entlassung
11.07. 2300 g
12.07. 2360 g
Wenn diese Daten so stimmen, dann muss ich von der Durchführung von Stillproben DEUTLICH ABRATEN. Zusammen mit der guten Gewichtszunahme und den reichlichen Ausscheidungen, mit seinen völlig normalen Stillabständen und Deiner super etablierten Milchbildung gibt es ÜBERHAUPT KEINEN Grund anzunehmen, dass mit der Portionsgröße bei Euch irgendetwas nicht stimmt.
Das Gegenteil ist der Fall: Ihr habt momentan noch Stillprobleme und seid noch aufs Zufüttern angewiesen, Dein Baby war sehr schläfrig und ist frühgeboren. Und TROTZDEM hat er in den letzten 5 Tagen ca 130 g zugenommen. Damit STEHT FEST, dass auf jeden Fall an genug Milch pro Mahlzeit herankommt.
Die Durchführung von Stillproben hat dementsprechend KEINERLEI NUTZEN für Dich, denn alles, was man durch Stillproben herausfinden könnte, wissen wir bereits. Allerdings haben Stillprobene Risiken und Nebenwirkungen: Sie sind ein Stressfaktor fürs Baby (vorher und nachher wiegen findet kein Baby lustig) und für Dich (welche Wirkung werden die Zahlen auf Dich haben?..), und können damit zum eigentlichen Stillproblem BEITRAGEN. Diesen Risiken und Nebenwirkungen währt Ihr ausgesetzt, und das ohne jeden Nutzen - kein guter Deal.
Achtung: Das Erfüllen irgendwelcher Normen ("Bis zum Tag X soll das Baby Y wiegen") ist NICHT Sinn dieser Lehrsätze! Aus dem korrekten Lehrsatz "Viele Babys erreichen ihr Geburtsgewicht innerhalb der ersten 14 Tage wieder. Ein Nichtwiedererreichen kann z.B. auf ein Stillproblem hindeuten." lässt sich absolut nicht ableiten, dass ALLE Babys ihr Geburtsgewicht bis dahin wieder haben sollten, oder dass es besonders GUT ist, wenn dies der Fall ist oder so. Wir WISSEN doch bereits, dass Ihr derzeit noch ein Stillproblem habt und Ihr bereits daran arbeitet!.. Es ist VÖLLIG EGAL, wieviel genau Dein Baby am nächsten Donnerstag (oder Montag oder Samstag wiegt).Immerhin sollte er ja bis Donnerstag sein Geburtsgewicht wieder haben!
Wichtig ist lediglich, dass die Ernährung zufriedenstellend klappt, er gut ausscheidet und gesund ist.
Ja, natürlich. In unserer Grundinfo "Stillfreundliche Zufüttermethoden" findest Du eine Übersicht. Gerade wenn Eure Zufüttermengen nur klein sind, würde ich definitiv zu einer saugfreien Methode raten.Gibt es außer das feedern noch eine andere Möglichkeit, außer Magensonde, um der kleinen Zuckerschnute Muttermilch zukommen zu lassen!
Das ist aber auf jeden Fall schon mal ein guter Ansatz. Ich kann verstehen, dass die Situation etwas unangenehm ist, aber etwas Hartnäckigkeit ist da sicher richtig. Wenn Du seine Akzeptanz auf diese Weise steigern kannst, dann auf jeden Fall weiter so. Immer wieder probieren, immer wieder Positionen wechseln, und DRANBLEIBEN.An der linken Seite funktioniert dass Stillen außer im Liegen - habe ich noch nicht ausprobiert, da die Kaiserschnittnarbe dabei wehtut - in den genannten Positionen gut! Er dockt ohne Probleme an und bleibt auch so ca. 10 min. Dabei!
An der rechten Seite macht er das Mündchen auf nimmt die Warze kurz in den Mund und befördert sie mit der Zumge wieder raus! Nur wenn er auf meinem Schoß liegt und ich ihm die Warze von oben in den Mund Drücke und ein wenig das Köpfchen gegenhalte dann saugt er ein wenig daran, er scheint auch Milch raus zu bekommen, aber das muss ich dann ziemlich oft wiederholen und glücklich bin ich da nicht, wenn ich ihm das so ins "Gesicht massieren muss" .
Falls Du das Gefühl hast, dass ihn "Milchfluss von Anfang an" an der "unbeliebten" BW dazu animieren könnte, länger dran zu bleiben, dann kannst Du erwägen, vorübergehend an dieser Seite WÄHREND des Stillens an der Brust zuzufüttern. Das geht auch mit dem Finger-Feeding-Aufsatz (den Ihr ja wahrscheinlich nutzt, richtig?).
Helfen Dir diese Hinweise erstmal weiter?
Mein Vorschlag wäre bis Sonntag Abend:
* dem Gewicht keinerlei Beachtung schenken, keine Stillproben machen.
* Weiter nach Bedarf stillen und die rechte Seite gelegentlich abpumpen.
* Dranbleiben und immer wieder rechts anbieten (ruhig auch als ERSTE Seite, z.B. wenn er gerade wach wird). Nicht zu schnell aufgeben.
Was hältst Du von diesem Vorgehen?
Und wenn bis Sonntag Abend gar keine Verbesserungen festzustellen sind, dann überlegen wir weiter, welche Möglichkeiten noch ausprobiert werden könnten?
LG
Julia
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Pam
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Re: Verweigern eine Brust
So machen wird das!
Vielen Dank für deine Einschätzung, sie hilft mir sehr.
Hier unsere Wiegdaten:
Geburtsgewicht: 2505 g
4.7. (nachmittags): 2475 g
5.7. 2360g
6.7. 2270g
7.7. 2225g
8.7. 2300g
9.7. 2330g
10.7. 2380g
11.7. 2330g
12.7. 2360g
Vielen Dank für deine Einschätzung, sie hilft mir sehr.
Hier unsere Wiegdaten:
Geburtsgewicht: 2505 g
4.7. (nachmittags): 2475 g
5.7. 2360g
6.7. 2270g
7.7. 2225g
8.7. 2300g
9.7. 2330g
10.7. 2380g
11.7. 2330g
12.7. 2360g
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Pam
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Re: Verweigern eine Brust
Heute wog der kleine Mann 2490 g, also er nimmt stetig zu!
Auch die Akzeptanz der rechten Brust konnte ich mit viel Hartnäckigkeit etwas steigern, leider nimmt er sie noch nicht immer! Habe aber festgestellt, dass es im Liegen besser klappt!
Ich bin mir jetzt nur unsicher, ob ich weiter nach dem Stillen feedern soll, denn die Mengen, die er da nimmt sind nicht wirklich von Bedeutung ( meist so um die 10 bis 15 ml).
Abpumpen muss ich die rechte Brust immer mal wieder, da ich sonst das Gefühl habe ich Plätze, links entleert er die Brust recht gut!
Auch die Akzeptanz der rechten Brust konnte ich mit viel Hartnäckigkeit etwas steigern, leider nimmt er sie noch nicht immer! Habe aber festgestellt, dass es im Liegen besser klappt!
Ich bin mir jetzt nur unsicher, ob ich weiter nach dem Stillen feedern soll, denn die Mengen, die er da nimmt sind nicht wirklich von Bedeutung ( meist so um die 10 bis 15 ml).
Abpumpen muss ich die rechte Brust immer mal wieder, da ich sonst das Gefühl habe ich Plätze, links entleert er die Brust recht gut!
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jusl
- Jusl Almighty
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Re: Verweigern eine Brust
Eine erfreuliche Entwicklung, prima.
Weiter dranbleiben, das wird schon noch. Gut, dass Du das mit der Stillposition im Liegen herausgefunden hast.
Daher meine Empfehlung:
Ab sofort gar kein Finger-Feeding mehr, nur noch stillen, die rechte Seite immer zuerst anbieten, und gelegentlich - nur wenn Du das Gefühl hast, es wäre nötig - die rechte Seite abpumpen.
Dann schauen wir noch die nächsten 1-2 Wochen, wie sich das Gewicht ohne Zufüttern entwickelt, und natürlich wie es weiterhin mit dem beidseitigen Stillen klappt, und dann reicht das möglicherweise schon.
Was meinst Du dazu?
LG
Julia
Weiter dranbleiben, das wird schon noch. Gut, dass Du das mit der Stillposition im Liegen herausgefunden hast.
Im Grunde beantwortest Du Dir die Frage ja selbst: Die Zufüttermengen sind sehr gering, und die Gewichtsentwicklung liegt im komplett unauffälligen Bereich:Ich bin mir jetzt nur unsicher, ob ich weiter nach dem Stillen feedern soll, denn die Mengen, die er da nimmt sind nicht wirklich von Bedeutung ( meist so um die 10 bis 15 ml).
- dazu kommt, dass Finger-Feeding selbst, wie schon geschrieben, zum Problem beitragen kann.Geburtsgewicht: 2505 g
4.7. (nachmittags): 2475 g
5.7. 2360g
6.7. 2270g
7.7. 2225g
8.7. 2300g
9.7. 2330g
10.7. 2380g
11.7. 2330g
12.7. 2360g
15.7. 2490g
Daher meine Empfehlung:
Ab sofort gar kein Finger-Feeding mehr, nur noch stillen, die rechte Seite immer zuerst anbieten, und gelegentlich - nur wenn Du das Gefühl hast, es wäre nötig - die rechte Seite abpumpen.
Dann schauen wir noch die nächsten 1-2 Wochen, wie sich das Gewicht ohne Zufüttern entwickelt, und natürlich wie es weiterhin mit dem beidseitigen Stillen klappt, und dann reicht das möglicherweise schon.
Was meinst Du dazu?
LG
Julia
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Re: Verweigern eine Brust
Gut, dann lass ich das Feedern einfach mal weg und schaue was das Gewicht sagt!
Vielen Dank nochmal für die tolle Hilfe und Unterstützung!
Vielen Dank nochmal für die tolle Hilfe und Unterstützung!

