So geht es nicht weiter... stillen reduzieren?
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- Nina
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So geht es nicht weiter... stillen reduzieren?
Hallo zusammen,
meine Zwillinge sind nun 13 Monate alt und wollen soooo viel stillen, daß ich das im Moment nicht mehr schaffe und auch so nicht mehr möchte. Wer unsere Vorgeschichte kennt weiß ja, daß ich sehr ums Stillen gekämpft habe, und wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum ich das so lange so mitgemacht habe, obwohl es mir schon seit einer Weile zu viel geworden ist.
Die beiden essen seit einiger Zeit alles mit, was es bei uns so gibt, sie essen viel und trinken auch viel. Sie haben gefühlt immer Hunger, aber sie wollen auch dauernd stillen, tag und nacht.
Wenn wir tagsüber viel unterwegs sind, ist es besser, dann sind sie abgelenkt und stillen dann dafür halt eher nachts, aber wenn wir hier zuhause sind und ich zB Besuch habe und auch mal eine Weile auf der Couch sitzen und quatschen möchte, könnte ich im Grunde permanent tandem- und dauerstillen. Aber leider nicht kuschelig gemütlich wie einst sondern sehr turbulent: die beiden treten sich, greifen sich in die Augen, zerren einander an den Haaren, docken ab und wieder an...Ich versuche es zu vermeiden, beide gleichzeitig zu stillen. Wenn ich nur einen stille, zerrt mir der andere am Bein und heult... es ist sooo anstrengend.
Wenn wir unterwegs waren und nach hause kommen, und es sowieso viel Geschrei gibt, auch wegen der großen Kinder, dann kreischen sie, sobald ich sie absetze, bis sie endlich stillen können. Fast am schlimmesten ist es beim Essen: sie turnen ewig in den Stühlen rum, wollen auf den Tisch klettern, sind sie auf dem Schoß winden sie sich und wollen runter, sind sie unten, zerren sie an mir und wollen hoch, beim essen kreischt bei uns grundsätzlich mindestens ein Kind. Daß ich es so meistens nicht schaffe, in Ruhe und genug zu essen, muß ich wohl nicht extra erwähnen.
Nachts war es eigentlich schon so gut, die beiden haben fast durchgeschlafen! Waren 1-2 Mal pro Nacht wach, das war toll! Und jetzt, vor allem seit es so heiß war, ist es katastrophal geworden. Beide werden dauernd wach, und wollen dann jedes Mal stillen, oft auch lange, und es klappt nicht immer, sie dann wieder abzulegen. Sie haben nachts auch oft Durst, Wasser biete ich natürlich auch an. Oft, wie heute, will dennoch ab ca 4:30 mindestens ein Zwilling dauerstillen so daß ich um 6 total gerädert mit schmerzendem Rücken und BW aufstehe.
Und zu allem Überfluss neige ich ja auch noch so sehr zu Milchstau. An der rechten Brust gehen die Schmerzen schon kaum noch weg, zu sehen ist allerdings nicht. Wenn da eine harte Stelle ist, dann ganz innendrin, nicht tastbar. ich denke es kommt davon, daß ich beim nächtlichen Tandemstillen ja beide halb auf mir draufliegen habe...
Wenn ich nicht da bin und meine Ma sich hier mal um die beiden kümmert, klappt alles bestens - bis sie mich dann wiedersehen. Dann lassen sie alles stehen und liegen und wollen nur noch stillen.
Was mich daran stört ist, daß das Stillen sie gar nicht zufrieden macht, sondern sie nur immer unzufriedener werden und immer mehr wollen! Kann man denn zu viel stillen?
Meist hilft dann nur rausgehen oder sonstwie ablenken. Sie waren ja von Anfang an eher unzufriedene Babys, aber jetzt ist es echt krass geworden. Ich frage mich, ob das immer noch mit der Hypogalaktie-Vorgeschichte zusammenhängen könnte? Angst, zu kurz zu kommen, weil das Angebot von Anfang an beschränkt war?
Auf jeden Fall frage ich mich, wie ich das Stillen etwas reduzieren könnte und ob das helfen würde. Ich möchte gerne noch lange weiterstillen, aber nicht so. Ich bin also für alle Tips dankbar, wie ich den Stress rausbekommen könnte.
Erschöpfte Grüße,
Nina
meine Zwillinge sind nun 13 Monate alt und wollen soooo viel stillen, daß ich das im Moment nicht mehr schaffe und auch so nicht mehr möchte. Wer unsere Vorgeschichte kennt weiß ja, daß ich sehr ums Stillen gekämpft habe, und wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum ich das so lange so mitgemacht habe, obwohl es mir schon seit einer Weile zu viel geworden ist.
Die beiden essen seit einiger Zeit alles mit, was es bei uns so gibt, sie essen viel und trinken auch viel. Sie haben gefühlt immer Hunger, aber sie wollen auch dauernd stillen, tag und nacht.
Wenn wir tagsüber viel unterwegs sind, ist es besser, dann sind sie abgelenkt und stillen dann dafür halt eher nachts, aber wenn wir hier zuhause sind und ich zB Besuch habe und auch mal eine Weile auf der Couch sitzen und quatschen möchte, könnte ich im Grunde permanent tandem- und dauerstillen. Aber leider nicht kuschelig gemütlich wie einst sondern sehr turbulent: die beiden treten sich, greifen sich in die Augen, zerren einander an den Haaren, docken ab und wieder an...Ich versuche es zu vermeiden, beide gleichzeitig zu stillen. Wenn ich nur einen stille, zerrt mir der andere am Bein und heult... es ist sooo anstrengend.
Wenn wir unterwegs waren und nach hause kommen, und es sowieso viel Geschrei gibt, auch wegen der großen Kinder, dann kreischen sie, sobald ich sie absetze, bis sie endlich stillen können. Fast am schlimmesten ist es beim Essen: sie turnen ewig in den Stühlen rum, wollen auf den Tisch klettern, sind sie auf dem Schoß winden sie sich und wollen runter, sind sie unten, zerren sie an mir und wollen hoch, beim essen kreischt bei uns grundsätzlich mindestens ein Kind. Daß ich es so meistens nicht schaffe, in Ruhe und genug zu essen, muß ich wohl nicht extra erwähnen.
Nachts war es eigentlich schon so gut, die beiden haben fast durchgeschlafen! Waren 1-2 Mal pro Nacht wach, das war toll! Und jetzt, vor allem seit es so heiß war, ist es katastrophal geworden. Beide werden dauernd wach, und wollen dann jedes Mal stillen, oft auch lange, und es klappt nicht immer, sie dann wieder abzulegen. Sie haben nachts auch oft Durst, Wasser biete ich natürlich auch an. Oft, wie heute, will dennoch ab ca 4:30 mindestens ein Zwilling dauerstillen so daß ich um 6 total gerädert mit schmerzendem Rücken und BW aufstehe.
Und zu allem Überfluss neige ich ja auch noch so sehr zu Milchstau. An der rechten Brust gehen die Schmerzen schon kaum noch weg, zu sehen ist allerdings nicht. Wenn da eine harte Stelle ist, dann ganz innendrin, nicht tastbar. ich denke es kommt davon, daß ich beim nächtlichen Tandemstillen ja beide halb auf mir draufliegen habe...
Wenn ich nicht da bin und meine Ma sich hier mal um die beiden kümmert, klappt alles bestens - bis sie mich dann wiedersehen. Dann lassen sie alles stehen und liegen und wollen nur noch stillen.
Was mich daran stört ist, daß das Stillen sie gar nicht zufrieden macht, sondern sie nur immer unzufriedener werden und immer mehr wollen! Kann man denn zu viel stillen?
Meist hilft dann nur rausgehen oder sonstwie ablenken. Sie waren ja von Anfang an eher unzufriedene Babys, aber jetzt ist es echt krass geworden. Ich frage mich, ob das immer noch mit der Hypogalaktie-Vorgeschichte zusammenhängen könnte? Angst, zu kurz zu kommen, weil das Angebot von Anfang an beschränkt war?
Auf jeden Fall frage ich mich, wie ich das Stillen etwas reduzieren könnte und ob das helfen würde. Ich möchte gerne noch lange weiterstillen, aber nicht so. Ich bin also für alle Tips dankbar, wie ich den Stress rausbekommen könnte.
Erschöpfte Grüße,
Nina
LG,
Nina mit Emily (08/05), Jonathan (02/08 ), Katharina (01/11) und Überraschungs-Doppelpack (05/12)
Tief im Winter lernte ich endlich, dass in mir ein unbesiegbarer Sommer lag.
(Albert Camus)
Nina mit Emily (08/05), Jonathan (02/08 ), Katharina (01/11) und Überraschungs-Doppelpack (05/12)
Tief im Winter lernte ich endlich, dass in mir ein unbesiegbarer Sommer lag.
(Albert Camus)
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ananstem
- schreibt ganz schön oft
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- Registriert: 16.03.2013, 16:46
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Re: So geht es nicht weiter... stillen reduzieren?
Liebe Nina,
Ich weis gar nicht wie du das alles schaffst.
Du bist ja echt der Hammer! Respekt!!!
Ich fühle mich manchmal schon von einem Kind total ausgelaugt
Ich weis leider auch keinen Rat, wollte dir aber sagen das du schon eine riesige Leistung erbracht
hast in dem du deine Zwillinge 13 Monat gestillt hast. Vielleicht ist es jetzt aber an der Zeit ein
wenig an dich und deine Gesundheit zu denken, denn wenn du so fertig bist tust du deinen Kindern
ja auch keinen Gefallen.
Ich wünsche dir auf jeden Fall gaaaaanz viel Kraft und du wirst schon das Richtige tun!
Alles Liebe, ananstem
Ich weis gar nicht wie du das alles schaffst.
Ich fühle mich manchmal schon von einem Kind total ausgelaugt
Ich weis leider auch keinen Rat, wollte dir aber sagen das du schon eine riesige Leistung erbracht
hast in dem du deine Zwillinge 13 Monat gestillt hast. Vielleicht ist es jetzt aber an der Zeit ein
wenig an dich und deine Gesundheit zu denken, denn wenn du so fertig bist tust du deinen Kindern
ja auch keinen Gefallen.
Ich wünsche dir auf jeden Fall gaaaaanz viel Kraft und du wirst schon das Richtige tun!
Alles Liebe, ananstem
- Johana
- Power-SuTler
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- Registriert: 11.02.2008, 10:00
Re: AW: So geht es nicht weiter... stillen reduzieren?
Oha! Genau so war es bei mir auch
!
Bin gerade auf dem Sprung, kann also nicht richtig schreiben.
Ich schicke dir mal eine Portion Kraft!!!
Liebe Grüße
Bin gerade auf dem Sprung, kann also nicht richtig schreiben.
Ich schicke dir mal eine Portion Kraft!!!
Liebe Grüße
-
Fchen
- ist nicht mehr wegzudenken
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- Registriert: 13.07.2012, 16:30
Re: So geht es nicht weiter... stillen reduzieren?
Ich kann Dir auch nichts raten, ziehe aber wirklich den Hut vor Dir!
(Nina)
(Nina)
Liebe Grüße,
Euer Fchen
ClauWi GK (02/13) und MK (08/13) und FoBi (09/14)
Euer Fchen
ClauWi GK (02/13) und MK (08/13) und FoBi (09/14)
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(ka)
- ist nicht mehr wegzudenken
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- Registriert: 01.06.2007, 20:22
- Wohnort: Berlin
Re: So geht es nicht weiter... stillen reduzieren?
Kommt mir auch sehr bekannt vor... Vor allem an dieses "wenn man den einen stillt, steht der andre am Bein und kreischt und will auch hoch" erinner ich mich nur mit Gänsehaut.. Ich mochte mein beiden zb in der Öffentlichkeit ab dem "Hample-Alter" nicht mehr Tandemstillen .. man wird tandemstillend ja eh schon wie ein Weltwunder angestarrt und dann mit zwei Hampelkindern an der Brust die einen komplett dabei ausziehen.. eins stillend und eins kreischend ist allerdings auch nicht besser... uh ich erinner mich noch gut.
Ehrlich gesagt war meine Konsequenz dann tagsüber abzustillen. Ich wollte erst nur reduzieren und dann merkte ich schnell das das wohl bei G gegangen wäre, der war recht genügsam, nahm hin was ich ihm anbot und liess sich anders ablenken.. J hingegen war ein totaler Hardcore-stiller mit dem das Reduzieren irgendwie nicht ging. Ganz oder gar nicht war seine Prämisse und so stillte ich dann beide mit einem Jahr ca tagsüber ab. Bei G funktionierte das gut. Der stillte dann nachts auch weiter nur einmal. J ass ab da tagsüber fast nichts mehr und stillte dafür die ganze Nacht. Was wiederum dazu führte, das ich auch relativ schnell leider nachts abstillte, da ich schlichtweg Schlaf brauchte, um den Tag mit den Knirpsen und der Grosse gut meistern zu können. So richtig befriedigend war das Stillende für mich damals nicht. Pragmatisch war es quasi im Sinne der Ressourcenverteilung der Familie aber nicht wirklich das was ich mir vorgestellt hatte.
Im Nachhinein bereue ich es aber nicht. Die beiden haben in der Tat schnell angefangen zuverlässig zu schlafen (mit so ein maximal zwei Mal kurz aufwachen und neu ankuscheln nachts - total normal also) und ich konnte sie ab dem Zeitpunkt dann gemeinsam ohne Stillen im Liegen entspannt in den Schlaf begeliten. FÜr mich damals ein riesiger Gewinn! Da ich vorher beide einzeln ins Bett bringen musste weil es mit dem Gezerre um die Brust nicht anders ging..
Ehrlich gesagt war meine Konsequenz dann tagsüber abzustillen. Ich wollte erst nur reduzieren und dann merkte ich schnell das das wohl bei G gegangen wäre, der war recht genügsam, nahm hin was ich ihm anbot und liess sich anders ablenken.. J hingegen war ein totaler Hardcore-stiller mit dem das Reduzieren irgendwie nicht ging. Ganz oder gar nicht war seine Prämisse und so stillte ich dann beide mit einem Jahr ca tagsüber ab. Bei G funktionierte das gut. Der stillte dann nachts auch weiter nur einmal. J ass ab da tagsüber fast nichts mehr und stillte dafür die ganze Nacht. Was wiederum dazu führte, das ich auch relativ schnell leider nachts abstillte, da ich schlichtweg Schlaf brauchte, um den Tag mit den Knirpsen und der Grosse gut meistern zu können. So richtig befriedigend war das Stillende für mich damals nicht. Pragmatisch war es quasi im Sinne der Ressourcenverteilung der Familie aber nicht wirklich das was ich mir vorgestellt hatte.
Im Nachhinein bereue ich es aber nicht. Die beiden haben in der Tat schnell angefangen zuverlässig zu schlafen (mit so ein maximal zwei Mal kurz aufwachen und neu ankuscheln nachts - total normal also) und ich konnte sie ab dem Zeitpunkt dann gemeinsam ohne Stillen im Liegen entspannt in den Schlaf begeliten. FÜr mich damals ein riesiger Gewinn! Da ich vorher beide einzeln ins Bett bringen musste weil es mit dem Gezerre um die Brust nicht anders ging..
Ka mit Räubertochter (geboren 10/06) und zwei Wichtelsöhnen (geboren 12/2010)
dunkelblaublog
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(ka)
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: So geht es nicht weiter... stillen reduzieren?
achso was ich jetzt komplett vergessen hab: ich wünsche dir eine für euch gut passende Entscheidung und Änderung der Situation!!!
Ka mit Räubertochter (geboren 10/06) und zwei Wichtelsöhnen (geboren 12/2010)
dunkelblaublog
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Fchen
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: So geht es nicht weiter... stillen reduzieren?
Da schliess ich mich an!(ka) hat geschrieben:achso was ich jetzt komplett vergessen hab: ich wünsche dir eine für euch gut passende Entscheidung und Änderung der Situation!!!
Liebe Grüße,
Euer Fchen
ClauWi GK (02/13) und MK (08/13) und FoBi (09/14)
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Captainsparrow
Re: So geht es nicht weiter... stillen reduzieren?
Das klingt wirklich total anstrengend. Was musst Du fertig sein, mich hat ein einzelnes Kind mit diesem Stillverhalten schon so an den Rand der Verzweiflung gebracht... Dann noch 2..... Ich ziehe meinen Sonnenhut ( Endlich keine Regenkappe mehr...) , und hoffe ihr findet eine Lösung mit der alle gut zurecht kommen
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jusl
- Jusl Almighty
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- Wohnort: nördlich des Weißwurstäquators
Re: So geht es nicht weiter... stillen reduzieren?
Hallo Nina,
ich kann außer Trost eigentlich nur folgende zwei Aspekte beisteuern:
1. Zunächst zu Deiner Frage, aus der ich meine, eine Art schlechtes Gewissen bei Dir herauszulesen
:
2. Dein Alltag klingt wahnsinnig anstrengend, und das viele Stillen trägt dazu bei. Aber dennoch scheint es nur ein TEIL des Problems zu sein - die für mich markanten Sätze sind diese:
Und Lösungsansätze lieferst Du gleich mit:
Also, Du hast 5 anstrengende Kinder, von denen nicht nur die beiden jüngsten relativ viel Geschrei machen, Essen und Schlafen ist sehr schwierig momentan, und am schwierigsten ist es, wenn Du Dich allein um alle(s) kümmern musst.
Bist Du unterwegs, oder hast daheim Unterstützung, klappt es besser.
Ob Du bei dem Tohuwabohu stillst oder nicht, halte ich dabei für eher nebensächlich. Deine Beschreibung könnte genauso gut von einer flaschefütternden Mutter stammen, bei denen die Kinder eben auf häufiges mama-exklusives Flaschetrinken bestehen.
Einen wesentlich vielversprechenderen Ansatz sehe ich in der Schaffung verlässlicher und weitreichender Unterstützungsstrukturen, die unmittelbar DIR nützen. Konkret:
Welche Betreuungsmöglichkeiten gibt es? Wer kann dreimal pro Woche nachmittags auf Deine Zwillinge aufpassen? Gibt es vormittags Spielkreise, Krippenplätze, Krabbelgruppen?
Wer kann Euch alle am frühen Abend bekochen und die Kinder in Schlafanzüge stecken?
DAS wären für mich die wichtigen Fragen!..
Und zum vergleichsweise kleinen Aspekt des Stillens: Hast Du schonmal über tags ODER nachts Abstillen nachgedacht? Würde Dir das etwas bringen? Ich könnte mir vorstellen, gerade wenn Deine Zwillis nachts schon mal deutlich besser geschlafen haben als jetzt, legst Du auf ruhige Nächte Wert?
Welche Alternativen zum Stillen tagsüber könntest Du Dir denn vorstellen?
LG
Julia
ich kann außer Trost eigentlich nur folgende zwei Aspekte beisteuern:
1. Zunächst zu Deiner Frage, aus der ich meine, eine Art schlechtes Gewissen bei Dir herauszulesen
Ich bin KOMPLETT davon überzeugt, dass Du hier KEINERLEI Zusammenhänge zu befürchten hast. Wie Du schon schriebst: Deine Kinder sind anstrengend und anspruchsvoll - ihren anspruchsvollen Charakter hatten sie praktisch von Geburt an, und das Phänomen kennst Du ja auch zum Teil schon von Deinen älteren Kindern. Du hättest sie mit literweise Muttermilch überschütten können, bis ihnen die Milch zu den Ohren herauskommt - ich bin sicher, die jetzige Situation wäre auch dann exakt so, wie sie jetzt ist.Ich frage mich, ob das immer noch mit der Hypogalaktie-Vorgeschichte zusammenhängen könnte? Angst, zu kurz zu kommen, weil das Angebot von Anfang an beschränkt war?
2. Dein Alltag klingt wahnsinnig anstrengend, und das viele Stillen trägt dazu bei. Aber dennoch scheint es nur ein TEIL des Problems zu sein - die für mich markanten Sätze sind diese:
, aber wenn wir hier zuhause sind und ich zB Besuch habe und auch mal eine Weile auf der Couch sitzen und quatschen möchte, könnte ich im Grunde permanent tandem- und dauerstillen. Aber leider nicht kuschelig gemütlich wie einst sondern sehr turbulent: die beiden treten sich, greifen sich in die Augen, zerren einander an den Haaren, docken ab und wieder an...Ich versuche es zu vermeiden, beide gleichzeitig zu stillen. Wenn ich nur einen stille, zerrt mir der andere am Bein und heult...
Wenn wir unterwegs waren und nach hause kommen, und es sowieso viel Geschrei gibt, auch wegen der großen Kinder,
Fast am schlimmesten ist es beim Essen: sie turnen ewig in den Stühlen rum, wollen auf den Tisch klettern, sind sie auf dem Schoß winden sie sich und wollen runter, sind sie unten, zerren sie an mir und wollen hoch, beim essen kreischt bei uns grundsätzlich mindestens ein Kind.
die beiden haben fast durchgeschlafen! Waren 1-2 Mal pro Nacht wach, das war toll! Und jetzt, vor allem seit es so heiß war, ist es katastrophal geworden.
Und Lösungsansätze lieferst Du gleich mit:
Wenn wir tagsüber viel unterwegs sind, ist es besser, dann sind sie abgelenkt
Wenn ich nicht da bin und meine Ma sich hier mal um die beiden kümmert, klappt alles bestens
Also, Du hast 5 anstrengende Kinder, von denen nicht nur die beiden jüngsten relativ viel Geschrei machen, Essen und Schlafen ist sehr schwierig momentan, und am schwierigsten ist es, wenn Du Dich allein um alle(s) kümmern musst.
Bist Du unterwegs, oder hast daheim Unterstützung, klappt es besser.
Ob Du bei dem Tohuwabohu stillst oder nicht, halte ich dabei für eher nebensächlich. Deine Beschreibung könnte genauso gut von einer flaschefütternden Mutter stammen, bei denen die Kinder eben auf häufiges mama-exklusives Flaschetrinken bestehen.
Einen wesentlich vielversprechenderen Ansatz sehe ich in der Schaffung verlässlicher und weitreichender Unterstützungsstrukturen, die unmittelbar DIR nützen. Konkret:
Welche Betreuungsmöglichkeiten gibt es? Wer kann dreimal pro Woche nachmittags auf Deine Zwillinge aufpassen? Gibt es vormittags Spielkreise, Krippenplätze, Krabbelgruppen?
Wer kann Euch alle am frühen Abend bekochen und die Kinder in Schlafanzüge stecken?
DAS wären für mich die wichtigen Fragen!..
Und zum vergleichsweise kleinen Aspekt des Stillens: Hast Du schonmal über tags ODER nachts Abstillen nachgedacht? Würde Dir das etwas bringen? Ich könnte mir vorstellen, gerade wenn Deine Zwillis nachts schon mal deutlich besser geschlafen haben als jetzt, legst Du auf ruhige Nächte Wert?
Welche Alternativen zum Stillen tagsüber könntest Du Dir denn vorstellen?
LG
Julia
-
Ursi99
- gehört zum Inventar
- Beiträge: 577
- Registriert: 15.04.2012, 15:29
Re: So geht es nicht weiter... stillen reduzieren?
Hallo Nina,
wollte Dir auch mal ein paar Kraftkekse rüberschicken - so von Zwillingsmutter zu Zwillingsmutter
Einen richtigen Tipp habe ich leider nicht für Dich.
Das was jusl geschrieben hat, klingt jedoch für mich einleuchtend - wahrscheinlich ist es ja gar nicht das stillen an sich, sondern das immer-an-Dir-dranhängen....das kann ich total gut nachvollziehen.
Das mit der Hilfe holen ist so eine Sache - ich finde, jusl hat recht, aber ich tue mich auch total schwer, Hilfe anzunehmen.... ich hatte ja anfangs eine Frau von wellcome da, so 'ne Art Ersatzoma, die war total lieb und mit dem Großen hab ich sie auch gern weggeschickt. Als er dann aber in eine Spielgruppe kam und sie die Zwillinge nehmen wollte/sollte, damit ich mal Luft für mich habe, konnte ich sie immer nur total schwer abgeben. Ich will auch immer alles alleine machen, und WENN ich dann mal Zeit für mich habe, habe ich gar keine Lust drauf, weil ich dann meine Kinder vermisse...
Hm wenn Du wirklich das stillen reduzieren willst würde ich vielleicht versuchen, ganz klar anzusagen und dann eben tagsüber nur noch wenig stillen lassen. Dass das in Geschrei endet ist mir schon auch klar....
Tut mir leid, ich weiss leider keine tolle Lösung für Dich
Ich hoffe es regelt sich von alleine....
Meine schlafen übrigens auch nicht durch, ab und zu ist eine Nacht dabei, wo jede nur 1x stillt, aber meistens hat eine eine schlechte Nacht und trinkt dann 3,4,5 mal - plus die andere eben noch 1,2 mal. Ist natürlich kein Dauerstillen wie bei Dir, aber dennoch werden sie oft nachts wach. Hier wird auch dauer-gezahnt, das schlaucht die beiden ganz schön. Und dann natürlich ständig Schübe/neues, krabbeln, stehen, jetzt laufen....
tagsüber kommt es sehr darauf an, was wir machen. Wenn ich viel daheim bin, stillen sie auch viel mehr als wenn wir unterwegs sind! Allerdings holen sie das dann oft nachts wieder rein.
Tandemstillen geht hier auch kaum noch, da sie sich auch sehr stören und bevorzugt den anderen in die Augen piksen!
Ach so was mir noch aufgefallen ist: wollen sie denn wirklich immer stillen? oder reicht es ihnen, wenn du sie hochnimmst? Schnuller bietest Du keine an gell?
wollte Dir auch mal ein paar Kraftkekse rüberschicken - so von Zwillingsmutter zu Zwillingsmutter
Einen richtigen Tipp habe ich leider nicht für Dich.
Das was jusl geschrieben hat, klingt jedoch für mich einleuchtend - wahrscheinlich ist es ja gar nicht das stillen an sich, sondern das immer-an-Dir-dranhängen....das kann ich total gut nachvollziehen.
Das mit der Hilfe holen ist so eine Sache - ich finde, jusl hat recht, aber ich tue mich auch total schwer, Hilfe anzunehmen.... ich hatte ja anfangs eine Frau von wellcome da, so 'ne Art Ersatzoma, die war total lieb und mit dem Großen hab ich sie auch gern weggeschickt. Als er dann aber in eine Spielgruppe kam und sie die Zwillinge nehmen wollte/sollte, damit ich mal Luft für mich habe, konnte ich sie immer nur total schwer abgeben. Ich will auch immer alles alleine machen, und WENN ich dann mal Zeit für mich habe, habe ich gar keine Lust drauf, weil ich dann meine Kinder vermisse...
Hm wenn Du wirklich das stillen reduzieren willst würde ich vielleicht versuchen, ganz klar anzusagen und dann eben tagsüber nur noch wenig stillen lassen. Dass das in Geschrei endet ist mir schon auch klar....
Tut mir leid, ich weiss leider keine tolle Lösung für Dich
Ich hoffe es regelt sich von alleine....
Meine schlafen übrigens auch nicht durch, ab und zu ist eine Nacht dabei, wo jede nur 1x stillt, aber meistens hat eine eine schlechte Nacht und trinkt dann 3,4,5 mal - plus die andere eben noch 1,2 mal. Ist natürlich kein Dauerstillen wie bei Dir, aber dennoch werden sie oft nachts wach. Hier wird auch dauer-gezahnt, das schlaucht die beiden ganz schön. Und dann natürlich ständig Schübe/neues, krabbeln, stehen, jetzt laufen....
tagsüber kommt es sehr darauf an, was wir machen. Wenn ich viel daheim bin, stillen sie auch viel mehr als wenn wir unterwegs sind! Allerdings holen sie das dann oft nachts wieder rein.
Tandemstillen geht hier auch kaum noch, da sie sich auch sehr stören und bevorzugt den anderen in die Augen piksen!
Ach so was mir noch aufgefallen ist: wollen sie denn wirklich immer stillen? oder reicht es ihnen, wenn du sie hochnimmst? Schnuller bietest Du keine an gell?
Kann es denn sein, dass sie vielleicht tlw. aus Langeweile stillen??Nina hat geschrieben:Meist hilft dann nur rausgehen oder sonstwie ablenken.


