Stillen - zu enge Bindung zum Kind?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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AMINA
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Re: Stillen - zu enge Bindung zum Kind?

Beitrag von AMINA »

Mein Mann macht das Abendritual (siehe vorherige Posts) mit ihr durch - bis aufs Stillen eben - und hält sie dann fest, streichelt sie auch, bis sie eingeschlafen ist. Das kann eben sein, dass sie sich dann kurz (ca. 2 Minuten) schreiend gegen das Festhalten wehrt. Aber dann beruhigt sie das Streicheln und sein Singen. Manchmal zeigt sie ihm auch schon von allein, dass sie jetzt ins Bett will und kuschelt sich dann auf mein Kopfkissen, wenn ich nicht da bin. Deckt sich mit meiner Decke zu und lässt sich dann anscheinend super schnell in den Schlaf bringen.
Meine Schwiegermutter und meine Mutter haben es da etwas schwerer, aber meistens schläft sie nach einem Gute-Nacht-Lied Marathon auch bei ihnen im Arm ein.
Die Tagesmutter wartet nachmittags, bis sie auf's Bett zeigt. Dann legt sie sie ins Bett und legt sich daneben. Sie hält ihr die Hand, bis sie einschläft, was selten lange dauert.
Du siehst: Ein Kind, drei liebevolle Lösungen.
sonnenblume71
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Re: Stillen - zu enge Bindung zum Kind?

Beitrag von sonnenblume71 »

Bei uns hat sich der Papa eigentlich immer mit unserer Tochter zum Einschlafen neben sie gelegt und das hat immer gut funktioniert. Er schläft dann meist gleich mit ein und das entspannt auch die Kleine.
Wie schon geschrieben, es war nie ein Problem, wenn ich nicht zu hause war und Einschlafstillen nicht zur Verfügung stand.
Wenn ich jedoch zu hause bin möchte sie auch jetzt immer noch meistens, dass ich sie ins Bett bringe. (Wir haben übrigens abgestillt, es hat also nichts mit dem Stillen zu tun.... :wink: ). Manchmal kann sie mein Mann mit einem Spiel dazu überreden, dass sie er sie ins Bett bringen darf, ich muss dann aber auf jeden Fall noch vorbei um gute Nacht zu sagen.
Ich verstehe natürlich auch, dass es für den Papa frustrierend ist einfach nur 2. Wahl zu sein, aber ich denke, man darf da kein Wettbewerb draus machen. Es kommen bestimmt Zeiten, wo die Mama bei gewissen Aktivitäten 2. Wahl ist und der Papa die ungeschlagene Nummer 1.
In der Spielgruppe, wo sie seit c.a. 2 Jahren 2x pro Woche hingeht und sie eine Mittagsruhe machen, ist das Schlafen lustigerweise nie ein Problem gewesen. Sie schläft dort problemlos, und das obwohl sie zu hause keinen Mittagsschlaf mehr macht!!! Ich weiss auch nicht warum. Vielleicht macht sie es einfach den anderen Kindern nach...
Ich würde mir wegen dem Einschlafen nicht zu viele Sorgen machen, Kinder arrangieren sich, und wenn sie sich wohl fühlt, dort wo sie betreut wird, wird sich auch das mit dem Schlafen einpendeln.
Natalie
mit Sonnenschein-Mädchen (geb. 02.01.2010) ab der Hand und Mondbärchen (geb. 25.02.2013) im Tuch
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moettchen
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Re: Stillen - zu enge Bindung zum Kind?

Beitrag von moettchen »

Berlinmuddi hat geschrieben:Darf ich mal fragen, wie eure Männer die Kids allein ins Bett bringen? Hier hilft eben leider weder tragen (wir tragen Vollzeit, aber Sohni schläft nur noch sehr selten dabei ein), noch schmusen, wiegen, kuscheln. Er schläft halt ausschließlich an der Brust ein - Schnuller hat er nicht und nimmt er auch nicht (haben wir aus purer Verzweiflung immer mal wieder probiert).

bei uns ist es ähnlich wie es Amina und Sonnenblume beschrieben haben,d.h statt Stillen liegt er am Ende neben Ihr und streichelt sie/hält Ihr die Hand, Bei ihmdauert das Einschlafen aber i.d.R. deutlich länger als bei mir mit Einschlafstillen. Und auch bei uns gab/gibt es Tage, an denen sie nur von mir ins Bett gebracht werden möchte und sonst auch schreit (selten, aber mittlerweile gibt es auch Tage an denen sie explizit Papas Einschlafbegleitung fordert)
sonnenblume71 hat geschrieben:In der Spielgruppe, wo sie seit c.a. 2 Jahren 2x pro Woche hingeht und sie eine Mittagsruhe machen, ist das Schlafen lustigerweise nie ein Problem gewesen. Sie schläft dort problemlos, und das obwohl sie zu hause keinen Mittagsschlaf mehr macht!!!
ist bei uns auch so. In der Kita gilt sie als guter und problemloser Schläfer...
mit großem Moettchen (08/2010) an der Hand und kleinem Moettchen (03/2013) auf dem Arm
Lotusblume2012
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Re: Stillen - zu enge Bindung zum Kind?

Beitrag von Lotusblume2012 »

Hi

Ich verstehe dich sehe gut, bei uns ist die Situation ähnlich und ich komme mittags und abends auch nicht weg. Vor 2 Monaten konnte mein Mann noch mit kuscheln und Schnuller l zum einschlafen begleiten. Auch für ihn ist es frustrierend und ich finde auch dass man die Nähe Bedürfnisse der Männer ernst nehmen soll.
Das stillen führt nun mal dazu dass das Kind seine beruhigung nur bei der Mutter sucht und so können Mann und und Frau sich nicht abwechseln. Ich denke es ist sehr entscheidend wie man sonst in der Beziehung die Aufgaben aufteilt bzw sich die Rollen Aufteilung aussieht. Mein Mann und ich wechseln uns sehr gerne ab - in allem, er schmust und kuschelt fast mehr mit dem kleinen Mann wie ich. Ich glaube zwar nicht dass man durch das stillen eine zu enge Bindung mit dem Kind hat, allerdings ist es schon meist fixiert und andere Bezugs Personen haben es deutlich schwerer und man selbst wenig Freiraum.
Sorry da kommt wieder mal meine ambivalente Haltung dem stillen gegenüber raus.
Kleiner Mann, geb. 9/12
honigtopf2010
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Registriert: 22.11.2010, 21:29

Re: AW: Stillen - zu enge Bindung zum Kind?

Beitrag von honigtopf2010 »

Lotusblume2012 hat geschrieben:Hi

Ich verstehe dich sehe gut, bei uns ist die Situation ähnlich und ich komme mittags und abends auch nicht weg. Vor 2 Monaten konnte mein Mann noch mit kuscheln und Schnuller l zum einschlafen begleiten. Auch für ihn ist es frustrierend und ich finde auch dass man die Nähe Bedürfnisse der Männer ernst nehmen soll.
Das stillen führt nun mal dazu dass das Kind seine beruhigung nur bei der Mutter sucht und so können Mann und und Frau sich nicht abwechseln. Ich denke es ist sehr entscheidend wie man sonst in der Beziehung die Aufgaben aufteilt bzw sich die Rollen Aufteilung aussieht. Mein Mann und ich wechseln uns sehr gerne ab - in allem, er schmust und kuschelt fast mehr mit dem kleinen Mann wie ich. Ich glaube zwar nicht dass man durch das stillen eine zu enge Bindung mit dem Kind hat, allerdings ist es schon meist fixiert und andere Bezugs Personen haben es deutlich schwerer und man selbst wenig Freiraum.
Sorry da kommt wieder mal meine ambivalente Haltung dem stillen gegenüber raus.

Entschuldige bitte aber woher nimmst du deine verallgemeinernden Erkenntnisse?
Ich denke es ist eher eine Mischung aus vielem, was dich einschränkt. Für mich gilt: Ich bin mit zweitem Stillkind und dank SuT wesentlich entspannter. Ich gehe abends aus und lasse auch am Tag das Baby mal allein bei Papa ohne dass der dafür extra spazieren geht. Wenn ich Lust habe, trinke ich ein Bier oder ein Glas Wein und wenn das Baby gestillt ist, kann der Papa es ins Bett bringen. Das geht. Beim ersten hätte ich geschworen, dass dies völlig unmöglich ist.
die Große 03/10 und der Lütte 03/13 - Breast in Peace!
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