*lach* miep, wieso sollte ich mich von Dir angeriffen fühlen - ich schreibe meine persönliche Meinung zu einem Sachverhalt, die ich auch deutlich als solche ausweise.
Jede(r) ist berechtigt, eine andere Meinung zu haben - davon lebt das Forum hier ja u.a. auch.
Insofern erwarteich ja nicht, dass alle das gleich edenken wie ich ... wie langweilig wäre unsere Welt dann
Und unter dieser Vorbemerkung noch mal zu Artipoppe als Firma an sich und wie ICH sie wahrnehme:
- eine seit Jahren begeisterte Tragemama (wäre sie Deutsch, wäre sie eine Ober-ATTA

) mit persönlich recht stylischem Designer-Hintergrund und attraktivem Äußeren entschließt sich, selbst Tücher zu produzieren. Kluger Entschluss, denke ich: sie hat das Know-how und die Kontakte, sie hat die persönliche Nutzungserfahrung und sie kann nach der Geburt ihres Kindes wieder anfangen zu arbeiten ... ist doch optimal.
- Aufgrund ihrer Beobachtung des Marktes, ihrer eigenen Erfahrung als ATTA-Tuchkonsumentin und den Möglichkeiten zur Produktion, die sich ihr bieten, schmiedet sie ein Konzept: sie möchte Tücher herstellen, die ihr selbst besonders gut gefallen: im Tragekomfort, im Design, in den Farben und den Materialien.
Um den Aufwand sowie das Budget überschaubar zu halten sowie den Spaß am Experiment nicht zu verlieren, entschließt sie sich von Anfang an, nur kleine Auflagen weben zu lassen, sehr hochwertige Materialien zu benutzen, diese auch entsprechen hochpreisig anzusetzen ... UND jedes Motiv nur einmal in einer Edition aufzulegen ohne sich zu wiederholen.
- Dann, ganz wichtiger Punkt: dieses Konzept kommuniziert sie von Anfang an exakt SO auch an ihren Kundenkreis.
- Aufgrund der Erfahrungen am Markt versucht sie von Anfang an einen Absatzweg zu finden, der (logischer Weise aufgrund der Auflagenhöhe) zwar nicht alle potentiellen Interessenten mit einem Tuch versorgen kann, der aber zumindest tatsächlich funktioniert: keine Abstürze, keine zusammenbrechende Website etc. Sauberer, zügiger Verkauf ohne Dramen - was weg ist, ist weg und wird versandt.
- Da die Frau an sich bereits ein Händchen für schöne Dinge, stylisches Arrangement und trendige Aufmachungen hat, gestaltet sie ebenso auch ihren Internetauftritt, ihre Tuchfotos und ihre Infotexte. Sie setzt mit ihren Bildern und Formulierungen nicht nur ihr Produkt an sich in Szene, sondern transportiert damit gleichzeitig auch immer ein Stück "Lifestyle", was bei vielen Interessentinnen das "Gesamtpaket" besonders attraktiv macht und den "Haben-Wollen"-Effekt verstärkt. Nicht anders handeln Modemarken, Apple, Möbel-Designer etc.
Mein Fazit daraus: diese Frau hat bei der Gründung ihres Unternehmens - was ich für einen sehr mutigen und klugen Schritt halte - alles genau richtig gemacht.
Sie handelt klug und unternehmerisch denkend, kommuniziert ihre Strategie klar und macht keine falschen Versprechungen.
Sie hat ein Konzept für ihr Unternehmen entwickelt, das sie auch genau so umsetzt. Und sie scheint damit Erfolg zu haben.
Ich kann an keiner Stelle erkennen, wo es da etwas zu kritisieren geben sollte.
Es steht jedem/jeder frei, selbst den gleichen Weg in die Tuchproduktion zu beschreiten und das eigene Konzept anders aufzuziehen, weiter zu fassen oder nur POs anzubieten.
Diese Frau hat sich anders entschieden - ebenso wie es ein Schumacher täte, wenn er sich auf wenige, teure Maßschuhe spezialisiert hätte, ein Goldschmied, der eine kleiner, feine Kollektion weniger Ringe auf den Markt bringt etc.
Nirgends im EU-Recht steht geschrieben, dass ein Hersteller sein Produkt in massenkompatibler Menge anbieten muss, da musst Du etwas falsch verstanden haben

Wenn dem doch so sein sollte, dann können Luema und mellmull ja froh sein, dass sie in der Schweiz sitzen und nicht vom EU-Recht gezwungen werden, demnächst jeden Monat 150 LueMais und MilaMais anzubieten, damit auch ja jeder einen abbekommt
