Stillende Mutter des Freibads verwiesen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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kÜRBISHEXE
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Re: Stillende Mutter des Freibads verwiesen

Beitrag von kÜRBISHEXE »

ich bin ja der meinung, wenn sich jemand daran stört, dann hat er/sie ja auch immerhin noch die möglichkeit, sich umzudrehen, etwas zu entfernen, halt einfach nicht hinzusehen....
Liebe Grüße von H. mit den beiden wilden Kerlen

"Komm ich trag Dich, durch die Leute.
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Latascha
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Re: Stillende Mutter des Freibads verwiesen

Beitrag von Latascha »

nido56 hat geschrieben:
Kinsale hat geschrieben: Ich habe noch eine ganz andere Frage an die LZS-Mamas hier: würden eure Kinder in eine solchen Situation alle stillen? Ich habe mir lange überlegt, welchen Reaktionen ich mit großen Stillkind draußen mal begegnet bin. Ich kam auf irgendwie keine, aber mein Kind wollte auch immer ein ruhiges Plätzchen haben, sonst hatte sie nicht die Ruhe zum Stillen. Vermutlich hat uns nie jemand gesehen? Keine Ahnung. Ich bin gespannt, wie es mit der Kleinen wird.
Mein Kleiner ist noch nicht Ü2, sondern gerade mal knapp 1.5 Jahre alt. Draussen will er eingentlich von allem dann stillen, wenn er aus irgendeinem Grund sehr nervoes ist. Wir haben kuerzlich z.B. auch im Hallenbad gestillt. Da war gerade ein Kurs fuer Grundschulkinder und es war entsprechend laut. Bei dem Laerm und dem Hall im Bad hat der Kleine Angst bekommen. Da gab es dann nur noch 2 Moeglichkeiten, rausgehen oder Busen auspacken. Ich habe Moeglichkeit 2 gewaehlt, allerdings ausserhalb des Beckens auf einer Bank (war bequemer fuer uns). Ein anderes Mal oeffentlich stillen war auf einem Buechermarkt im Park. Der Kleine hatte geschlafen, und als er aufgewacht ist, war er bei dem Trubel irgendwie total durch den Wind und nicht zu beruhigen. Da half auch nur noch auf die Wiese setzen und anlegen.

Also ist es bei uns genau umgekehrt, er braucht keine Ruhe zum Stillen sondern das Stillen um Ruhe zu finden. Daher stillen wir tatsaechlich oefter mal in solchen Situationen. Wir machen es weder bewusst provokant noch bemueht diskret. Allerdings sorgen mein mini A-Koerbchen und mein Kind, das ziemlich ruhig stillt, automatisch fuer ein diskretes Setting.
Um das hier mal aufzugreifen. Hier kam so mit eins bis anderthalb Jahren der Umbruch. Da war das Stillbedürfnis zwar nicht geringer, aber die Ablenkung zu groß. Ü2 war ein entspannter Ort, also sich irgendwo hinsetzen, am Rand vom Sandkasten, oder auf ne Bank oder Wiese nötig, Hauptsache ein klein wenig vom Geschehen entfernen.
Liebe Grüße
Latascha
mit Munchkin (09/10) und Monkey (09/13)

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sternenweib
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Re: Stillende Mutter des Freibads verwiesen

Beitrag von sternenweib »

ich still überall
bahn, bus, park, café, spielplatz, uni - völlig wurscht. im schwimmbad bin ich eigentlich immer aus dem becken raus, weil ich mich ja sonst nicht richtig hinsetzen konnte und hab das mit einer runde abtrocknen/aufwärmen verbunden. könnte mir aber durchaus vorstellen, dass es situationen gibt (ältere geschwisterkinder, kleinkind hat wasser abgekriegt und muß sich beruhigen, generelles "hey neuer ort, ist die brust mitgekommen"-stillen), wo mir das passiert wäre. je nach lage des babybeckens fände ich es da auch angenehmer als auf einer bank, wo einem echt alle dann auf die brust glotzen können. brauch ich von 14jährigen turmspringern nicht unbedingt - da ist dann hinter der rutsche im becken der nettere ort.
das stillen als solches versteck ich nicht, wohl aber meine brust(also ich hol sie zum beispiel nicht oben aus dem ausschnitt - alles schon gesehen, sondern zieh nur das shirt bis knapp über bw hoch). aber auch die nicht, weil ich anderen den anblick ersparen möchte, sondern einfach, weil ich persönlich nicht will, dass jeder jedes körperteil von mir sieht.
die Große 03/2002 die Kleine 02/2012 getragene, gestillte, zuhause entbundene, bei mir schlafende Familientischesserin
“There's no way to be a perfect mother and a million ways to be a good one.”
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Dickkopf-Mama
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Re: Stillende Mutter des Freibads verwiesen

Beitrag von Dickkopf-Mama »

Kinsale hat geschrieben: Ich habe noch eine ganz andere Frage an die LZS-Mamas hier: würden eure Kinder in eine solchen Situation alle stillen? Ich habe mir lange überlegt, welchen Reaktionen ich mit großen Stillkind draußen mal begegnet bin. Ich kam auf irgendwie keine, aber mein Kind wollte auch immer ein ruhiges Plätzchen haben, sonst hatte sie nicht die Ruhe zum Stillen. Vermutlich hat uns nie jemand gesehen? Keine Ahnung. Ich bin gespannt, wie es mit der Kleinen wird.
Meinst du mit einer solchen SItuation im Schwimmbad? Dann kann ich für meine beiden Kinder in dem Alter sagen: Ja, denn die Umgebung war ihnen sozusagen wurscht, bzw. gerade wenn die Umgebung evtl. sehr lärmig und beunruhigend war konnte es eher vorkommen, dass sie kurz stillen wollten um sich in der Situation sicher zu fühlen. (Z.B. Schwimmbad mit für Kleinkind relativ tiefem Wasser und vielen lärmenden Kindern drumrum) Da es um ein wirklich kurzes Stillen ging (lange gestillt haben beide nur zum einschlafen) wäre es für mich ziemlich absurd gewesen wegen 20 sec. STillen erst 10 min nach nem ruhigen Ort zu suchen an dem dann das Stillen eh überflüssig geworden wäre, weil eben nicht mehr beunruhigend und insofern kein gesteigertes Bedürfnis nach Sicherheit vorhanden gewesen wäre. Ich habe meine Kinder in solchen Situation immer gestillt. Beim Kleinen habe ich zuhause eine zeitlang systhematisch versucht rauszuzögern oder ihn anderweitig zu trösten aber das war eben nicht das was er wollte und hat nicht hingehauen. Draußen habe ich ihn stillen lassen, weil das für mich die diskretere Möglichkeit war. Wenn ich erst versuche ihn abzulenken und er mir lautstark mitteilt, dass er aber "Trinken, bei DIR!!!!" will hätte ich wenn es nicht anders gegangen wäre auf jeden Fall immer jemanden gehabt der sich aufregt. So ist es mir nie vorgekommen, dass sich wer beschwert hat und ich habe beide Kinder über 3 Jahre überall gestillt.
Liebe Grüße von Meike mit drei Dickköpfen ( * 2007),( * 2010) und (*2013)
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LaLeMi
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Re: Stillende Mutter des Freibads verwiesen

Beitrag von LaLeMi »

Hier im Großen und Ganzen ähnlich wie bei Dickkopf-Mama - und ja, auch hier wäre im Zweifel das Verweigern oder Vertrösten, äh, einiges auffälliger gewesen.
Das Stillen eines Dreijährigen diente hier nie dem Stillen von Hunger oder Durst (doch, kam auch mal vor, wenn irgendwie bei Hitze gerade so gar keine Flasche Wasser greifbar war, aber nicht in der Regel), sondern es war und ist eher ein Runterkommen, Rückversichern und fand und findet daher dann gerade in öffentlichen Situationen statt oder bei so etwas wie im vollen Schwimmbad, wo das Kind lauter Reizen und an jeder Stelle anderen Menschen ausgesetzt ist, ohne wirklich etwas dagegen tun zu können.
Das im Grunde auch ähnlich für beide Kinder, die ansonsten doch recht unterschiedlich für beide Kinder - die Große echter Stilljunkie mit auch seeeehr kurzen Abständen, über lange Zeit, und daher von Baby an Stillen in jeder Lebenslage (wir hatten hier 3 Wochen nach ihrer Geburt in unserem 20.000-Einwohner-Städtchen ein dreiwöchiges landesweites Fest mit täglich rd. 70-80.000 Besuchern - seitdem spätestens stillten wir sowieso umgebungsunabhängig *ggg* - und selbst da, als Stillneuling, hat das nicht jeder mitbekommen), während die Kleine als Baby zur Nahrungsaufnahme doch eher ihre Ruhe brauchte beim Stillen und sich auch so mit 1, 1,5 J. dann schnell ablenken ließ.
Insofern - ich stille zur Bedürfnisbefriedigung und gerade in so einer Situation wie im vollen Schwimmbad allein mit insgesamt drei Kindern nicht aus einer netten Gewohnheit heraus.
Und da verstehe ich nicht, wie ein Weggucken einem erwachsenen Menschen bei der Bedürfnisbefriedigung eines kleinen Kindes nicht zugemutet werden soll oder kann.
Lieben Gruß von LaLeMi mit den beiden Maimäusen 2007 und 2010 und dem Septembermäuserich 2013

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Re: Stillende Mutter des Freibads verwiesen

Beitrag von 08u11 »

Bei uns auch. Draußen wird nur noch äußerst selten gestillt. Aber wenn, dann garantiert eben nicht an einem ruhigen/privaten Ort, sondern in der Übervollen Stadtbahn, beim Kinderturnen, bei der Tagesmutter (unmittelbar vor dem Abgeben noch ein Schluck Mama).
Nina mit A. (11/2008), J. (03/2011), Minimaus (28/01/15), Babyzwerg (15/02/2019) und Weihnachtsengel im Herzen (Januar 2018, 10. Woche)
Lösche Benutzer 1828

Re: Stillende Mutter des Freibads verwiesen

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Den Kleinen habe ich ja über den 4. Geburtstag hinaus gestillt. Und bis er ca. 3,5 Jahre alt war, kam das gerade unterwegs vor, wenn es voll und trubelig war. Oder er müde wurde, sich wehgetan hatte, aufgeregt war usw.
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LaLeMi
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Re: Stillende Mutter des Freibads verwiesen

Beitrag von LaLeMi »

Ja, ich habe die Große 4,5 J. lang gestillt, das letzte Jahr fast nur noch abends. Die Kleine ist jetzt 3 und stillt nur noch ganz ganz ganz wenig und normalerweise nie öffentlich, da muß / mußte bei beiden schon echt was sein.
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Kinsale
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Re: Stillende Mutter des Freibads verwiesen

Beitrag von Kinsale »

Danke für Eure Antworten!

Das ist echt interessant. Bei uns war das Stillen auch in solchen Situationen gefragt - laut, eng, viel. Aber sie wollte dann immer weg zum stillen. Da sie ohnehin Probleme mit Lautstärke und Trubel hatte, nutzte sie das Stillen dann auch, um dem zu entkommen und sich davon zu erholen.
Vielleicht hätte sie das auch anders gemacht, wenn ich (zB wegen Geschwisterkindern) ihrem Wunsch, die Situation zu verlassen, nicht immer hätte nachkommen können.
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greenie bird
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Re: AW: Stillende Mutter des Freibads verwiesen

Beitrag von greenie bird »

Ich stille nicht draußen und bin geradezu erleichtert, wenn er es so unauffällig weg steckt, wenn ich es draußen verweigere, denn zu Hause bzw. zum schlafen ist das weit schwieriger...
Aber warum ist das so? Weil ich mich eben nicht Blicken oder Kommentaren aussetzen möchte, weil es eben so angesehen wird, wie dort im Bad.
Und wer pochte noch darauf, dass die Diskussion darum ging ob im Becken oder nicht? Das habe ich nie so gesehen und verstanden, weil irgendwie offensichtlich ist, dass das doch überhaupt nicht der Anstoß war... Erst letztens gab es bei fb wieder einen Post, wo es als Aufopferung bezeichnet wurde, wenn man auch 2 jährige oder ältere Kinder stillt, auch wenn es sich einige Zeit nicht so rosig anfühlt und das Unverständnis darüber. Ich verhindere ja auch nicht die Bastelanfälle meiner Kinder nur weil ich nicht gern bastle und ist es Aufopferung, wenn ich einen Job mache, der mir eigentlich nicht so gefällt? Wohl kaum... Eine Beziehung hat zwei Seiten, ja, aber ich sehe mich in einer besseren Position Kompromisse einzugehen als das meinem Kind aufzubürden und trotzdem gibt es auch dann Momente in denen ich es verweigere und das mit heftigen Reaktionen beantwortet wird, aber wenn meine Entscheidung steht, dann ist das auch so - ich bin nicht zu doof zum abstillen und ich verwirkliche nicht mich, wenn ich mein Kind stille, es ist genau so eine mütterliche Handlung wie meine Kinder zu baden. Etwas normales, weder ständig euphorisch noch generell unpassend, warum ist Stillen so ein Aufhänger?
Ich weiß, sehr viel OT, aber ich wollte das mal festhalten.

Ta ta ta... mit dem Handy da
Sprache ist ein mangelhaftes Instrument zum Ausdrücken von Gefühlen bzw. scheine ich schlecht darin zu sein, bitte fragt bei zweifelhaften Äußerungen von mir nach...

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