Mir wird es zuviel...dauerstillen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind

Antworten
Lotusblume2012
ist gern hier dabei
Beiträge: 97
Registriert: 22.01.2013, 09:09

Mir wird es zuviel...dauerstillen

Beitrag von Lotusblume2012 »

Hallo

Nachdem es anfangs sehr schwierig war für uns , klappt das stillen seit nunmehr 2-3 Monaten problemlos.
Kleiner Mann ist jetzt 8 Monate alt und wir waren gerade Urlaub und ich bin total erschöpft.

Mittlerweile wird nur mehr Einschlaf gestillt (war von Anfang an so dass es bei ihm so verknüpft war)
Bis vor ein zwei Monaten konnte auch mein Mann mit Schnuller und Nähe auch beruhigen...
Jetzt ist es so dass er stillt zum einschlafen, dann wacht er immer wieder auf, auch zu Mittag - abends nachts ...
Ich bin einfach nur mehr müde- stillen ist sehr schön aber ich muss jetzt auch noch andere Dinge tun. Wir haben eine Wohnung gekauft, ich geh einmal die Woche arbeiten etc. Er schläft nicht mehr ein wenn ich nicht da bin, Beikost ist auch noch nicht so beliebt....

Im Urlaub war ich wirklich schon sehr verzweifelt.

Wie könnte ich unsere Einschlaf Situation verbessern? Ich möchte nicht den ganzen Tag im Bett liegen müssen (Vormittag Mittag abends...) . Ich bin müde von den schlaflosen Nächten seit mehreren Wochen.


Ich denke auch an abstillen in ein zwei Monaten.
Ich gehöre einfach nicht zu den Müttern, für die stillen und arbeiten und wohnung kaufen und Kinderkrippen suche etc alles gleichzeitig geht.
Bitte um eure Erfahrungen und Tipps
Kleiner Mann, geb. 9/12
adugo
möchten wir nicht mehr missen
Beiträge: 296
Registriert: 05.04.2013, 11:37

Re: Mir wird es zuviel...dauerstillen

Beitrag von adugo »

Hallo Lotusblume,

ihr habt momentan ja echt einige Baustellen. Vielleicht merkt das auch dein Kleiner? Vielleicht spürt er, dass sich einiges verändert, du gestresst bist und will dich deshalb während des Schlafens nicht gehen lassen. Wart ihr im Urlaub verreist? Vielleicht verunsicherte ihn auch die neue Umgebung?
Ich habe leider keine Tipps für dich. Ich könnte mir aber vorstellen, dass das Abstillen nicht gerade positiv dazu beiträgt ihm Sicherheit zu geben.
Hoffentlich schafft ihr es wieder Ruhe in euren Alltag einkehren zu lassen.
adugo mit nötti (11/09), wräwrä (12/12), ...as (10/15) und monty (07/21)
spacerabbit
ist mit Leidenschaft dabei
Beiträge: 831
Registriert: 06.04.2011, 15:15
Wohnort: Frankfurt

Re: Mir wird es zuviel...dauerstillen

Beitrag von spacerabbit »

Bevor Du ans Abstillen denkst - lass Euch beiden erstmal Zeit, und, wie adugo schon vorgeschlagen hat, kann es sein, dass Dein Kleiner einfach gerade verunsichert ist oder auch bald wieder etwas Neues kann. Bei der Kleinen war es immer so, dass ich auch oft genervt von der ganzen Situation war, und plötzlich konnte sie dann nach ein paar Tagen wieder etwas Neues, und es war ein Entwicklungssprung.
Großer Bruder 29.06.2008
Kleine Schwester 10.02.2011
Kleinste Schwester 06.11.2014
Glucke85
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1781
Registriert: 20.12.2012, 20:20
Wohnort: OWL

Re: Mir wird es zuviel...dauerstillen

Beitrag von Glucke85 »

Wäre es eine Möglichkeit wenn der Kleine zumindest einen Schlaf im Tuch bei dir machen könnte? So dass du dich nicht mit ihm hinlegen musst?
Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Kinder so ziemlich jeden Stress förmlich riechen können und dann ist es nur logisch seine Mutter an sich zu binden, schließlich ist das Kind alleine noch nicht überlebensfähig. Will heißen, desto mehr Stress jetzt auch noch mit Abstillen oder Alternativmethoden zum Einschlafen dazu kommt, desto anstrengender für euch beide. Dass dein Sohn mit acht Monaten Einschlafstillt ist doch auch vollkommen normal und liegt in der Natur der Sache...
Alles Liebe von C. mit dem kleinen Bären (02/11), der kleinen Möhre (06/13), dem wilden Chaoszwerg (5/21) und der Winterüberraschung (02/24)
Lotusblume2012
ist gern hier dabei
Beiträge: 97
Registriert: 22.01.2013, 09:09

Re: Mir wird es zuviel...dauerstillen

Beitrag von Lotusblume2012 »

Vielen dank für eure Beiträge

Ich Versuche unseren Alltag sehr ruhig zu gestalten - von Anfang an, mit vielen gleich bleibenden ritualen. Als er noch in der federwiege platz hatte, konnte er viel besser schlafen.Er hat Phasen weise nur im liegen gestillt das geht jetzt schon besser.

Mein Grund thema ist, dass ich mich eingesperrt fühle. Ich habe einen sehr liebevollen und fürsorglichen Mann, der nächstes jahr auch in Karenz gehen wird für eine gewisse zeit. Ich fühle mich so auf das Stillen reduziert, moechte mehr Rollen Vielfalt- das wuerde mir und unserer Beziehung auch besser tun. Einschlaf stillen ist Super effektiv und ist glaub ich auch völlig normal. Aber dieses rund um die Uhr verfügbar sein finde ich nicht sehr angenehm. Im Urlaub hatte ich mal Koliken j dachte ich musste ins kh- was dann??? Ich bin sehr ambivalent wie ihr merkt.
Zum Teil aus rein egoistischen gründen wie im Urlaub, einfach mal eine runde raus gehen am Abend ... Zum anderen glaub ich auch, dass es viele andere Möglichkeiten geben wuerde zu beruhigen etc aber natürlich sucht das Baby die Brust wenn es so vertraut ist- dies schafft dann aber auch Abhängigkeit ...
Sorry für meinen Ausbruch, aber in meinem Umfeld sind alles nicht stillende Mutter, die meine situation natürlich nicht nach empfinden können.
Dass wir zur zeit aufgrund der wohnungssit.viele Termine usw haben, koennen wir nicht ändern.
Ich finde es einfach schade dass er sich seit ein zwei monaten nur mehr von mir beruhigen lässt und zum einschlafen begleiten lässt, wo mein Mann sehr geduldig und liebevoll mit ihm ist.

Wie gesagt, in meinem leben müssen jetzt auch wieder andere Sachen Platz haben wie stundenweise arbeiten und v a wohnungsthema... Wie soll das gehen ?
Kleiner Mann, geb. 9/12
Lösche Benutzer 14500

Re: Mir wird es zuviel...dauerstillen

Beitrag von Lösche Benutzer 14500 »

Oh je, da habt ihr aber wirklich eine Menge Baustellen - das ist sicherlich sehr stressig für dich, arbeiten, Kitaplatz suchen, Wohnung suchen... Ich habe hier immer das Gefühl, meine Tochter merkt sofort, wenn ich angespannt bin, ist dannn verunsichert und sucht ganz verstärkt meine Nähe. Es ist dann oft schwierig, ihr gerade dann besonders viel Nähe zu geben, wenn ich eigentlich genervt bin, aber gerade das bringt dann oft wieder Entspannung in die Situation - für uns beide.
Davon abgesehen gibt es auch immer wieder Phasen, in denen sie einfach sehr sehr anhänglich und schmusebdürftig ist und Papa abgeschrieben ist - das haben wir jetzt gerade. Monatelang war Papa DER Hit, wenn es ans InsBettbringen ging, jetzt wird er nicht akzeptiert.

Meine Tochter stillt übrigens nur noch zum Einschlafen - z.Zt. wacht sie aber trotzdem häufig auf, hängt tagsüber viel an meinem Bein (außer wir sind draußen) und ist generell nähebedürftig. Mich hat das Stillen in diesen anhänglichen Phasen auch oft genervt und ich habe echt ein paarmal ans Abstillen gedacht. Im Nachhinein muss ich aber sagen, dass ich nicht glaube, dass es etwas geändert hätte - jetzt, fast abgestillt, haben wir solche Phasen immer noch, dann rückt mir eben die Kuschelguerilla auf den Leib. :-)

Ich finde es wichtig, sich in solchen anstrengenden, stressigen Phasen bewusst zeit für sich zu nehmen - ins Cafe gehen, mit Freundinnen treffen, irgendwas. Meine Tochter hat im Alter deines Sohnes auch noch hauptsächlich gestillt - aber wenn ich nicht da war und sie beim Papa war, dann wurde gegessen. Einfach so. Wenn ich in der Nähe war, war das undenkbar.
Vielleicht würde es dir schon helfen, mal rauszukommen? Du schreibst, du hast einen ganz tollen Mann - vielleicht gehen er und der Kleine einfach mal raus, spazieren und du hast zwei, drei Stunden für dich? Oder du verabredest dich am Abend mit einer Freundin irgendwo in der Nähe - im Notfall wärst du dann schnell zuhause - und lässt deine Männer zuhause? Zur Not schläft der kleine Mann dann mal später ein.
Ich habe auch sehr sehr lange Zeit gedacht, ich bin unabkömmlich. Es war ein totales Aha-Erlebnis, als ich gemerkt habe, dass der Miffimann und das Kletterkind auch super ohne mich zurechtkommen, auch im Stillalter schon. Manchmal muss man etwas kreativ sein, aber kleine Freiräume lassen sich häufiger schaffen als man denkt - und es ist sehr sehr wichtig, sie zu nutzen. Dann wird das Stillen vielleicht auch wieder etwas mehr zur Kür und weniger zur Pflicht.
Benutzeravatar
Heubeeri
schreibt ganz schön oft
Beiträge: 147
Registriert: 17.11.2010, 08:55

Re: Mir wird es zuviel...dauerstillen

Beitrag von Heubeeri »

Wenn mir das lange einschlafstillen am Tag zu mühsam war, habe ich mir den Rumpelwicht lieber auf den Rücken gebunden und bin unterwegs. Das hat mir viel Freiheit gegeben und er ist irgendwann immer eingeschlafen. Wäre das für euch vielleicht auch eine Möglichkeit, damit du dich weniger angebunden fühlst?
Munzibueb - Juni 13
Rumpelwicht - August 10
* - August 09
Bild
Trageberaterin ClauWi
Lotusblume2012
ist gern hier dabei
Beiträge: 97
Registriert: 22.01.2013, 09:09

Re: Mir wird es zuviel...dauerstillen

Beitrag von Lotusblume2012 »

@Miffi: danke für deine verständnisvollen Worte, mit denen du ziemlich genau das triffst, was ich empfinde. Es geht mir nur darum, zu wissen, dass es auch ohne mich gehen wuerde. Und meinem Mann wünsche ich ein Erfolgs Erlebnis beim einschlafen. Er sehnt sich auch sehr nach seiner Nähe. Zum Glück kann ich das stillen immer wieder genießen aber im Urlaub hab ich mich wie im Bunker gefühlt und meine Freundinnen beneidet, die nicht stillen und mehr Freiheiten haben.
Ich muss mir einfach wieder mehr Auszeiten nehmen und mich trauen und meinen männern mehr zutrauen, da hast du recht.
Wünsche dir auch alles gute für die intensiven kuschel Stunden:-)

Ach ja getragen wird der kleine Mann noch viel, aber geschlafen wird dabei leider seit längerer zeit nicht mehr weil vieeeel zu neugierig:-) aber danke für die Idee.

Welche Einschlaf Rituale haben eure Partner?
Kleiner Mann, geb. 9/12
Lösche Benutzer 14500

Re: Mir wird es zuviel...dauerstillen

Beitrag von Lösche Benutzer 14500 »

:-) Ich kenne das Gefühl ja... Und es hat echt wenig mit dem Stillen zu tun, viel mehr mit den Auszeiten für sich selbst.

Unser Abendritaul sieht so aus (eigentlich - im Moment ist Papa wenig angesagt und übernimmt nur an der Hälfte der Tage die Einschlafbegleitung), dass wir gemeinsam Abend essen, dann Zähne putzen, Schlafanzug anziehen, dann darf das Kletterkind Sandmännchen gucken, danach stille ich sie auf dem Sofa im Wohnzimmer.
Anschließend geht sie zu Papa auf den Arm, gibt mir ein Gutenachtküßchen, winkt ihrem Spielzeug zu und die beiden gehen ins Schlafzimmer. Dort kuschelt sie sich in Miffimanns Arm und er singt Wiegenlieder - selbstausgedachte, es werden wohl auch wochenweise neue eingefordert. :-) Meist erzählt das Kletterkind noch ein wenig oder rödelt rum (wir haben gerade eine Phase, wo sie schlecht in den Schlaf findet), dann bittet er mehr oder weniger nachdrücklich darum, dass sie sich wieder hinlegt.
Antworten

Zurück zu „Stillforum“