Luft im Bauch, Anlegeprobleme... ich sammel mal

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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bellydance
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Luft im Bauch, Anlegeprobleme... ich sammel mal

Beitrag von bellydance »

Hallo zusammen,

mein kleiner Sohn ist jetzt zwei Wochen alt und nach einem guten Stillstart häuft es sich gerade.

Ich weiß gar nicht recht, wo ich anfangen soll, da ich auch das Gefühl habe, es hängt alles irgendwie zusammen. Es könnte etwas wirr werden, dafür entschuldige ich mich schon mal im voraus.

Seit zwei Tagen hat mein Kleiner viel Bauchweh, es gurgelt richtig im Bauch, oft auch schon beim Trinken, das ist mir heute ganz besonders aufgefallen. Ich habe auch das Gefühl, er schluckt beim Trinken viel Luft. Da denke ich wiederrum, das kommt vom Anlegen, was seit ein paar Tagen auch nicht mehr so richtig funktioniert. Meist läuft es so ab: Er legt sich ins Hohlkreuz, was natürlich eine Hand braucht, um ihm wieder an meinen Bauch zu drücken. So fehlt mir natürlich die Hand für den C-Griff oder um sein Köpfchen zur Brust zu drücken. Er fährt mit den Lippen an der Brustwarze rum, greift sie aber nicht. Wenn ich ihn im Hohlkreuz lasse und meine Brust umfasse, geht es manchmal besser. Wenn mein Mann dabei ist, klappt es meistens, der ist aber natürlich nicht immer da.
Ich habe auch den Eindruck, er umschließt die Brustwarze nicht richtig. Was ja auch evtl dann der Grund sein könnte, warum er Luft schluckt. Den Mund hat er aber schon immer schön weit auf.
Es fühlt sich auf jeden Fall irgendwie anders an als am Anfang. Saugen tut er aber so gut wie immer recht lange.
Im Moment habe ich noch sehr viel Milch, die oft einfach herausläuft, wodurch er sich verschluckt was ihn dann schnell wütend macht und er schreit. Das ist natürlich dann keine entspannte situation mehr. Gegen Ende "rutscht" er oft auch runter, sodass er weniger Vorhof im Mund hat, schlucken höre ich ihn aber trotzdem.

Zudem habe ich das Gefühl, ich verpasse den Absprung, wann er fertig ist. Wenn er auf einer Seite aufhört zu trinken, und schon eine Weile dran war, also nicht nur eine Pause macht, dann lasse ich ihn aufstoßen, und sofern er nicht eh eingeschlafen ist, biete ich ihm die zweite Seite an. Manchmal nimmt er sie gut, manchmal nicht, und manchmal würde er wohl gerne, aber es klappt nicht, weil er die Brustwarze wieder nicht zu fassen bekommt. Dann schreit er wieder recht schnell und kann so natürlich auch nicht trinken. Ich versuche ihn dann zu beruhigen, was auch nur teilweise klappt. Das frustriert dann ihn und mich ebenfalls.
Wenn ich ihn dann ganz von der Brust weghole, sucht er aber trotzdem oder hat die Finger am Mund. Das sind doch eigentlich Hungerzeichen, oder? Lasse ich dann noch etwas Zeit vergehen und versuche ihn erneut anzulegen, weil ich ja denke, er hat Hunger, geht das Geschrei meist von vorne los.

Im Moment ist Stillen mit sehr viel Weinen verbunden, überhaupt weint er viel wegen des Bauchwehs und ich bin immer unsicher, wann ich überhaupt was "nachschieben" soll und wann nicht. An und für sich hat er einen recht regelmäßigen Rhythmus von ca alle drei Stunden.
Meine bevorzugten Anlegepositionen sind die Wiegehaltung und auf der Seite liegend. In beiden Positionen läuft es gleich. Manchmal klappt es in der einen nicht, dafür dann in der anderen, aber ich kann nicht sagen, bei einer gibt es keine Probleme.
Die Football-Haltung habe ich einmal ausprobiert, hat aber nicht gleich geklappt und dann habe ich es nicht wieder probiert, da es ja momentan nicht so einfach ist und ich dann nicht noch mit einer neuen Haltung kommen möchte, bei der ich mich unsicher fühle.
Hinzu kommt dass wir uns ja gerade erst kennenlernen und ich manchmal gar nicht weiß, ob ich seine Zeichen richtig deute.

Vielleicht habt ihr ja noch Ideen und Tipps, was ich noch ausprobieren kann und wo der Wurm drin ist. Danke schon mal im voraus und ich hoffe, ihr könnt mir überhaupt folgen. Sonst fragt einfach :)

Liebe Grüße
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Tabalina
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Re: Luft im Bauch, Anlegeprobleme... ich sammel mal

Beitrag von Tabalina »

Gabriel ist jetzt 12 Tage alt und auch er brüllt teilweise die Brust an und fuchtelt mit dem Kopf so wild hin und her, dass er die BW garnicht zu fassen kriegt.
Manchmal hilft es, wenn ich etwas Milch ausstreiche und sie ihm in den Mund laufen lass (spritze), dann wird er ruhiger und kann die BW fassen. Ansonsten warte ich einfach ab, bis er sich beruhigt und rede derweil ganz ruhig auf ihn ein.
Liebe Grüße, Michaela

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Mondenkind
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Re: Luft im Bauch, Anlegeprobleme... ich sammel mal

Beitrag von Mondenkind »

Hallo, bevor ich Dir antworte würde ich noch gern wissen, ob er künstliche Sauger wie Schnuller oder Flasche kennt.
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bellydance
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Re: Luft im Bauch, Anlegeprobleme... ich sammel mal

Beitrag von bellydance »

Tabalina: Die Milch läuft (leider) schon ganz von alleine, oder spritzt auch mal, da hab ich eher den Eindruck, dass ihn das stört. Er verschluckt sich dann auch schnell mal und brüllt dann noch mehr.

Mondenkind: Flasche kennt er gar nicht, Schnuller haben wir angeboten (auch wenn ich es nicht wollte, aber wie das ja oft so ist, meine Brustwarzen freuen sich nicht über ein Dauernuckeln), er nimmt ihn aber an und für sich nicht, zwei-, dreimal hat er ihn bisher kurz akzeptiert, bis das größte Nuckelbedürfnis befriedigt war, dann hat er ihn ausgespuckt und es war alles ok für ihn.
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Re: Luft im Bauch, Anlegeprobleme... ich sammel mal

Beitrag von Mondenkind »

bellydance hat geschrieben:Tabalina: Die Milch läuft (leider) schon ganz von alleine, oder spritzt auch mal, da hab ich eher den Eindruck, dass ihn das stört. Er verschluckt sich dann auch schnell mal und brüllt dann noch mehr.
Das hab ich mir fast gedacht. Das ist ganz typisch. Er muss gegen den heftigen Milchstrahl anschlucken, das ist schwer (wird mit der Zeit aber leichter). Versuch doch mal, ihn aufrechter zu halten beim Trinken, also seinen Oberkörper etwas höher zu lagern oder zu halten. Oder ihn Dir längs auf den Bauch zu legen oder quer von der Seite her. Also immer möglichst so, dass die Milch gegen die Schwerkraft muss. gut geht das zB auch in der Football-Haltung, kennst Du die? Ungünstig ist die Wiegenhaltung und jede Position, bei der die Milch mit der Schwerkraft läuft. Verstehst Du, was ich meine?

Ich denke, damit könntet ihr viel Erleichterung reinbringen. Ansonsten beschreibst Du auch Verhaltensweisen, die nicht untypisch sind in dem Alter. Aber probier mal was mit den Stillpositionen, das hilft Euch bestimmt!

Wenn was unklar ist, gerne fragen :wink:
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Re: Luft im Bauch, Anlegeprobleme... ich sammel mal

Beitrag von bellydance »

Meinst Du, dass ich dabei auf dem Rücken liege? Oder halb aufrecht sitze?

Die Football-Haltung habe ich bisher einmal ausprobiert, kam aber nicht klar. Vielleicht starte ich einen neuen Versuch wenn mal keine stressige Situation ist.

Eventuell hilft ja schon, längs auf den Bauch zu legen oder seinen Oberkörper höher zu lagern, um Spannung rauszunehmen. Das mit der Milch und der Schwerkraft leuchtet mir schon ein - ist auf jeden Fall ein guter Tipp.

Vielen Dank schonmal
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Re: Luft im Bauch, Anlegeprobleme... ich sammel mal

Beitrag von Mondenkind »

bellydance hat geschrieben:Meinst Du, dass ich dabei auf dem Rücken liege? Oder halb aufrecht sitze?
Zum Beispiel, ja!
bellydance hat geschrieben:Die Football-Haltung habe ich bisher einmal ausprobiert, kam aber nicht klar. Vielleicht starte ich einen neuen Versuch wenn mal keine stressige Situation ist.
Mach das mal, ruhig mit Hilfe am Anfang.
bellydance hat geschrieben:Eventuell hilft ja schon, längs auf den Bauch zu legen oder seinen Oberkörper höher zu lagern, um Spannung rauszunehmen.
Ja, das kann schon helfen! Und so arg spritzen tut es ja oft nur am Anfang, dann wirds weniger.

Noch hierzu was:
bellydance hat geschrieben:Im Moment ist Stillen mit sehr viel Weinen verbunden, überhaupt weint er viel wegen des Bauchwehs und ich bin immer unsicher, wann ich überhaupt was "nachschieben" soll und wann nicht. An und für sich hat er einen recht regelmäßigen Rhythmus von ca alle drei Stunden.
Versteif Dich nicht zu sehr auf einen Rhythmus. Bei so kleinen Babies sollte jedes Weinen zunächst mit Stillen beantwortet werden, zumindest anbieten. Die allerallerwenigsten Babies kommen so regelmäßig. Stillen ist mehr als nur Milch, vor allem hilft es den Kindern auch sich zu regulieren und zu beruhigen.
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Re: Luft im Bauch, Anlegeprobleme... ich sammel mal

Beitrag von bellydance »

Ok. Dann versuch ich mal die Schwerkraft auszutricksen ;-)

Dann lass ich mir die Football-Haltung von meiner Hebamme nochmal zeigen. Alleine steh ich da echt etwas deppert da. Kanns mir noch nicht recht vorstellen nach dem missglückten Versuch.

Keine Sorge, versteifen tu ich mich nicht auf den Rhythmus. Wenn er nach einer oder zwei Stunden wieder kommt, leg ich ihn natürlich auch an. Mir fällt es nur immer wieder auf dass es meistens so um die drei Stunden sind.

Dass Stillen auch Nähe ist, ist mir bewusst. Aber wenn es so offensichtlich ist wie heute, dass er Bauchschmerzen hat, er sich total steif macht und einfach nur schreit und mit den Armen rudert (so kleine Fingernägel sind ja so scharf), macht es dann wirklich Sinn ihm die Brust anzubieten? Kriegt er das überhaupt mit? Und macht das die Bauchschmerzen nicht schlimmer?
Ansonsten habe ich es ihm schon öfter mal angeboten, wenn er geweint hat und ich nicht recht wusste warum. Da war es dann auch teilweise so, dass er den Mund aufgemacht hat und es so aussah als wollte er saugen, und es dann eben nicht schafft "anzudocken"
Kann es sein dass es dann einfach nur die Reflexe sind?
Es war dann leider trotzdem so, dass er eher frustriert gewirkt hat.

Ach ja, hab ich vorhin vergessen. Es tut gut zu lesen dass nicht nur mein Baby so "komische" Verhaltensweisen hat. Mir fehlt halt natürlich der Vergleich. Das beruhigt etwas :-)
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Re: Luft im Bauch, Anlegeprobleme... ich sammel mal

Beitrag von Mondenkind »

bellydance hat geschrieben: Dann lass ich mir die Football-Haltung von meiner Hebamme nochmal zeigen. Alleine steh ich da echt etwas deppert da. Kanns mir noch nicht recht vorstellen nach dem missglückten Versuch.
Du setzt Dich hin, entweder Stillkissen um Dich rum oder Kissen unter dem Arm. Du nimmst Dein Baby, der Kopf des Babys liegt in deiner Hand. Der Körper des Babys liegt, Bauch an Bauch mit Dir, die Beine nach Hinten zur Lehne des Sofas zeigend.
bellydance hat geschrieben:Aber wenn es so offensichtlich ist wie heute, dass er Bauchschmerzen hat, er sich total steif macht und einfach nur schreit und mit den Armen rudert (so kleine Fingernägel sind ja so scharf), macht es dann wirklich Sinn ihm die Brust anzubieten? Kriegt er das überhaupt mit? Und macht das die Bauchschmerzen nicht schlimmer?
Wenn er so hektisch schlucken muss, schluckt er natürlich auch Luft, aber auch durchs Schreien schluckt er Luft. Aber das kriegt ihr sicher bald hin, dass das besser und leichter wird für Euch Beide.
bellydance hat geschrieben:Ansonsten habe ich es ihm schon öfter mal angeboten, wenn er geweint hat und ich nicht recht wusste warum. Da war es dann auch teilweise so, dass er den Mund aufgemacht hat und es so aussah als wollte er saugen, und es dann eben nicht schafft "anzudocken"
Das haben viele Babys, das gibt sich mit der Zeit, ganz sicher.
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Re: Luft im Bauch, Anlegeprobleme... ich sammel mal

Beitrag von bellydance »

tut mir leid, ich komme erst jetzt wieder zum antworten.

Liegt er dann bei der Footballhaltung auf der Seite, oder? Jetzt war heut die Hebamme da, aber vor lauter Tralala (besonders das Bauchweh) hab ich vergessen das zu fragen. ich hatte ihn (leider) auch erst kurz vorher gestillt, sodass wir heute nicht zusammen anlegen konnten.

Im Moment hab ich ihn etwas aufrechter, was es schon leichter macht, zumindest teilweise. Und ich biete momentan die zweite Seite nicht mehr an, da gab es immer die größten Probleme. Dann lieber nach einer Stunde, wenn er sich meldet, nochmal stillen. Bisher fahre ich ganz gut damit. Die zweite muss ja nicht unbedingt angeboten werden, oder?

Was mir auch noch aufgefallen ist, zum Ende hin trinkt er gar nicht mehr richtig, sondern nuckelt nur noch etwas, meist schläft er eben ein. Es scheint aber etwas Milch weiterzulaufen, denn oft verschluckt er sich dann. Soll ich ihn abdocken wenn ich merke, er trinkt gar nicht mehr? Oder lernt er mit der zeit, damit umzugehen? Würde es schade finden, wenn er das Ende nicht bestimmen kann (solange meine Brustwarzen das mitmachen, aber es ist ja kein Dauernuckeln) andererseits ist er dann oft wieder wach nachdem er schon fast oder sogar ganz am schlafen war. Auch blöd.

Danke auf jeden Fall schon mal für die Hilfe, es ist tatsächlich im Moment entspannter :)

Ach ja, trotz allem Kampfes, satt wird er. Ein gutes Kilo über Geburtsgewicht sind wir schon ;)
Liebe Grüße, bellydance mit Maikäferchen (05/13)
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