eigentlich hatte ich mir das ja so einfach vorgestellt... 4-6 Monate vollstillen, dann nach und nach Mahlzeiten ersetzen und mit einem Jahr hat sich das Kind dann alleine abgestillt. Und wenn es 14 Monate stillen möchte, dann ist das auch in Ordnung... Tja, so weit die Theorie.
Nach dem 4. Monat haben wir mit Beikost angefangen. Eine zeitlang aß die Mausi keinen Gemüsebrei, sondern nur Obstbrei, dann flog das Fingerfood durchs Esszimmer, die Nächte waren 10 1/2 Monate lang durch Dauernuckeln und Einschlafstillen geprägt... soweit so gut. Wir haben uns mal in Geduld geübt und mal gewundert, ob sie denn überhaupt irgendwann mal normal isst, oder ob sie noch ewig ein Vollstillbaby sein will.
Jetzt ist sie 11 1/2 Monate alt und stillt regelmäßig noch morgens und abends, was ich ihr auf jeden Fall noch mindestens bis zum ersten Geburtstag ermöglichen möchte. Ich hätte auch kein Problem damit, wenn sie es noch ein, zwei Monate länger brauchen würde, aber sie ist inzwischen so fordernd geworden, dass ich das Stillen nicht mehr leiden mag.
Nachts stille ich nur noch unregelmäßig, wenn sie sich anders gar nicht beruhigen lässt. (Seit etwa einem Monat schläft sie nachts in ihrem Zimmer, was zu wesentlich längeren Schlafperioden geführt hat. (Gestern sogar 9 1/2 Stunden am Stück.))
Das ist auch kein Problem, aber tagsüber wird sie richtig übergriffig. Sie reißt an meinem T-Shirt, klettert an mir hoch und meckert und knatscht mich an. Ich halte es dann so, dass ich ihr zunächst etwas anderes zu Essen und zu trinken anbiete und wenn ich merke, es ist kein Hunger, sondern das Bedürfnis nach Nähe und Saugen, dann lass ich sie auch stillen. Nur führt das dann in kürzester Zeit zum Turnen, an der Brustwarze Ziehen und Spielen und inzwischen sogar Beißen. Das macht wirklich keinen Spaß mehr und verleidet mir unsere Stillbeziehung.
Da ich das Gefühl habe, dass meine Mausi sich nicht alleine abstillen wird
Nun frage ich mich, wie ich es am besten anstelle. Mein Plan, dass sie jetzt noch ein, zwei oder auch drei Monate nur morgens und abends gestillt wird und das dann langsam auszuschleichen, scheint nicht wirklich aufzugehen. Es ist für mich unglaublich schwierig sie tagsüber nicht dran zu lassen, wenn sie so unglücklich scheint. Da fehlt mir wohl die Konsequenz, bzw. sie tut mir halt so leid.
Meint ihr, es wäre sinnvoller dann einen kompletten Cut zu machen und zu einem bestimmten Datum das Stillen für beendet zu erklären. Im Juni hat der Papa Elternzeit. Da könnte er dann halt auch besser einspringen und sie ablenken, wenn sie versucht sich selbst zu bedienen. Das Geschrei wird sicherlich riesengroß werden.
Ach ich bin so unsicher, was ich machen soll. So kann es auf jeden Fall nicht bleiben.
Danke für's Lesen. Vielleicht habt ihr ja Ideen, Erfahrungen oder auch nur aufmunternde Worte