Was kommt nach dem Abstillen?...

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Singlemom
gut eingelebt
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Was kommt nach dem Abstillen?...

Beitrag von Singlemom »

...bzw. kommt da überhaupt was? ;-)

Hallo erstmal,

meine kleine Maus ist nun 14,5 Monate und ich habe sie vollgestillt, dann Beikost und etwas stillen und dann bis vorvorgestern Einschlafstillen.
Vorgestern habe ich dann spontan entschieden, dass ich nun aufhöre. Den diffusen Wunsch hatte ich schon seit längerem.

Hab der Maus das erklärt, dass ich nicht mehr möchte, und dann haben wir ein Buch gelesen, ich habe sie ins Bett gelegt und sie hat natürlich geweint. Daher bin ich dann nach ein paar Minuten zu ihr und wir haben im großen Bett zusammen gekuschelt bis sie eingeschlafen ist. Gestern wieder Einschlafkuscheln und heute auch.

Sie ist mehr rumgeturnt als sonst, da sie sonst ja mit der Brust beschäftigt war, die ich ja nun einfach nicht ausgepackt habe.

Allerdings frage ich mich nun heute: soll es das gewesen sein? Irgendwie ja schade. Ist dieses Gefühl "schade" nun irgendwie hormonbasiert? Wann stellen sich die Hormone überhaupt um? Und ist das jetzt ein Vorteil für mich, dass ich die Brust nicht mehr auspacke?

Mein Wunsch war ja, auch nicht so lange abends im Schlafzimmer rumzuhängen....ich mache mich gerade selbstständig und will eigentlich die Abendstunden noch für meine Arbeit nutzen, wenn ich dann aber so lange noch neben ihr liege, verkürzt das meine Zeit so sehr....auch wenn es schön ist. :-(

Also wirklich zufrieden bin ich gerade nicht....

Habt ihr da ne Meinung zu, Erfahrungen nach dem Abstillen (welche Gefühle?) und ist Einschlafkuscheln ein Weg in die Unabhängigkeit oder gleichbedeutend mit Einschlafstillen?

Danke für Eure Antworten!
Sternenfaengerin
Power-SuTler
Beiträge: 6752
Registriert: 08.02.2009, 20:32

Re: Was kommt nach dem Abstillen?...

Beitrag von Sternenfaengerin »

hallo singlemom,

in diesem stillalter bin ich selber nicht erfahren. die gründe, die du aufführst, kann ich nachvollziehen, aber ich lese irgendwie zweifel heraus. möchtest du wirklich abstillen? wenn du das magst bin ich die letzte, die dagegen geht, hört sich nur irgendwie nicht danach an.
ich fände es aber auch legitim einfach das einschlafstillen umzustellen und trotzdem weiterzustillen, wenn das für dich als möglichkeit in betracht kommt.

das mit der unabhängigkeit, hm. du hast noch ein baby. muss/kann/darf ein baby unabhängig sein? oder beziehst du das auf dich?

unserer wird nach wie vor in den schlaf begleitet (4,5 jahre alt) und ich finde das voll okay, richtig und wichtig (für uns). ein vorschlag wäre hier evtl den papa mit einzubinden?

das einschlafkuscheln war bei uns ganz unterschiedlich. manchmal ging es schnell, manchmal hat es auch bis zu zwei std. dauern können... da war wirklcih der vorteil, das sein papa und ich uns von abend zu abend abgewechselt haben, somit konnte der andere "durchschnaufen". ich denke in dem alter könnte man auch schon mit ritualen starten, wir singen (nach wie vor :lol: ) und das ist dann schlafenszeit.

hoffe dir mit meinen gedanken weitergeholfen zu haben.

also abstillen "nur" wegen dem abend würde ich nicht. erstens ist es kein garant für einen "einfacheren" ablauf und zweitens gäbe es die möglichkeit ja auch das durchs kuscheln zu ersetzen und das stillen beizubehalten. das musst du/ihr entscheiden ;)
Elena
Miss SuTiversum
Beiträge: 14241
Registriert: 05.08.2009, 17:08

Re: Was kommt nach dem Abstillen?...

Beitrag von Elena »

Singlemom hat geschrieben:
Mein Wunsch war ja, auch nicht so lange abends im Schlafzimmer rumzuhängen....ich mache mich gerade selbstständig und will eigentlich die Abendstunden noch für meine Arbeit nutzen, wenn ich dann aber so lange noch neben ihr liege, verkürzt das meine Zeit so sehr....auch wenn es schön ist. :-(
Hm, ich hing mit Einschlafstillen 10 Minuten im Schlafzimmer rum und ohne mindestens dreimal so lange. :lol: In Extremzeiten auch mal eine knappe Stunde.

Ich denke, es ist sehr vom Kind abhängig, wie das Einschlafen abläuft. Wir haben in unserm Bekanntenkreis einige Kinder die "alleine einschlafen". Die schlafen dann aber halt irgendwann ein und stehen manchmal abends um 9 noch bei den Eltern auf der Matte, die Eltern haben echt wenig Einfluss auf das Einschlafen. Meine Töchter (4 und 2 Jahre) schlafen nicht alleine ein, der Großen lesen wir im Bett vor, bis ihr die Augen zufallen, oder singen sie in den Schlaf. Die Kleine turnt auf mir rum und kuschelt und quatscht und gibt Anweisung, was ich singen soll und singt mit... bis sie auch irgendwann schläft. Sie hat sich mehr oder weniger abgestillt, dockt nur fast jeden Abend für 2 Sekunden an, nuckelt nicht mal und dockt wieder ab. Es gehört noch mehr oder weniger dazu, ich würde es aber nicht mehr als Einschlafstillen bezeichnen, weil es nicht mehr zur Beruhigung am Abend beiträgt. :roll:

Ich denke, Kinder brauchen Zeit, bis sie eine andere Möglichkeit zum Runterkommen gefunden haben. Manche brauchen mehr Körperkontakt, andere weniger. Bei manchen funktioniert auch Musik vom Band oder ein Hörspiel (dafür ist deine wohl noch zu klein!), bei anderen muss ein Elternteil her. Ich denke, deine Tochter braucht schon irgendeine Art von Kuscheln zum Einschlafen, sie ist ja auch noch sehr klein. Vielleicht gibt es eine andere Möglichkeit, die Zeit fürs Einschlafen zu verkürzen - weniger Schlaf am Tag? Mehr auspowern? Ein bestimmten Abendritual? Bei uns hat das Abschaffen des Mittagschlafs diese Zeit drastisch verkürzt, seitdem geht die Große gegen 7 ins Bett und ist innerhalb von 15 min eingeschlafen. Aber dafür ist es bei deiner Tochter sicher noch viel zu früh.
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Elena
Miss SuTiversum
Beiträge: 14241
Registriert: 05.08.2009, 17:08

Re: Was kommt nach dem Abstillen?...

Beitrag von Elena »

Ach ja:
Singlemom hat geschrieben:
Habt ihr da ne Meinung zu, Erfahrungen nach dem Abstillen (welche Gefühle?) und ist Einschlafkuscheln ein Weg in die Unabhängigkeit oder gleichbedeutend mit Einschlafstillen?
Aus meiner persönlichen Erfahrung würde ich sagen: Es ist schon irgendwie ein Weg in die "Unabhängigkeit", weil das Kind lernt, das Stillen durch etwas anderes zu ersetzen. Das Kuscheln kann auch mal jemand anders übernehmen (bist du alleinerziehend? Dann ist das natürlich schwieriger) und auch das Kuscheln kann irgendwann wieder ersetzt werden - durch Musik zum Einschlafen, durch ein Kuscheltier, durch selber Bücher angucken... abhängig vom Kind und den Wünschen der Eltern eben.

Aber realistischerweise würde ich sagen: Davon seid ihr noch ein Stück entfernt. Ich kann verstehen, dass es dich nervös macht, wenn du abends neben ihr liegst und eigentlich 1000 Dinge zu erledigen hättest. Aber ich fürchte, das wirst du in der nächsten Zeit schwer ändern können. Vielleicht entspannt es die Situation für alle, wenn du versuchst, dir die Zeit anders zu nehmen. Geht deine Kleine in die Krippe oder wird irgendwie betreut, sei es nur stundenweise? Kannst du dir tagsüber irgendwie mehr Zeit nehmen und die Zeit abends dann bewusst mit ihr verbringen? Gerade das Einschlafen am Abend ist bei meiner Großen so etwas Sensibles - da irgendwie Druck zu machen wäre sicher nicht gut. Ich genieße es sehr, dass sie abends gerne ins Bett geht. Denn da kuscheln wir noch und lesen eben ganz in Ruhe, darauf freut sie sich echt jeden Abend. Wir haben NIE Theater und Diskussionen beim Insbettgehen. Das ist sicher nicht auf alle Kinder übertragbar, aber ich würde versuchen, beim Einschlafthema so wenig wie möglich "rumzuerziehen" am Kind. Lieber tagsüber mehr Freiraum schaffen, wenn das möglich ist.
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Re: Was kommt nach dem Abstillen?...

Beitrag von Pacific »

Ich glaube auch, dass es sehr auf dein Kind ankommt und selbst dann wird es phasenweise ein schnelles oder langsames Einschlafen werden. Bei uns hat sich daran durchs Abstillen wenig geändert.
Kind 1, der schwere Fall: Allerdings schon vor dem Abstillen und danach ebenfalls. Aber auch sie schläft jetzt alleine ein im eigenen Bett. Zugegeben: es war zäh und ich habe Stunden neben ihr liegend auf den Schlaf gewartet.
Kind2: Vor dem Abstillen, wenn nicht gerade Zähne oder eine Wachstumsphase dran waren, Einschlafen in Sekunden ohne Mama. Nach dem Abstillen: 10 Minuten daneben liegen , rausgehen, kurzes Gemotze (max 2 Minuten). Ruhe! Aber auch hier gibt es sehr wenige, anstrengende Abende, an denen ich 1 Stunde brauche. Direkt nach dem Abstillen war es am schwierigsten und hat am längsten gedauert. Durch die Umstellung mussten wir halt so zwei Wochen durch.

Viel Erfolg mit dem neuen Abschnitt ;-)
Pacific mit Zappelmaus 03/09
und Kuschelzwerg 12/11
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