Kinderlose: Wie haltet ihr das Warten aus?

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Menschenkind
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Re: Kinderlose: Wie haltet ihr das Warten aus?

Beitrag von Menschenkind »

Feuerkind hat geschrieben:Zum Studium nochmal, ich war gestern an meiner ehemaligen Uni, wurden eingeladen in eine Seminar von einer ehemaligen Dozentin, um zu erzählen was wir jetzt nach dem Studium machen. Und das halt vor dem Kurs der dieses Jahr fertig wird.
Ich erzähle also, bin fertig, Fragerund
Frage "Und wie lange hast du vor in der Krippe zu arbeiten"
ich "So lange bis ich selber dann ein Kind bekomme, also jetzt auch keine Ewigkeit"
Die meisten im Raum :shock:
:lol: *ROFL* Das hätt ich jetzt wirklich nicht gedacht. Im Maschinenbau, ja, vielleicht, aber im Erziehungsbereich würde ich doch meinen (Achtung, Vorurteil ;)), dass dort das evtl. auch frühe Kinderkriegen nicht so ein Schock wäre.
Feuerkind hat geschrieben:Als ich dann noch sagte, dass ich mir dann für später noch ein Master-Studium vorstellen könnte dann auch :shock:

Aber ist das so unrealistisch?
Ich dachte mir dann so, dass es vielleicht ganz gut passt mit Kleinkind nochmal zu studieren?
Ich halte das für ganz und gar nicht unrealistisch. Ich weiß ja nicht, wie es an eurer Uni aussieht, aber meine hat jede Menge Fördermöglichkeiten für studierende Eltern. Und das Bachelor/Master-System ist ja grade (auch) für solche Fälle da, wo man ein paar Jahre arbeitet und dann sich noch weiterbildet. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du im Studium flexibler als im Arbeitsleben bist.

Mal abgesehen davon, dass ich mir auch so nicht vorstellen könnte, in einer Krippe zu arbeiten, sehe ich auch die Problematik, dass die Belastbarkeit natürlich mit dem Alter zunimmt und, ob man dann mit 65 noch Kleinkinder um sich rumwuseln haben will.... dann doch lieber rechtzeitig vorsorgen, dass man sein Beschäftigungsfeld ausbaut.

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Butterfly1992
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Re: Kinderlose: Wie haltet ihr das Warten aus?

Beitrag von Butterfly1992 »

Feuerkind hat geschrieben:
Als ich dann noch sagte, dass ich mir dann für später noch ein Master-Studium vorstellen könnte dann auch :shock:

Aber ist das so unrealistisch?
Ich dachte mir dann so, dass es vielleicht ganz gut passt mit Kleinkind nochmal zu studieren?
Aber noch bin ich mir unsicher ob ich es überhaupt will, aber als da gestern alle so vom Studium erzählt haben...Und ewig sehe ich mich wirklich nicht in der Krippe...
Ich denke, dass viele ihr Studium an einen Stück erledigen wollen. Ich bin auch eine der wenigen, die nicht gleich einen Master plant, sondern erst arbeiten möchte und später einen machen möchte nach der Kinderplanung.
Die eine Dozentin betont, immer wie gut Kinder und Studium zusammen passen. Sie hat nach ihren ersten Kind nochmal in einen anderen Richtung ein Studium gemacht.


Ich hab letzte Woche zwei Stunden auf meinen Neffen (3 Monate)aufgepasst was total schön war, dabei ist er bei mir eingeschlafen und hat länger geschlafen als sonst. Auf der einen Seite tut dies meinen Kinderwunsch gut, aber auf der anderen Seite verstärkt er ihn auch, weil ich ihn nur alle zwei Wochen sehe.
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Elda
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Re: Kinderlose: Wie haltet ihr das Warten aus?

Beitrag von Elda »

Darf ich mich auch als kinderlose Wartende einreihen, auch wenn ich nicht aus "zukunftssichernden" Gründen warte? :roll:

Aber ich habe einen starken Kinderwunsch seit ich ca 18 bin, also mittlerweile seit 8 Jahren.

Dachte eigentlich ich wäre mit Ende 20 fertig mit der Familienplanung, aber kommt ja meistens doch anders als man sich das vorstellt.
Die Wartezeit war und ist nie wirklich einfach, aber an Tagen wo es immer richtig schlimm ist weine ich mir dann ein wenig die Augen aus und gehe den nächsten Tag wieder mit voller Hoffnung an.
Lieben Gruß,
Nina mit Sternchen im Herzen
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Re: Kinderlose: Wie haltet ihr das Warten aus?

Beitrag von Butterfly1992 »

Du darfst dich auf jeden Fall mit einreihen.
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Menschenkind
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Re: Kinderlose: Wie haltet ihr das Warten aus?

Beitrag von Menschenkind »

Hallo Elda, sicher, komm rein, mach es dir gemütlich, nimm dir einen Tee, vielleicht etwas Kuchen? :-)

Ich hab mir deinen Vorstellungspost durchgelesen, das klingt ja echt schlimm. (((Elda))) Lange erfolglos zu üben ist eine Vorstellung, vor der ich jede Menge Angst habe. Unter anderem ein Grund, weswegen ich "schon so früh" Kinder haben möchte, um Zeit zu haben, falls es nicht auf Anhieb klappt. Man liest und hört ja so vieles. :?

Elda, magst du noch weiteres von dir erzählen? Was machst du so, wie lebst du, wie hat sich dein Kinderwunsch entwickelt, was hat dein Partner dazu gesagt?

Ich bin nicht neugierig, ich will nur alles wissen... :roll: :D

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Feuerkind
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Re: Kinderlose: Wie haltet ihr das Warten aus?

Beitrag von Feuerkind »

Ich bin krank, bauchweh und übelkeit, alle kolleginnen und auch die ärztin heute fragten, ob ich schwanger sei :oops:
Aber es ist eigentlich wirklich nicht möglich *Grübel*
somit sagte sie dann es ist ne magenschleimhautentzündung

Kommentar meiner kollegin "also ich war ja auch die ersten wochen ne magenschleimhautentzündung "

Tzzzzz
...Bist so wunderschön und ich kann kaum ertragen wenn du weinst. Und es kann niemals eine Macht auf dieser Welt so stark wie diese Liebe sein... [ASP- Duett]

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Re: Kinderlose: Wie haltet ihr das Warten aus?

Beitrag von Feuerkind »

Ups ganz vergessen
Herzlich willkommen in unserer runde elda!
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Elda
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Re: Kinderlose: Wie haltet ihr das Warten aus?

Beitrag von Elda »

Danke, Feuerkind.
Die Fragen ob man schwanger ist, wenn man selber KiWu hat und weiß, dass es eigentlich gar nicht sein kann sind wirklich gemein. :roll:
Menschenkind hat geschrieben: Ich bin nicht neugierig, ich will nur alles wissen... :roll: :D
Hahahahaha, den Spruch muss ich mir unbedingt merken. Ich habe teilweise eine unerträgliche Neugierde.

Ich kann gerne noch ein wenig erzählen von mir und meiner Geschichte. Ursprünglich komme ich aus NRW und wohne seit etwas über einem halben Jahr in Bremen. Ich arbeite in der Pflege, aber bin gerade am überlegen ob ich mich auf das externe Abitur vorbereiten soll, da ich einfach nicht ewig in diesem Job arbeiten kann und eigentlich noch gerne irgendwann studieren möchte. Meinem Gehirn fehlt da irgendwie der Input zur Zeit.
Mein Menne ist Handwerker und hat schon eine 11 Jährige Tochter, die uns jedes zweite Wochenende besuchen kommt. Sie ist echt goldig und so lieb.

Nun zur Kinderwunschgeschichte. Wie gesagt, der war schon echt früh da mit 17/18, wahrscheinlich erstmal aus irrationalen Gründe um mich von meiner eigenen Familie abzukapseln und es besser machen zu wollen. Es war halt eine schöne Vorstellung eine "normale" liebenswürdige Familie zu haben. Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich mit 15 mit meiner Jugendliebe zusammenkam und wir dann 8 Jahre zusammen waren und kurz vor der Hochzeit standen.
Kinder bekommen war immer ein Thema und als ich 19 war, haben wir die Verhütung mal weggelassen. Ich habe dann viele Untersuchungen und Operationen über mich ergehen lassen, aber leider hat er mich nie wirklich unterstützt dabei.

Ich denke, er wollte überhaupt nicht wirklich und war wahrscheinlich froh, dass es nicht so einfach klappte. Als wir mit dem üben anfingen, war er im 3. Lehrjahr. Danach hat er 2 Jahre gearbeitet und noch ein Studium angefangen. Für ihn war es also immer wegen irgendwas der falsche Zeitpunkt.

Mich hat der Kinderwunsch innerlich zerfressen und ich habe an meinem kompletten Dasein gezweifelt, was sogar zu einer sehr starken Depression und einem Nervenzusammenbruch führte und ich in die Klinik ging. (da war ich 23)
Das hat mir wirklich sehr geholfen dort und ich hatte viel Zeit einige Sachen zu verarbeiten und mein Leben nochmal in die Hand zu nehmen.

Nach der Klinik haben wir uns getrennt, da uns einfach bewusst geworden ist, dass wir zu unterschiedliche Ansichten von der Zukunft hatten. Es war hart diese Liebe gehen zu lassen, aber es war für beide Seiten die richtige Entscheidung.

Jetzt, 3 Jahre später habe ich einen wundervollen Mann der sich nichts lieber wünscht eine Familie mit mir zu gründen und auch voll hinter mir steht und mir Mut macht, dass auch wir gemeinsam ein Kind kriegen können, egal wie viele Steine uns in den Weg gelegt werden.

Puh, jetzt habe ich ja meine halbe Lebensgeschichte erzählt. Aber ich hoffe, deine Neugierde *hihi* ist erst mal gestillt. Aber frag gerne falls du noch etwas wissen willst.
Lieben Gruß,
Nina mit Sternchen im Herzen
Butterfly1992
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Re: Kinderlose: Wie haltet ihr das Warten aus?

Beitrag von Butterfly1992 »

Elda, das hört sich aber hart an.

Mir hilft grade, dass ich das Thema Brustverkleinerung gerade ein bisschen vorantreibe, welches ich eigentlich erst später machen lassen wollte.
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Menschenkind
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Re: Kinderlose: Wie haltet ihr das Warten aus?

Beitrag von Menschenkind »

Wow, Elda, das klingt wirklich nach einer ganz schönen Odyssee. Da sieht man mal die Macht, die ein Kinderwunsch haben kann. Ich wünsche mir, das könnte man Männern klar machen, damit sie einfach verstehen, wie schwer das sein kann. Ich hab es mal meinem Freund gegenüber mit dem Wunsch nach Freiheit verglichen (zu sehen an Menschen, die ihr reales Leben für einen abstrakten Freiheitsgewinn riskieren). Ich glaube, das hat ihm schon viel vermittelt, aber so ganz ist es das halt auch noch nicht. Ist das überhaupt vermittelbar, gibt es gute Vergleiche? Glaubt ihr, dass Männer, wenn sie denn einen KiWu haben, eine ähnliche Intensität erreichen?
Sorry, Elda, ich wollte deine Geschichte nicht instrumentalisieren, das fiel mir einfach beim Lesen ein.
Übt ihr denn momentan?
Feuerkind hat geschrieben:Ich bin krank, bauchweh und übelkeit, alle kolleginnen und auch die ärztin heute fragten, ob ich schwanger sei :oops:
Aber es ist eigentlich wirklich nicht möglich *Grübel*
somit sagte sie dann es ist ne magenschleimhautentzündung

Kommentar meiner kollegin "also ich war ja auch die ersten wochen ne magenschleimhautentzündung "

Tzzzzz
Argh, ich stimme Elda zu, das kann einen (unbeabsichtigt) ganz schön treffen. Ich denke immer, ich höre so sehr auf meinen Körper, wenn ich schwanger bin merk ich das schon. Dann kommt so ein Kommentar (oder eine Verhütungspanne) und man fängt an, jedes Zipperlein fünfmal zu deuten, obwohl man eigentlich weiß, dass nichts ist... :roll: Andererseits hört man ja auch so viel von genau solchen Fällen... ja was soll man denn dann denken!
An welchem ZT bist du denn, Feuerkind, kannst du die Gedanken schnell zur Ruhe legen?

Ich muss euch noch einen lustigen Traum erzählen, den ich vor ein paar Nächten hatte. Warnung: Meine Träume sind echt schräg. :lol: Also: Meine Eltern, mein Freund und ich waren irgendwo im Ausland in irgendeiner Arztpraxis allesamt (!) zum Praktikum. Irgendwie macht dieser Arzt auch formlose Adoptionen (so a la: hier, kannst haben). Meine Eltern und wir beide adoptieren also jeweils eine Hälfte eines Zwillingspärchens. Die Kinder waren ca. ein Jahr alt. Ich hab also diesen Zwerg auf dem Arm und freu mir ein Loch in den Bauch, dass ich jetzt auch TT kaufen kann und mich gleich zu Hause für die Kruschelkiste anmelden muss. :D Dann kommt zuerst der Gedanke, dass das ja ein Adoptivkind ist und ich es somit nicht stillen kann. Dann kommt die Realisation... ich muss ab jetzt sofort... für viele Jahre... so von jetzt auf gleich... für eine Betreuung sorgen, immer muss jemand da sein, ich habe mich ja noch gar nicht mit meinem Freund abgesprochen (obwohl er von der Adoption weiß und sich nicht gewehrt hat), kann ich das überhaupt, so plötzlich für ein Einjähriges zu sorgen. Meine Familie drängt, dass wir zum Flughafen müssen und ich bin hin- und hergerissen zwischen Kind haben und da lassen. Kurz habe ich überlegt, es testweise mitzunehmen, ich könne die Adoption ja nach ein paar Monaten auch rückgängig machen, aber das ist selbst meinem Traum-Ich klar, dass das arschig wäre. Ich glaube, dann bin ich aufgewacht, weiß also nicht, wie ich mich entschieden hab.
Am stärksten ist mir jedenfalls die Freude auf die TT in Erinnerung geblieben... will auch! :D Argh.
Ich glaube ich müsste mir mal meine Träume aufschreiben.

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