Reduzieren der Zusatznahrung ohne Gewichtsreduzierung

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Larana
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Reduzieren der Zusatznahrung ohne Gewichtsreduzierung

Beitrag von Larana »

Liebes Expertinnenteam,

ich hoffe ihr könnt mir hier helfen, ich bin schon wieder absolut angenervt von unserer Situation.
Kurz zur Vorgeschichte:
Ich hatte bei der Geburt einen hohen Blutverlust. Dies war vermutlich der Grund dafür, dass kein Milcheinschuss kam.
Die Kleine hatte am 9.12. ein Geburstgewicht von 3920g.
Am 11.12. wog sie dann 3500g, am 12.12. nur noch 3450g.
Und der Milcheinschuss kam einfach nicht.
Auf Anraten der Hebamme haben wir angefangen zuzufüttern.
Anfangs mit Sonde und Spritze während dem Stillen.
Später dann mit Brusternährungsset.
Sie hat dann zugenommen, bis ich mir irgendwann dachte, ich bin ja körperlich so weit wieder gut drauf. Und ich sie dann ständig angelegt hab.
Sie hat dann nur noch sehr schleppend zugenommen.
Da es mich immer geschmerzt hat, wenn sie mit Brusternährungsset an der Brust getrunken hat, habe ich dann auf das stillfreundliche Fläschchen von avent gewechselt und ihr nach jeder Mahlzeit 70ml gegeben.
Irgendwann dacht ich mir dann wieder: nee, ich muss doch meine Milchmenge steigern können und hab das ganze wieder um die Hälfte reduziert.
Im Nachhinein hab ich mich über diese Kurzschlussreaktion selbst aufgeregt. War natürlich viel zu schnell und die Kleine hat wieder nicht richtig zugenommen.
Ich habe also beschlossen, ihr wieder mehr Zuzufüttern und langsam runterzugehen. Ich gebe ihr nun täglich dreimal nach dem Stillen ein Fläschchen.

Das sah bis jetzt so aus:
10.04.13: 90ml - 70ml - 90ml
13.04.13: 70ml - 70ml - 90ml
17.04.13: 70ml - 70ml - 70ml

Sie trinkt die Fläschchen immer voll aus. Manchmal hab ich das gefühl, es ist egal, wie viel ich ihr gebe, sie trinkt immer alles.
Anfangs sahs ganz gut aus, sie hat gut zugenommen. Jetzt schon wieder innerhalb einer Woche nur 20g!
Ich möchte auf keinen Fall, dass die Kleine viel zu wenig Milch bekommt, möcht jetzt aber auch nicht wieder im Kurzschlussverfahren einfach wieder die ganze Zufütterungsmenge aufstocken.

Nun noch zu unserem Stillverhalten: Die Kleine meldet sich irgendwie ziemlich selten, dafür dass sie zu wenig zu bekommen scheint. So alle 3 bis 4 Stunden, manchmal leg ich sie einfach vorher an. Nachts meldet sie sich viel öfter, aber wahrscheinlich nicht aus Hunger sondern weil sie die Brust zum Einschlafen braucht. Von Anfang an war es so, dass ich die Mahlzeiten beendet habe. Nur manchmal, wenn sie müde ist, schläft sie dann ein und lässt die Brust los.
Ich saß anfangs manchmal 1 1/2 Stunden mit ihr da. Vielleicht nuckelt sie auch nur noch? Nach etwa 5 min schluckt sie nämlich auch so gut wie gar nicht mehr.
Inzwischen nehm ich sie immer von der Brust ab, wenn sie kaum mehr schluckt.

Nun noch ein paar Messdaten:
9.12. 3920
11.12. 3500
12.12. 3450
13.12. 3590
14.12. 3630
15.12. 3720
16.12. 3720
19.12. 3850
21.12. 3960
28.12. 4180
07.01. 4510
31.01. 4750
08.02. 4850
14.02. 4930
20.02.. 4990 (ab hier zufütter4n nach jeder Mahlze1it)
01.03. 5310
07.03. 5460
14.03. 5790
19.03. 5900
28.03. 6130
04.04. 6250 (ab hier Reduktion auf die Hälfte)
11.04. 6310 ( Tag davor wieder Erhöhung)
17.04. 6510
21.04. 6530
24.04. 6530

Die Kleine ist ja jetzt schon 4 1/2. Wenn es am Besten ist, die Zufütterungsmenge zu erhöhen und dabei zu bleiben ist das für mich auch in Ordnung. Hauptsache sie bekommt genug! Sollte dies so sein, wäre dann für mich aber noch die Frage offen, ob man die drei kleineren zusätzlichen Mahlzeiten durch zwei größere ersetzen kann. Dann wäre es wenigstens etwas weniger aufwendig.

So, jetzt hoffe ich, ich habe euch mit dem langen Text nicht erschlagen und ihr könnt mir weiterhelfen.
jusl
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Re: Reduzieren der Zusatznahrung ohne Gewichtsreduzierung

Beitrag von jusl »

Hallo und herzlich willkommen hier,

ich antworte Dir heute abend, spätestens morgen früh ausführlich. ;-)

LG
Julia
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apfelkern
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Re: Reduzieren der Zusatznahrung ohne Gewichtsreduzierung

Beitrag von apfelkern »

Huhu, ich hatte eine Email bekommen, dass du mir eine Nachricht geschrieben hast, konnte sie hier dann aber nicht finden um zu Antworten. Daher schreib ich's einfach mal hier rein ;)

Ich reduziere ja wie du gelesen hast derzeit jeden Tag um 10 ml.
Das ist so leicht möglich, da mein Baby nur eine Flasche täglich bekommt, immer abends. Da fordert sie das aber auch ein. Tagsüber stillt sie ganz normal und use zufrieden, abends so zwischen 19:30 und 21 Uhr ist sie aber nach dem Stillen nicht satt. Sie protestiert dann lautstark und gibt keine Ruhe bis sie noch was bekommt. Da das Abpumpen nicht klappt bei mir, bekommt sie dann Pre. Mit Beginn der Reduzierung habe ich sie also abends so lange trinken lassen bis sie von selbst losprotestierte. Dann bekam sie die reduzierte Zufüttermenge und wenn sie damit noch nicht satt war bekam sie nochmal die Brust. Da trank sie dann noch kurz (wohl nur noch wenige ml schätze ich, die Differenz quasi) und dockte sich dann selbst zufrieden ab.
Mit der kleinschrittigen Reduzierung kann sich die Brust wohl gut umstellen erklärte mir jusl und bei mir scheint es gut zu klappen.
Bei der Hochzeit musste ich abends kein Pre nachfüttern, da sie sie einfach nicht verlangt hat. Da hat sie aber über den Tag auch viel und jeweils sehr lange gestillt weils aufregend war. Meine Tochter meldet sich sonst sehr nachdrücklich wenn sie Hunger hat...

Das soll jetzt kein Patentrezept sein, nur Antworten auf deine Fragen an mich ;)
Jusl wird sich ja noch melden und mit dir was erarbeiten.
Alles Gute :)
Tippfehler und komische Worte macht das Handy.....
Am PC hakt das "n" ....
LG von apfelkern
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Larana
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Re: Reduzieren der Zusatznahrung ohne Gewichtsreduzierung

Beitrag von Larana »

Da sind wohl alle Babys anders.
Meine Kleine protestiert nach dem Stillen nie.
Ich wär froh wenn sie das täte, dann wüsst ich wenigstens wo ich dran bin.
Und jetzt gibts seit sodrei Tagen noch was Neues: Sie dockt sich ständig selbst ab, um mich anzuschauen, die Sachen um sie rum anzuschauen.
Dann grinst sie, dreht ihren Kopf und dockt sich wieder an.
Die Umgebung wird halt interessanter.
Jetzt weiß ich noch weniger wie lange ich am Stück stillen soll.
Danke für die schnellen Antworten.
Bin gespannt auf die folgenden Ratschläge.
jusl
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Re: Reduzieren der Zusatznahrung ohne Gewichtsreduzierung

Beitrag von jusl »

Hallo Larana,

ich fange mal mit der Gewichtsentwicklung an:

In den ersten 2 Lebensmonaten lag die durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme bei rund 175 g. Dies ist normaler Wert (Quelle), der keinerlei Hinweis auf ein Problem liefert bzw. belegt, dass Dein Baby bestens versorgt war in dieser Zeit.

Leider kann ich an Deinen Zeilen nicht erkennen, WANN GENAU diese Zufütterungen stattfanden bzw. welchen Zeitraum Du meintest, WANN GENAU sie "schleppend zugenommen" haben soll (vielleicht kannst Du das nochmal erklären bzw. diese Info nachreichen?):
Am 11.12. wog sie dann 3500g, am 12.12. nur noch 3450g.
Und der Milcheinschuss kam einfach nicht.
Auf Anraten der Hebamme haben wir angefangen zuzufüttern.
Anfangs mit Sonde und Spritze während dem Stillen.
Später dann mit Brusternährungsset.
Sie hat dann zugenommen, bis ich mir irgendwann dachte, ich bin ja körperlich so weit wieder gut drauf. Und ich sie dann ständig angelegt hab.
Sie hat dann nur noch sehr schleppend zugenommen.
Nach den ersten beiden Lebensmonaten hast Du (erneut?) mit Zufüttern begonnen. In den folgenden knapp 2 Monaten lag die durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme bei rund 190 g, ein sehr hoher Wert. Die Gewichtszunahme lag damit noch höher als in den ersten beiden Lebensmonaten - dies ist sehr ungewöhnlich und kann als Zeichen von Überfütterung gewertet werden, da normalerweise die Gewichtszunahmerate mit steigendem Alter des Kindes sinkt.

Unterm Strich heißt das: Höchstwahrscheinlich waren die Zufütterungen (abgesehen von den ersten Lebenstagen) komplett überflüssig. Das Problem am überflüssigen Zufüttern ist, dass sie sich direkt negativ auf die Milchbildung auswirken - die zugefütterte Milch wird eben nicht mehr aus der Brust nachgefragt, weil sie ja bereits auf anderem Wege im Magen gelandet ist. Da die Milchmenge bekanntlich direkt von der Nachfrage abhängt, wird entsprechend weniger produziert, wenn zugefüttert wird.
Darf ich fragen, ob Du im Alleingang oder auf Rat von Hebamme oder Kia zugefüttert bzw. die Zufüttermengen verändert hast?

Da ich noch nicht vollständig verstanden habe, wann genau welche Mengen zugefüttert wurden, kann ich noch keine abschließende Empfehlung aussprechen. Aber ich kann auf jeden Fall schon sagen, dass Ihr ganz sicher die Pre bald losseid - zumal Dein Baby ja auch so langsam schon ins Beikosalter kommt, d.h. falls Deine Milchmenge tatsächlich nicht auf Vollstillniveau steigerbar sein sollte (was ich aber für unwahrscheinlich halte, denn Du HAST ja mal eine Zeitlang vollgestillt, richtig?), dann könnte Dein Baby übers Stillen hinausgehenden Bedarf auch einfach über Beikost decken anstatt über Pre. Aber das können wir später schauen.

Kannst Du mit diesen ersten Hinweisen etwas anfangen?
Rückfragen immer gern und
LG
Julia
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Re: Reduzieren der Zusatznahrung ohne Gewichtsreduzierung

Beitrag von Larana »

Hallo Julia,

nein ich habe leider nie vollgestillt.
Wie schon geschrieben habe ich nie einen Milcheinschuss bekommen.
Ich habe die Milchmenge anfangs durch pumpen, später durch ständiges Anlegen hoch gesteigert.
Die Kleine hat, nachdem sie so abgenommen hatte, anfangs so viel bekommen, wie sie getrunken hat. Und das war für ihr Alter teilweise sehr viel.
Aber die Hebamme meinte, sie habe ja auch was nachzuholen.
Anfang Januar, so weit ich mich erinnern kann war das der 8.1. habe ich dann im Alleingang statt zuzufüttern ständig angelegt. Sie hat dann nur noch abends 70ml bekommen. Die Hebamme kam 2 Tage später und hat das dann zur Kenntnis genommen.
Ich dachte so könne ich die Milchmenge am Besten steigern - im Nachhinein natürlich blöd.
Sie hat dann eine Woche nicht zugenommen, dann 60g, dann sogar 180g.
Genaue Messdaten von der Zeit hab ich leider nicht mehr.
Dann hat sie zwei Wochen nur 20 und 30g zugenommen und ich hab mich an meine Rückbildungshebamme gewandt.
Ich war ziemlich fertig deswegen, daher hat sie mir, um mir den Druck zu nehmen, geraten wieder mehr zuzufüttern.
Das habe ich dann ab dem 21.2. auch getan.
Ich habe das dann zuerst nach Bedarf gemacht. Das waren dann sehr unterschiedliche Mengen. Einmal sind wir sogar auf 340ml gekommen.
Da sie ja dann wieder gut zugenommen hat, damals habe ich ihr 105ml - 70ml - 105ml gegeben, habe ich mir das Stillbuch ausgeliehen und gelesen, dass bei jeder Mahlzeit 20% Vorrat noch in der Brust zurückbleiben.
Habe nachgerechnet und dachte mir - passt ja - und hab ab dem 05.04. auf die Hälfte reduziert.
Habe dann Rücksprache mit einer Stillberaterin der LLL gehalten, die meinte, dass das wohl zu schnell sei.
Habe dann ab dem 10.04. 90ml-70ml-90ml gegeben.

Jedenfalls hat sie nun, nach anfänglicher guter Zunahme, wieder nur 20g zugenommen.
Ich habe keine Ahnung, ob ich überhaupt genug MuMi für die Kleine produzieren kann.
Die Stllberaterin meinte, in einzelnen Fällen klappt das tatsächlich nicht.
Habe das Manko bisher, wie gesagt, noch nie aufgeholt.
Allerdings geht es mir körperlich und bis auf dieses dumme Problemchen auch psychisch gut.

Liebe Grüße
Larana
jusl
Jusl Almighty
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Re: Reduzieren der Zusatznahrung ohne Gewichtsreduzierung

Beitrag von jusl »

Wie schon geschrieben habe ich nie einen Milcheinschuss bekommen.
Ich habe die Milchmenge anfangs durch pumpen, später durch ständiges Anlegen hoch gesteigert.
Ähm sorry, aber dann hattest Du definitiv einen "Milcheinschuss". Ohne Milcheinschuss ist ein nennenswertes Steigern der Milchmenge absolut ausgeschlossen.
Die Kleine hat, nachdem sie so abgenommen hatte, anfangs so viel bekommen, wie sie getrunken hat. Und das war für ihr Alter teilweise sehr viel.
Ich weiß, das ist möglicherweise im Nachhinein schwer zu konstruieren, aber ich kann Dir nur helfen, wenn ich Fakten habe. WANN war das? WIE VIEL hat sie täglich zugefüttert bekommen? Ich brauch da wirklich Zahlen (wenigstens ca-Zahlen), anders geht es nicht.
Anfang Januar, so weit ich mich erinnern kann war das der 8.1. habe ich dann im Alleingang statt zuzufüttern ständig angelegt. Sie hat dann nur noch abends 70ml bekommen. Die Hebamme kam 2 Tage später und hat das dann zur Kenntnis genommen.
Ich dachte so könne ich die Milchmenge am Besten steigern - im Nachhinein natürlich blöd.
Sie hat dann eine Woche nicht zugenommen, dann 60g, dann sogar 180g.
Nur damit ich das richtig verstehe: Dein Baby hat eine Woche nicht zugenommen, dann 60 g zugenommen, dann 180 g? Und DARAUS wurde eine Zufütterindikation abgeleitet?
Also, Gewichtszunahme findet bei Babys IN SCHÜBEN statt. Das ist der Normalfall, nicht die Ausnahme.
Dann hat sie zwei Wochen nur 20 und 30g zugenommen und ich hab mich an meine Rückbildungshebamme gewandt.
Wann war das ? Ich finde das in Deinen Daten nicht.
Ich war ziemlich fertig deswegen, daher hat sie mir, um mir den Druck zu nehmen, geraten wieder mehr zuzufüttern.
Das habe ich dann ab dem 21.2. auch getan.
Also in den 3 Wochen davor lag die durchschnittlich wöchentliche Gewichtszunahme bei rund 80 g. Das ist zwar ein eher niedriger Wert, aber in der darauffolgenden Woche soll Dein Baby bereits über 300(!) g zugenommen haben. Das ist auch unterm massivstem Zufüttern völlig unplausibel, d.h. der Messwert vom 20.02 ist höchstwahrscheinlich falsch (was keineswegs selten ist!.. Deshalb ist es wichtig, immer Verläufe anzuschauen und nicht bloß einzelne Werte!)
habe ich mir das Stillbuch ausgeliehen und gelesen, dass bei jeder Mahlzeit 20% Vorrat noch in der Brust zurückbleiben.
Das Stillbuch von H. Lothrop (meinst Du das?) ist zwar ein schönes Buch, aber schon sehr alt und inhaltlich leider überholt. Diese 20%-Angabe ist Unsinn. In den allerseits anerkannten guten Stillbüchern für Eltern (und Stillfachbüchern für Fachleute) ist NICHTS über irgendwelche Vorrats-Prozentagaben zu finden.
Habe dann Rücksprache mit einer Stillberaterin der LLL gehalten, die meinte, dass das wohl zu schnell sei.
Hier ist sicher etwas dran. Egal WARUM man zufüttert, ob unnötig oder nicht: diese Menge wird nicht mehr nachgefragt, dementsprechend produziert die Brust diese Menge nicht. Wenn man die Zufüttermengen wieder reduzieren will, muss man das so langsam tun, dass die Brust sich auf die nun wieder erhöhte Nachfrage einstellen kann. Eine bewährte Fausregel ist: ca eine Mahlzeit pro Woche - das entspricht ca 10-20 ml täglich, um die reduziert werden kann.
Ich habe keine Ahnung, ob ich überhaupt genug MuMi für die Kleine produzieren kann.
Das findet man nur durch Ausprobieren heraus: Man verringert die Zufüttermenge und kontrolliert und dokumentiert während dieser Zeit alle Kriterien für gutes Gedeihen. Dann sieht man sofort, ob das funktioniert oder nicht.

Über die bisherigen Zufütterdaten (Zeitraum und Zufüttermengen, möglichst genau) kann man die Erfolgschancen recht gut abschätzen. Wenn Du diese Daten also irgendwie noch nachliefern kannst, kann ich Dir genaueres dazu sagen.

LG
Julia
Larana
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Re: Reduzieren der Zusatznahrung ohne Gewichtsreduzierung

Beitrag von Larana »

Ich hatte jedenfalls keine Milcheinschuss von dem ich gemerkt hätte (so wie man sichs erzählt: Boom, plötzlich sind sie riesig).
Mir ist gerade eingefallen, dass mein Mann für den Anfang eine Stilltabelle angelegt hatte.
Für den Anfang kann ich also doch ziemlich genau sagen, wieviel wir zugefüttert haben.
Ich denke mal du brauchst es tageweise?
11.12. 30ml
12.12. 126ml
13.12. 320ml
14.12. 460ml
15.12. 545ml
16.12. 594ml
17.12. 560ml
18.12. 581ml
19.12. 596ml
20.12. 522ml
21.12. 483ml
22.12. 318ml
23.12. 474ml
24.12. 468ml
25.12. 528ml
26.12. 430ml
27.12. 416ml
28.12. 266ml

Bzgl. deiner Nachfrage: Die Kleine hatte eine Woche nicht, dann 60 g, dann 180g, dann wieder nur 20g und dann 60g (hatte ich mit 30g wohl noch falsch im Kopf) zugenommen und daher war ich so fertig und daraus fand dann die Zufütterungsindikation statt. Das war eben, nachdem sie 180g zugenommen hatte. 20g vom 6.2. auf den 13.2. und 60g dann auf den 20.2.

Ja ich meinte das Buch von Lothrop. Das wurde in den Foren besungen, daher dachte ich dass es ganz gut sei... :shock:

Ich hatte auch manchmal das Gefühl, dass die Kleine zu schnell zunimmt, allerdings dacht ich mir, sie muss wohl etwas aufholen.
Man sagt ja, Babys sollen mit etwa 4 Monaten ihr Geburtsgewicht verdoppelt haben und das hat sie ja noch lang nicht.
Ich weiß ja nicht, wie viel sie zunehmen würde, wenn sie von mir genügend bekäme und er Kinderarzt meinte, man könne mit Pre nicht überfüttern.
Zudem ist sie für ihr Alter auch groß (67cm).

Über welchen Zeitraum sollten die Kriterien für gutes Gedeihen denn dokumentiert werden, um daraus ableiten zu können, dass es funktioniert?
Ich habe ja in der letzten Zeit zweimal 20ml reduziert und jetzt stimmts halt mit dem Gewicht wieder nicht.

Liebe Grüße
Larana
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Re: Reduzieren der Zusatznahrung ohne Gewichtsreduzierung

Beitrag von Larana »

Ach ja, noch ein paar Zufütterdaten, für die Zeit, als ich nach Rücksprache mit Hebamme wieder, zunächst nach Bedarf, erhöht habe, falls du die noch brauchst:

21.2. 180ml
22.2. 197ml
23.2. 278ml
24.2. 241ml
25.2. 210ml
26.2. 209 ml
27.2. 324ml
28.2. 340ml
01.03. 260ml
Dann etwa bis zum 22.3. 280ml täglich bis zum 05.04.
jusl
Jusl Almighty
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Re: Reduzieren der Zusatznahrung ohne Gewichtsreduzierung

Beitrag von jusl »

Hallo Larana,

vielen Dank für Deine vorbildlich dokumentierten Daten, die helfen auf jeden Fall weiter. Ich melde mich später ausführlich. :wink:
Kopf hoch, wir werden da sicher deutliche Verbesserungen erreichen können.

LG
Julia
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