Milchspendereflex, Trinkmenge, Stuhlfarbe usw

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Kate27
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Re: Milchspendereflex, Trinkmenge, Stuhlfarbe usw

Beitrag von Kate27 »

Hey, danke für euren Zuspruch!

Ich denke, meine Unsicherheit hat sich nur vergrößert wegen den ganzen Maßen und Gewichten und Prozenten, da ich ja wie gesagt noch nie gewogen habe. Sollte ich das nun etwa anfangen? Oder einfach bis zur u4 warten und hören, was der Kinderarzt sagt? (Bei der U3 war er normal. Und ich habe nicht den Eindruck, dass er dünner aussieht, ist immernoch speckig und faltig).

jusl, der Stuhl ist schon anhaltend grün. Und hattest du das mit den roten Fäden gelesen?

Auf der Arbeit bin ich 40km entfernt, idR 4 bis 5 Stunden (und das ist echt das Mindeste, um den Betrieb am Leben zu halten. Diese Strukruren werden sich dieses Jahr noch ändern mit Umzug und neuer Mitarbeiterin, aber im Moment muss es so gehen).

Eigentlich würde ich gefühlsmäßig lieber keine PRE Nahrung zufüttern (ist das nicht auch schlecht für die Verdauung, das mit Muttermilch zu mischen??). Zur Not habe ich aber eine Packung hier stehen, denn ich will auf keinen Fall, dass mein Sohn Hunger schieben muss, weil ich nicht da bin....*seufz*. Betreut wird er in der Zeit vom Papa, oder manchmal von seiner Oma.

Auf der Arbeit pumpe ich ja einmal ab (und schütte das weg, weil ich es nicht sauber und kühl halten kann). Rechnerisch stellt mein Körper derzeit also eh mehr Milch her, als meinem Kind zu Gute kommt. Wenn er also genau die Menge, die ich wegschütte, als PRE Nahrung bekäme, dann würde sich das doch ausgehen, oder ist das trotzdem ein Schritt in Richtung abstillen?

Zur Trinkmenge: Nach den 130 bis 150ml aus der Flasche ist er halt zufrieden und das hält dann auch wirklich mal mindestens zwei volle Stunden vor. Also so dass man sagen könnte, er isst und dananach ist auch mal eine Essenpause. Mit der Brust ist er nicht zufrieden, nuckelt dann ständig weiter und am besten alle halbe Stunde die andere Seite...*seufz*.
Ich kann mir nicht vorstellen, wie es wäre, wenn ich nur 50 bis 80ml dalassen würde....?!

Kann mir noch jemand sagen, ob der Sport/die körperliche Arbeit ein Problem sein kann?

Danke schonmal :-)
Kate27
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Re: Milchspendereflex, Trinkmenge, Stuhlfarbe usw

Beitrag von Kate27 »

Bei mir im Rückbildungskurs stillt übrigens niemand außer mir! Einige hatten gar nicht gestillt (aus in meinen Ohren ziemlich unsinnigen Gründen, ich denke, die WOLLTEN schlicht und einfach nicht), aber mehrere andere Frauen haben gesagt, sie haben anfangs gestillt, und haben nun auf ärztlichen Rat hin auf künstliche Nahrung umgestellt, weil "die Milch nicht reicht". Wie genau man festgestellt hat, dass die Milch nicht reicht, konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen.....
jusl
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Re: Milchspendereflex, Trinkmenge, Stuhlfarbe usw

Beitrag von jusl »

Ich denke, meine Unsicherheit hat sich nur vergrößert wegen den ganzen Maßen und Gewichten und Prozenten, da ich ja wie gesagt noch nie gewogen habe. Sollte ich das nun etwa anfangen?
Wenn Du nachwievor das Gefühl hast, dass Dein Baby möglicherweise nicht ausreichend viel Milch erhält, dann ist eine Dokumentation von Stillverhalten, Gewicht und Ausscheidungen für einen gewissen Zeitraum sinnvoll. (Dies wäre methodisch auch auf jeden Fall aussagekräftiger als irgendwann demnächst ein Einzelbesuch beim KiA).
jusl, der Stuhl ist schon anhaltend grün. Und hattest du das mit den roten Fäden gelesen?
Rote Fäden machen normalerweise nix, aber "anhaltend grün" ist schon ein Grund, genauer aufs Stillmanagement zu gucken. Kannst Du den aktuell typischen Ablauf einer Stillmahlzeit bei Euch mal genauer beschreiben?
Auf der Arbeit bin ich 40km entfernt, idR 4 bis 5 Stunden (und das ist echt das Mindeste, um den Betrieb am Leben zu halten.
Das ist natürlich eine große Aufgabe, die Du da stemmst. Es ist wenig verwunderlich, dass dies nicht völlig spurlos an Eurer Stillbeziehung vorbeigeht. Aber wir können ja hier gemeinsam schauen, ob da irgendwo noch Verbesserungs- oder Entlastungspotential zu finden ist.
Eigentlich würde ich gefühlsmäßig lieber keine PRE Nahrung zufüttern (ist das nicht auch schlecht für die Verdauung, das mit Muttermilch zu mischen??).
Pre hat gesundheitliche Nachteile, das ist Fakt. Wenn Vollstillen möglich ist, sollte deshalb nicht leichtfertig Pre gefüttert werden. Wenn Vollstillen jedoch nicht möglich ist, ist das Zufüttern von Pre (oder Beikost, falls das Baby mindestens 4 Monate alt ist und damit schon zurecht kommt) selbstverständlich sinnvoll.
Auf der Arbeit pumpe ich ja einmal ab (und schütte das weg, weil ich es nicht sauber und kühl halten kann).
Ich weiß jetzt nicht, was und wo genau Du arbeitest. Aber könntest Du nicht eine winzige Kühltasche mitnehmen mit einem Kühlelement drin? Und dort einfach die abgepumpte Milch hineintun und mit heimnehmen? Im Kühlschrank aufbewahrt kann sie am nächsten Tag problemlos gefüttert werden, wenn Du nicht da bist.
Wenn Du fließend Wasser und eine Steckdose an Deinem Arbeitsplatz hast, kannst Du die Milchpumpe nach Gebrauch abwaschen und sterilisieren, dann steht sie am nächsten Tag hygienisch einwandfrei zur Verfügung.
Rechnerisch stellt mein Körper derzeit also eh mehr Milch her, als meinem Kind zu Gute kommt. Wenn er also genau die Menge, die ich wegschütte, als PRE Nahrung bekäme, dann würde sich das doch ausgehen, oder ist das trotzdem ein Schritt in Richtung abstillen?
Rechnerisch hast Du selbstverständlich Recht: Wenn ich 100 ml abpumpe und wegkippe und zuhause kriegt mein Kind gerade 100 ml Pre, dann ist das mengenmäßig wie vollstillen, logo. Erfahrungsgemäß spielt da aber nicht nur die Mathematik hinein, sondern zu einem erheblichen Teil auch die Psyche, die Gewohnheit, die Bequemlichkeit... Pumpen ist nicht so einfach wie Stillen (ertragsmäßig betrachtet) - der Erfahrung nach werden mit der Zeit die Pumpmengen kleiner und die Zufüttermengen zuhause größer.
Klar, das muss nicht bei JEDEM so sein, aber bei VIELEN ist mit Sicherheit diese Tendenz zu beobachten.
Dazu kommt die zunehmende Gewöhnung des Babys an die Flasche. Nicht selten ist dies ein schleichender Umgewöhnungseffekt, und die Mütter stellen irgendwann traurig und erschrocken fest, dass das Baby "die Flasche irgendwie lieber mag" oder "nicht mehr so gerne an die Brust geht wie früher".
Unterm Strich steigt so die Wahrscheinlichkeit für ein vorzeitiges Abstillen.
Zur Trinkmenge: Nach den 130 bis 150ml aus der Flasche ist er halt zufrieden und das hält dann auch wirklich mal mindestens zwei volle Stunden vor.
Also Muttermilch ist ausgesprochen leicht verdaulich und hat den Magen für gewöhnlich nach spätestens 60-90 Minuten verlassen. Babys, die gerne alle 1-2 Stunden stillen, tun dies also vermutlich, weil sie sich "mit immer ein bisschen was im Magen" offenbar am wohlsten fühlen, sehr verständlich. Betreute Stilllbabys, die problemlos 3 oder mehr Stunden "aushalten", tun dies nicht, weil sie vorher mit tonnenweise abgepumpter Milch zugeschüttet wurden, sondern weil sich der Babysitter viel Mühe gibt, ANDERE Beruhigungs- und Wohlfühlmethoden herauszufinden, oder weil das Baby ein genügsames Naturell hat (Zufall).
Kann mir noch jemand sagen, ob der Sport/die körperliche Arbeit ein Problem sein kann?
Sport auf Freizeit-Niveau, ruhig auch fröhliches "Auspowern" ist FÖRDERLICH für die Milchbildung. Dauerhaftes, sehr hartes, entbehrungsreiches Training auf hohem Stresslevel(!) aber nicht - das gleiche gilt für harte körperliche Arbeit, die z.B. mit langen Zwangspausen beim Essen und Trinken einhergeht, und die einem im Grunde auch keinen Spaß macht. Hier spielt das Individualempfinden eine entscheidende Rolle.

LG
Julia
Kate27
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Re: Milchspendereflex, Trinkmenge, Stuhlfarbe usw

Beitrag von Kate27 »

Hallo,

zuallererst vorweg: Ich hab gerade wieder ein besseres Gefühl, was die Gesamtfröhlichkeit meines Kindes und das Stillen angeht. Die letzten beiden tage waren deutlich entspannter, er hatte zwischendurch auch immer wieder "zufriedene" Phasen und ich kann jetzt deutlich mehr (bis zu 120ml in guten 10 min) abpumpen.
Aktuell habe ich den Eindruck, dass unsere Schwierigkeiten in der letzten Zeit tatsächlich von einem "Wachstumsschub" gekommen sein könnten. Habe gelesen, dass die Brust eben ein paar Tage Zeit braucht, bis sie sich auf die verstärkte Milchproduktion eingestellt hat?

Nichtsdestotrotz will ich mal noch antworten, denn wer weiß, wann ich die Infos wieder brauche :)


Wenn Du nachwievor das Gefühl hast, dass Dein Baby möglicherweise nicht ausreichend viel Milch erhält, dann ist eine Dokumentation von Stillverhalten, Gewicht und Ausscheidungen für einen gewissen Zeitraum sinnvoll. (Dies wäre methodisch auch auf jeden Fall aussagekräftiger als irgendwann demnächst ein Einzelbesuch beim KiA).

- Im Augenblick habe ich wie gesagt wieder ein gutes Gefühl, aber ich behalte das im Hinterkopf.
jusl, der Stuhl ist schon anhaltend grün. Und hattest du das mit den roten Fäden gelesen?
Rote Fäden machen normalerweise nix, aber "anhaltend grün" ist schon ein Grund, genauer aufs Stillmanagement zu gucken. Kannst Du den aktuell typischen Ablauf einer Stillmahlzeit bei Euch mal genauer beschreiben?

- In den letzten 24 Stunden war nur ein roter Faden zu entdecken (bei 8 mal Stuhlgang!) und sowohl heute, als auch gestern waren auch wieder braune und ockerfarbene Windeln dabei, genau wie "früher".


Ich weiß jetzt nicht, was und wo genau Du arbeitest. Aber könntest Du nicht eine winzige Kühltasche mitnehmen mit einem Kühlelement drin? Und dort einfach die abgepumpte Milch hineintun und mit heimnehmen? Im Kühlschrank aufbewahrt kann sie am nächsten Tag problemlos gefüttert werden, wenn Du nicht da bist.
Wenn Du fließend Wasser und eine Steckdose an Deinem Arbeitsplatz hast, kannst Du die Milchpumpe nach Gebrauch abwaschen und sterilisieren, dann steht sie am nächsten Tag hygienisch einwandfrei zur Verfügung.

Mit einer Kühltasche experimenteire ich gerade. Habe aber kein Leitungswasser dort, also vor Ort sterilisieren geht nicht. Wüsste eh nicht recht, wo ich die Pumpe dort dann aufbewahren wollte...
Ich bin Berufsreiterin und habe meine Pferde momentan ziemlich spartanisch untergebracht. Ist für alle Beteiligten suboptimal. Das zu ändern, ist wie gesagt schon in der Planung (dann habe ich eigenen Stall mit sauberem Büro, Kühlschrank usw.)
Rechnerisch stellt mein Körper derzeit also eh mehr Milch her, als meinem Kind zu Gute kommt. Wenn er also genau die Menge, die ich wegschütte, als PRE Nahrung bekäme, dann würde sich das doch ausgehen, oder ist das trotzdem ein Schritt in Richtung abstillen?
Rechnerisch hast Du selbstverständlich Recht: Wenn ich 100 ml abpumpe und wegkippe und zuhause kriegt mein Kind gerade 100 ml Pre, dann ist das mengenmäßig wie vollstillen, logo. Erfahrungsgemäß spielt da aber nicht nur die Mathematik hinein, sondern zu einem erheblichen Teil auch die Psyche, die Gewohnheit, die Bequemlichkeit... Pumpen ist nicht so einfach wie Stillen (ertragsmäßig betrachtet) - der Erfahrung nach werden mit der Zeit die Pumpmengen kleiner und die Zufüttermengen zuhause größer.
Klar, das muss nicht bei JEDEM so sein, aber bei VIELEN ist mit Sicherheit diese Tendenz zu beobachten.
Dazu kommt die zunehmende Gewöhnung des Babys an die Flasche. Nicht selten ist dies ein schleichender Umgewöhnungseffekt, und die Mütter stellen irgendwann traurig und erschrocken fest, dass das Baby "die Flasche irgendwie lieber mag" oder "nicht mehr so gerne an die Brust geht wie früher".
Unterm Strich steigt so die Wahrscheinlichkeit für ein vorzeitiges Abstillen.


Nunja, da es ja momentan auch mit dem Abpumpen wieder gut läuft, werde ich das Problem hoffentlich umschiffen können. Eigentlich möchte ich nämlich zumindest die sechs Monate voll stillen.
Zur Trinkmenge: Nach den 130 bis 150ml aus der Flasche ist er halt zufrieden und das hält dann auch wirklich mal mindestens zwei volle Stunden vor.
Also Muttermilch ist ausgesprochen leicht verdaulich und hat den Magen für gewöhnlich nach spätestens 60-90 Minuten verlassen. Babys, die gerne alle 1-2 Stunden stillen, tun dies also vermutlich, weil sie sich "mit immer ein bisschen was im Magen" offenbar am wohlsten fühlen, sehr verständlich. Betreute Stilllbabys, die problemlos 3 oder mehr Stunden "aushalten", tun dies nicht, weil sie vorher mit tonnenweise abgepumpter Milch zugeschüttet wurden, sondern weil sich der Babysitter viel Mühe gibt, ANDERE Beruhigungs- und Wohlfühlmethoden herauszufinden, oder weil das Baby ein genügsames Naturell hat (Zufall).

Ich habe dein Eindruck, unser Kleiner ist ein Daueresser - wie gesagt hat er ja auch andauernd Stuhlgang. Was du schreibst, beruhigt mich sehr. Da war offenbar die Info, die ich von der Kinderärztin bekommen habe, falsch....Die sagte, er solle immer mindestens 2 Stunden Essenspause machen, weil eine "Portion" solange brauchen würde, bis sie durch den Verdauungstrakt ist und erst dann die neue Milch in den Magen kommen sollte...(???).
Kann mir noch jemand sagen, ob der Sport/die körperliche Arbeit ein Problem sein kann?
Sport auf Freizeit-Niveau, ruhig auch fröhliches "Auspowern" ist FÖRDERLICH für die Milchbildung. Dauerhaftes, sehr hartes, entbehrungsreiches Training auf hohem Stresslevel(!) aber nicht - das gleiche gilt für harte körperliche Arbeit, die z.B. mit langen Zwangspausen beim Essen und Trinken einhergeht, und die einem im Grunde auch keinen Spaß macht. Hier spielt das Individualempfinden eine entscheidende Rolle.

Bei mir handelt es sich um eine Mischung zwischen Berufsmäßig ausgeübtem Sport (derzeit auf Minimal-Niveau 1 bis 2 Stunden am Tag) und Stallausmisten (was ich fast anstrengender finde als das Reiten, ca. 1,5 Stunden). Ich bemühe mich natürlich, zwischendurch immer zu trinken und ich essen vor- und nachher auch wirklich viel.

LG
Julia[/quote]

Vielen Dank!!
Kate27
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Registriert: 15.04.2013, 12:01

Re: Milchspendereflex, Trinkmenge, Stuhlfarbe usw

Beitrag von Kate27 »

Huch, sorry, irgendwas ist bei mir mit dem Zitieren leider falsch gelaufen. Ich hoffe, ihr könnt das trotzdem erkennen....was die Antworten sind.
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