Stillen wird zur Nervenzerreißprobe

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Linguanne
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Stillen wird zur Nervenzerreißprobe

Beitrag von Linguanne »

23 Wochen ist er jetzt alt und im Wachen stillen ist seit ein paar Tagen fast unmöglich. :? Ich gehe schon immer mit ihm ins Schlafzimmer, abgelenkt düfte er nicht sein. Gemütliches Einschlafstillen ist nicht mehr... das Einschlafen dauert neuerdings bei uns tagsüber bis zu einer Stunde und abends gut und gern auch mal zwei mit anschließendem Dauergenuckel zu jeder Tageszeit. Erst wenn er richtig schläfrig ist oder sogar schon weggedöst, trinkt er ruhig. Baby ist teilzeitwindelfrei.

Abends sieht das seit einer Woche ungefähr so aus - tagsüber allerdings nicht viel anders:
Baby ist müde und hungrig:
stillt, zerrt an der Brust, schreit, wir machen nach ein paar Schlückchen Bäuerchen nach minutenlangem hin und her Gehen,
weitertrinken, zerren, schreien, an- und abdocken, nach hinten durchbiegen - wir machen noch mal Pipi ins Töpfchen,
weitertrinken, zerren, schreien, an- und abdocken, nach hinten durchbiegen - noch ein Bäuerchen, ...
das wiederholt sich ein paar Mal in allen Stillpositionen (auch im Gehen).
Setze ihn dann dabei manchmal (vorallem) tagsüber nochmal kurz in die TH, weils mir sonst zu schwer wird.
Und wenn er dann trinkt, ists als ob er saugverwirrt wäre. Dabei hat er noch nie einen Schnuller gehabt. Und Fläschchen (schlimm genug :x ) nur im KH in der ersten Woche mit Fencheltee, weil die Schwestern sagten, er sei leicht gelb und der Bili-Wert nicht gut. :roll: Danach hatten wir bestimmt fast zwei Monate imense Stillprobleme. :evil: Seitdem aber nicht mehr. Wir haben uns zusammen hingelegt, gestillt und weg war er. War ja auch zu schön. Jetzt kann sich die Prozedur über zwei Stunden hinziehen, bis er die Augen zu macht, sich hinlegen lässt uns dann endlich in Ruhe stillt.

KISS hat er nicht und auch keine Blockaden mehr im Nacken.

Es ist sooo anstrengend. :? Habe nix geen Dauernuckeln, zumal wir im Liegen stillen und ich dabei lesen oder auch wegdösen kann, aber bis wir so weit sind, vrgeht sooo viel Zeit und Kraft. Momentan dreht sich der ganze Tag eigentlich nur darum, wann das Kind endlich wieder einschlafen kann. :( Denn nach 1,5 bis 2 Stunden ist er wieder müde.

Hat jemand einen ultimativen Durchhaltetipp?

Wir haben natürlich immer nach Bedarf gestillt, wobei der momentan wohl gesunken ist bzw. nur noch ans Schlafen gekoppelt ist.Zwischdurh einfach mal so will er nicht. Mir kommt es ziemlich wenig vor (so gegen 6:30 (beim Aufwachen), 9, 11, 14:30, 17 Uhr (beim Aufwachen) und dann wieder zum Einschlafen ab 19/20 Uhr - das hat er sich selbst so eingerichtet - immer beim Einschlafen und dann aber richtig lange und nachts dann auch 3 bis gefühlte 10 mal, aber das weiß ich nicht so genau).
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kamala
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Re: Stillen wird zur Nervenzerreißprobe

Beitrag von kamala »

Ach, hier war das genauso, ich habs schon fast vergessen, denn plötzlich war es einfach vorbei. eine sehr anstrengende Phase mit laaaaangen Einschlafstillen, abdocken, schreien, wieder ran, ich schlepp sie rum, stillend, dann vorsichtig hinlegen, wieder abdocken, schreien und so weiter und so fort. Alles was mir geholfen hat war: es einfach hinnehmen. Sich fügen und nicht innerlich dagegen wehren. Denn es geht vorbei! Halte durch!
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Re: Stillen wird zur Nervenzerreißprobe

Beitrag von maxine »

Linguanne, du hast ja schon in dem anderen Thread "Brustschimpfphase" gelesen, dass viele andere das in dem Alter auch haben/hatten. Meine ist 22 Wochen und macht ganz genau das Theater auch.
Ich glaub, wir müssen einfach durchhalten, bis die Phase vorbei ist. Vielleicht ist es die neue Aufmerksamkeit der Babys, vielleicht die Zähne, die schießen, vielleicht altersbedingt...wünschen wir uns einfach gegenseitig, dass es schnell vorbei ist :wink:
maxine (35) hat 3 Männer (38, 14, 11) und die Mummel, geb. 02.11.12
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Re: Stillen wird zur Nervenzerreißprobe

Beitrag von Katzensanne »

Hallo Linguanne,

du sprichst mir aus dem Herzen, habe mich gerade hingesetzt und wollte damit auch einen Thread eröffnen :-) Ich schick dir mal eine viruelle Umarmung rüber, mir geht's genauso, bin mit meinen Nerven auch völlig am Ende.
Meiner ist jetzt knapp 20 Wochen alt und macht dieses Theater auch seit ein paar Tagen v.a. morgens und abends. Gestern abend ist er dann völlig erschöpft und hungrig eingeschlafen :-( und ich hab nur geheult, weil ich nichts machen wollte. Der MSR setzt ihm ,glaube ich, nicht schnell genug ein, er ist eh ein ganz unruhiges Bürschchen. Er zerrt an meinen BW, reißt sie rum beim Kopfegdrehen, schreit sie an. Dann lasse ich ihn meist für 'ne Weile in Ruhe, probiere es nochmal, auch mit Umherlaufen dabei stillend (oder zumindest versuchend), in allen möglichen Positionen, versuche zu entspannen (mit Tränen im Gesicht :wink: ). Und nachts trinkt er gefühlt die ganze Nacht (holt sicherlich das Versäumte vom Tag auf), was mich aussehen läßt wie ein Zombie.
Eben gerade das gleiche Prozedere, getrunken hat er noch nichts, er saugt nicht mal 'ne halbe Minute, schon schimpft er und ich bin schon morgens fix und fertig :cry:
Meine Hebamme vom Rückbildungskurs meinte ja, er hat sicherlich einen Schub, aber das mit diesen Schüben finde ich ja putzig. Bei meiner Tochter wußte ich gar nicht so richtig, dass es soetwas gibt und sie hatte auch keinen :wink: .
Ich denke, wir müssen uns in Geduld üben, wobei mir gerade diese derzeit sehr fehlt. Ich fühle mich nur so total hilflos und verzeifelt, weil ich nicht so recht weiß, was ich machen soll. Aber wir schaffen das Linguanne !

Liebe Grüße, Susanne
Ein Kind betritt Deine Wohnung und macht in den folgenden 20 Jahren so viel Lärm, dass Du es kaum aushalten kannst.
Dann geht das Kind weg und läßt das Haus stumm zurück, dass Du denkst, Du wirst verrückt.

Sanne mit großer Räubertochter (09/08), großer Stiefprinzessin (09/08), kleinem Zappelkäfer (11/12) und Überraschungsmaus (01/15)
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elanor
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Re: Stillen wird zur Nervenzerreißprobe

Beitrag von elanor »

Hallo an alle,

ja, wir hatten genau das gleiche Theater auch vor ein paar Wochen... und jetzt hat es sich erledigt, von einem Tag auf den anderen (sie schläft dafür nicht mehr gut, naja, man kann nicht alles haben). Sie ist jetzt fast 23 Wochen alt... bei ihr lag es glaube ich an allem möglichen: weniger Milch an der einen Brust, Schnupfen, Zähne, und sie ist leider auch immer noch ein bisschen blockiert :(
Was bei uns total geholfen hat, war sie auf meinem Bauch liegend zu stillen... (aber es kann gut sein, dass das v.a. wegen der Blockaden so war, weil es keinen Druck auf den Nacken gab).

Liebe Grüße und ich hoffe, bei euch geht es auch bald vorbei,
Elanor
G. 10/12 + J. 06/16
* 07/15
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Jassi
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Re: Stillen wird zur Nervenzerreißprobe

Beitrag von Jassi »

Vor kurzem war es hier auch noch so!
Das lange Einschlafbegleiten durch schaukeln, wiegen, stillen etc. hat mich verrückt gemacht. Dann wollte er nicht trinken dann tat es auch noch bisschen weh... Unruhige Nächte... Dann habe ich keinen "Aufwand" mehr betrieben und ihn gelassen! Du möchtest nicht schlafen ? Okay! Stillen auch nicht? Gut dann vielleicht gleich noch Mal!
Wenn er müde genug war ist er dann beim Stillen vor Müdigkeit eingeschlafen(oft 2-3Stunden später als normalerweise!) !
Denn es bringt ja nichts wenn man schon garstig daneben liegt und sich wünscht wie eine "große" auf die Couch zu gehen und bisschen Fernzusehen :-D
Dann war es plötzlich wieder gut und es kämen hintereinander zwei Zähne!
Ich habe mal ein Buch von einem Mädchen gelesen was im Amazonas groß geworden ist und sie ist mir eingefallen, denn sie schrieb dass die Mamas öfters mit den Kindern zurück ans Lagerfeuer kamen, denn sie machten/machen sich keinen Druck bei etwas was früher oder später eintrifft, der Schlaf :-)))kommt früher oder in unserem Fall eher spät:-).
Am besten wieder auf die Couch kuscheln und noch was Flimmerkiste gucken bei gedämpftem Licht!

Glg Jassi
Meistens Unterwegs mit Schlumpf (05.09.12) & Zwergi im Arm (03.03.17)
Linguanne
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Re: Stillen wird zur Nervenzerreißprobe

Beitrag von Linguanne »

ja, ja, die liebe Geduld. Besser ist es bei uns noch nicht. Gestern hat er den ganzen Nachmittag bestimmt 7 Stunden lang nicht gestillt... bzw. immer nur für 2-3 Schückchen. Und dafür aber immer wieder gespuckt. :shock: woher da auch immer kam. War abends dann total ausgehungert, führte sich aber genauso auf. In der Nacht musste er dafür umso häufiger stillen, wurde 5 Mal mit richtigem Gebrüll wach, weil seine Blase so voll war. :? Hat uns beide auch einmal von oben bis unten eingepieselt. Heute ist es wieder so, nur dass ich mir noch eine andere Position ausgedacht habe und die klappt besser: Ich lege ihn auf den Rücken ins Bett und stille ihn von oben. Das heißt, ich kann ihm quasi meine Brust "reinzwingen". :oops: Er kneift dabei ganz schön doll mit seinen Händchen überall rum, findet es aber auch irgendwie witzig und wenn er nicht mehr mag, dreht er seinen Kopf zur Seite. :) Das ist jetzt zwar nicht soo toll und keine "Dauerlösung", aber immerhin kriegt er ein bisschen was in sein Bäuchlein.
Riesenzwerg (10/2012) und Frühlingszwerg (04/2015)
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