Meine Grenzen abstecken...

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Glucke85
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Re: Meine Grenzen abstecken...

Beitrag von Glucke85 »

Hallo!
Ich kenne deine Situation aus eigener Erfahrung und habe es auch bei anderen Muttis mitbekommen, die ihr Kind stillen. Irgendetwas scheint diese Zeit kurz vor dem 2. Geburtstag mit den Kindern zu machen.
Mich ht es tierisch genervt, wenn er seine Mumi wollte u d wir unterwegs waren und auch mein Nein nicht akzeptierte. Ich habe bereits in anderen Threads dazu geschrieben, dass wir Stillregeln eingeführt haben. Da muss jeder sicher seine eigenen finden. Bei uns wird jetzt nur noch im Bett gestillt. Und eigentlich auch nur zum Einschlafen und Aufwachen (das aber weil ich so empfindlich bin durch die Schwangerschaft).
Ein Tipp, der mit wirklich geholfen hat, war, dass "Stillen nach Bedarf" ab einem gewissen Alter nicht mehr nur den Bedarf des Kindes meint, sondern auch deinen.
Ich habe jetzt leider nicht mehr Zeit, dir ausführlicher zu Antworten. Hoffe, du findet zu einem guten Stillgefuhl zurück.

*handytippse
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Re: Meine Grenzen abstecken...

Beitrag von Läuferin »

Oh ja, da lese ich mal besser mit!

Tania, bitte erkläre mir das nochmal wie es gemeint ist:
tania hat geschrieben:
immer essen einstecken haben (aber nicht anbieten wenn er gerade stillen will).
Bei uns ist es nämlich so, wenn er schon so Hunger hat und unbedingt stillen will, dass er richtig hysterisch wird wenn ich mit was Essbarem komme. Heute wollte ich ihn noch kurz mit einer Banane vertrösten weil ich noch 5 Minuten gebraucht habe um meine schlammige Kleidung auszuziehen bevor ich mich zum Stillen hinsetze, aber die Banane ist so weit geflogen das glaubt mir niemand.
Und nach dem Stillen hat er dann in aller Ruhe die ganze Banane verdrückt.
Deshalb wollte ich hier mal nachfragen!
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Re: Meine Grenzen abstecken...

Beitrag von tania »

genau das meinte ich. wenn das kind schon stillen will, dann ist es oft schon zu spaet fuer die banane. ein kind, das fuer den geschmack der mutter zu viel stillt, sollte erst gar nicht so dollen hunger haben wie in der von dir beschriebenen situation. ich hatte immer essen griffbereit dastehen, bzw unterwegs regelmaessig angeboten. kraecker, banane, apfelstuecke, wasser, broetchen.
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Re: Meine Grenzen abstecken...

Beitrag von JoBo »

Hallo!
Dieses Gefühl das innen alles Nein schreit kenne ich auch, ich konnte dann allerdings auch nicht stillen. Ich hatte dann die Einstellung das mein Sohn essen, trinken und so kuscheln kann. Das habe ich ihm
dann klipp und klar gesagt und ihm die Brust verweigert. War nicht einfach, vor allem weil es bei mir immer sehr schwankend war.

Tagsüber ging es bei mir gut als ich ihm anfangs sagte es wird nur noch zu Hause gestillt, später dann nur noch im Bett zum schlafen und nun versuchen wir grade das nächtliche Stillen abzulgen. (mein Sohn ist nun 2,5)

Ich finde es schön das du dein Kind das Abstillen überlassen möchtest. Ich denke allerdings auch das zu einer Stillbeziehung Mutter und Kind gehören und jeder das Recht hat diese Beziehung zu verändern.
Also, ich denke du kannst ohne schlechtes Gewissen sagen und durchsetzen das du es in bestimmten Situationen o.ä. nicht mehr möchtest und musst dann leider mit der Reaktion leben. Diese wird, wenn du eine klare Linie fährst (also wie schon erwähnt wurde, keine Selbstbedienung z.B. ) weniger denke ich. Du musst deinem Kind nicht alles rechtmachen, ich glaube es hat nichts davon wenn du unglücklich stillst, denn glückliche Eltern sind mind genauso wichtig.

Viel Kraft und Erfolg beim Abstecken deiner Grenzen. Du schaffst das und brauchst meiner Meinung nach kein schlechtes Gewissen zu haben.
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Re: Meine Grenzen abstecken...

Beitrag von Läuferin »

Danke Tania,

ich wusste das echt nicht dass das sozusagen eh normal ist, dass Stillkinder bei zu großem Hunger nicht essen mögen, ich kenne ja niemanden der sein Kind so lange stillt oder gestillt hat.
Nur eine einzige Freundin habe ich die stillt ihren 14 Monate alten Sohn auch noch, aber der isst den ganzen Tag brutale Mengen und trinkt endlos viel Wasser und sie stillt nur ab und zu wenn sie Lust hat. Meiner isst halt nicht wirklich viel.
Ich weiß zwar noch nicht ob und wie ich etwas davon umsetze, aber deine Erklärung hilft mir auf alle Fälle weiter!
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Re: Meine Grenzen abstecken...

Beitrag von tania »

meiner hat immer sehr viel gegessen und gerne gestillt. aber ich habe ihn auch grundsaetzlich gerne gestillt (und tue es noch).
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Re: Meine Grenzen abstecken...

Beitrag von Poetti »

danke euch für die tipps. :D
und läuferin, genau das ist bei uns nämlich auch so. verstehe jetzt aber, was tania meint.

es ist nun zur zeit so, dass ich wirklich aufpasse, dass wir nur noch ca 4 mal am tag stillen. es klappt auch recht gut.
wenn es ne std vorm mittagsschlaf ist, dann sage ich ihm zb, dass er ja gerne trinken möchte, ich ihn verstehe. wir essen werden und er dann erst wieder zum mittagsschlaf trinken kann.
das klappt meist recht gut.

nervig ist für mich einfach hauptsächlich, dass er ankommt, wenn wir gerade beschäftigt sind. darum bin ich mir auch unschlüssig, ob es ein "langeweile" trinken ist.
zb wenn wir hier am toben sind oder tanzen odr buch lesen. dann zieht er an mir, und will unbedingt sofort trinken.
da trifft es vllt tatsächlich eher die sache, dass die kinder auf mich "aufpassen". weil sie eben merken, dass bei mir zur zeit total viel gefühlsmäßig und so passiert.
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Re: Meine Grenzen abstecken...

Beitrag von tania »

aber wenn ihr gerade tobt oder tanzt, warum denkst du dann, dass es langeweile ist?
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Re: AW: Meine Grenzen abstecken...

Beitrag von Poetti »

Ne, das denke ich eben gerade nicht. Da haben wir ja alle beschäftigung. Und trotzdem kommt der kleine dann plötzlich an und will bei mir trinken.
Irgendwer schrieb doch, dass es vllt auch langeweile sein könne. Darum hab ich das als beispiel jetzt noch dazu gefügt.

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Re: Meine Grenzen abstecken...

Beitrag von tania »

hab jetzt nochmal gelesen und richtig verstanden - entschuldige.
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