Keine Milch mehr

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Gast

Keine Milch mehr

Beitrag von Gast »

Hallo,

ich bin ganz neu hier und brauche mal eure Hilfe.

Ich stille seid 6Wochen voll, aber in den letzten 2 Tagen hat sich meine Milch sehr stark reduziert.
Einfach so.
Habe gestern schon den ganzen Tag immer mal wieder abgepumpt und die Kleine öfters angelgt (sie kommt jetzt auch öfters - fast stündlich)
Heute morgen habe ich noch nicht mal 10ml abpumpen können, obwohl sie gleichzeitig an der anderen Brust getrunken hat, sonst lief es dann nur so.
Ich habe keinerlei stress.

Was kann ich tun? Ich will eigentlich nicht abstillen :(

Hoffe ihr könnt mir helfen.
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Leyket
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Re: Keine Milch mehr

Beitrag von Leyket »

Hallo und Willkommen hier
Darf ich vielleicht schonmal fragen, woran du konkret merkst, dass deine Milch sich reduziert? Kannst du mal versuchen das zu beschreiben?
Wenn du 6 Wochen lang voll stillen konntest und mit deiner Milchbildung alles in Ordnung war, dann kriegst du das ganz sicher auch wieder in den Griff. Die Milch bleibt nicht einfach so weg, keine Angst :) Hier wird dir auf jeden Fall geholfen. Du wirst bestimmt nicht abstillen müssen :)

Erstmal alles Liebe
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Melly mit Juli (8 1/2) und neuer Liebe Marco
Sombraa

Re: Keine Milch mehr

Beitrag von Sombraa »

Danke für deine Antwort.
Oh, hätte ich vielleicht noch schreiben solle. :oops:
Meine Brüste fühlen sich wieder so leicht wie vorher an und ich meine auch das mein StillBH jetzt viel zu groß ist, der war sonst deutlich mehr ausgefüllt.
Ausserdem kann ich nur noch mit Stillhütchen stillen, da sich meine Brustwarzen überhaupt nicht aufrichten, sie kann gar nicht andocken... :cry:
Naja und beim abpumpen kam heute morgen nur noch 10ml raus (etwas unter dem Strich sogar) Seiddem habe ich nicht mehr abgepumpt, da sie fast stündlich an mir dran hängt, aber auch sehr unruhig. Dann hört sie auf zu trinken, ist aber nicht zufrieden, gebe ich ihr den Nucki saugt sie ganz stark daran.
Ich hatte bis jetzt nie Probleme, keine Saugverwirrung oder ähnliches, nur einmal einen Milchstau :?

(Warum steht da eigentlich nur Gast?)
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4tiere
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Re: Keine Milch mehr

Beitrag von 4tiere »

Hallo und herzlich willkommen hier!

Wenn du die Stillberatung in Anspruch nehmen möchtest, dann lies dir mal den Threat "Wie funktioniert Stillberatung hier im SuT?". Dort erfährst du, was die Stillberaterinnen an Infos benötigen.

Gast hat geschrieben:Ich stille seid 6Wochen voll, aber in den letzten 2 Tagen hat sich meine Milch sehr stark reduziert.
Einfach so.
Woher weisst du das? Kannst du es genauer erklären?
Ob dein Baby genug bekommt erkennst du hieran:
Dein Baby...
* trinkt durchschnittlich mindestens 8-12 Mal in 24 Stunden (Muttermilch oder Flaschenmilch, aber keinerlei sonstige Flüssigkeiten wie Wasser oder Tee),
* hat mindestens 4 gut nasse Windeln in 24 Stunden,
* hat in den ersten Lebenswochen mehrmals täglich Stuhlgang. Nach ca 6 Wochen ist von mehrmals täglich bis einmal in 10 Tagen (dann reichlich) alles normal.
* zeigt eine zufriedenstellende Gewichtszunahme.
(Quelle: Grundinfo Gedeihen - Gewichtsentwicklung)

Gast hat geschrieben:Habe gestern schon den ganzen Tag immer mal wieder abgepumpt und die Kleine öfters angelgt (sie kommt jetzt auch öfters - fast stündlich)
Kennst du die Linksammlung Stillwissen?
Dort findest du hilfreiche Threats, wie der "Dauerstillen"
Es gibt z.B. auch Wachstumsschübe, da trinken die Babys mehr, um der Brust zu sagen, dass sie mehr produzieren soll. Oder es gibt Clusterfeeding, das ist Dauertrinken am Abend, gar nicht so sehr, weil sie Hunger haben oder etwa weil es nicht genug Milch gibt, sondern weil sie es einfach brauchen, um runter zu kommen, um das Bedürfnis nach Nähe ausleben zu können, weil es eben der schönste Ort der Welt ist!
Letztendlich ist es normal, wenn sonst alles stimmt.

Gast hat geschrieben:Heute morgen habe ich noch nicht mal 10ml abpumpen können, obwohl sie gleichzeitig an der anderen Brust getrunken hat, sonst lief es dann nur so.
Wann lief es nur so? Als du gestillt hast und es lief auf der anderen Seite raus? Oder hast du schon mal abgepumpt?
Es gibt nämlich Frauen, bei denen klappt das Abpumpen nie, die kriegen nur Minimengen raus und haben ihre Babys erfolgreich gestillt. Das liegt dann daran, dass sie so den Milchspendereflex auslösen können.
Was bei dir der Fall ist, werden dir die Stillberaterinnen bestimmt sagen können.

Sombraa hat geschrieben:
Meine Brüste fühlen sich wieder so leicht wie vorher an und ich meine auch das mein StillBH jetzt viel zu groß ist, der war sonst deutlich mehr ausgefüllt.
Das muss kein Grund sein, wenn sonst alles stimmt, dann ist die normale Entwicklung, die viele hier kennen. Ich übrigens auch und darüber bin ich sogar froh, denn sonst würde ich noch heute mit Monsterbrüsten herumlaufen ...
Ich finde gerade den Link nicht, aber die prallen Brüste sind nicht voller Milch, sondern eher voller Gewebeflüssigkeit (?) und die Milch wird erst beim Stillen gebildet.

Sombraa hat geschrieben: Ausserdem kann ich nur noch mit Stillhütchen stillen, da sich meine Brustwarzen überhaupt
Uih, das kenne ich, habe keinen Tip, aber dafür bist ja hier und gut, dass du es berichtest, das ist eine wichtige Info!

Gast hat geschrieben:Was kann ich tun? Ich will eigentlich nicht abstillen :( Hoffe ihr könnt mir helfen.
Bestimmt wird dir geholfen, hier gibt es viele Erfolgsgeschichten!
Bild-liche Grüße

Natalie
mit drei wundervollen Kindern!
Den beiden Großen (19m und 21w Jahre) und die kleine Maus (01.10.2011), die ich immer noch total genieße! Bild
Und das mit der Rechtschreibung lerne ich noch ... ;-)
(Manche andere Fähigkeiten erwerbe ich bestimmt auch noch, über Anregungen bin ich immer dankbar!)
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4tiere
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Re: Keine Milch mehr

Beitrag von 4tiere »

Ich meinte natürlich:
Es gibt nämlich Frauen, bei denen klappt das Abpumpen nie, die kriegen nur Minimengen raus und haben ihre Babys erfolgreich gestillt. Das liegt dann daran, dass sie so den Milchspendereflex nicht auslösen können.
Was bei dir der Fall ist, werden dir die Stillberaterinnen bestimmt sagen können
Bild-liche Grüße

Natalie
mit drei wundervollen Kindern!
Den beiden Großen (19m und 21w Jahre) und die kleine Maus (01.10.2011), die ich immer noch total genieße! Bild
Und das mit der Rechtschreibung lerne ich noch ... ;-)
(Manche andere Fähigkeiten erwerbe ich bestimmt auch noch, über Anregungen bin ich immer dankbar!)
Angora

Re: Keine Milch mehr

Beitrag von Angora »

Nur kurz, ich stille auch seit 6 Wochen (Nee, Morgen ja schon 7 :-)) und seit ein paar Tagen hab ich auch endlich keine knallharten Brüste mehr sondern wieder weiche. Und ja, auch wieder kleiner und nicht mehr dolly buster style ;-) das ist normal, dass die Brust sich wieder weicher anfühlt. Dennoch wird Milch gebildet (ich hab mein erstes Kind 2 Jahre gestillt u die Brust war nach ner Zeit wieder normalgorß und immer weich)
mein baby hing mir jetzt auch ein paar Tage lang wieder gefühlt dauerhaft an der Brust, daran merke ich immer die wachstumsschübe.
Ansonsten hat natalie dir ja schon die wichtigsten Links geschickt. Und zu stillhütchen kann ich nix beitragen, ebensowenig zum abpumpen.
Und meld dich doch noch richtig hier an :-)
hannah0402
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Re: Keine Milch mehr

Beitrag von hannah0402 »

Ich bin so ne Kandidatin! Stille sei 6 Monaten erfolgreich voll und kann nicht wirklich abpumpen! Max 50 ml kann ich rausquälen.... Krieg nie nen spendereflex beim Pumpen! Ausstreichen bei vollen Brüsten geht noch besser. Und mein Busen ist wieder klein und weich seit Monaten. Trage wieder meine alten bhs...
hannah mit bebibababu September 2012
Sombra
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Re: Keine Milch mehr

Beitrag von Sombra »

4tiere hat geschrieben:Hallo und herzlich willkommen hier!

Wenn du die Stillberatung in Anspruch nehmen möchtest, dann lies dir mal den Threat "Wie funktioniert Stillberatung hier im SuT?". Dort erfährst du, was die Stillberaterinnen an Infos benötigen.

Gast hat geschrieben:Ich stille seid 6Wochen voll, aber in den letzten 2 Tagen hat sich meine Milch sehr stark reduziert.
Einfach so.
Woher weisst du das? Kannst du es genauer erklären?
Ob dein Baby genug bekommt erkennst du hieran:
Dein Baby...
* trinkt durchschnittlich mindestens 8-12 Mal in 24 Stunden (Muttermilch oder Flaschenmilch, aber keinerlei sonstige Flüssigkeiten wie Wasser oder Tee),
* hat mindestens 4 gut nasse Windeln in 24 Stunden,
* hat in den ersten Lebenswochen mehrmals täglich Stuhlgang. Nach ca 6 Wochen ist von mehrmals täglich bis einmal in 10 Tagen (dann reichlich) alles normal.
* zeigt eine zufriedenstellende Gewichtszunahme.
(Quelle: Grundinfo Gedeihen - Gewichtsentwicklung)

Gast hat geschrieben:Habe gestern schon den ganzen Tag immer mal wieder abgepumpt und die Kleine öfters angelgt (sie kommt jetzt auch öfters - fast stündlich)
Kennst du die Linksammlung Stillwissen?
Dort findest du hilfreiche Threats, wie der "Dauerstillen"
Es gibt z.B. auch Wachstumsschübe, da trinken die Babys mehr, um der Brust zu sagen, dass sie mehr produzieren soll. Oder es gibt Clusterfeeding, das ist Dauertrinken am Abend, gar nicht so sehr, weil sie Hunger haben oder etwa weil es nicht genug Milch gibt, sondern weil sie es einfach brauchen, um runter zu kommen, um das Bedürfnis nach Nähe ausleben zu können, weil es eben der schönste Ort der Welt ist!
Letztendlich ist es normal, wenn sonst alles stimmt.

Gast hat geschrieben:Heute morgen habe ich noch nicht mal 10ml abpumpen können, obwohl sie gleichzeitig an der anderen Brust getrunken hat, sonst lief es dann nur so.
Wann lief es nur so? Als du gestillt hast und es lief auf der anderen Seite raus? Oder hast du schon mal abgepumpt?
Es gibt nämlich Frauen, bei denen klappt das Abpumpen nie, die kriegen nur Minimengen raus und haben ihre Babys erfolgreich gestillt. Das liegt dann daran, dass sie so den Milchspendereflex auslösen können.
Was bei dir der Fall ist, werden dir die Stillberaterinnen bestimmt sagen können.

Sombraa hat geschrieben:
Meine Brüste fühlen sich wieder so leicht wie vorher an und ich meine auch das mein StillBH jetzt viel zu groß ist, der war sonst deutlich mehr ausgefüllt.
Das muss kein Grund sein, wenn sonst alles stimmt, dann ist die normale Entwicklung, die viele hier kennen. Ich übrigens auch und darüber bin ich sogar froh, denn sonst würde ich noch heute mit Monsterbrüsten herumlaufen ...
Ich finde gerade den Link nicht, aber die prallen Brüste sind nicht voller Milch, sondern eher voller Gewebeflüssigkeit (?) und die Milch wird erst beim Stillen gebildet.

Sombraa hat geschrieben: Ausserdem kann ich nur noch mit Stillhütchen stillen, da sich meine Brustwarzen überhaupt
Uih, das kenne ich, habe keinen Tip, aber dafür bist ja hier und gut, dass du es berichtest, das ist eine wichtige Info!

Gast hat geschrieben:Was kann ich tun? Ich will eigentlich nicht abstillen :( Hoffe ihr könnt mir helfen.
Bestimmt wird dir geholfen, hier gibt es viele Erfolgsgeschichten!

Hallo,
danke für deine ausführliche Antwort.
Woher weisst du das? Kannst du es genauer erklären?
Ob dein Baby genug bekommt erkennst du hieran:
Dein Baby...
* trinkt durchschnittlich mindestens 8-12 Mal in 24 Stunden (Muttermilch oder Flaschenmilch, aber keinerlei sonstige Flüssigkeiten wie Wasser oder Tee),
* hat mindestens 4 gut nasse Windeln in 24 Stunden,
* hat in den ersten Lebenswochen mehrmals täglich Stuhlgang. Nach ca 6 Wochen ist von mehrmals täglich bis einmal in 10 Tagen (dann reichlich) alles normal.
* zeigt eine zufriedenstellende Gewichtszunahme.
Also ich vermute das ich nicht mehr genug Milch habe, da sie wie gesagt viel öfters kommt, an der Brust rumquängelt, sie aufhört zu trinken und dann am Nuckel wie verrückt saugt. Meine Brüste weicher sich und mein Still Bh zu groß ist (aber wurde hier ja schon kommentiert das es normal ist)
Sie hat seid 2Wochen schlechten Stuhlgang (nur 3x bis jetzt) Meine Hebamme meinte aber das wäre völlig normal. Sie hat mir genau den Satz gesagt wie er oben geschrieben steht. Ob sie genug zugenommen hat, erfahre ich Donnerstag da kommt meine Hebamme wieder. Bis jetzt hat sie aber immer zugenommen.
Gast hat geschrieben:Heute morgen habe ich noch nicht mal 10ml abpumpen können, obwohl sie gleichzeitig an der anderen Brust getrunken hat, sonst lief es dann nur so.
Wann lief es nur so? Als du gestillt hast und es lief auf der anderen Seite raus? Oder hast du schon mal abgepumpt?
Es gibt nämlich Frauen, bei denen klappt das Abpumpen nie, die kriegen nur Minimengen raus und haben ihre Babys erfolgreich gestillt. Das liegt dann daran, dass sie so den Milchspendereflex auslösen können.
Ich habe letzte Woche 2 Tage abgepumpt um zu gucken ob sie aus der Flasche trinkt. Das habe ich dann immer während des stillens gemacht (hat mir die hebamme empfohlen) Da lief es dann sehr gut, habe zwar auch nie mehr als 50-60ml rausbekommen aber ich habe am Tag 3x abgepumpt und dann war das okay. Wenn ich so stille und nicht abpumpe tropft es etwas aus der anderen Brust (ist jetzt auch nicht mehr)
Nun pumpe ich seid Sonntag ab, 5x bis jetzt und habe gerade mal 80ml zusammen :shock:
Ausserdem kann ich nur noch mit Stillhütchen stillen
Das mussten wir ganz zu Anfang auch machen, im Krankenhaus und ein paar Tage danach noch zu Hause. Dann war es komplett vorbei und ich konnte sie immer so anlegen. Nun nimmt sie die Brust gar nicht mehr ohne Hütchen, bzw kann es auch nicht. An dem Stillhütchen sehe ich auch das es weniger Milch ist. Sonst war es nach 20min immernoch voll mit Milch, nun ist es nach 10min schon nicht mehr so voll, bzw. leer...
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Leyket
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Re: Keine Milch mehr

Beitrag von Leyket »

Ich sag gleich vorweg, ich bin keine Stillberaterin und möcht mich keinesfalls zu weit aus dem Fenster lehnen, aber für mich klingt das (zusätzlich zu dem Schub mit 6 Wochen) nach Saugverwirrung. Dafür würde sprechen, dass sie die Brustwarze nicht mehr fassen kann, du nur noch mit Hütchen stillen kannst und sie am Nuckel zufrieden saugt ohne große Quengelei.
Natürlich sollten das Stillberaterinnen besser beurteilen können als ich Laie. Ich glaub, dass das Problem nicht primär die Milchmenge ist. Klar, mit Saugverwirrung geht die selbstverständlich zurück, wenn das Kind kaum mehr an der Brust saugt, und wenn, dann noch dazu nur mit Hütchen (was ja auch negativ auf die Milchmenge wirken kann).

Damit ist dir jetzt konkret auch noch nicht geholfen, dass ich hier mutmaße, aber immerhin wäre Saugverwirrung behandelbar, wenn es denn eine ist :wink:
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jusl
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Re: Keine Milch mehr

Beitrag von jusl »

Hallo und herzlich willkommen hier,

irgendwie scheint da oben bei den Antworten was mit dem Zitieren nicht ganz hingehauen zu haben, aber das macht nix. ;-)
Du hast ja schon viele gute Antworten und Links bekommen. Ich mag einige Punkte noch herausgreifen:

Du beschreibst ein paar Dinge, aus denen Du schließt, jetzt weniger Milch zu haben:
Meine Brüste fühlen sich wieder so leicht wie vorher an und ich meine auch das mein StillBH jetzt viel zu groß ist, der war sonst deutlich mehr ausgefüllt.
[...]
Naja und beim abpumpen kam heute morgen nur noch 10ml raus (etwas unter dem Strich sogar)
[...]
Dann hört sie auf zu trinken, ist aber nicht zufrieden, gebe ich ihr den Nucki saugt sie ganz stark daran.
[...]
Wenn ich so stille und nicht abpumpe tropft es etwas aus der anderen Brust (ist jetzt auch nicht mehr)
[...]
An dem Stillhütchen sehe ich auch das es weniger Milch ist. Sonst war es nach 20min immernoch voll mit Milch, nun ist es nach 10min schon nicht mehr so voll, bzw. leer...
Also, zunächst mal: Diese Dinge für Anzeichen verringerter Milchbildung zu halten, passiert vielen Müttern, soviel Dir zum Trost. ;-) Trotzdem ist das ein Irrtum - zur Brustgröße wurde Dir ja schon geantwortet. In der Tat sind die Brustdrüsen in den ersten Wochen nach der Geburt geschwollen, außerdem neigen viele Frauen in dieser Zeit aufgrund der Hormonlage zu Überproduktion. Die Mütter halten die großen Brüsten dann für den "Normalfall für die Stillzeit" und sind sehr besorgt, wenn die Brüste nach einigen Wochen wieder deutlich schrumpfen, zum Teil sogar unter Schwangerschaftsgröße. Der Grund dafür liegt jedoch lediglich in einem Rückgang der Schwellung, in einer Normalisierung des Gewebswasserhaushalts und in einer Anpassung der Milchpoduktion an den tatsächlichen Bedarf. Hier kann also komplett Entwarnung gegeben werden.

Die letzten beiden Punkte in der Aufzählung haben mit der zunehmenden Ausbildung kleiner Schließmuskeln rund um die Brustwarze zu tun. Diese Muskeln werden im Laufe der Stillzeit normalerweise kräftiger, so dass keine Milch mehr "einfach so" austritt. Das nebenbei-Tropfen hört auf. Auch im Hütchen ist dann keine Milch mehr. Ebenfalls ganz normal.

Das Abpumpen wurde ja ebenfalls schon erwähnt - in den ersten Wochen sprudelt die Milch bei vielen Müttern hormonlagebedingt "einfach so". DAS ist im Grunde der Ausnahmefall - der Normalzustand kommt erst danach. ;-) Dann muss nämlich beim Pumpen der Milchspendereflex ausgelöst werden - das ist Übungssache. Bei manchen Frauen klappt es auch gar nicht; über die Stillfähigkeit sagt dies jedoch nichts aus.

Beachte, dass große Sorgen bzgl. der eigenen Stillfähigkeit TATSÄCHLICH die Stillfähigkeit beeinträchtigen können. Beim Stillen wird Oxytocin ausgeschüttet, auch "Wohlfühl-Hormon" genannt. Die Ausschüttung kann bei großen Sorgen, Ängsten oder Stress verringert sein. Bleibe zuversichtlich! Ganz ruhig, durchatmen, eine warme Umgebung, etwas leckeres zu trinken bereitstellen, vielleicht Lieblingsmusik oder zur Ablenkung etwas TV, BEQUEMES Sitzen oder Liegen beim Stillen... das hilft beim Wohlfühlen, entsprechend schneller wird der Milchspendereflex ausgelöst.


Das einzige, wo genaueres Hinsehen sinnvoll ist, ist in der Tat die Hütchenverwendung. Dein Baby kennt bereits Schnuller, Flasche und Hütchen. Viele Babys sind mit dem ständigen Wechsel zwischen diesen Saugtechniken überfordert - dies ist mit dem Begriff "Saugverwirrung" gemeint (siehe Link).
Das Stillen kann dadurch tatsächlich mehr oder weniger stark beeinträchtigt sein. Entsprechend liegt nahe, dass bei Euch bereits negative Auswirkungen der vielen verschiedenen Sauger beobachtbar sind.
Davon abgesehen hat Hütchenverwendung den Nachteil, dass dadurch tatsächlich die Milchbildung verringert sein kann. Das liegt zum einen am verminderten Saugreiz, der durchs Hütchen an der Haut ankommt. Die Milchbildung hängt bekanntlich von der Nachfrage ab. Je häufiger und intensiver gesaugt wird, desto mehr Milch wird gebildet. Was passieren kann: Das Gehirn interpretiert einen durchs Hütchen abgeschwächten Saugreiz als schwaches Saugen, und "dazu passend" wird dann weniger Milch gebildet. Dazu kommt noch die unterschiedliche Saugtechnik mit und ohne Hütchenverwendung. Korrektes, intensives Ausmelken mit Zunge und Kiefer ist mit Hütchen schwieriger. Auch dies kann sich negativ auf die Milchbildung auswirken.

Insgesamt lohnt es sich also, wenn möglich auf Hütchen zu verzichten. Immer wieder ohne Hütchen probieren ist eine gute Idee - die spontane "Wunderheilungsrate" (sprich: plötzlich geht es ohne) ist bei Hütchen sehr hoch. Unbedingt sinnvoll ist, wenigstens den Einsatz der ANDEREN künstlichen Sauger zu vermeiden. Am besten wäre: Ab sofort KEINE Schnuller und KEINE Flaschen mehr! Letzteres hätte auch den großen Vorteil, dass Du Dir das nervige Pumpen sparst (wie kam es eigentlich dazu? Also was ist der Grund fürs Abpumpen?). Und dann ganz in Ruhe die Hütchen abgewöhnen.

Kannst Du mit diesen Hinweisen etwas anfangen?

Rückfragen immer gerne und
LG
Julia
Antworten

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