Der Waldorfthread
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Wortgewitter
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Re: Der Waldorfthread
Was für ein merkwürdiges Argument, dass Dein Sohn das zu sehr auf sich beziehen würde
... Ich meine, das ist halt seine Persönlichkeit und darauf muss man doch Rücksicht nehmen?! Schade, dass sie da die Verantwortung abgeben. Ich meine, dass ist sicher nicht einfach, mit so 'wilden' Kindern in der Gruppe, aber wenn ein Kind sich subjektiv (!!!!) angegriffen fühlt, muss man das doch wenigstens ernst nehmen?! Habe sowas aber auch echt noch nie von Waldorfs gehört, bisher hatte ich eher den Eindruck, dass dort am ehesten auf die unterschiedlichen Persönlichkeiten eingegangen wird...
Wortgewitter mit Groß (5/09) und Klein (11/11) und Winzigklein (8/15)
und zwei **
ClauWi Trageberaterin (GK 5/2012, MK 6/2013)
Ich möchte jemanden einsingen,
bei jemandem sitzen und sein.
Ich möchte Dich wiegen und kleinsingen,
und Dich begleiten, schlafaus und schlafein... R.M. Rilke
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asujakin
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Re: Der Waldorfthread
Wortgewitter hat geschrieben:bisher hatte ich eher den Eindruck, dass dort am ehesten auf die unterschiedlichen Persönlichkeiten eingegangen wird...
Wenn diese in's "Zeitfenster" von Waldorf passen oder auch wenn diese einigermaßen dazu passen. Mein Sohn ist enorm wissbegierig, konnte dir mit 3 die Planeten unseres Sonnensystem erklären, was ne Galaxi ist und wieviele Monde Jupiter hat, was ne Arterie is usw. Nunja...DAS hatte alles bei Waldorf keinen Platz - er wurde klein gehalten in vielen Dingen. Auch wenn manche Sachen zB nur für Vorschüler bestimmt sind, dürfen es die Kleinen (noch) nicht, selbst wenn sie motorisch und kognitiv dazu in der Lage wären. Also die "Freiheiten" gelten nur im Rahmen der anthroposophischen Grundsätze...
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Wortgewitter
- alter SuT-Hase
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Re: Der Waldorfthread
Ich weiß
, ich bin mit Anthroposophie groß geworden. Trotzdem habe ich nie erlebt, dass jemand für sein EMPFINDEN die Verantwortung tragen muss, da wurde/wird doch eigentlich immer gut drauf geachtet, nach allem was ich weiß... Deswegen wundert mich die oben geschilderte Aussage.
Was Du meinst, sind ja eher unterschiedliche Charaktere, die sich eben mit den 4 Temperamenten nicht fassen lassen
. Ich habe das auch erlebt, übrigens wurde das nie negativ kommentiert oder irgendwas sondern ich bekam eben als Kind das Gleiche wie alle anderen zu tun, obwohl ich heillos unterfordert war. Meine wissenschaftliche Ader musste noch viele, viele Jahre warten. Was ihr nicht geschadet hat!
Auf der anderen Seite habe ich immer emotionale Geborgenheit empfunden, ich war ein bisschen wie mäusekindermamas Sohn beschrieben wird, sehr empfindlich und habe viel auf mich bezogen... Im Rückblick war ich sogar ziemlich auffällig. Nur hat mich halt keiner so empfunden und alle haben einfach auf meine Art Rücksicht genommen und mich so wahrgenommen, wie ich war/bin. Das war sehr sehr viel wert.
Was Du meinst, sind ja eher unterschiedliche Charaktere, die sich eben mit den 4 Temperamenten nicht fassen lassen
Auf der anderen Seite habe ich immer emotionale Geborgenheit empfunden, ich war ein bisschen wie mäusekindermamas Sohn beschrieben wird, sehr empfindlich und habe viel auf mich bezogen... Im Rückblick war ich sogar ziemlich auffällig. Nur hat mich halt keiner so empfunden und alle haben einfach auf meine Art Rücksicht genommen und mich so wahrgenommen, wie ich war/bin. Das war sehr sehr viel wert.
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- Kathi
- alter SuT-Hase
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Re: Der Waldorfthread
Ich habe ja ein Kind in der Waldorfschule und ein Kind im ev. Kindergarten. Von dort kenne ich auch solche Sachen, also wie z.B., dass es bestimmte Dinge nur für Vorschulkinder gibt. Ich finde das überhaupt nicht problematisch. Und für die Kinder in der Regel auch nicht, denn es gibt ausreichend andere Angebote. Und es bleibt die Vorfreude auf das eigene Vorschuljahr.asujakin hat geschrieben: Wenn diese in's "Zeitfenster" von Waldorf passen oder auch wenn diese einigermaßen dazu passen. Mein Sohn ist enorm wissbegierig, konnte dir mit 3 die Planeten unseres Sonnensystem erklären, was ne Galaxi ist und wieviele Monde Jupiter hat, was ne Arterie is usw. Nunja...DAS hatte alles bei Waldorf keinen Platz - er wurde klein gehalten in vielen Dingen. Auch wenn manche Sachen zB nur für Vorschüler bestimmt sind, dürfen es die Kleinen (noch) nicht, selbst wenn sie motorisch und kognitiv dazu in der Lage wären. Also die "Freiheiten" gelten nur im Rahmen der anthroposophischen Grundsätze...
Ich verstehe was du mit kleinhalten meinst, das ist die negative Sicht auf diese Vorgehensweise. Auf der anderen Seite werden die Kinder heute viel zu schnell groß, viel zu schnell erwachsen. Ich finde es durchaus sinnvoll die Kinder auch mal zu bremsen. Was nicht bedeutet, dass man ihn das Lernen abspricht.
Gewalt wird meiner Meinung auch überhaupt nicht geduldet. Soziales Lernen ist sehr wichtig, ja. Und wahrscheinlich steht und fällt es hier auch wie immer mit dem Personal.
Liebe Grüsse,
Kathi mit C. J. 03.03 + N. M. 09.08 + L. F. (07/11) + M. F. (6/15)
“Die Jugend von heute liebt den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor Älteren und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Sie widerspricht ihren Eltern, verschlingt das Essen, legt die Beine übereinander und tyrannisiert ihre Lehrer.“ Socrates (Griechischer Philosoph, 470 – 399 v. Chr.)
Kathi mit C. J. 03.03 + N. M. 09.08 + L. F. (07/11) + M. F. (6/15)
“Die Jugend von heute liebt den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor Älteren und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Sie widerspricht ihren Eltern, verschlingt das Essen, legt die Beine übereinander und tyrannisiert ihre Lehrer.“ Socrates (Griechischer Philosoph, 470 – 399 v. Chr.)
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asujakin
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Re: Der Waldorfthread
2 Beispiele aus dem privaten Bereich... mein Neffe ist motorisch seeeehr schnell gewesen mit allem. Der ist mit 2 auf die höchsten Türme auf dem Spielplatz, konnte früh Inliner fahren, Fußball spielen und ist nun mit 8 bereits nach ein paar Wochen/Monaten einer der besten in seiner Capoeiragruppe. Wenn er nicht die Möglichkeit hat sich körperlich zu betätigen - sei es nun grob- oder feinmotorisch - dann neigt er zu "Störverhalten". Er kann sich nicht seiner Natur entsprechend entfalten. Das hat dann nichts mit "ausbremsen" zu tun, er ist genetisch einfach so veranlagt, er war einfach schon immer schnell in solchen Dingen.
Mein Sohn ist dafür motorisch absolut kein Held aber geistig sehr sehr weit für sein Alter. Und das kommt sicherlich NICHT von uns Eltern aus und auch nicht von der Einrichtung. Er haut uns regelmäßig aus den Socken mit seiner Fragerei oder einfach der Tatsache welche Zusammenhänge er versteht, wie schnell er begreift oder selbst Schlüsse aus Erlebtem zieht. Wenn ich DAS ausbremsen würde...nein das wäre fatal. Denn genau diese Bereiche, in denen die Stärken der Kinder liegen, ihr persönliches Interesse usw sind die Bereiche, mit denen sie Stärken und Selbstvertrauen manifestieren können. Es ist dann ein Unterschied ob ich eine Frage schlichtweg beantworte und das war's, ob ich versuche ihn noch weiter anzustacheln und mit Wissen vollzustopfen (solche Eltern gibt's ja auch) oder ob ich Fragen NICHT beantworte weil das Kind "anscheinend" noch nicht soweit ist. Tja, jedes Kind ist aber TOTAL anders.
Was wird aus Kindern mit Inselbegabungen, mit Hochbegabungen? Oder einfach Kindern die früher "soweit" sind!? Ich konnte zur Einschulung auch lesen und schreiben und das aus EIGENEM Antrieb heraus (ich erinnere mich, wie ich meine Familie so lang genervt hab, bis jmd mir Buchstaben aufschrieb usw).
Ich denke das ist einer der Punkte an denen sich verschiedene pädagogische Ansichten, bzw gar Weltanschauungen total unterscheiden. Ich persönlich sehe jeden Menschen einfach wie er ist - ohne IRGENDEIN Schema F im Hinterkopf zu haben, irgendein "Jahressiebt" oder eine vorgegebene "Entwicklungsphase". Denn nur so kann ich wirklich offen auf die jeweilige Lebensphase, Interessensphase usw eingehen ohne zu urteilen, beurteilen oder zu werten. Oft hört man nämlich gleich, dass seien die ELTERN die die Kinder so verbilden würden...tja...ich bin ein Schulgegner und dennoch (oder deshalb?) ist mein Sohn so wie er ist.
Ich persönlich hätte einfach Angst, dass man das natürliche Interesse und die natürliche Neugier und den Wissensdurst der Kinder irgendwann erstickt und sie gar nicht mehr fragen, wenn sie keine Antworten bekommen nur weil irgendjemand meint das Kind KANN noch nicht soweit sein. Die Kinder passen sich dann an und gewöhnen sich dran sich nach Authoritäten zu richten die Ihnen sagen wann sie was dürfen und wann nicht...der eigene Antrieb versiegt und vor allem das Selbst(wert)gefühl gleich mit.
Übrigens beissen sich eine glückliche kindgerechte Kindheit und ein großer Wissenshunger überhaupt nicht. Man kann es ja auch kindgerecht vermitteln, sofern das Kind das duldet (mein Sohn hat diese "Wieso, Weshalb, Warum" Bücher zB nie gemocht, auch Bilderbücher fand er immer doof. Mit 2 stöberte er in Lexika und mit 3 holte er sich Sachbücher für Grundschüler aus der Bücherei) Wenn ich mir überlege was mit seinem Wissenshunger passiert wäre, das ja sooo viel seines Charakters ausmacht, wenn ich ihn weiterhin mit Wachsfarb-Bilderbüchern und Feengeschichten vollgestopft hätte obwohl er das nicht will...
Aus den Einrichtungen die ich kenne, bzw zu denen ich Kontakt hatte (Waldorf meine ich jetzt) war es immer so, dass man das Bewusstsein der Kinder nicht wecken soll, dass Fragen unbeantwortet blieben, dass Kinder ausgebremst wurden wenn sie "schneller" waren usw. Und das ist etwas, das ich persönlich für mich üüüberhaupt nicht gutheißen kann. Ja, man kann später sicherlich noch einiges nachholen - WENN man denn dann noch Antrieb hat oder findet und noch nicht aufgegeben hat...aber dann arbeitet man ja im Grunde "nach". Während man, wenn man sich von Anfang an seinen Interessen entsprechend entwickeln darf, schon in jungen Jahren u.U. sich in gewissen Bereichen spezialisieren kann.
Mal ganz abstrakt gedacht: Wenn mein Sohn sich mit 3 schon ausgiebig und Monate lang mit Planeten, Galaxien, Monden, Größenverhältnissen, Gravitation etc beschäftigen darf und dabei bleiben würde, fiele ihm einiges in der Schule später leichter. Wenn es sein Bereich bleiben würde, fiele ihm ein Astrophysik Studium leichter weil er sich schon seit Jahren damit beschäftigt. Oder er wird ausgebremst und lernt halt das was alle lernen...zu der vorgeschriebenen Zeit wenn alle es gleichzeitig lernen müssen ob es sie nun interessiert oder nicht.
Nunja, da könnte man noch ewig weiter in's Detail gehen. Aber das ist ein Punkt an Waldorf der mit meinem Weltbild echt überhaupt nicht überein stimmt. Es gibt durchaus einiges an Waldorf, das mir sehr gefällt und das ich für mich beibehalten kann/habe aber einiges ist meines Erachtens total überholt, hirarchisch und realitätsfern.
Mein Sohn ist dafür motorisch absolut kein Held aber geistig sehr sehr weit für sein Alter. Und das kommt sicherlich NICHT von uns Eltern aus und auch nicht von der Einrichtung. Er haut uns regelmäßig aus den Socken mit seiner Fragerei oder einfach der Tatsache welche Zusammenhänge er versteht, wie schnell er begreift oder selbst Schlüsse aus Erlebtem zieht. Wenn ich DAS ausbremsen würde...nein das wäre fatal. Denn genau diese Bereiche, in denen die Stärken der Kinder liegen, ihr persönliches Interesse usw sind die Bereiche, mit denen sie Stärken und Selbstvertrauen manifestieren können. Es ist dann ein Unterschied ob ich eine Frage schlichtweg beantworte und das war's, ob ich versuche ihn noch weiter anzustacheln und mit Wissen vollzustopfen (solche Eltern gibt's ja auch) oder ob ich Fragen NICHT beantworte weil das Kind "anscheinend" noch nicht soweit ist. Tja, jedes Kind ist aber TOTAL anders.
Was wird aus Kindern mit Inselbegabungen, mit Hochbegabungen? Oder einfach Kindern die früher "soweit" sind!? Ich konnte zur Einschulung auch lesen und schreiben und das aus EIGENEM Antrieb heraus (ich erinnere mich, wie ich meine Familie so lang genervt hab, bis jmd mir Buchstaben aufschrieb usw).
Ich denke das ist einer der Punkte an denen sich verschiedene pädagogische Ansichten, bzw gar Weltanschauungen total unterscheiden. Ich persönlich sehe jeden Menschen einfach wie er ist - ohne IRGENDEIN Schema F im Hinterkopf zu haben, irgendein "Jahressiebt" oder eine vorgegebene "Entwicklungsphase". Denn nur so kann ich wirklich offen auf die jeweilige Lebensphase, Interessensphase usw eingehen ohne zu urteilen, beurteilen oder zu werten. Oft hört man nämlich gleich, dass seien die ELTERN die die Kinder so verbilden würden...tja...ich bin ein Schulgegner und dennoch (oder deshalb?) ist mein Sohn so wie er ist.
Ich persönlich hätte einfach Angst, dass man das natürliche Interesse und die natürliche Neugier und den Wissensdurst der Kinder irgendwann erstickt und sie gar nicht mehr fragen, wenn sie keine Antworten bekommen nur weil irgendjemand meint das Kind KANN noch nicht soweit sein. Die Kinder passen sich dann an und gewöhnen sich dran sich nach Authoritäten zu richten die Ihnen sagen wann sie was dürfen und wann nicht...der eigene Antrieb versiegt und vor allem das Selbst(wert)gefühl gleich mit.
Übrigens beissen sich eine glückliche kindgerechte Kindheit und ein großer Wissenshunger überhaupt nicht. Man kann es ja auch kindgerecht vermitteln, sofern das Kind das duldet (mein Sohn hat diese "Wieso, Weshalb, Warum" Bücher zB nie gemocht, auch Bilderbücher fand er immer doof. Mit 2 stöberte er in Lexika und mit 3 holte er sich Sachbücher für Grundschüler aus der Bücherei) Wenn ich mir überlege was mit seinem Wissenshunger passiert wäre, das ja sooo viel seines Charakters ausmacht, wenn ich ihn weiterhin mit Wachsfarb-Bilderbüchern und Feengeschichten vollgestopft hätte obwohl er das nicht will...
Aus den Einrichtungen die ich kenne, bzw zu denen ich Kontakt hatte (Waldorf meine ich jetzt) war es immer so, dass man das Bewusstsein der Kinder nicht wecken soll, dass Fragen unbeantwortet blieben, dass Kinder ausgebremst wurden wenn sie "schneller" waren usw. Und das ist etwas, das ich persönlich für mich üüüberhaupt nicht gutheißen kann. Ja, man kann später sicherlich noch einiges nachholen - WENN man denn dann noch Antrieb hat oder findet und noch nicht aufgegeben hat...aber dann arbeitet man ja im Grunde "nach". Während man, wenn man sich von Anfang an seinen Interessen entsprechend entwickeln darf, schon in jungen Jahren u.U. sich in gewissen Bereichen spezialisieren kann.
Mal ganz abstrakt gedacht: Wenn mein Sohn sich mit 3 schon ausgiebig und Monate lang mit Planeten, Galaxien, Monden, Größenverhältnissen, Gravitation etc beschäftigen darf und dabei bleiben würde, fiele ihm einiges in der Schule später leichter. Wenn es sein Bereich bleiben würde, fiele ihm ein Astrophysik Studium leichter weil er sich schon seit Jahren damit beschäftigt. Oder er wird ausgebremst und lernt halt das was alle lernen...zu der vorgeschriebenen Zeit wenn alle es gleichzeitig lernen müssen ob es sie nun interessiert oder nicht.
Nunja, da könnte man noch ewig weiter in's Detail gehen. Aber das ist ein Punkt an Waldorf der mit meinem Weltbild echt überhaupt nicht überein stimmt. Es gibt durchaus einiges an Waldorf, das mir sehr gefällt und das ich für mich beibehalten kann/habe aber einiges ist meines Erachtens total überholt, hirarchisch und realitätsfern.
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Mäusekindermama
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Re: Der Waldorfthread
Entscheidung ist für mich gefallen: Er kommt da raus!!!
Sehe, dass es ihm nicht gut geht. Ich sehe auch, dass er auf vielen Gebieten Rückschritte gemacht hat. Hoffentlich klappt es mit einem Notplatz in dem anderen Kindergarten.
Sehe, dass es ihm nicht gut geht. Ich sehe auch, dass er auf vielen Gebieten Rückschritte gemacht hat. Hoffentlich klappt es mit einem Notplatz in dem anderen Kindergarten.
Mäusekindermama mit drei Mäusen
großer Mäuserich 10 / 09, kleiner Mäuserich 12 / 11,winzige Mäusedame 3 / 13
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QueenBella
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Re: Der Waldorfthread
Also ich bin selber Waldorferzieherin...
Kann es ebenso nicht nachvollziehen, Gewalt wurde nie akzeptiert außer zwei gleichstarke ältere Kinder mussten mal ein wenig Kräfte messen. Das erlebte ich einmal in meiner ganzen Zeit.
Sehr gute Entscheidung mit dem Wechsel wenn es ihm nicht gut geht und wenn dir nicht offen zugehört wird.
Zu der Astrophysik Sache kann ich nur sagen, das sie in dem Alter versuchen das die Kinder nicht zu starke Kopfmenschen werden und versuchen andere Lebenskräfte wie körperlich z.B auch zu aktivieren.
Ansonsten kann ich bis jetzt nicht sagen das sie nicht mitmachen durften, wenn sie tatsächlich wollten.
Ilar direkte Vorschularbeiten mit Werkzeug ist den Großen vorbehalten.
Kann es ebenso nicht nachvollziehen, Gewalt wurde nie akzeptiert außer zwei gleichstarke ältere Kinder mussten mal ein wenig Kräfte messen. Das erlebte ich einmal in meiner ganzen Zeit.
Sehr gute Entscheidung mit dem Wechsel wenn es ihm nicht gut geht und wenn dir nicht offen zugehört wird.
Zu der Astrophysik Sache kann ich nur sagen, das sie in dem Alter versuchen das die Kinder nicht zu starke Kopfmenschen werden und versuchen andere Lebenskräfte wie körperlich z.B auch zu aktivieren.
Ansonsten kann ich bis jetzt nicht sagen das sie nicht mitmachen durften, wenn sie tatsächlich wollten.
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asujakin
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Re: Der Waldorfthread
Und wieso ist das so "klar", dass das Vorschulkindern vorbehalten ist!? Und was, wenn Menschen einfach "Kopfmenschen" sind? Ich komme aus einer Familie von Leistungssportlern und wir waren alle schon von klein auf sehr agil und sportlich - mein Sohn ist total anders. Mein bester Freund auch. Totale Kopfmenschen. MUSS man denn ausgewogen sein was Bewegungsdang und Wissbigierde angeht? Kann es nicht auch schlichtweg unsportliche Menschen geben?! (was meinst du, was ich mich über Schulnoten, besonders im Bereich Sport (!) aufrege...) Und was wenn ein "Nicht-Vorschulkind" schon soweit ist, dass es ohne die Vorschulkind-Übungen unterfordert wäre? MUSS es dann - um "ausgewogen" sein stattdessen sich sportlich betätigen? Oder musizieren/tanzen usw?
Mein Sohn liebt Musik und bewegt sich auch gern, aber in seinem Tempo, nach seinen Vorstellungen usw. und nicht in dem Maß, das andere aufgrund starrer Pädagogik ihm vorgeben.
Mein Sohn liebt Musik und bewegt sich auch gern, aber in seinem Tempo, nach seinen Vorstellungen usw. und nicht in dem Maß, das andere aufgrund starrer Pädagogik ihm vorgeben.
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Lösche Benutzer 2178
Re: Der Waldorfthread
Asujakin, eure schlechten Erfahrungen in Sachen Waldorf in allen Ehren, aber so langsam aber sicher empfinde ich deine Äußerungen echt Waldorf-bashing-mäßig (und bin mitnichten selbst betroffen, wir haben kein Waldorf-Kind).
Dass die Waldorfpädagogik nicht zu deinem Sohn passt, haben wir lang alle begriffen. Die Waldorfpädagogik muss sich m. E. nun aber keinesfalls deinem Sohn anpassen. Anderen Kindern passt der Schuh nämlich ganz hervorragend. Es soll auch Kinder geben, die mit Montessori oder sonst welchen Richtungen nicht klar kommen. Macht auch nix, dann wählt man das halt nicht. Nicht alles ist für jeden geeignet. Mir passt auch nicht jeder Arbeitgeber, und auch nicht jeder Partner.
Ida besucht einen stinknormalen katholischen öffentlich finanzierten Kindergarten. Auch hier gibt es "Vorschulsachen", die nur für die "Maxikinder" (hier heißen sie so) sind. Individualität hin oder her - ich empfinde auch das Eingliedern können in eine Gruppe ("soziale Kompetenzen") durchaus als wichtiges Lernziel. Lies nur mal die Einschulungsthemen / Rückstellungsdiskussionen: "ja intellektuell ist er / sie ja soooo weit - aber das soziale....". Das ist nicht nur einmal zu lesen. Scheint also irgendwie ein Thema zu sein.
Das liegt mir schon ne Weile auf der Zunge. Warum gelingt dir der Abschluss dieses Themas nicht? Irgendwas scheint da noch offen zu sein.
Trotzdem respektvolle Grüße. In aller Regel lese ich dich nämlich gern und empfinde dich reflektiert.
Dass die Waldorfpädagogik nicht zu deinem Sohn passt, haben wir lang alle begriffen. Die Waldorfpädagogik muss sich m. E. nun aber keinesfalls deinem Sohn anpassen. Anderen Kindern passt der Schuh nämlich ganz hervorragend. Es soll auch Kinder geben, die mit Montessori oder sonst welchen Richtungen nicht klar kommen. Macht auch nix, dann wählt man das halt nicht. Nicht alles ist für jeden geeignet. Mir passt auch nicht jeder Arbeitgeber, und auch nicht jeder Partner.
Ida besucht einen stinknormalen katholischen öffentlich finanzierten Kindergarten. Auch hier gibt es "Vorschulsachen", die nur für die "Maxikinder" (hier heißen sie so) sind. Individualität hin oder her - ich empfinde auch das Eingliedern können in eine Gruppe ("soziale Kompetenzen") durchaus als wichtiges Lernziel. Lies nur mal die Einschulungsthemen / Rückstellungsdiskussionen: "ja intellektuell ist er / sie ja soooo weit - aber das soziale....". Das ist nicht nur einmal zu lesen. Scheint also irgendwie ein Thema zu sein.
Das liegt mir schon ne Weile auf der Zunge. Warum gelingt dir der Abschluss dieses Themas nicht? Irgendwas scheint da noch offen zu sein.
Trotzdem respektvolle Grüße. In aller Regel lese ich dich nämlich gern und empfinde dich reflektiert.
- Mamika
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Der Waldorfthread
Kann dieser Raum nicht einfach bestehen bleiben, auch wenn du, asujakin, von Waldorfpädagogik nichts mehr wissen möchtest?asujakin hat geschrieben:Dies soll kein "Pro-oder Contra" Waldorfthread werden sondern eine kleine Niesche für Waldorfeltern, wo man sich austauschen kann.
Ich schreibe in diesem Thread ja nur sehr selten, auch wenn ich eigentlich genau hierhin gehören würde. Weil ich keine Lust habe, mich dauernd rechtfertigen zu müssen. Weil ich keine Lust auf das habe, was automatisch kommt, sobald irgendjemand hier unzufrieden mit einer Waldorf-Einrichtung ist. Weil ich keine Lust habe, als Waldorf-Verteidigerin an den Pranger gestellt zu werden. So lese ich immer mit, setze mich dann aber brav auf meine Finger...
Natürlich muss die Waldorfpädagogik nicht für alle und jeden DIE Lösung aller Dinge sein. Natürlich gibt es auch Einrichtungen, wo Dinge passieren, die nicht in Ordnung sind. Aber diese Pauschalisierungen gepaart mit enttäuschten Erwartungen ersticken hier stets jegliches Gespräch.
Asujakin, nach dem, was du schreibst, zu urteilen, ist es gut, dass Ihr einen anderen Weg gefunden habt. Deswegen heißt das doch noch längst nicht, dass alle Waldorfeinrichtungen kein anderes Ansinnen haben, als Kinder zu verformen und klein zu halten. Und den Eltern stets zu spiegeln, dass sie alles falsch machen. So liest sich das nämlich, was du schreibst.
Mamika mit großer Tochter (* September 2006) und kleiner Tochter (* April 2010)