Die durchschnittliche, wöchentliche Gewichtszunahme liegt mit Werten in der Größenordnung um 250 g im normalen Bereich, das heißt, er bekommt momentan die "richtige" Menge Milch und wird also weder unter- noch überfüttert. Damit stützen die Gewichtswerte meine obige Aussage, dass Dein Baby inzwischen praktisch seinen ganzen Milchbedarf über künstliche Milch deckt.
Du hast jetzt mehrere Möglichkeiten:
1. Du könntest das vorzeitige/versehentliche Abstillen akzeptieren und ab jetzt nur noch Flaschefüttern. Diese Möglichkeit kann in insb. dann in Betracht gezogen werden, wenn Dein Baby zunehmen keine Lust mehr hat, beinahe milchfrei an der Brust zu saugen.
2. Du könntest Dein Baby weiterhin so oft anlegen wie Du magst und dann weiterhin ohne Begrenzung o.ä. künstliche Milch zufüttern. So bekommt Ihr weiterhin die Kuscheleinheiten beim Stillen. Das funktioniert so lange, wie Dein Baby gerne bei Dir saugen mag.
3. Du könntest versuchen, die Zufüttermenge wieder zu verringern um zu erreichen, dass Dein Baby wieder mehr Muttermilch bekommt. Ein solches Zufütterreduktionsprogramm ist mit recht viel Arbeit verbunden, aber es würde die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Du noch länger stillen kannst. Die Rückkehr auf VOLLstillniveau, d.h. die Reduktion der Zufüttermenge auf null, ist nicht ausgeschlossen, aber bei Eurer Vorgeschichte vermutlich nicht wahrscheinlich. Für ein solches Reduktionsvorhaben spricht, dass Dein Baby derzeit (noch) freiwillig an die Brust geht - das steigert die Erfolgschancen für eine nennenswerte Reduktion der Zufüttermilch beträchtlich.
Wie beurteilst Du diese Möglichkeiten? Hast Du Fragen dazu?
LG
Julia