Hallo Tvistjarna,
zunächst zur Gewichtszunahme:
Zwischen U2 und U3 lag die durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme deutlich über 200 g - ein 100% sicherer Beleg dafür, dass mit dem Stillen und der Milchbildung/Kaloriengehalt usw. grundsätzlich alles in Ordnung ist.
Seit der U3 lag - Korrektheit der Daten vorausgesetzt (was keineswegs sicher ist) - die durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme bei rund 140 g. Dies ist ein normaler Wert für Babys für Babys in dem Alter (
Quelle) und damit kein Grund für irgendwelche Maßnahmen.
Selbst FALLS Dein Baby auffallend wenig zugenommen hätte (was es nicht hat), dann wäre Beikostfüttern keine empfehlenswerte Maßnahme. Klug ausgewählte, hochkalorische Beikost hat zwar in der Tat mehr Kalorien als Muttermilch und ist für ältere, untergewichtige Babys sehr sinnvoll, aber so junge Babys wie Deines können feste Nahrung noch nicht gut verwerten (d.h. die Kalorien landen in der Windel, nicht im Kind), und die Gefahr von Unverträglichkeitsreaktionen ist höher als bei beikostreifen Babys. Wären also Maßnahmen notwendig gewesen (was hier nicht der Fall ist), dann wären dies ANDERE gewesen als vorzeitig Beikost zu füttern: Nämlich Verbesserung des Stillmanagements (häufiger und länger stillen, Erhöhung des Fettgehalts der Milch durch z.B. Wechselstillen) und evtl. Zufüttern von künstlicher Milch.
Wenn Du Dich mit der Waage sicherer fühlst, dann kannst Du einige Wochen lang wiegen. Achte dabei aber unbedingt auf eine gute Methodik, sonst schadet das Wiegen mehr als es nützt: Maximal 1-2 mal pro Woche wiegen (nicht häufiger!!), möglichst unter gleichen Bedingungen. Ausführliche Info dazu findest Du in unserer
Grundinfo Gewichtsentwicklung und Wiegen.
Ich hoffe diese Hinweise sind hilfreich für Dich, Rückfragen immer gerne und
LG
Julia