So, dann will ich auch mal.
Hier hatte die weiche Schönnheit auch einen Zwischenstop eingelegt.
Das Päckchen habe ich mit großem Respekt geöffnet und dann lag es erstmal da und ich habe es mir angeschaut. Schließlich war ich dann doch so mutig es zu binden, ist ja schließlich eine Testrunde hier.
Ich habe nun ja (leider) kein Mini mehr und habe daher erstmal die Tragepuppe (4,5 kg) gebunden. Das Tragegefühl war sehr angenehm, der Knoten allerdings recht dick für mein Befinden. Aber die Dicke des Tuches polstert sonst sehr gut, es gibt an keiner Stelle das Gefühl es würde einschneiden.
Als zweiter Tester ist Mini ins Tuch gehopst. Sie selbst mochte es sehr, ist ja auch schließlich irgendwie rosa.

Allerdings hält das Tuch dem Gehüpfe einer Dreijährigen (17 kg) selbst in DH, der bei uns immer bombenfest sitzt, nicht besonders gut Stand und beginnt zu leiern. Längere Strecken würde ich damit nicht bewältigen wollen. Für kleine Kuscheleinheiten reicht es.
Bei dem Tuch hatte ich durch seine Dicke erstmal nicht dieses klassische Tragetuchgefühl. Ja, es hat schon was von einer kuscheligen Decke. Dass liegt natürlich zum einen an dem Schuss aus Wolle, die dem Tuch Volumen und Weichheit verleiht. Zum anderen ist die Dichte der Fäden geringer als bei den TT, die ich so kenne, und gefühlsmäßig zugleich dicker. Die Lauflänge des Garns wär noch interessant. Die Garne von Schuss und Kette scheinen geich dick zu sein. Sonst gabe es dieses spiegelsymmetrische Muster nicht. Ich hab mir mal ein paar TT anderer Hersteller zum Vergleich angeschaut. So hat Girasol ca. 20 Fäden pro cm (gezählt am Geranium), ein DD Jacquard ca. 30 (Pesci Pazzi), Hoppediz pune türkis ca. 40. Das heißt, je höher die Dichte der Fäden, desto dünner sind sie und desto feiner ist das Gewebe. Das Linuschka-Unikat hat 16 Fäden pro cm, wenn ich richtig gezählt habe. Das heißt die Fäden sind recht dick, was auch das Volumen dieses TT ausmacht.
Die Bindung empfinde ich als recht offen, da muss der Alltag zeigen, ob das TT anfällig ist für Fadenzieher. Die Patrone ist meiner Meinung nach eine Köperabwandlung. Ich tüftle noch ein bisschen an der Bindung, denke aber, dass das Geheimnis in der Einreihung liegt, also wie die Fäden in die Hebel der Schächte eingefädelt werden. Ich vermute dass die Einreihung in Teilen gedehnt wurde.
Ich denke noch ein bisschen über die Bindung nach und zeige unterdessen Bilder - Achtung Flut

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Es gibt einige Webfehler, die eigentlich überhaupt nicht auffallen. Aber bei der Untersuchung des Tuches gehört das auch irgendwie dazu. Insgesamt habe ich drei dieser Fehler gefunden. Ich weiß selbst, dass bei handgewebten Sachen mal was schiefgehen kann. Wir sind halt keine Maschinen. Von daher finde ich das auch gar nicht schlimm.
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Und noch die beiliegende Probewebung mit einem dickeren braunen Schussfaden:
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Insgesamt finde ich, dass das Tuch wirklich Charakter hat. Es ist irgendwie so ganz anders als die TT, mit denen ich gebunden habe. Es ist ein echtes Unikat und man fühlt auch, dass es handgemacht ist, so ähnlich wie bei den Giras, dass da viel Arbeit und Liebe drin steckt.
Und übringens ist das Tuch kratzfrei! Das ist sehr angenehm
Danke dass ich mitmachen durfte!
Wenn ich das Webbild entschlüsseln kann, melde ich mich nochmal (wenns jemanden interessiert).
Tut mir Leid für die teils unscharfen Bilder - das liegt am Selbstauslöser.

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