Hallo,
ich habe eine Frage an die Stillberaterinnen die mich wirklich sehr bewegt, und auch in der Nacht wach liegen lässt, obwohl der Entbindungstermin noch in weiter Ferne ist.
Was kann ich mit meiner Vorgeschichte tun, damit ich möglichst viel stillen kann? Also was soll ich bereits im Krankenhaus beachten, im Falle meiner speziellen Geschichte?
Ich habe bereits 3 Kinder und konnte nie vollstillen. Jeden Tropfen Milch habe ich mir schwer erarbeitet.
Kurz:
Kind Nr 1 wird am Termin eingeleitet nach einer Risikoschwangerschaft in der ich fast nur liegen konnte. Nach 44 Stunden Wehen und schlussendlich WEhentropf und PDa kommt ein 4kg Kind zur Welt. Wird noch im Kreissaal angelegt, saugt gut. Alles zufrieden. Kanpp nach der Geburt lerne ich bereits wieder für meine Studienabschlussprüfung die ich 7 Tage nach der Geburt ablege. Sohn saugt, schläft und ist ganz ruhig. Meine Beleghebamme die auch im KH wo ich entbunden habe arbeitet hat 2 Tage frei. Kommt am 3 Tag und erschrickt. Mein Sohn hat 15% abgenommen. Gelbsuchtwerte im Steigen. Ich muss zufüttern. Wir erledigen das über Fingerfeeder. Hebamme und Stillberaterin kommen, Anlegetechnik ok. Aber keine Milch. Wiederholte Still und Wiegeproben mit nicht wiegbaren Mengen an Milch. Beide trösten mich, führen die Verzögerung im Milcheinschuss auf die schwere Geburt zurück. Mein sohn schläft bei mir im Bett, wird ständig angelegt, dann erst zugefüttert. Gelsuchtwerte steigen ins Gefährliche, er muss unter die Höhensonne. Ich entschliesse mich zur Flasche. abstilltabletten bekomme ich keine. Im Gegenteil. Mir wird zugeredet wie einem kranken Hund, meinen Sohn ständig anzulegen, vor jeder Flasche auf beiden Seiten, nachher auch nochmal. Ich kämpfe 6 Wochen lang. Nach 6 wochen habe ich 40g Milch pro Mahlzeit. Kann nicht mehr, bin nervlich am Ende. Mache mir Vorwürfe ohne Ende, warum ich bloss das natürlichste nicht kann. Meine Hebamme redet mir immer wieder zu nicht aufzugeben, schlussendlich gehe ich zur Homöopathin. Und was kaum wer noch glaubt geschieht. Innerhalb einer Woche bekomme ich Milch. Habe erstmals einen MSR. Kann bis auf 2 Flaschen am Nachmittag und abend Stillen. Mit 8 Monaten stillt sich mein Sohn ab, nachdem er mit 4 Moanten beikostreif war.
Bei Kind Nr 2 soltle es anders werden. Selbstbestimmte Geburt, wunderschön, mit derselbsen Hebamme im gleichen KH. Wieder sofortiges Anlegen. Durch meine Vorgeschichte von Anfang an enges Überwachen des Gewichtes. Und wieder- kaum Milch. Sie kommt einfach nicht. Die Hebammen versuchen Homöopathie. Was schon etwas bringt, aber zuwenig. als wir uns der -10% Grenze nähern und die Gelbsuchtwerte steigen beginnen wir auch hier mit dem Zufüttern.Schlussendlich auch Höhensonne für meine Tochter. Daheim verweigert die junge Dame nach 3 Wochen die Flasche und brüllt vor hunger. Ich experiementiere und füttere sie dann mit einem Schnapsgläschen zu. Mit 4 Monaten ist sie Beikostreif. Mit 10 Monaten abgestillt.
Kind Nr 3- Alle Zeichen auf Alarm. Will bereits in der Schwangerschaft nicht mehr stillen. Bekomme von einem Homöopathen dann Globuli und ändere meine Meinung. Bekomme nach nur 5 Stunden nach Wehenbeginn ein knapp 5kg Kind. Verliere sehr viel Blut, brauche Blutkonserven. Darf 2 Tage lang nicht aufstehen. Auch hier wieder Kind in meinem Bett. Ständig bei mir. Wir beginnen am 2 Tag mit dem Zufüttern. Sohn verliert daher nur 7% Gewicht und kommt vorsorglich immer wieder für 2 Stunden unter die Höhensonne. Werte werden damit nicht bedenklich. Wieder zureden von Hebamme und der Stillberaterin. Mit dem Urteil der Stillberaterin, dass es bei mir wahrscheinlich körperlich bedingt sei, dass ich nicht voll stillen kann. Am 5 Tag nach der Entbindung habe ich endlich Milch. Nicht ausreichend für den ganzen Tag, aber bis auf 2 flaschen am Tag ist es möglich zu stillen. Ich stille 26 Monante, mein Sohn verweigert die Flaschen mit Beginn der Beikost.
Was kann ich im Vorfeld tun, nach der Geburt beachten um meinen Start hier zu optimieren? Es wird in meinem Fall sicher das Gewicht meines Kindes mit Argusaugen beobachtet, und auch die Gelbsuchtwerte. Bringt hier Tee geben etwas? Oder soll ich von vornherein zufüttern? Nochmals einem Kind einen Gewichtsverlust von 15% antun möchte ich nicht. vor allem da mein Großer immer noch das Gefühl hat zu verhungern und ich wirklich das Gefühl habe es hängt mit dem Fehlen der Milch zusammen.Ich glaube das stundenweise Höhensonne im Ansteigebereich der Gelbsuchtwerte sicher die Sache abfedern wird. Ich gehe mal von der Tatsache aus, dass ich wieder nicht vollstillen kann. Würde aber den Ablauf von vorneherein gerne optimieren um gröbere Probleme zu verhindern.
Diese Überlegungen lassen mich bereits jetzt kaum schlafen, deswegen frage ich bereits jetzt um den Kopf wieder frei zu bekommen.
Danke fürs Durchlesen.
Im Vorfeld gegensteuern?
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feuerdrache
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Re: Im Vorfeld gegensteuern?
Ich bin keine Stillberaterin, aber würde pro Forma keinen Tee geben. Es kann ja nur Milch produzirt werden, wenn auch an der Brust gesaugt wird. Ist denn schonmal untersucht worden ob du zu wenig Drüsengewebe hast? Hat auch Abpumpen keine Steigerung gebracht? Das kann ich so aus deinem Post nicht herauslesen.
Mag dich mal drücken, denn es ist nicht schön, wenn man sich am Anfang der Schwangerschaft schon mit solchen Themen, wie "wird mein Kind satt" auseinandersetzen muss.
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Mama von Räuber (07/12) und Knopfauge (08/15)
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mirabelle
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Re: Im Vorfeld gegensteuern?
Hallo Feuerdrache!
ich finde es sooo super, dass du so lange durchgehalten hast und jetzt sogar beim vierten Kind trotz der vorangegangenen Probleme wieder stillen willst. Andere hätten nach dem ersten Kind schon resigniert und die Flasche gegeben.
Nach dem , was du geschrieben hast, hast du ja tatäschlich in der Vergangenheit viel richtig gemacht, so, dass du trotz Zufüttern lange stillen konntest.
Eine natürliche Geburt, langes Bonding ist auch wirklich wichtig für einen optimalen Stillbeginn. Der hohe Blutverlust hat es dir da mit Sicherheit auch nicht leichter gemacht.
Interessant wäre es noch zu erfahren, ob deine Babies Schnuller bekommen haben , ob du mit Stillhut gestillt hast und was du in der Vergangenheit getan hast, um deine Milchmenge zu steigern. Vielleicht lässt sich tasächlich im Nachhinein etwas finden was man diesmal noch anders machen könnte. Zb stillfreundliches Zufüttern(wenn überhaupt notwendig).
Ich würde mich auch frei machen von dem Gedanken unbedingt voll stillen zu müssen. Muttermilch ist das Beste fürs Baby, auch wenn sie nicht reichen sollte. Zufüttern ist keine Schande, sondern ein Zeichen dafür, dass du dir der Bedeutung des Stillens bewusst bist und auf die Vorteile für dein Kind nicht verzichten willst. Viele Frauen meinen ja Stillen geht nur "Ganz oder gar nicht", das ist totaler Quatsch, aber das hast du ja selbst schon erkannt.
Lg
ich finde es sooo super, dass du so lange durchgehalten hast und jetzt sogar beim vierten Kind trotz der vorangegangenen Probleme wieder stillen willst. Andere hätten nach dem ersten Kind schon resigniert und die Flasche gegeben.
Nach dem , was du geschrieben hast, hast du ja tatäschlich in der Vergangenheit viel richtig gemacht, so, dass du trotz Zufüttern lange stillen konntest.
Eine natürliche Geburt, langes Bonding ist auch wirklich wichtig für einen optimalen Stillbeginn. Der hohe Blutverlust hat es dir da mit Sicherheit auch nicht leichter gemacht.
Interessant wäre es noch zu erfahren, ob deine Babies Schnuller bekommen haben , ob du mit Stillhut gestillt hast und was du in der Vergangenheit getan hast, um deine Milchmenge zu steigern. Vielleicht lässt sich tasächlich im Nachhinein etwas finden was man diesmal noch anders machen könnte. Zb stillfreundliches Zufüttern(wenn überhaupt notwendig).
Ich würde mich auch frei machen von dem Gedanken unbedingt voll stillen zu müssen. Muttermilch ist das Beste fürs Baby, auch wenn sie nicht reichen sollte. Zufüttern ist keine Schande, sondern ein Zeichen dafür, dass du dir der Bedeutung des Stillens bewusst bist und auf die Vorteile für dein Kind nicht verzichten willst. Viele Frauen meinen ja Stillen geht nur "Ganz oder gar nicht", das ist totaler Quatsch, aber das hast du ja selbst schon erkannt.
Lg
kleines Koalabärchen 07/12
"Ehe man eigene Kinder hat, hat man nicht die leiseste Vorstellung davon, welches Ausmaß die eigene Stärke, Liebe oder Erschöpfung annehmen kann."
"Ehe man eigene Kinder hat, hat man nicht die leiseste Vorstellung davon, welches Ausmaß die eigene Stärke, Liebe oder Erschöpfung annehmen kann."
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feuerdrache
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Re: Im Vorfeld gegensteuern?
Ihr habt Recht, da fehlen ein paar Informationen.
Kinder wurden ohne Hütchen gestillt, von Anfang an wurde wöchentlich von der Stillberaterin draufgesehen und gewogen.
Zufüttern erfolgte Anfangs mit Fingerfeeder, dann mit Fläschchen (Nuk first choice), im Falle meiner Tochter wurde gebechert.
BES möchte ich nciht verwenden, es wurde mir vorge sch lagen. Aber wir haben eine Landwirtschaft udn ich muss oft mit raus, da ist die Flasche echt besser. Saugverwirrung hat uns zum Glück nicht betroffen.
Abpumpen brachte keine Steigerung der Milchmenge. WEnn ich eh schon alle 1,5 Stunden stille, dann ist kaum mehr Zeit zum Abpumpen. Und jetzt bei Kind Nr 4 erst recht nicht. Die anderen wollen ja auch versorgt werden.
Stilltee: da hätte ich bei Wetten das auftreten können, indem ich Stillteees am Geschmack der Firma zuordne. Weleda Milchbildungstee brachte Besserung und ein für mich gemischter Tee aus Fenchel, Kümmel, Anis, Koreander und Bockshornklee- der war echt lecker.
Sekt hat auch kurzfristig was gebracht.
MSR musste ich anfangs mit visualisieren auslösen. Das ging aber von Kind zu Kind besser
Kinder waren immer bei mir, auch nachts, da in meinem Bett.
Routinemäßig wird in meinem KH nicht zugefüttert. Aber nachdem meine Milchbildung halt so spät und schwach ist, kann ich das Risiko kaum eingehen, keine Flüssigkeit zuzugeben. Mein erstes Kind hätte das dann nciht gut ausgehalten. Da wurde eh extrem lange zugewartet.
Schilddrüße ist ok, Übergewicht? Hmm, Kleidergröße 42 auf über 1,80m sollte eigentlich ok sein. Drüsengewebe- wie utnersucht man das? Und bringt die Untersuchung einen Effekt, ausser das ich es dann weiß? Brust ist gerade mal ein a Körbchen. Und das auf meine Größe.... Sie ist auch in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht um 1 cm gewachsen (oh ja, ich hab nachgemessen weil ich endlich mal eine etwas größere Oberweite haben wollte)
Div Homöopathie- ja Effekt war da.
Malzbier, Stillkugeln, Brustmassagen kein Effekt
Kind heult- später mehr
Kinder wurden ohne Hütchen gestillt, von Anfang an wurde wöchentlich von der Stillberaterin draufgesehen und gewogen.
Zufüttern erfolgte Anfangs mit Fingerfeeder, dann mit Fläschchen (Nuk first choice), im Falle meiner Tochter wurde gebechert.
BES möchte ich nciht verwenden, es wurde mir vorge sch lagen. Aber wir haben eine Landwirtschaft udn ich muss oft mit raus, da ist die Flasche echt besser. Saugverwirrung hat uns zum Glück nicht betroffen.
Abpumpen brachte keine Steigerung der Milchmenge. WEnn ich eh schon alle 1,5 Stunden stille, dann ist kaum mehr Zeit zum Abpumpen. Und jetzt bei Kind Nr 4 erst recht nicht. Die anderen wollen ja auch versorgt werden.
Stilltee: da hätte ich bei Wetten das auftreten können, indem ich Stillteees am Geschmack der Firma zuordne. Weleda Milchbildungstee brachte Besserung und ein für mich gemischter Tee aus Fenchel, Kümmel, Anis, Koreander und Bockshornklee- der war echt lecker.
Sekt hat auch kurzfristig was gebracht.
MSR musste ich anfangs mit visualisieren auslösen. Das ging aber von Kind zu Kind besser
Kinder waren immer bei mir, auch nachts, da in meinem Bett.
Routinemäßig wird in meinem KH nicht zugefüttert. Aber nachdem meine Milchbildung halt so spät und schwach ist, kann ich das Risiko kaum eingehen, keine Flüssigkeit zuzugeben. Mein erstes Kind hätte das dann nciht gut ausgehalten. Da wurde eh extrem lange zugewartet.
Schilddrüße ist ok, Übergewicht? Hmm, Kleidergröße 42 auf über 1,80m sollte eigentlich ok sein. Drüsengewebe- wie utnersucht man das? Und bringt die Untersuchung einen Effekt, ausser das ich es dann weiß? Brust ist gerade mal ein a Körbchen. Und das auf meine Größe.... Sie ist auch in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht um 1 cm gewachsen (oh ja, ich hab nachgemessen weil ich endlich mal eine etwas größere Oberweite haben wollte)
Div Homöopathie- ja Effekt war da.
Malzbier, Stillkugeln, Brustmassagen kein Effekt
Kind heult- später mehr
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feuerdrache
- Prof. Dr. SuT
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- Registriert: 08.07.2010, 14:11
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Re: Im Vorfeld gegensteuern?
Die Schnullerantwort bin ich noch schuldig.
Kind Nr 1 hatte einge Monate den SChnuller, aber nur sehr selten. Hat ihn eigentlich nur beim Papa genommen, wenn ich mal nicht da war. Kind Nr 2- Schnullersüchtig. Das abgewöhnen war eine Tortur, aber sie wurde gebechert.
Kind Nr 3- kein Schnuller
Kind Nr 1 hatte einge Monate den SChnuller, aber nur sehr selten. Hat ihn eigentlich nur beim Papa genommen, wenn ich mal nicht da war. Kind Nr 2- Schnullersüchtig. Das abgewöhnen war eine Tortur, aber sie wurde gebechert.
Kind Nr 3- kein Schnuller
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mirabelle
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- Registriert: 15.09.2012, 13:49
Re: Im Vorfeld gegensteuern?
Hallo Feuerdrache!
Du scheinst alles richtig gemacht zu haben, ich bin echt gespannt, was die Stillberaterinnen sagen!
Dass du zum Zufüttern die Flasche verwendet hast, kann ich nachvollziehen. Du hast bestimmt sehr viel Arbeit in derLandwirtschaft, oder? Vor Bäuerinnen hab ich einen Heidenrespekt, und dann noch vier Kinder
lg
Du scheinst alles richtig gemacht zu haben, ich bin echt gespannt, was die Stillberaterinnen sagen!
Dass du zum Zufüttern die Flasche verwendet hast, kann ich nachvollziehen. Du hast bestimmt sehr viel Arbeit in derLandwirtschaft, oder? Vor Bäuerinnen hab ich einen Heidenrespekt, und dann noch vier Kinder
lg
kleines Koalabärchen 07/12
"Ehe man eigene Kinder hat, hat man nicht die leiseste Vorstellung davon, welches Ausmaß die eigene Stärke, Liebe oder Erschöpfung annehmen kann."
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