Spiegel-Artikel
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- Suleikha
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Spiegel-Artikel
Eigentlich interessant (also eher die Studie als der Artikel), aber der letzte Absatz ist doch mal wieder nicht ganz korrekt, oder? Und dass es in Westlichen Ländern eine Art "gesellschaftlichen Stillzwang" geben soll, spiegelt sich in meinen Erfahrung nicht wider...
Link: http://www.spiegel.de/gesundheit/schwan ... 84020.html
LG, Suleikha
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mit dem zerstreuten Professor (09/12), der Erbsenzählerin (02/15) und dem Frechdachs (10/19).
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Sussa
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Re: Spiegel-Artikel
Ich habe das Gefühl, dass sich dieser gesellschaftliche Druck, stillen zu 'müssen' gerade in unserer Generation entwickelt. Stillen ist auf dem Weg, endlich wieder gesellschaftsfähig zu werden. Das hat natürlicherweise den Nebeneffekt, dass Mütter, die nicht stillen in eine Rechtfertigungsecke gedrängt werden. Sie werden bemitleidet oder komisch beäugt.
Wobei das auch stark auf die Gesellschaftsschicht und das Umfeld ankommt. Hier in meiner Geburtsklinik wird auch noch sehr sehr schnell zugefüttert, man wird regelrecht unter Druck gesetzt. Kaum eine Mutter verlässt die Station ohne Flasche.
Wobei das auch stark auf die Gesellschaftsschicht und das Umfeld ankommt. Hier in meiner Geburtsklinik wird auch noch sehr sehr schnell zugefüttert, man wird regelrecht unter Druck gesetzt. Kaum eine Mutter verlässt die Station ohne Flasche.
Sussa mit Sussalinchen (10/2012)
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Re: Spiegel-Artikel
Naja, sagen wir eher so- in den ersten drei Monaten wird erwartet, dass man es wenigstens versucht und ab dem 6. Monat sollte dann aber Schluss sein und der Druck kehrt sich dann um. Da greifen halt auch mangels Aufklärung wieder viele Ammenmärchen- ab dem 3. Monat wird das Kind dann nicht mehr satt, weil es vermehrt nachts trinken möchte, also gibt es ab da dann die Abendflaschen und so kommt man dann ja vielleicht bis zum 6 Monat, wenn nicht, dann nicht, denn die gewonnene Freizeit ist ja verlockend.
Ja, der letzte Teil ist ungünstig, aber der Rest ist doch in Ordnung. Leider gibt es da selten den Bogen, dass die Milchproduzenten überall auf der Welt die gleichen sind, auch wenn die Produkte anders heißen und beschaffen sind und dass wir, wenn wir hier was davon kaufen, das Abstillen dieser Mütter finanzieren.
Ja, der letzte Teil ist ungünstig, aber der Rest ist doch in Ordnung. Leider gibt es da selten den Bogen, dass die Milchproduzenten überall auf der Welt die gleichen sind, auch wenn die Produkte anders heißen und beschaffen sind und dass wir, wenn wir hier was davon kaufen, das Abstillen dieser Mütter finanzieren.
Sprache ist ein mangelhaftes Instrument zum Ausdrücken von Gefühlen bzw. scheine ich schlecht darin zu sein, bitte fragt bei zweifelhaften Äußerungen von mir nach...
Gazelle (08/07)+Katerchen (07/10)
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- FuFu
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Re: Spiegel-Artikel
Hm, eine Bekannte musste sich von anderen Mütter, wenn die merkten, dass sie nicht stillt, immer wieder anhören, dass Stillen ja sooo gut sei, und was besseres gäbe es ja nicht, und das mit so eine bestimmten Unterton - leider konnte die Bekannte aufgrund einer früheren Krankheit nicht stillen und war darüber selber kreuzunglücklich
Statt sich mal zu erkundigen, warum jemand nicht stillt.
Da war auf jeden Fall eher Druck in Richtung stillen, den ich nicht so toll finde.
Die Aufklärung allerdings finde ich gut und es sollte in den Krankenhäusern wirklich gute fachliche Unterstützunmg fürs Stillen geben, aber letztlich muss das doch jede selber entscheiden dürfen, WHO hin oder her!!!
Da war auf jeden Fall eher Druck in Richtung stillen, den ich nicht so toll finde.
Die Aufklärung allerdings finde ich gut und es sollte in den Krankenhäusern wirklich gute fachliche Unterstützunmg fürs Stillen geben, aber letztlich muss das doch jede selber entscheiden dürfen, WHO hin oder her!!!
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Klein-FuFu Dez. 2012
Klein-FuFu Dez. 2012
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EhMiwm
Re: Spiegel-Artikel
Es ist und bleibt eine Frechheit, dass sich andere Menschen erlauben, darüber zu urteilen, ob eine Mutter stillt oder nicht! Stillen ist kein Pflichtprogramm und das ist auch gut so.
Was hingegen in meinen Augen eine Art Pflichtprogramm ist, ist die Aufklärung. Alle Eltern sollten wissen, was es beudeutet zu stillen oder auf was es eben beim Nicht-Stillen ankommt.
Ich selber habe schon folgenden Satz aus dem Munde meiner Cousine zu einer nicht stillen wollenden Mutter gehört: "Du willst nicht stillen?! Dann kannst du das Kind auch gleich langsam umbringen..."
Sie ist selber Mitte 20 und kinderlos...
Ich sehe es auch so, dass das Stillen in unserer Generation vollkommen normal ist bzw. als normal angesehen wird. Jedoch mit den klassischen Einschränkungen (bis 6 Monate und solche Dinge)...
Ebenso formiert sich tatsächlich immer mehr eine Art gesellschaftlicher Stillzwang. Das sehe ich defintiv so.
Was hingegen in meinen Augen eine Art Pflichtprogramm ist, ist die Aufklärung. Alle Eltern sollten wissen, was es beudeutet zu stillen oder auf was es eben beim Nicht-Stillen ankommt.
Ich selber habe schon folgenden Satz aus dem Munde meiner Cousine zu einer nicht stillen wollenden Mutter gehört: "Du willst nicht stillen?! Dann kannst du das Kind auch gleich langsam umbringen..."
Sie ist selber Mitte 20 und kinderlos...
Ich sehe es auch so, dass das Stillen in unserer Generation vollkommen normal ist bzw. als normal angesehen wird. Jedoch mit den klassischen Einschränkungen (bis 6 Monate und solche Dinge)...
Ebenso formiert sich tatsächlich immer mehr eine Art gesellschaftlicher Stillzwang. Das sehe ich defintiv so.
- Suleikha
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Re: Spiegel-Artikel
Ob jemand sich für oder gegen das Stillen entscheidet (gesetzt den Fall, die Mutter kann tatsächlich frei entscheiden!), bleibt erstmal jedem selbst überlassen, finde ich. Allerdings sollte die Mutter die Fakten kennen. Dass das häufig nicht der Fall ist, finde ich schade. Hinzu kommt, dass es gar nicht so leicht ist, Fakten und Ammenmärchen auseinander zu halten, denn es wird ja nach wie vor viel Unfug verbreitet (ob absichtlich oder nicht, sei dahingestellt). Dazu tragen die Pulver- und Beikosthersteller natürlich kräftig bei. Klar, denn schließlich verdienen sie damit ihr Geld. Was mich am letzten Absatz geärgert hat, war, dass da erstens die Ergebnisse einer Studie falsch wieder gegeben wurden (Wenn ich mich recht erinnere, war das Ergebnis lediglich, dass Beikost ab dem 4. Monat evt. keinen Nachteil hat. Keinen Nachteil zu haben ist etwas anderes, als einen Vorteil zu haben, auch wenn es ähnlich klingt.)
Zweitens wird da suggeriert, dass Stillen in hochentwickelten Industrieländern weniger wichtig sei, als in Entwicklungsländern. Stillen ist stillen, egal wo! Unterschiede gibt es m. E. beim NICHTstillen. Das hat in Industrieländern weit weniger Nachteile als in Entwicklungsländern. Ein kleiner, aber wie ich finde wichtiger Unterschied.
LG, Suleikha
Zweitens wird da suggeriert, dass Stillen in hochentwickelten Industrieländern weniger wichtig sei, als in Entwicklungsländern. Stillen ist stillen, egal wo! Unterschiede gibt es m. E. beim NICHTstillen. Das hat in Industrieländern weit weniger Nachteile als in Entwicklungsländern. Ein kleiner, aber wie ich finde wichtiger Unterschied.
LG, Suleikha
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mit dem zerstreuten Professor (09/12), der Erbsenzählerin (02/15) und dem Frechdachs (10/19).
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Glucke85
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Re: Spiegel-Artikel
Ich finde den Artikel mehr als fragwürdig. Der Satz zum Einstieg ist der absolute Aufreißer und dann werden Zustände im den Ländern kritisiert, die durch unseren westlichen Kapitalismus erst entstanden sind. Dass unsere westliche Gesellschaft der Vermarktung von Babymilch vor gar nicht allzu länger Zeit selbst anheim gefallen ist, wird verschwiegen. Aber es wäre eine Leichtigkeit statt einer Cola-Flasche ein stillendes Baby ohne Worte auf die riesigen Plakate zu drucken- es steckt nur keine kapitalistische Ausbeute dahinter. Darum interessiert es auch niemanden.
Ich finde es unglaublich, dass der Schluss des Artikels mal wieder das frühe hintufüttern propagiert. Die wenigsten Kinder können mit 4Monaten sitzen, aber als Konsumenten sollen sie schon her halten. Ein Kind wird auch mit 6,7,8 Monaten noch von der Muttermilch satt und e sollte keine Zufütterungsempfehlumg geben, sondern eher eine Propaganda in die Richtung sich selbst und dem Baby zu Vertrauen, dann merkt die Bezreuungsperson auch wann das Kind bereit ist zum essen. Und die Foren würden nicht mit hilflosen Mutern überquellen, de glauben etwas falsch zu machen, nur weil das Kind mit 4,5 Monatem noch nicht den leckeren Brei essen möchte...
Ein aufklärender Artikel, der das Stillen betrachtet wäre mir lieber gewesen.
*mit Handy*
Ich finde es unglaublich, dass der Schluss des Artikels mal wieder das frühe hintufüttern propagiert. Die wenigsten Kinder können mit 4Monaten sitzen, aber als Konsumenten sollen sie schon her halten. Ein Kind wird auch mit 6,7,8 Monaten noch von der Muttermilch satt und e sollte keine Zufütterungsempfehlumg geben, sondern eher eine Propaganda in die Richtung sich selbst und dem Baby zu Vertrauen, dann merkt die Bezreuungsperson auch wann das Kind bereit ist zum essen. Und die Foren würden nicht mit hilflosen Mutern überquellen, de glauben etwas falsch zu machen, nur weil das Kind mit 4,5 Monatem noch nicht den leckeren Brei essen möchte...
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Schlingoline
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Re: Spiegel-Artikel
hier noch was dazu
http://www.juliadibbern.de/muttermilch-verfechter
http://www.juliadibbern.de/muttermilch-verfechter
Schlingoline mit dem kleinen Sensibelchen 19.09.2011, dem wilden Rabauken 1.10.2013 und für immer im Herzen unser Engelchen Eva Maria 07.04.2106 - 13.04.2016
Regenbogenbaby Anna Maria 13.09.2017
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- Suleikha
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Re: Spiegel-Artikel
Hehe, der Artikel ist gut!Schlingoline hat geschrieben:hier noch was dazu
http://www.juliadibbern.de/muttermilch-verfechter
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