Also er kennt das still Hütchen, das haben sie uns leider schon im kreissaal ohne fragen verpasst, damit es schneller geht und einmal hat er die Flasche bekommen in der Klinik wg gelbsucht auch mit viel Druck. Zu hause haben wir es bald ohne still Hütchen geschafft und auch im sitzen. Das kann ich ja jetzt nicht ungeschehen machen, aber laut Hebamme zu hause hatte er überhaupt keine Probleme die Brust zu fassen:
Natürlich kannst Du das nicht ungeschehen machen, das ist klar. Aber dennoch kann hier die Ursache für Eure Stillproblem liegen, und es lohnt sich ganz bestimmt, nach der Ursache zu suchen. Du schriebst weiter oben:
Diese "Phase" dauert jetzt schon 2 Monate! Auch davor war das anlegen nicht leicht.
Ich bin echt schon sooo verzweifelt.
Ich versuche, die zeitlichen Abläufe aus Deinen bisherigen Berichten noch mal zusammenzufassen; bitte korrigiere mich, falls nicht alles stimmt bzw. etwas wichtiges fehlt. Bitte fülle auch die fehlenden Angaben noch auf:
Stillhütchen im Kreißsaal
Flasche in der ersten Lebenswoche (wann war die letzte Flasche im Einsatz?)
Schnuller (ab wann?)
Stillhütchen abgewöhnt (weißt Du noch wann das war?)
Von Anfang an: Andockprobleme (Du schriebst: "Er hat sich schon immer von der Brust weggedrückt")
Mit 2 Monaten: größere Andockprobleme (Du schriebst "Brustschimpfphase")
Ab 2,5 Monate: Stillen nur noch im Liegen möglich und unterwegs gar nicht mehr (bis heute)
Ist das soweit richtig?
Wie kann ich denn unterwegs stillen? Soll ich mich einfach in Situationen begeben und es versuchen? Wenn er sich weg dreht, soll ich hartnäckig bleiben und mit sanftem Druck oder zu einem späteren zeitpunkt.
Lass uns erst noch genauer forschen, wo das Problem ursächlich liegen könnte - einfach weil sich dadurch normalerweise schon die passenden Lösungsmöglichkeiten ergeben.
Hast du schon mal von Babies gehört die nicht draußen gestillt werden möchten?
Nun ja, hast Du schon mal von Babys gehört, die keinen Sauerstoff atmen MÖCHTEN? Die nicht verstoffwechseln und ausscheiden MÖCHTEN?.. Stillen, atmen, ausscheiden - das sind Dinge, die das ÜBERLEBEN eines Säuglings unmittelbar betreffen, egal ob drinnen, daußen oder sonst wo. Der Begriff "möchten" passt deshalb einfach überhaupt nicht. Bei Babys mit Atmungsschwierigkeiten würde man auch nicht sagen "Ach, er WILL einfach nicht atmen.", sondern jeder sieht sofort ein, dass dieses Baby HILFE braucht. Klar, man kann ein Baby, das nicht gut atmen kann, künstlich beatmen. Und man kann ein Baby, das nicht gut stillen kann, mit künstlicher Milch und Fütterungswerkzeug ernähren... aber wenn sich die Möglichkeit bietet, einem Baby zu HELFEN, dass es diese Dinge reibungslos selbständig tun kann, ist das doch zweifellos sinnvoll.
Davon abzugrenzen sind Babys, die sich z.B. draußen leicht ablenken lassen und dies stört die Mutter. Oder Babys, die sehr leicht überreizen und viel weinen, wenn sie zu viel unterwegs sind. Da ist es dann aber so, dass das Stillen zuhause IN RUHE normalerweise ganz problemlos klappt, was bei Euch momentan ja auch nicht der Fall ist, wenn ich Dich richtig verstanden habe.
Wie kann ich selbst den msr auslösen?
Tipps zum Auslösen des MSR findest Du in unserer
Linksammlung Stillwissen, unter "Tipps zum erfolgreichen Abpumpen".
Also, bitte reiche noch die fehlenden Angaben oben nach, damit ich ein noch klareres Bild bekomme.
LG
Julia