Wie entwöhne ich ihn allmählich?

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Danima
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Wie entwöhne ich ihn allmählich?

Beitrag von Danima »

Mein Kleiner wird in 2 Wochen 1 Jahr alt. Durch diverse Krankheiten diesen Winter sind wir aktuell wieder bei fast Vollstillen. Er nimmt kaum andere Nahrung zu sich und ich stille ihn auf 24 Stunden sicher 15x, manchmal sicher auch öfter.
Ich weiss, er ist noch nicht ganz gesund und das spielt sicher auch grad mit rein. Aber langsam reichts mir. Ich würde ihn gerne noch einige Monate stillen, aber nicht mit dieser Frequenz! Weder tags noch nachts.
Er wird auch grad bei der Tagesmutter eingewöhnt und ist dort 5 Stunden vormittags. Laut deren Aussage isst er in der Zeit im Vergleich zu den anderen Kids dort auch recht wenig. Vom Trinken wollen wir gar nicht erst reden.
Er möchte also weiterhin seinen Bedarf übers Stillen decken, was ich aber nicht mehr möchte. Er ist fast ein Jahr und wir haben sogut wie keine Fortschritte, was essen oder schlafen betrifft, innerhalb der letzten 12 Monate gemacht, ausser dass er natürlich wesentlich weniger schläft, als damals als kleines Baby...
Naja, um jetzt zum Punkt zu kommen: Wie kann ich dauerhaft reduzieren? Wo fange ich an? Mir ist klar, es wird nicht einfach und Ablenkung ist ein großes Thema. Aber wie bekomme ich ihn dazu, seinen Bedarf übers Essen zu decken und v.a. das tagsüber und nicht nachts?
Soll ich erst tagsüber beginnen, das Stillen massiv einzuschränken od. nachts? Wenn ich tagsüber beginne, habe ich Angst, dass er einfach weiterhin kaum was zu sich nimmt und seinen Bedarf noch stärker nachts stillt...
Was habt Ihr für Erfahrungen gemacht?
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Katha
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Re: Wie entwöhne ich ihn allmählich?

Beitrag von Katha »

Generell stillen viele Kinder mit ca. einem Jahr oftmals wieder sehr viel. Diese Phase wird dann auch wieder vorbeigehen.
Dann macht ihr gerade die Eingewöhnung bei der Tagesmutter. Das ist für die Kinder auch wichtig mit dem Stillen zu bestätigen: Mama ist da! Nach der Eingewöhnung sieht es evtl. schon wieder ganz anders aus.
Zum Thema wenig essen bei der TaMu: Viel und wenig ist reaktiv. Kennst Du das Buch "Mein Kind will nichts essen" von Gonzales? Abstillen und dann hoffen, dass das Kind dann mehr isst, funktioniert nicht immer. Und dann fehlen die Kalorien aus der MuMi.
Und in Bezug auf die Fremdbetreuung auch die Abwehrstoffe (Stillkinder sind statistisch einfach seltener bzw. kürzer krank).

Und was f. Fortschritte bei Schlafen und Essen erwartest Du denn?
Oftmals machen uns Menschen nämlich unsere eigenen Erwartungen das Leben schwerer als die Realität.

Falls Du weiterhin abstillen möchtest, hilft Dir vielleicht das Stichwort Gordon oder dieser Post von Jusl
http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 0#p2976703
Katha mit dem Hasen *01/2012
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]

Viel vom iPhone, Buchstabendreher, Tippfehler... inkl. [/size]
Danima
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Re: Wie entwöhne ich ihn allmählich?

Beitrag von Danima »

Danke Dir schonmal!
Ihn abstillen möcht ich ja eig. noch nicht. Ich möchte nur das Stillen auf ein für mich verträgliches Maß reduzieren. Ich möchte ihn nicht mehr so häufig wie ein Neugeborenes stillen. Ich hab so einfach keine Freude mehr daran.
Und mit Fortschritten mein ich, dass er eben allmählich wirklich mehr essen könnte, also seinen überwiegenden Kalorienbedarf mit fester Nahrung decken könnte und auch des Nachts langsam mal zumindest für den größeren Teil der Nächte etwas längere Schlafphasen entwickeln könnte.
Meiner Gemütsverfassung tut dieser Stillstand gepaart mit Schlafmangel alles andere als gut. Fühl mich wie in einem Schraubstock, aus dem ich nicht mehr rauskomme, ganz zu schweigen, von den Aggressionen gegen mein Kind, die sich hin und wieder entwickeln und die ich nur schwer unterdrücken kann.
Würde ich in einer Welt leben, in der dieses Verhalten die Norm ist und in der man auch nicht morgens ausgeschlafen zur Arbeit gehen muss, sondern wo es egal ist, wann und wieviel man schläft, würde mich die Sache vermutlich auch nicht so belasten. Hier in dieser Welt will ich weder den ganzen Tag wie ein Zombie umherrennen, noch, egal wo ich grad bin, offenbusig dasitzen, damit sich mein kleiner Herr, wann immer es ihm beliebt, bedienen kann...
Andere Mütter meide ich aufgrund der mittleidigen Blicke eh schon.
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jusl
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Re: Wie entwöhne ich ihn allmählich?

Beitrag von jusl »

Ihn abstillen möcht ich ja eig. noch nicht. Ich möchte nur das Stillen auf ein für mich verträgliches Maß reduzieren.
Hast Du den Link schon gelesen? Die dort gesammelten Tipps passen auch, wenn man nur deutlich reduzieren möchte anstatt ganz abstillen. ;-)

(Achtung: manche Kinder scheinen mit "ab jetzt gar nicht mehr" deutlich besser klarzukommen als mit "nur noch ab und zu, wenn Mama es erlaubt"... müsst Ihr ausprobieren.)

LG
Julia
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