Von Anfang an hatte sie Probleme, den Stuhlgang rauszukriegen, hat immer ewig rumgedrückt und irgendwann kam dann die Ladung mit mehreren Pupsen. Da sie in den ersten 4 Wochen auch sehr viel geweint und geschrien hat, hab ich damals auf alle Nahrungsmittel verzichtet, die auch nur Probleme machen KÖNNTEN (hab mich nur noch von Weißbrot, Nudeln, gekochten Karotten und Auberginen ernährt). Als das Schreien nicht besser wurde, meinte die Hebi, dann könnte ich auch wieder alles essen und siehe da: es gab keinen Unterschied. Es wurde dann irgendwann besser mit dem Schreien und die Nächte waren eine Zeitlang OK (aufwachen alle 2-3 Stunden zum Stillen). Im Rückblick denke ich, dass das Schreien gar nichts mit Blähungen zu tun hatte.
Jetzt hat sie seit zwei bis drei Wochen vor allem nachts mit den Blähungen zu kämpfen. Sie windet sich dann im Schlaf hin und her, stöhnt, usw. Wenn sie wach wird und ich nehm sie an die Brust trinkt sie entweder so unruhig, dass sie mir fast die Warze abreißt oder sie schläft ein um kurze Zeit später wieder unruhig zu werden. Wenn ich ihr die Beine gegen den Bauch drücke, presst sie mit voller Kraft, manchmal tut sich aber erst in den frühen Morgenstunden was, dann kommen mehrere Pupse und häufig Stuhlgang. Erst dann wirds manchmal besser, manchmal drückt sie aber selbst dann noch weiter.
Tagsüber ist es ähnlich, man muss ihr immer beim pupsen und kackern "helfen", indem man ihre Beine gegen den Bauch hält. Scheinbar hat sie bei all dem keine nennenswerten Schmerzen, da sie kaum weint.
Ihr Stuhlgang ist von der Farbe her normal (orange-braun), hat aber immer weiße Bröckchen - ich nehme an, die geronnene MuMi - mit drin.
Mittlerweile geh ich auf dem Zahnfleisch, weil ich kaum noch schlafe und die Kleine schläft mir auch ständig tagsüber an der Brust ein und trinkt daher schlechter.
Ich habe Lefax und Sab Simplex probiert - meiner Meinung nach wurde es sogar noch schlimmer, da noch mehr Pupse "da" waren, die sie nicht rausbekommen hat. Sie hat dann vor allem nachts pupsen müssen wie eine Weltmeisterin und ist auch ständig wieder aufgewacht. Also ist scheinbar diese geschäumte Muttermilch nicht der Grund für die Beschwerden. Auch die Kümmelzäpfchen haben nix gebracht.
Es heißt ja immer, mit drei Monaten werden die Verdauungsprobleme besser, aber jetzt ist sie bald drei Monate und es scheint eher schlimmer zu werden.
Macht es bei den geschilderten Symptomen Sinn, dass ich mal 1-2 Wochen konsequent auf Milchprodukte verzichte? Empfinde das als sehr schwierig, da ja quasi überall Milchprodukte drin sind - man kann dann ja gar nicht mehr auswärts essen oder wenn man eingeladen wird, weil man ja auch Butter, Sahne, etc. weglassen müsste. Oder sollte ich nochmal auf meine Anfangskoste zurückgreifen und mich von Karotten und Auberginen ernähren? Würde momentan ja alles machen, um die Situation zu verbessern.
Oder meint ihr, das ganze hat gar nichts mit meiner Ernährung zu tun? Woher kommt dann die viele Luft in ihrem Bauch (der ist oft kugelrund aufgebläht)? Schluckt sie die beim Trinken? Sie trinkt eigentlich nicht sonderlich hastig. Allerdings hat sie ein sehr kurzes Zungenbändchen, ich weiß nicht, ob das auch eine Rolle spielen könnte.
Oder müssen wir da einfach durch?
Bin sehr dankbar für Tips!
