Zusammensetzung der Muttermilch

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Katha
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Re: Zusammensetzung der Muttermilch

Beitrag von Katha »

Aber das geht doch auch nicht, weil sich die Zusammensetzung schon innerhalb einer Mahlzeit ändert.
Oder stehe ich jetzt auf dem Schlauch?
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"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
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Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]

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Mondenkind
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Re: Zusammensetzung der Muttermilch

Beitrag von Mondenkind »

spacerabbit hat geschrieben:Dankeschön für den Link. Nur habe ich dort nichts über die genaue Zusammensetzung der Muttermilch gefunden, aber vielleicht habe ich nicht gründlich genug geschaut. Hast Du einen Tip, Mondenkind?
Ich schau mal. Da die Homepage des elacta ja immer noch offline ist ($$$ :twisted: :twisted: :twisted: %%% :evil: :evil: ###) kann man ja leider nicht mehr auf die schönen Artikel aus der Laktation und Stillen verlinken. Wenn ich was finde, werde ich es hier posten.
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Lucccy
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Re: Zusammensetzung der Muttermilch

Beitrag von Lucccy »

Ich bin zwar nicht Mondenkind, aber auf der von ihr verlinkten Seite findet sich ein PDF-Dokument, wenn man das öffnet, findet man z.B. auf Seite 4 eine Tabelle.
Lucccy
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Re: Zusammensetzung der Muttermilch

Beitrag von Lucccy »

Ich hab den Link von dem PDF einfach mal kopiert: http://www.stillen-institut.org/asp_ser ... s_2012.pdf
spacerabbit
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Re: Zusammensetzung der Muttermilch

Beitrag von spacerabbit »

Danke, das PDF - Dokument habe ich gesehen. Aber hier ist die Zusammensetzung der Muttermilch doch recht grob beschrieben. Ich fände eine Fachinformation interessant, die eben, ähnlich wie in dem Doc Check - Beitrag (danach werde ich nie wieder hier Doc Check erwähnen...) die verschiedenen langkettigen Zucker und Ihre Wirkung auf Viren und Bakterien beschreibt.
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Campanula
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Re: Zusammensetzung der Muttermilch

Beitrag von Campanula »

spacerabbit hat geschrieben:Danke, das PDF - Dokument habe ich gesehen. Aber hier ist die Zusammensetzung der Muttermilch doch recht grob beschrieben. Ich fände eine Fachinformation interessant, die eben, ähnlich wie in dem Doc Check - Beitrag (danach werde ich nie wieder hier Doc Check erwähnen...) die verschiedenen langkettigen Zucker und Ihre Wirkung auf Viren und Bakterien beschreibt.
Aber Du brauchst doch nur in dem von Dir verlinkten Artikel den Link am Ende des ersten Absatzes anzuklicken, und schon hast Du alle Infos der originalen wissenschaftlichen Arbeit vorliegen - sowohl als Zusammenfassung als auch als exekter Langtext ;-) )
(wobei meines Erachtens bereits aus dem kurzen Abstract deutlich hervorgeht, dass der Ansatz der eigentlichen Arbeit ein ganz anderer war als die Stossrichtung, in deren Zusammenhang der DocCheck-Artikel einige herausgepickte Infos nun stellen will.)

Bei dem DocCheck-Artikel stellen sich mir echt an allen Ecken und Enden die Nackenhaare hoch - und damit will ich gar nicht Dich kritisieren, denn ich finde es toll, dass Du Dich so fuer das Thema interessierst, dass Du Dich durch solche Texte durchwuehlst!!!
Nur leider werden da alle moeglichen Fakten so lange durch den Wolf gedreht, bis sie verfaelscht wieder rauskommen.
Ein Beispiel gefaellig:
Da wird geschrieben, die WHO wuerde das Vollstillen bis zum 6. Lebensmonat empfehlen und dann noch nebenbei bis ins zweite Lebensjahr hinein.
Ich meine: das ist ja nun eine wenig kompliierte Aussage in einem Satz, und noch dazu eine sehr fundamentale - so eine Aussage sollte man doch wohl in einem (pseudo-)wissenschaftlichen Artikel wenigstens korrekt wiedergeben koennen, oder?!
Schaffen sie aber nicht :lol: - nicht mal das!

Korrekt ist:
Die WHO empfiehlt, ein Kind komplette sechs Monate vollzustillen (nicht bis zum sechsten Lebensmonat) und danach mindestens weiterzustillen, bis das Kind zwei Jahre alt ist (nicht bis "irgendwann im zweiten Lebensjahr", was ja ab dem ersten Geburtstag beginnt) - sowie ggf auch ueber den zweiten Geburtstag hinaus.

Das ist jetzt nur ein sehr einfach nachzupruefendes und nachzuvollziehendes Beispiel dafuer, dass in diesem DocCheck-Text bereit die simpelsten, leicht fuer jedermann nachzupruefenden Angaben fachlich schief bzw schlicht inkorrekt sind.

Und hier nun der Korrektheit halber der offizielle Text der WHO:
(dem aufmerksamen Leser wird dann auch aufgehen, wie man bei DocCheck dazu kam, das Kolostrum als "klebrige Fluessigkeit" zu bezeichnen, hihi):
"Breastfeeding is the normal way of providing young infants with the nutrients they need for healthy growth and development. Virtually all mothers can breastfeed, provided they have accurate information, and the support of their family, the health care system and society at large.

Colostrum, the yellowish, sticky breast milk produced at the end of pregnancy, is recommended by WHO as the perfect food for the newborn, and feeding should be initiated within the first hour after birth.

Exclusive breastfeeding is recommended up to 6 months of age, with continued breastfeeding along with appropriate complementary foods up to two years of age or beyond."

(Quelle muss ich aus technischen Gruenden gleich in einem separaten Posting angeben, wenn ich dieses Fenster hier jetzt minimiere, um den Link zu kopieren, killt mein iPod mir sonst den grad muehsam mit zwei Fingern getippten Text und alles ist futsch - sorry, schlafendes Stillkind im Arm. Deswegen konnte ich grad die falschen DocCheck-Passagen auch nr sinngemaess paraphrasieren und nicht wortgenau wiedergeben, da sonst dieser Text beim Hin- und Herspringen ge-ext worden waere ... aber um die falschen Zitate ist es ja auch nicht so arg schade ;-) )
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Campanula
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Re: Zusammensetzung der Muttermilch

Beitrag von Campanula »

So, hier nun noch die Quellenangabe verlinkt:
http://www.who.int/topics/breastfeeding/en/

... uebrigens direkt noch ein Hinweis auf eine weitere "schraege" Formulierung im DocCheck-Artikel im Vergleich zum von mir oben zitierten Original der WHO:
bei der WHO steht nahezu/praktisch ("virtually") JEDE Mutter koenne ihr Kind stillen, vorausgesetzt, sie erhalte die dazu notwendigen Informationen und Unterstuetzung.
Daraus wird bei DocCheck dann mal ganz munter so nebenbei, eingebettet in einige Prozentzahl-Vergleichsangaben der Stilldauer in unterschiedlichen Laendern: "Dennoch, nicht jede Mutter kann stillen..." und daher muessten gute Ersatzprodukte bereit gehalten werden.
Abgesehen davon, dass sich mir der kausale Zusammenhang zwischen Satzteil 1 (den Stilldauer-Vergleichsdaten) und Satzteil 2 ("dennoch") absolut nicht erschliesst, wird hier die Aussage, dass eigentlich jede Mutter stillen KANN herumgedreht dahin, dass nicht alle Muetter stillen koennen - und somit auch zugleich die Aussageabsicht der WHO (naemlich: elementar sind Informationen und Unterstuetzung fuer eine Mutter) total verfaelscht (naemlich hin zu: elementar sind bereit gestellte Muttermilch-Ersatzprodukte).

Und DAS ist genau die subtile Art der pseudo-serioesen, in Wahrheit aber extrem tendenzioesen Berichterstattung (oder besser: Kolportage :-D ) wie sie in der Bildzeitung auch zu finden ist.
Und das finde ich sehr aergerlich.
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Re: Zusammensetzung der Muttermilch

Beitrag von spacerabbit »

Danke, Campanula, Du hast recht, bei genauem Hinschauen und dem exakten Vergleich mit dem WHO - Text werden einem wirklich ganz viele Feinheiten und Richtungen klar. Danke für Deine Erklärungen, die haben mir viel mehr weiter geholfen. Und - übrigens - nicht nur in der Bildzeitung ist tendenziöse Berichterstattung zu finden, auch in vielen anderen Zeitungen sind viele Texte zu finden, deren Richtung man eigentlich nur erkennen kann, wenn man sich genau damit befasst und sich fachlich auskennt. Über den Spiegel habe ich mich neulich wegen eines Artikels total geärgert. Also, danke nochmal Campanula, Du hast gute Vergleiche herangezogen.
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