Einfluss Art der Beikosteinführung auf die Stilldauer
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Fchen
- ist nicht mehr wegzudenken
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Einfluss Art der Beikosteinführung auf die Stilldauer
Hallo,
meine Zwerge sind nun 9 Monate alt und ich schau nun immer häufiger mal in Beikost/Familientisch-Threads hinein.
Jetzt habe ich schon mehrfach gelesen, dass Stillen vor dem Essen empfohlen wird, wenn die Mutter eine längere Stilldauer wünscht.
Dies bringt mich gerade etwas ins Grübeln - die "klassische Empfehlung" (ich nenne es mal klassisch, mir fällt keine andere Bezeichnung ein) ist ja, nach dem Essen zu stillen. Hierbei geht es, wenn ich richtig verstanden habe, aber darum, so eine Stillmahlzeit nach der anderen zugunsten eines frühen Abstillens zu ersetzen.
Es sind meiner ersten Kinder - in Spielgruppen habe ich den Eindruck, das Konzept mit "nach dem Essen stillen" führt vielleicht zu einer deutlichen Reduzierung des Stillens tagsüber, aber spätestens nachts möchte Kind weiter stillen, zumindest wird sich darüber oft etwas beklagt. Dabei wirkt dieses klassische Ersatzkostempfehlung so, als wäre es eine sanfte, bedürfnisorientierte Methode, früher abzustillen, wenn dies gewünscht wird.
Was sind Eure Erfahrungen - wann können sich Kinder überhaupt durchschnittlich (!) abstillen, wenn Mahlzeit um Mahlzeit so sanft ersetzt wird, die Brust aber auf nie auf Wunsch enthalten wird?
Wenn ich meine Tochter anschaue, dann kann ich mir nicht so ganz vorstellen, dass sie die Kuschel-Stillmomente freiwillig so schnell hergibt, egal, wie lecker das Essen tagsüber so schmeckt.
Was sind Eure Erfahrungen hinzu - wenn das Kind selber frei wählen kann und außerhalb der "Mahlzeiten" weiterhin nach Bedarf gestillt wird, wann immer es eben möchte - insbesondere eben auch zum Trost, gelegentliches "Dauerstillen" bei Krankheit, Schüben, etc, wird die Stilldauer tatsächlich davon beeinflusst, ob vor oder nach dem Essen gestillt wird?
Meine Frage zielt in die Richtung, dass ich bedürfnisorientiert stillen möchte, solange es Tochterkind gut tut. Bislang habe ich mir um die vorher/nachher-Stillen-Geschichte keine Gedanken macht. Essen am Familientisch gibt es, wenn mein Mann und ich essen, und eben zwischendurch immer, wenn ich das Gefühl habe, sie könnten gerade Interesse an Essen haben.
Meist stillt meine Tochter auch gar nicht in Zusammenhang mit Mahlzeiten oder Fingerfood zwischendurch. Langsam isst sie wohl schon solche Mengen, dass sie tagsüber dann auch weniger stillt.
Ist das sinnvoll, das so weiter zu handhaben? Ich möchte den Zeitpunkt des Abstillens eigentlich so wenig wie möglich beeinflussen, weder in die eine, noch in die andere Richtung. Oder sollte ich doch darauf achten, zu stillen, bevor Essen in Reichweite kommt?
meine Zwerge sind nun 9 Monate alt und ich schau nun immer häufiger mal in Beikost/Familientisch-Threads hinein.
Jetzt habe ich schon mehrfach gelesen, dass Stillen vor dem Essen empfohlen wird, wenn die Mutter eine längere Stilldauer wünscht.
Dies bringt mich gerade etwas ins Grübeln - die "klassische Empfehlung" (ich nenne es mal klassisch, mir fällt keine andere Bezeichnung ein) ist ja, nach dem Essen zu stillen. Hierbei geht es, wenn ich richtig verstanden habe, aber darum, so eine Stillmahlzeit nach der anderen zugunsten eines frühen Abstillens zu ersetzen.
Es sind meiner ersten Kinder - in Spielgruppen habe ich den Eindruck, das Konzept mit "nach dem Essen stillen" führt vielleicht zu einer deutlichen Reduzierung des Stillens tagsüber, aber spätestens nachts möchte Kind weiter stillen, zumindest wird sich darüber oft etwas beklagt. Dabei wirkt dieses klassische Ersatzkostempfehlung so, als wäre es eine sanfte, bedürfnisorientierte Methode, früher abzustillen, wenn dies gewünscht wird.
Was sind Eure Erfahrungen - wann können sich Kinder überhaupt durchschnittlich (!) abstillen, wenn Mahlzeit um Mahlzeit so sanft ersetzt wird, die Brust aber auf nie auf Wunsch enthalten wird?
Wenn ich meine Tochter anschaue, dann kann ich mir nicht so ganz vorstellen, dass sie die Kuschel-Stillmomente freiwillig so schnell hergibt, egal, wie lecker das Essen tagsüber so schmeckt.
Was sind Eure Erfahrungen hinzu - wenn das Kind selber frei wählen kann und außerhalb der "Mahlzeiten" weiterhin nach Bedarf gestillt wird, wann immer es eben möchte - insbesondere eben auch zum Trost, gelegentliches "Dauerstillen" bei Krankheit, Schüben, etc, wird die Stilldauer tatsächlich davon beeinflusst, ob vor oder nach dem Essen gestillt wird?
Meine Frage zielt in die Richtung, dass ich bedürfnisorientiert stillen möchte, solange es Tochterkind gut tut. Bislang habe ich mir um die vorher/nachher-Stillen-Geschichte keine Gedanken macht. Essen am Familientisch gibt es, wenn mein Mann und ich essen, und eben zwischendurch immer, wenn ich das Gefühl habe, sie könnten gerade Interesse an Essen haben.
Meist stillt meine Tochter auch gar nicht in Zusammenhang mit Mahlzeiten oder Fingerfood zwischendurch. Langsam isst sie wohl schon solche Mengen, dass sie tagsüber dann auch weniger stillt.
Ist das sinnvoll, das so weiter zu handhaben? Ich möchte den Zeitpunkt des Abstillens eigentlich so wenig wie möglich beeinflussen, weder in die eine, noch in die andere Richtung. Oder sollte ich doch darauf achten, zu stillen, bevor Essen in Reichweite kommt?
Liebe Grüße,
Euer Fchen
ClauWi GK (02/13) und MK (08/13) und FoBi (09/14)
Euer Fchen
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- klimaforscherin
- Prof. Dr. SuT
- Beiträge: 7128
- Registriert: 06.05.2010, 19:22
- Wohnort: bei der Pyramide
Re: Einfluss Art der Beikosteinführung auf die Stilldauer
Huch, das sind ja jede Menge theoretischer Überlegungen.
Wenn ich so an den Wetterfrosch denke: ich wollte "Mahlzeiten ersetzen" (klingt irgendwie doof), weil ich wieder arbeiten gehen wollte, aber das ging nicht. "Nach dem Essen Stillen" war irgendwie sinnlos, wenn er entweder gar nichts gegessen hat oder einfach lieber Stillen wollte. War ich dafuer nicht beharrlich genug? Oder er zu willensstark? Auf jeden Fall hat das Konzept nicht funktioniert. Liegt wohl ander Natur des Kindes.
Es lief also automatisch auf Stillen nach Bedarf+Fingerfood zu Erwachsenenmahlzeiten + Fingerfood nach Bedarf hinaus.
Ich kenne das Verhalten deiner Tochter nicht, aber ich denke, du brauchst dir nicht so viele Gedanken zu machen. Dann wird's schon passen. Damit steuerst du vermutlich am wenigsten.
Wenn ich so an den Wetterfrosch denke: ich wollte "Mahlzeiten ersetzen" (klingt irgendwie doof), weil ich wieder arbeiten gehen wollte, aber das ging nicht. "Nach dem Essen Stillen" war irgendwie sinnlos, wenn er entweder gar nichts gegessen hat oder einfach lieber Stillen wollte. War ich dafuer nicht beharrlich genug? Oder er zu willensstark? Auf jeden Fall hat das Konzept nicht funktioniert. Liegt wohl ander Natur des Kindes.
Es lief also automatisch auf Stillen nach Bedarf+Fingerfood zu Erwachsenenmahlzeiten + Fingerfood nach Bedarf hinaus.
Ich kenne das Verhalten deiner Tochter nicht, aber ich denke, du brauchst dir nicht so viele Gedanken zu machen. Dann wird's schon passen. Damit steuerst du vermutlich am wenigsten.
Grüße
klimaforscherin
mit Wetterfrosch 2010 und Schwälbchen 2012

klimaforscherin
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Fchen
- ist nicht mehr wegzudenken
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- Registriert: 13.07.2012, 16:30
Re: Einfluss Art der Beikosteinführung auf die Stilldauer
Ja, ich mach mir bestimmt oft zu viele Gedankenklimaforscherin hat geschrieben:Huch, das sind ja jede Menge theoretischer Überlegungen.
Aber ich find es einfach auch sehr spannend.
Sie ist wirklich total unkompliziert - biete ich einfach so mal Stillen an, trinkt sie meist angetan ein Schlückchen. Biete ich einfach mal so Fingerfood an, schnappt sie es sich meist auch ganz angetan. Ich bin halt dazu übergegangen, ihr tagsüber immer wieder Essen anzubieten (weil sie das ja nicht kennt), aber eben nicht mehr die Brust (weil sie ja selber signalisieren kann, wann sie stillen möchte). Mittlerweile isst sie dadurch deutlich mehr und stillt seltener. Finde ich erstmal gut und altersgerecht, habe aber Bedenken, dass ich dadurch (für sie zu) frühes Abstillen forciere.klimaforscherin hat geschrieben: Ich kenne das Verhalten deiner Tochter nicht...
Liebe Grüße,
Euer Fchen
ClauWi GK (02/13) und MK (08/13) und FoBi (09/14)
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sternenweib
- ist nicht mehr wegzudenken
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- Registriert: 02.12.2012, 21:40
Re: Einfluss Art der Beikosteinführung auf die Stilldauer
ist hier genauso wie bei klimaforscherin. eigentlich sind stillen und essen bei uns zwei komplett voneinander losgelöste parallelwelten, die absolut gar nicht miteinander zusammen hängen.
die Große 03/2002 die Kleine 02/2012 getragene, gestillte, zuhause entbundene, bei mir schlafende Familientischesserin
“There's no way to be a perfect mother and a million ways to be a good one.”
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Lösche Benutzer 8492
Re: Einfluss Art der Beikosteinführung auf die Stilldauer
Meine Kleine isst inzwischen mittags und abends und bisher war es völlig egal, wie viel sie isst - anschliessend wird gestillt und auch richtig getrunken, nicht nur einfach nuckeln oder so... Einmal ist es vorgekommen, dass sie unbedingt stillen wollte (oder irgendein anderes Problem hatte, das sich mit Stillen beheben liess), aber danach hat sie auch die ganze Portion aufgefuttert.
Gefühlt stillen wir genauso so viel wie ohne Brei, ich habe auch im Moment keine Ahnung wie es weniger werden sollte...
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Fchen
- ist nicht mehr wegzudenken
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- Registriert: 13.07.2012, 16:30
Re: Einfluss Art der Beikosteinführung auf die Stilldauer
Die Formulierung trifft es bei uns auch auf den Punkt!sternenweib hat geschrieben:eigentlich sind stillen und essen bei uns zwei komplett voneinander losgelöste parallelwelten, die absolut gar nicht miteinander zusammen hängen.
Liebe Grüße,
Euer Fchen
ClauWi GK (02/13) und MK (08/13) und FoBi (09/14)
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muh
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- Registriert: 29.02.2012, 21:03
Re: Einfluss Art der Beikosteinführung auf die Stilldauer
Ich stimme euch auch zu. Meine tochter war sehr begierig zu essen, da hätte ich ihr mit stillen keine freude gemacht. Und zu anderen zeiten am tag wollte sie unbedingt stillen - da war essen keine option.Fchen hat geschrieben:Die Formulierung trifft es bei uns auch auf den Punkt!sternenweib hat geschrieben:eigentlich sind stillen und essen bei uns zwei komplett voneinander losgelöste parallelwelten, die absolut gar nicht miteinander zusammen hängen.
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- Katha
- Dipl.-SuT
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Re: Einfluss Art der Beikosteinführung auf die Stilldauer
sternenweib hat geschrieben:ist hier genauso wie bei klimaforscherin. eigentlich sind stillen und essen bei uns zwei komplett voneinander losgelöste parallelwelten, die absolut gar nicht miteinander zusammen hängen.
Also bei uns ist es ähnlich.
nur, dass ich (wenn ich dran denke) das Stillen VOR der Essenstubereitung anbieten muss. Ansonsten will er dann meist was festes (und Kochen kann schon mal dauern) und stillen doof. Ansonsten ist seine Stillfrequenz meist so wie zu Vollstillzeiten
Katha mit dem Hasen *01/2012
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]
Viel vom iPhone, Buchstabendreher, Tippfehler... inkl. [/size]
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]
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sternenweib
- ist nicht mehr wegzudenken
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- Registriert: 02.12.2012, 21:40
Re: Einfluss Art der Beikosteinführung auf die Stilldauer
davon ausgehend, dass dein kind noch nicht shrecklich alt ist, ist das ja auch völlig in ordnung. beikost heißt ja nicht umsonst so. hier ist im durchschnit die milchmenge auch gleich geblieben und das essen nur noch dazu gekommen.Gefühlt stillen wir genauso so viel wie ohne Brei, ich habe auch im Moment keine Ahnung wie es weniger werden sollte...
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- Minja
- ist nicht mehr wegzudenken
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- Registriert: 03.11.2011, 09:20
Re: Einfluss Art der Beikosteinführung auf die Stilldauer
Huhu!
Ich habe mr nie ein Kopf über "Mahlzeiten ersetzen" gemacht. Es gab nie einen vorhersehbaren Rhythmus beim Stilllen, somit habe ich weder vor noch nachdem essen gestillt, sondern einfach so wie sie oder ch es wollte. Sie hat immer über den ganzen Tag fingerfood und geeignetes Essen angeboten bekommen.
Nennenswerte Mengen und mit ich nenne es mal Genuss - hat se erst so mit 14 Monaten gegessen.
Jetzt ist sie zwei und ich Stille nur noch einmal abends, ich arbeite wieder und so möchte ich es. Sie würde lieber häufiger stillen, aber akzeptiert es.
Ich würde einfach ausprobieren und weder vor noch nachdem Essen extra stillen, sondern so wie es gefordert wird vom Kind bzw. Von einem selbst gewünscht wird.
LG Minja
Ich habe mr nie ein Kopf über "Mahlzeiten ersetzen" gemacht. Es gab nie einen vorhersehbaren Rhythmus beim Stilllen, somit habe ich weder vor noch nachdem essen gestillt, sondern einfach so wie sie oder ch es wollte. Sie hat immer über den ganzen Tag fingerfood und geeignetes Essen angeboten bekommen.
Nennenswerte Mengen und mit ich nenne es mal Genuss - hat se erst so mit 14 Monaten gegessen.
Jetzt ist sie zwei und ich Stille nur noch einmal abends, ich arbeite wieder und so möchte ich es. Sie würde lieber häufiger stillen, aber akzeptiert es.
Ich würde einfach ausprobieren und weder vor noch nachdem Essen extra stillen, sondern so wie es gefordert wird vom Kind bzw. Von einem selbst gewünscht wird.
LG Minja
große Motte 01/11, Flummi 05/14 und Knöpfchen 10/20