Jetzt würde mich natürlich interessieren, wie es andere Leute gelesen haben
Dass Dein Sohn durchaus auch schon Dinge mit Genuss angelutscht und gegessen hat, ist doch ein durchweg gutes Zeichen. Dass keine Mängel vorliegen und die Ärztin einen Eisenmangel ausschließen konnte, ist doch auch gut (wobei im Zweifelsfall eine Blutentnahme mich persönlich letztlich mehr beruhigt hat, aber wenn die Ärztin das auch so sehen kann, ist es ja gut...).
Dann heißt es jetzt also den Druck rauszunehmen und einfach abzuwarten. Ich kenne das Gefühl (mein Sohn hat auch lange "nichts" gegessen - und vor allem dieses "endlich hab ich was gefunden, was er mag" - "hey, warum schaut er das heute nichtmal an??

" - Phänomen kenne ich nur zu gut. Das war der Moment, wo ich "mein Kind will nicht essen" geborgt bekam (da war mein Sohn etwa vierzehn Monate alt und aß keine nennenswerten Mengen von irgendwas außer Muttermilch, auch wenn er vieles "interesiert erforschte"

), was mir wirklich half, dem Drang, ihm die leckeren Sachen einfach mal an die Lippen zu halten, zu widerstehen, und abzuwarten...
Und was soll ich sagen: kurz darauf änderte sich sein Essverhalten schrittweise. Und heute mit zweieinhalb isst er unglaublich vieles - und in unglaublichen Mengen für so einen kleinen Kerl

Auch wenn er gerade wieder etwas konservativer zu werden scheint in der Essensauswahl (zwischendurch wurde hier fast alles mit Genuss probiert von Oliven über Räucherlachs zu Zitronenschnitzen ... ), bleibe ich inzwischen entspannt, weil ich in "Kinder verstehen" von Herbert Renz-Polster las, dass auch dieses "konservativer werden um den dritten GEburtstag herum" evolutionär sinnvoll war und also so gedacht ist von der Natur.
Langer Rede kurzer SChluss:
leira hat geschrieben:
meine schlussfolgerung: ich lasse ihn stillen wann er will. ich setze ihn in den stuhl ohne die erwartung das er etwas isst. ich versuche die nächte auszuhalten wie es halt geht.
Das klingt nach einem sehr guten Plan.

Und vielleicht kannst Du ja schauen, ob es nicht an anderer Stelle Dinge gibt, die Dich entlasten können und Dir Freiräume verschaffen, ohne dass Du an den (kaum ohne Gewalt änderbaren) Dingen wie Schlafen oder Essverhalten elternseitig Veränderungen versuchen musst...