partner drängt auf abstillen mit 2

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Zierbanane
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Re: partner drängt auf abstillen mit 2

Beitrag von Zierbanane »

Die Stillbeziehung findet zwischen einer Mutter und ihrem Kind statt. Nur diesen beiden sollte gestattet sein diese Beziehung zu beenden. Käme mein Mann auf solcherlei Ideen, ich würde ihm nen Vogel zeigen. Ich sehe das wie greenibird-er *sieht* doch, dass Du Dein Kind zu nichts zwingst und nötigst. Wäre dem wirklich so, dann sollte er natürlich einschreiten. Aber so lange wie es eine im gegenßeitigen Einvernehmen stattfindende Stillbeziehung ist, hat da niemand anderes hineinzureden. Meine Meinung.
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4tiere
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Re: partner drängt auf abstillen mit 2

Beitrag von 4tiere »

Tja, wo kommen nur diese Vorurteile her?
Frau sei zu weich, könne nicht loslassen, würde zu sehr binden, das Kind würde verwöhnt werden usw.
Denn es gibt nicht eine einzige Studie, die genau zu solchen Urteilen kam.
Das sind durch die Bank weg nämlich nur Vorurteile!
Auch eben, dass Unabhängigkeit und Stillen sich ausschliessen würden, wurde bisher nirgendwo bestätigt.

Da würde ich bei deinem Mann mal ansetzen und gucken, wo genau seine Befürchtungen sind.
Irgendein Problem hat er ja und ich weiss selbst gemäss dem Spruch "Schusters Kinder haben die schlechtesten Sohlen", dass es für einen selbst immer schwierig ist, in seinem eigenen Fachgebiet Eigenreflexion an den Tag zu legen.

Oh, da sind ja noch weitere Beiträge gekommen, während ich Wickeln war. Wortgewitter, dein Argument mit Objektkonstanz finde ich sehr gut und einleuchtend.
Und letztendlich hat Zierbanane recht, eigentlich geht es nur euch beide was an. aber das trägt natürlich nicht gerade zu einem guten partnerschaftlichen Klima bei, wenn du nur so argumentierst.
Bild-liche Grüße

Natalie
mit drei wundervollen Kindern!
Den beiden Großen (19m und 21w Jahre) und die kleine Maus (01.10.2011), die ich immer noch total genieße! Bild
Und das mit der Rechtschreibung lerne ich noch ... ;-)
(Manche andere Fähigkeiten erwerbe ich bestimmt auch noch, über Anregungen bin ich immer dankbar!)
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Katha
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Re: partner drängt auf abstillen mit 2

Beitrag von Katha »

Nur Kl. Nachtrag: natürlich glaube ich, dass man eine Stillbeziehung, wie alle Beziehungen, missbrauchen kann.
Das "nicht zwingen" meinte ich im Sinne von Mitteln, die liebevoll und probat sind. Ich finde es manchmal schon seltsam meinem Sohn die Brust anzubieten, wenn er zu überdreht ist, kreischt, wegrobbt, aber eigentlich hin will. Weil er dann schließlich beim Trinken total selig ist.
Ich MAG mir nicht vorstellen, wie der Übergriff des Zwingens aussieht.
Missbrauch findet alle möglichen Formen.

Gesellschaftlich steckt in diesem Thema vermutlich noch einiges an Gender drin. Der Missbrauch durch Frauen wird ja meist totgeschwiegen, weil er nicht ins Mütterbild passt. Gleichzeitig gibt es den Generalverdacht, Mütter würden das Stillen missbrauchen.
Irgendwie merkwürdig.
Katha mit dem Hasen *01/2012
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]

Viel vom iPhone, Buchstabendreher, Tippfehler... inkl. [/size]
blaurosa
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Re: partner drängt auf abstillen mit 2

Beitrag von blaurosa »

LIebe Alle,
Eure Antworten haben mich in der Zwischenzeit innerlich weiter beschäftigt - und das Thema braucht, glaub ich, auch immer mal Denk- und Fühlpausen, in denen sich innerlich einiges ordnet. Ich wollte Euch ein kurzes Update geben, wie es bei uns aussieht - und zwar vor allem, dass es sich unsere GEspräche darüber entspannt haben und mein Mann mittlerweile auch wieder schön findet, wenn Töchterchen stillt. Ich glaube, mir hat das Schreiben und Lesen hier geholfen, wieder etwas Distanz und vor allem Verständnis für meinen Mann zu finden, schließlich musste ich ja Euch verständlich machen, warum er kein Unmensch ist :wink: , auch wenn er das Stillen kritisiert. Also DANKEDANKEDANKE. Ich denke, wir werden erstmal abwarten udn wie bisher weitermachen, sprich: wenn Töchterchen will und wir nicht unterwegs sind und / oder Besuch haben, darf sie. Und in Notsituationen sowieso immer. Und dann warten wir mal und schaun, was passiert.

Jetzt nochmal genauer zu Euren Gedanken:

Mit hat gut getan, wie differenziert ihr (das schreib ich jetzt mal so pauschal, das betrifft fürauch mich den "Ton" der Beiträge) die Frage nach dem Missbrauchen-Können mitüberlegt habt.

honigtopf2010, so genau weiß ich nicht, was seine Ängste sind, ich glaub, es ist eher diffus und geht vermutlich bezogen auf ihn um das Ausgeschlossensein und bezogen auf unsere Tochter um das Nicht-Loslassen-Können meinerseits. Beides ist nicht wirklich versprachlichbar, aber ich versuche, da wach zu sein.

Spacerabbit, hab dank für Deine lieben Worte, haben sehr gut getan.Auch, dass Deine Tochter stillen wollte :wink:

Wortgewitter, das mit der Objektkonstanz ist genau der Punkt, der grad eben nicht mehr greift, weil die jetzt ja schon da ist altersmäßig. Aber bis vor kurzem war das eben ein (und zwar für meinen Mann nach kurzem Überlegen auch sehr schlüssiges) Argument pro Stillen. DAs mit dem ganzheitlich auf die Familie-Schaun hast Du schön geschrieben!

Greenie bird - Du hast recht, es gibt schon eine berufsbedingte Deformation, wenn man im Bereich psychischer Erkrankungen arbeitet (kenn ich von mir selber). Aber was das Zwingen betrifft, so glaube ich schon, dass man durchaus könnte, auch wenn ich das nciht mache, eben über die Abhängigkeit der Kinder von den Eltern. Und zwar egal, ob es das Stillen oder andere Bedürfnisse der Eltern betrifft, was leider oft sehr subtil abläuft also salopp: das Kind DARF aber noch nicht aus der Badewanne raus, weil es das doch mögen muss ( weil man selbst als Kind nur einmal die Woche baden durfte und dann nach 10 Minuten raus musste für die Geschwister) - hinkt jetzt ein bisschen als Vergleich, aber so die Richtung, versteht ihr? Und irgendwann wird das Kind das halt auch "freiwillig" tun, weil es die Bedeutung für die Eltern spürt. Das ist, glaub ich, das Schwierige am Elternsein, sich immer wieder darüber klar zu werden, was die eigenen, und was die Bedürfnisse des Kindes sind.

Zierbanane, jein. Ja, weil ich mir eben auch nicht reinreden lasse und das unterschreibe, was Du zu dem gegenseitig schreibst (genauso wenig wie ich mir ja in andere Beziehungen reinreden lasse). Und nein, weil irgendwie der Mann ja sowieso schon in der Stillbeziehung (und überhaupt der Beziehung zum Kind) präsent ist, und zwar darüber, dass er der Vater des Kindes ist und in Beziehung zu mir steht. Und eben auch in einer s*xuellen, ohne die es das Kind ja gar nicht gäbe, und in der gibt es eben auch meine Brust, wenngleich auch auf andere Art als jetzt in der Stillbeziehung. Verständlich, was ich meine?

4tiere - danke für den Hinweis mit der Unabhängigkeit und dem Stillen. Vorurteile ist ein gutes Stichwort. Da sind wir dran (beide).

Katha, spannend, was Du schreibst zu der Diskrepanz des Schweigens über Missbrauch und Generalverdachts! Ich glaube, das hat was mit der Spaltung zwischen Heiliger und Hure zu tun, sprich: Mütter haben keine Sexualität. Und Stillen hat shcon gleich gar nichts mit S*xualität zu tun. Komisch nur, dass weder das Kind OHNE S*x da wäre noch ich Mutter. Ich persönlich fand übrigens durchaus, dass man Stillen nicht so losgelöst davon sehen kann und ein Teil des Problems meines Nicht-in-der-Öffentlichkeit-Stillen-Wollens haben damit zu tun, dass ich nicht-stillend eben auch nicht überall meine Brust auspacke, sondern diese als durchaus sensiblen und intimen Körperteil von mir betrachte. Nur, weil ich stille, ist meine Brust ja nicht gleich as*xuell.


Uff, jetzt ist es aber lang geworden - hoffentlich nicht zu verwirrend, und hoffentlich hab ich all Eure wichtigen GEdanken beantwortet. Das ist ein so komplexes Thema, dass ich da immer erstmal nachdenken muss und dann in Ruhe schreiben. Ich bin gespannt, ob Ihr noch Lust zum Weiterdenken habt!

Herzliche Grüße
Töchterchen, geboren im Februar 2011 zu Hause, über alles geliebt, gestillt, getragen und familiengebettet
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