nächtliches Abstillen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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gaurangi
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nächtliches Abstillen

Beitrag von gaurangi »

Mein Sohn ist nun 16 Mt. alt und stillt tagsüber (wenn ich da bin) zum Einschlafen und zur Beruhigung. Wenn ich nicht da bin, kommt ehr sehr gut ohne stillen aus, aber sobald ich dann heim komme, will er SOFORT (ich kann kaum die Schuhe ausziehen) an die Brust. Abends kann er nur gestillt einschlafen und wenn ich mich dann aber nochmals aus dem Familienbett taue, ruft er alle 30min nach mir und will stillen/nuckeln. Kürzlich habe ich nach 15 nächtlichen Stillstops aufgehört zu zählen. So deftig ist es aber nur, wenn er gerade zahnt. Aber weniger als 5 waren es wahrscheinlich kaum mal. Er merkt nachts, wenn ich nicht neben im liege (also auch wenn ich mal näher zu meinem Liebsten kuschle) und erwacht. Er isst gut und gern, ist aufgeweckt, gesund und munter und sehr abenteuerfreudig.

Kompenisert er in der Nacht sein Mamanähebedürfnis? Warum kann er nicht ohne mich schlafen, obwohl es tagsüber bestens klappt? Warum lässt er sich vom Papa nicht beruhigen und in den Schlaf begleiten? Warum muss immer ich zur 100%igen Verfügung stehen?

Das alle stät mich ja nicht wirklich bekümmern, wenn ich nicht unter Zeitnot stehen tät. Ich bin noch in Ausbildung und müsste eigentlich die Abende zum Lernen nutzen können. Wenn ich aber alle 30min unterbrochen werde, bringt das so gar nix. Es muss also eine Lösung her. Habt ihr Tipps? Wie kann ich das abendliche Zurverfügungstehenmüssen vermindern? Wenns nach mir ginge, würde ich meinen Sohn in den Schlaf stillen, mich dann aus dem Zimmer schleichen, mich nach ein paar Stundne wieder zu ihm legen und ihn erst am Morgen wieder stillen. Aber wie bringe ich ihm das schohnend bei? Ich mag keine Radikaltouren mit begleitetem Schreienlassen. Aber wie sonst?
Gaurangi mit Tochter (1.09) und Sohn (9.11)
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Katha
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Re: nächtliches Abstillen

Beitrag von Katha »

Hm, auch, wenn das bei mir auch immer ein Gewürge war, dennoch die Frage von mir: Hast Du schon mal versucht Dein Lernzeug mit ins Bett zu nehmen, also gar nicht mehr aufstehen noch dem Stillen und dann dort zu arbeiten? (Bzw. wenn eingeschlafen alles von Deinem Partner bringen lassen)
Wenn ich mich nämlich mit abgefunden hatte, dass ich eh nicht aufstehen darf und alles bereit hätte (wenn ich dann nicht eingeschlafen bin...), dann wurde es nach einigen Nächten besser.
Nur kurz, verdreht, darf mal wieder nicht aufstehen ;)
Katha mit dem Hasen *01/2012
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]

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Katha
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Re: nächtliches Abstillen

Beitrag von Katha »

Kaum schreib ich das, lässt Kl. Hase los :D
Katha mit dem Hasen *01/2012
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gaurangi
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Re: nächtliches Abstillen

Beitrag von gaurangi »

Danke für den Input. Die Idee wäre gut, aber leider nicht umsetzbar, da sonst die 4jährige nicht schläft wenn Licht ist. Auch den Kleinen in die Stube nehmen ist keine Lösung, da er dort einfach Rabazz macht bis 22 Uhr und ich dann auch nix vom Abend habe.
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spacerabbit
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Re: nächtliches Abstillen

Beitrag von spacerabbit »

Liebe gaurangi, erstmal solidarische Grüße von mir! Die Kleine ist auch ein absolutes Mamakind und braucht ganz viel Nähe. Mit 16 Monaten hatte sie auch Phasen, in denen sie sofort gemerkt hat, wenn ich aus dem Bett war. Mittlerweile ist sie fast Zwei, und es ist in den letzten Monaten immer besser geworden. Sie kann mittlerweile ohne Stillen einschlafen, und wenn ich aus dem Bet aufstehe, wenn sie eingeschlafen ist, hat sie ihr Kuschelkätzchen und ihre Mütze (die sie Tag und Nacht bei sich hat...) und schläft so weiter. Und eigentlich ist es ja echt immer so, wenn man die Zeit unbedingt braucht, weil man was machen muss, ist eins von den Kindern wach. Wie wäre denn die Möglichkeit, dass Du außer Haus lernst, in einer Bibliothek oder auch bei Freunden, die Dir ein ruhiges Zimmer zur Verfügung stellen können? Dann hättest Du zu hause nicht mehr den Lerndruck und kannst Dir sicher sein, dass Du mehrmals in der Woche zu Deinen festen Lernzeiten kommst.
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Re: AW: nächtliches Abstillen

Beitrag von Lösche Benutzer 2872 »

Bei meinem Sohn hat sich die Mamaanhaenglichkeit mit dem Abstillen noch verstärkt. Vorher konnte der Papa auch mal in den Schlaf begleiten. Jetzt ist abends, nachts und morgens zum Wachkuscheln nur noch Mama angesagt. Und er schläft immer noch schlecht mit 2,5 Jahren. Also keine wirklichen Tipps aber mein Mitgefühl. :cry:
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gaurangi
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Re: nächtliches Abstillen

Beitrag von gaurangi »

Ich hol das mal vor, weil ich nicht den anderen Thread zumüllen will.


Ich habe gemerkt, dass das Thema Abstillen hier immer wieder kommt, aber sich niemand so richtig dazu äussern mag. Mir kommt es manchmal so vor, als traue sich niemand einen persönlichen Bericht, der nicht dem "SuT-Goldstandard-Langzeitstillen nach Bedarf" entspricht, zu schreiben. Ich mein, hier wurde der grösste Teil der Kinder gestillt, aber wie wurden die abgestillt? äussert sich hierzu niemand, weil die nicht mehr stillenden Mamas hier nicht reinlesen? Aber hey, hier gibt es ja nicht nur Tandemstillende und Erstlingsmütter, oder?
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muh
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Re: nächtliches Abstillen

Beitrag von muh »

Ich oute mich: hab nach 10 Monaten abgestillt. Ich weiß aber nicht, ob die erfahrungen in dem alter viel helfen... Ich hab sehr langsam reduziert, viel getröstet und getragen, ich hab erklärt und mit ihr gesprochen (ich weiß - mit 10 monaten klingt das eigenartig). Irgendwie war es wichtig, das mittelmaß zu finden aus: “ich will das wirklich durchziehen“ und doch langsam immer nur das wegzulassen, was aushaltbar war. Es war auch gerade keine klammer-phase, da hätte es wohl nicht geklappt.
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gaurangi
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Re: nächtliches Abstillen

Beitrag von gaurangi »

danke fürs outen :)
Erzähl mal bisschen mehr. Wie genau leif das ab? Tagsüber kann man ja ablenken, aber wie ging das nachts?
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tara84
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Re: nächtliches Abstillen

Beitrag von tara84 »

ich hatte meinen großen auch mit 10 monaten abgestillt. tagsüber wie oben beschrieben, mit ablenken und herumtragen und wirklich durch malzeiten ersetzen. das ging sehr gut.

nachts hab ich es stück für stück gemacht, da ich doch immer sorge hatte er könnte noch hunger/durst haben. weiß aber nicht im nachhinein ob das wirklich so gut war. es hat sich so sehr gezogen. ich habe angefangen, dass ich für mich beschlossen habe, dass er wenn er gut abendgegessen hatte und ich ihn dann um 20h nochmal zum schlafen gestillt habe, dass das dann reichen muss bis 12 uhr. in der zeit hat sich dann mein mann um ihn gekümmert. und so haben wir es immer weiter ausgedehnt. es war eine sehr anstrengende zeit. mit sehr viel geweine nachts :-( mein mann hat ihn den großteil der zeit herumgetragen und ich lag - natürlich trotzdem schlaflos - im gästezimmer. also bei uns war nix mit 3 tage und die sache ist erledigt. es hat sicher 3-4 wochen gedauert. aber ich konnte nciht mehr. ich hatte 10 monate fast jede stunde nachts gestillt und vor erschöpfung schon aggressionen bekommen. die beziehung hat gelitten, ich hab gelitten und die beziehung zu meinem sohn wurde auch immer kritischer. es MUSSTE eine veränderung her. und ich muss ehrlich sagen - mein sohn war und ist ein sehr schlechter schläfer, aber seit dem abstillen schlief er VIEL !!! besser. ich hab ihm dann morgens noch eine milchflasche gegeben und abends dann glaube ich auch.das hatte bei uns die situation so entspannt, dass ich denke es wäre für usn sogar besser gewesen viel früher schon abzustillen. also ich hatte komplett abgestillt. aber man hätte ja auch morgens und abends noch stillen können wenn es einem nur um die nacht selbst geht.

jetzt beim 2. ist grad alles anders. jetzt kann ich das stillen das erste mal richtig genießen. sowas kannte ich gar nicht. und ans abstillen denke ich noch überhaupt nicht. wobei ich sicher keine langzeitstillerin werde. dazu trinke ich zu gerne alkohol und fahre zu gerne auch ohne kinder mal übers wochenende weg :)
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