Einschlafstillen, Einschlafen: Veränderungen, wieso, was tun

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Frankonia
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Einschlafstillen, Einschlafen: Veränderungen, wieso, was tun

Beitrag von Frankonia »

Hallo,

Entschuldigt die verquere Überschrift. Mein Sohn scheint gerade das (für mich sehr einfache und bequeme) Einschlafstillen abschaffen zu wollen, und das gefällt mir gar nicht.
Bei uns tun sich gerade Veränderungen im Schlafverhalten des bald 16 Monate alten Sohnes auf und mich würde interessieren, ob das ein Reifungsschritt wird, ein Rückschritt, was auch immer, und wie ich darauf am besten reagieren soll. Bislang ist Lucian beim stillen eingeschlafen, meist spätestens nach 15 min., so zwischen halb acht und acht. Dabei hat er immer mein Gesicht und meine Hände betastet.

Seit ca. zwei Wochen geht das nicht mehr. Er stillt eine halbe Stunde, eine Dreiviertel Stunde... Mit offenen Augen. Malträtiert mich dabei regelrecht, indem er in meinem Gesicht knetet, meine Nase rüffelt, an meinen Fingern u Haare zieht. Laufend will er die Brust wechseln. Dockt immer wieder ab, deutet zur Tür, sagt "Papa?" (der ist wohl auch gemeint, befindet sich immer im Wohnzimmer oder am pc), dockt wieder an, verlangt auch ausdrücklich wieder nach der Brust. Dockt wieder ab, wieder an, etc. pp. Schläft dann irgendwann doch ein, in den letzten Tagen erst gegen 21 Uhr nach einer Stunde des soeben geschilderten! Gestern und heute dockte er sich ab, wollte auf mir liegen, bäuchlings, Kopf an meiner Schulter, und ist dann so eingeschlafen! :shock:

Kann es sein, dass das Einschlafstillen nicht mehr funktioniert ab einem bestimmten Alter? Sucht er eine Alternative mit der er dann selbstständiger und besser zur Ruhe kommen kann?
Oder ist es, wie mein Mann vermutet, eher der Beginn einer anstrengenden Phase?
Möchte er seinen Papa beim Einschlafen dabei haben (der allerdings keine Ambitionen hat, die Einschlafbegleitung zu begleiten :D oder zu übernehmen)? Tut sich da die Chance auf, dass er irgendwann doch seinen Vater zum Zubettbringen akzeptieren wird, wenn er schon nach ihm fragt?

Beim Mittagsschlaf ähnlich, das Einschlafstillen zieht sich. Außerdem wacht Lucian nach 40 bis 60 min. wieder auf, dockt sich dann aber wieder an und schläft weiter. Zuvor hat er 90 min. Am Stück geschlafen und war dann fit. Ich habe schon überlegt, ob er weniger Schlafbedarf hat, und wenn der Mittagsschlaf entsprechend kürzer wäre, dass dann das abendliche Einschlafen wieder früher u schneller ablaufen würde. Aber L ist nach dem frühen Aufwachen aus dem Mittagsschlaf ja noch deutlich müde.

Habt ihr Ideen? ähnliche Erfahrungen mit Veränderungen des Einschlafstillens in diesem Alter? Wie seid ihr damit umgegangen? Oder war es nur eine Phase? Fragen über Fragen.
Viele Grüße,
Frankonia

Klein L, * Herbsttagundnachtgleiche 2011
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chris1179
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Re: Einschlafstillen, Einschlafen: Veränderungen, wieso, was

Beitrag von chris1179 »

Hallo,

bei unserer Tochter war es auch ähnlich. An das genaue Alter kann ich mich nicht mehr erinnern, aber es ist schon einige Zeit her, daher tippe ich auch so auf 16/17 Monate, als das Einschlafstillen nicht mehr so zuverlässig funktionierte wie sonst.

Zu diesem Zeitpunkt hat sie tagsüber nur noch einmal geschlafen und da sie morgens immer sehr zeitig wach war (und immer noch ist) - meist so gegen 6:30 - 7:00 - fand der Tagschlaf dann oft schon gegen 10:30 Uhr statt. Geschlafen hat sie dann auch so um die 1,5 Stunden und war dann ab 12 Uhr für den Rest des Tages eben wach und relativ gut drauf.

So ab 19:00 Uhr wird sie normalerweise müde und als sie eben noch kleiner war, bestand unser Ritual einfach daraus, dass der Papa sie bettfertig macht und ich mich nebenbei auch fürs Bett schon fertig mache (da ich lange Zeit immer mit liegen bleiben musste) und er mir sie dann ins Schlafzimmer bringt. Er hat ihr Gute Nacht gesagt, sie hat angedockt und ist nach einiger Zeit (so ca. 10-15 Minuten) ins Reich der Träume entschwunden ;-) und meistens konnte ich sie dann auch vorsichtig neben mich oder in ihr Beistellbett legen.

Der frühe Mittagsschlaf hat sich inzwischen etwas nach hinten verschoben, oft schläft sie erst um 12 Uhr ein, dann für 60-90 Minuten und abends geht sie nun so ins Bett, dass sie gegen 20 Uhr schläft. Das Einschlafritual ist im Prinzip noch dasselbe, nur schläft sie eben mittlerweile nur noch sehr selten tatsächlich beim Stillen ein.

Wenn sie dann nur noch nuckelt und ich merke, dass sie vermutlich nicht einschlafen wird, sage ich ihr, dass sie bitte loslassen soll und ich sie jetzt in den Arm nehme und sie in ihr Bettchen lege. Das akzeptiert sie dann auch und dann liegen wir da und sie erzählt mir, was sie am Tag so alles erlebt hat und schläft dann darüber ein. Meistens dauert das nur wenige Minuten und ich finde dieses Einschlafen im Grunde genommen sogar fast schöner als das Einschlafen während dem Stillen. Denn es ist so ein bisschen runterkommen vom Tag, noch mal erzählen, was so los war, ich krieg noch 1000 Küsschen und sie sagt mir, wie lieb sie mich und den Papa und die Oma und den Opa usw. hat. Es ist einfach schön...

Ok, zugegeben, manchmal würde ich auch lieber wieder aufstehen und etwas für mich machen, aber seit ich nicht mehr so an meinen freien Abenden hänge, klappt das Einschlafen viel besser. Wenn sie dann tief schläft, kann ich zu 95 % wieder aufstehen.

Also bei uns hat sich in dem Alter definitiv etwas verändert. Und auch tagsüber stillen wir zwar zum Mittagsschlaf, ich stehe dann aber irgendwann von der Bettkante auf (es muss alles total dunkel sein im Zimmer, sonst schläft sie nicht) und trage sie noch angedockt kurz durchs Zimmer. Dann docke ich sie ab und trage sie noch ein paar Minuten und dann kann ich sie neben mich legen. Mittags muss ich allerdings definitiv dabei liegen, sonst geht sofort der Alarm los.

Ich drücke Dir die Daumen, dass ihr für Euch ein schönes, NEUES Einschlafritual findet, mit dem ihr beide gut leben könnt.

Ach ja, mein ehemaliges Superschlechtschläferkind schläft seit sie 15 Monate alt (bis auf wenige Ausnahmen bei Krankheit natürlich) die Nächte von ca. 20 Uhr bis 4/5 Uhr morgens durch, stillt dann kurz und schläft noch mal weiter bis ca. 7 Uhr. Es kommt sogar immer öfter vor, dass sie komplett bis 6:30 Uhr in einem Rutsch durchschläft. Das hätte ich nie gedacht!
Liebe Grüße

Christina
mit meinen beiden Mädchen
A.S. (05/11) und J.J. (09/13)

"Fuhrpark"
Bernina B560 mit Stickmodul, W6 Overlock, Brother CV3550 Topstitch, Cameo 3
EhUSb

Re: Einschlafstillen, Einschlafen: Veränderungen, wieso, was

Beitrag von EhUSb »

Hallo,

bei uns war es ja so, dass mit ca. 13 oder 14 Monaten das erste Mal Papa in den Schlaf begleiten durfte, das war vorher unmöglich und ging von einem Tag auf den anderen. Wenn er sie ins Bett bringt, tobt Clara auch noch kurz rum, fummelt in seinem gesicht herum, setzt sich nochmal auf, erzählt etwas.... Aber er bietet ihr dann an, zu kuscheln, das nimmt sie dann recht schnell an und schläft ein. Dauert insg. zw. 10 und 15 Minuten. (Vorher wurde gewickelt/Schlafanzug angezogen und dann sagen sie unserem Leuchtstern gute Nacht und der Dunkelheit auf dem Balkon und mir... Clara weiß also, dass es ins Bett geht.)
Neulich war ich mal abends allein mit ihr und wollte sie in den Schlaf stillen, wie sonst immer. Ging nicht. Es war mittags schon immer schwieriger geworden und mittlerweile sind wir wohl auch an einem Punkt, an dem es gar nicht mehr geht. :-( Ohne zu stillen braucht sie aber EWIG, um einzuschlafen, es läuft eigentlich genauso ab, wie du es beschreibst - wenn ICH da bin. Bei Papa geht es wie gesagt ratfatz. Und so ist das z.Zt auch unsere Lösung des Problems: Papa bringt ins Bett.
Frankonia
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Re: AW: Einschlafstillen, Einschlafen: Veränderungen, wieso,

Beitrag von Frankonia »

.... Leider bringt hier der Papa das Kind halt nicht ins Bett. Aus Prinzip nicht. :-(

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Viele Grüße,
Frankonia

Klein L, * Herbsttagundnachtgleiche 2011
Mumpitz
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Re: Einschlafstillen, Einschlafen: Veränderungen, wieso, was

Beitrag von Mumpitz »

Hallo Frankonia,

Bei uns ist es auch seit Weihnachten so, daß der Lütte nicht mehr (immer) beim Einschlafstillen einschläft. Ab und zu, wenn er fertig ist, dann passiert das schon noch. Aber meistens stillt er mit offenen, wachen Augen eine gefühlte Ewigkeit, um dann ganz plötzlich abzudocken und sich von meinem Schoß zu rollen. Turnt dann so eine halbe bis 3/4 Stunde durch's Bett, schaut sein Gute-Nacht-Buch an, kuschelt mit seinem Teddy, zieht die Spieluhr auf oder macht die Nachttischlampe an und aus. Irgendwann kommt der Zeitpunkt (läßt sich leider nur durch mehrmaliges Versuchen herausfinden, wann genau das ist), da muss ich ihn schnappen, hinlegen und dabei sanft in den Arm nehmen. Dann erzähle ich ihm ganz leise etwas oder summe ein Liedchen, während dessen fummelt er auch in meinem Gesicht rum oder zieht an meinen Haaren. Aber längst nicht mehr so schmerzhaft wie noch vor einigen Wochen - da piekte er in die Augen, bohrte in der Nase oder riss an den Haaren, daß man dachte, die Kopfhaut käme runter :) Hat sich GsD etwas gegeben. Scheinbar ist es eben eine Phase, die kann genauso schnell wieder vorbei sein, wie sie gekommen ist.

Papa geht hier leider auch nicht, da Simon mit zunehmender Müdigkeit nur noch Mama akzeptiert. Papa darf zwar gerne auch mit dabeisein. Aber wenn ich gehe, dann weint er sofort los und lässt sich vom Papa null beruhigen. Also ist das leider keine Option.
Mumpitz
mit Simon (10/11)
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