Da mag ich mich anschließen. Vor allem die verlinkten Infos zur Beikosteinführung sind toll!4tiere hat geschrieben:Die Empfehlung - mit vier Monaten mit Beikost anzufangen - gibt es schon, aber sie hat einen anderen Hintergrund, der für euch nicht zutrifft.Meine Schwägerin meinte gestern zu mir, die Empfehlung heute sei doch sowieso nur noch 4 Monate zu stillen und dann mit Fläschchen zuzufüttern, weil das irgendwie besser wäre von wegen Abwehrstoffe bilden... stimmt das? Wie ist denn der normale Weg: Voll stillen und dann Beikost dazu - oder gibt man grundsätzlich irgendwann auch Fläschchen? Vielleicht eine blöde Frage, aber ist mein erstes Kind und ich hab mich ehrlich gesagt noch nicht so wahnsinnig damit auseinander gesetzt, war froh, dass ich mit der Muttermilch erstmal nichts falsch machen konnte
Es ist nämlich so, dass Beikost besser vertragen wird und Toleranzen gegen "kritische" Lebensmittel besser gebildet werden, wenn neben der Beikosteinführung auch gestillt wird. Und da viele Frauen "nur" sechs Monate überhaupt stillen, wird empfohlen, schon mit vier Monaten mit der Beikost anzufangen, damit dieser Effekt genutzt werden kann. Viel besser ist es natürlich, mit der Beikost anzufangen, wenn das Baby beikostreif und sonst solange stillen, wie es für Mutter und Kind ok ist. daher machst du alles richtig und musst nicht auf deine Schwägerin hören.
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Nur als ein Beispiel, damit es vorstellbarer wird, wie das aussehen kann: mein Sohn ist jetzt reichlich zweieinhalb Jahre alt, ich habe ihn die ersten 6 Monate voll gestillt (also nur Muttermilch, kein Wasser, kein Tee, keine sonstige Beikost o.ä.). Dann gab es verschiedenes Essen für ihn zum Probieren
Was ich aber vor allem sagen möchte: wir haben in der gesamten Zeit von Voll- über Teilstillen zu ausschließlicher Familientisch-Kost nie ein einziges Fläschchen besessen, auch keinen Schnuller, Trinklerntasse o.ä. und hatten auch nie "für alle Fälle" eine Packung Pulvermilch da. Ich will damit nicht sagen, dass es jeder so machen soll, nur, dass man ein Kind auch wunderbar groß bekommen kann, ohne all diese Dinge, die in Deutschland bei den meisten Kindern dazuzugehören scheinen